Anfechtung

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Anfechtung (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Anfechtung

die Anfechtungen

Genitiv der Anfechtung

der Anfechtungen

Dativ der Anfechtung

den Anfechtungen

Akkusativ die Anfechtung

die Anfechtungen

Worttrennung:
An·fech·tung, Plural: An·fech·tun·gen

Aussprache:
IPA: [ˈanˌfɛçtʊŋ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Anfechtung (Info)

Bedeutungen:
[1] Aufforderung, eine getroffene, ungerechte Entscheidung zu überdenken, das heißt, sie neu zu treffen
[2] Bürgerliches Recht: vom Gesetz eingeräumte Möglichkeit, eine mit einem als relevant anerkannten Irrtum behaftete oder falsch übermittelte oder durch widerrechtliche Drohung oder Täuschung veranlasste Willenserklärung durch einseitige Erklärung rechtlich zu vernichten

Oberbegriffe:
[2] Gestaltungsrecht

Unterbegriffe:
[2] Irrtumsanfechtung,

Beispiele:
[1]
[2] In den §§ 119ff. BGB sind verschiedene Gründe normiert, die eine Anfechtung ermöglichen.
[2] „Das Recht zur Anfechtung eines Vertrages wegen Irrtums, auch wegen vom schriftlichen Vertrag abweichender, mündlicher Zusagen, kann vertraglich nicht ausgeschlossen werden“[1]

Wortbildungen:
[2] Anfechtungsberechtigter, Anfechtungserklärung, Anfechtungsfrist, Anfechtungsgegner, Anfechtungsgrund, Wahlanfechtung (→ Bundespräsidentenwahlanfechtung (BP-Wahlanfechtung), Bundespräsidentestichwahlanfechtung)

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Anfechtung
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Anfechtung
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Anfechtung
[1] canoonet „Anfechtung
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonAnfechtung
[2] Hans Brox/Wolf-Dietrich Walker: Allgemeiner Teil des BGB, 32. Auflage, Carl Heymanns Verlag, Köln/München 2008, Rdnr. 407ff.

Quellen:

  1. [1] Spruch des österreichischen OGH vom 7. Juli 1970