Altorientalistik

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Altorientalistik (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Altorientalistik

Genitiv der Altorientalistik

Dativ der Altorientalistik

Akkusativ die Altorientalistik

Worttrennung:

Alt·ori·en·ta·lis·tik, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈaltʔoʁiɛntaˌlɪstɪk]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Wissenschaft, Lehre von den Sprachen, Kulturen und der Geschichte des alten Vorderen Orients mit Ausnahme Ägyptens, oft einfach: des Alten Orients. Mitunter Synonym für Altorientalische Philologie

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem Adjektiv alt als Determinans und dem Substantiv Orientalistik als Determinatum. Moderne, die Vielzahl sehr unterschiedlicher Sprachen und Kulturen berücksichtigende Bezeichnung für Assyriologie,[1] angeregt durch die schon vorher existierende Bezeichnung altorientalisch.[2] Außerhalb des deutschsprachigen Raumes behielt überwiegend man die traditionelle Bezeichnung „Assyriologie“ bei.

Synonyme:

[1] Assyriologie

Gegenwörter:

[1] Arabistik, Islamwissenschaft; Ägyptologie

Oberbegriffe:

[1] Altertumswissenschaft; Orientalistik

Unterbegriffe:

[1] Altorientalische Philologie, Altorientalische Altertumskunde, Vorderasiatische Altertumskunde, Akkadistik, Sumerologie, Hethitologie, Hurritologie, Ugaritistik

Beispiele:

[1] „Die Keilschriftentzifferung im 19. Jh. gestattete das Verständnis der assyr. Geschichtsquellen, daher die Bezeichnung A[ssyriologie], die heute oft durch Altorientalistik ersetzt wird, da sich das Forschungsgebiet durch die Erschließung weiterer Keilschriftsprachen […] weitete.“[1]
[1] „Die provozierende Frage nach den reichen Eltern stellt die Professorin für Altorientalistik an der Universität Hamburg allen, die im Hauptfach die Kulturen Vörderasiens in vorhellenistischer Zeit studieren möchten.“[3]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Seminar/Institut/Lehrstuhl für Altorientalistik, Studium der Altorientalistik

Wortbildungen:

altorientalistisch (selten), Altorientalist, Altorientalistin

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Altorientalistik
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonAltorientalistik

Quellen:

  1. 1,0 1,1 Meyers Enzyklopädisches Lexikon. in 25 Bänden. 9., völlig neubearbeitete Auflage. 2. Alv—Atz, Bibliographisches Institut, Mannheim 1971, Seite 769, DNB 921423365 „Assyriologie“
  2. Zum Beispiel „Übungen zur altorientalischen Chronologie und Metrologie“, Wintersemester 1908/09 in Leipzig. Michael P. Streck: Geschichte der Altorientalistik an der Universität Leipzig. Altorientalisches Institut Leipzig, Seite 8, abgerufen am 25. März 2013 (pdf, Deutsch).
  3. Barbara Beuys: Der Keilschreiber war Linkshänder. 17. Juni 1994, abgerufen am 19. Februar 2013 (HTML, Deutsch).