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Absacker

Ausstehend
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

Absacker (Deutsch)

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Singular Plural
Nominativ der Absacker die Absacker
Genitiv des Absackers der Absacker
Dativ dem Absacker den Absackern
Akkusativ den Absacker die Absacker

Worttrennung:

Ab·sa·cker, Plural: Ab·sa·cker

Aussprache:

IPA: [ˈapˌzakɐ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Absacker (Info)

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: letztes Glas eines alkoholischen Getränks, das im Anschluss an ein Beisammensein (oder vor dem Schlafengehen) zu sich genommen wird
[2] umgangssprachlich: Schnaps, der nach dem Essen getrunken wird

Herkunft:

Umgangssprachlich seit dem 20. Jh. belegt, wahrscheinlich nach niederländisch afzakkertje (1730) entlehnt, Bezeichnung für ein Getränk nach der Mahlzeit, das die Speisen 'nach unten sinken lässt' (ndl. zakken).[1][2][3]

Beispiele:

[1] Ich brachte Björn nach der Party nach Hause und wir tranken noch einen Absacker.
[1] „Magst du noch einen Absacker mit mir trinken?“
[1] Sie gehen auf einen Absacker in eine Bar.
[1] „Es war Abend, und Geschäftsleute aus England und Deutschland ließen hier bei einem Absacker eine Tagung ausklingen.“[4]
[1] „Nach seinem auffallenden Auftritt in der Bar hat ihm der Keeper später beim Absacker etwas von dubiosen Geschäften erzählt.“[5]
[1] „In der Hotellobby schlägt Vicky einen Absacker auf der Dachterrasse vor.“[6]
[2] An Heiligabend bekam Onkel Willi von Oma ein ganz edles Tröpfchen als Absacker.

Übersetzungen

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[1] Duden online „Absacker
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Absacker
[1, 2] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Absacker“ auf wissen.de
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalAbsacker
[1, 2] Deutsche Welle, Wort der Woche: Katharina Boßerhoff: Der Absacker. In: Deutsche Welle. 22. Juni 2018 (Text und Audio, Dauer 01:21 mm:ss, URL, abgerufen am 25. Juni 2018).

Quellen:

  1. Pfeifer, Wolfgang (Hrsg.): Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. Berlin: Akademie Verlag, 1993, s.v. »Absacker«.
  2. Kluge, Friedrich, bearb. von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter, 2011, s.v. »Absacker«.
  3. Dudenredaktion: Duden – Das Herkunftswörterbuch. 6., überarb. Auflage. Berlin: Dudenverlag, 2020, s.v. »Absacker«.
  4. Hellmuth Karasek: Soll das ein Witz sein?. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. 7. Auflage. Wilhelm Heyne Verlag, München 2014, ISBN 978-3-453-41269-9, Seite 48.
  5. Hansi Sondermann: Hexentotentanz und andere Kriminalgeschichten. Anthologie. Mecke Druck und Verlag, Duderstadt 2019, ISBN 978-3-86944-199-3, Seite 8.
  6. Linda Zervakis: Etsikietsi. Auf der Suche nach meinen Wurzeln. Rowohlt, Hamburg 2020, ISBN 978-3-499-63442-0, Seite 197.