Bahuvrihi

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Bahuvrihi (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural 1 Plural 2

Nominativ das Bahuvrihi

die Bahuvrihi die Bahuvrihis

Genitiv des Bahuvrihi

der Bahuvrihi der Bahuvrihis

Dativ dem Bahuvrihi

den Bahuvrihi den Bahuvrihis

Akkusativ das Bahuvrihi

die Bahuvrihi die Bahuvrihis

Anmerkung:

Duden. Das große Fremdwörterbuch gibt sowohl für Genitiv Singular als auch für den Plural Formen ohne Flexionsendung an[1]; Kluge verwendet für den Plural die Form mit -s.[2]

Alternative Schreibweisen:

Bahuvrīhi, Bahuwrihi; kann auch als Maskulinum gebraucht werden.

Worttrennung:

Ba·hu·v·ri·hi

Aussprache:

IPA: [bahuˈvʁiːhi]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Linguistik: anderer Ausdruck für Possessivkompositum

Herkunft:

sanskritisch बहुव्रीहि (bahuvrīhi) → sa „viel Reis (habend)“, Begriff der altindischen Grammatik[3]

Synonyme:

[1] Possessivkompositum/Possessivkompositum

Gegenwörter:

[1] Dvandva, Tatpuruṣa
[1] Determinativkompositum, Kopulativkompositum

Oberbegriffe:

[1] Kompositum

Beispiele:

[1] Das Wort „Rotkäppchen“ für eine Märchengestalt ist ein Beispiel für ein Bahuvrihi, ein Possessivkompositum. Die Bedeutung des Bahuvrihi lässt sich mit „haben“ umschreiben: „Rotkäppchen“ ist ein Kind, das ein rotes Käppchen hat, und danach bezeichnet wird.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Sanskrit“, Abschnitt Komposita
[1] Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002. Stichwort: „Bahuvrihi“. ISBN 3-520-45203-0.
[1] Helmut Glück (Herausgeber), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage, Stichwort: „Bahuvrihi“. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005. ISBN 978-3-476-02056-7.

Quellen:

  1. Duden. Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4., aktualisierte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007. ISBN 3-411-04164-1
  2. Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. de Gruyter, Berlin/ New York 2002. ISBN 3-11-017472-3.
  3. Helmut Glück (Hrsg.), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005. ISBN 978-3-476-02056-7.