ābulgīg
Erscheinungsbild
ābulgīg (Althochdeutsch)
[Bearbeiten]Anmerkung zum Dialekt:
- Die Form ābulgīg findet sich überwiegend in den rhein-, südrhein- und ostfränkischen Dialekten des Althochdeutschen. Im Alemannischen, Bairischen und Langobardischen wird daneben die Form āpulkīk verwendet. Im Mittelfränkischen wird stattdessen die Form āvulgīg verwendet.
Alternative Schreibweisen:
Nebenformen:
Worttrennung:
- ābul·gīg, Komparativ: ābul·gī·gi·ro, Superlativ: ābul·gī·gōs·to
Aussprache:
- IPA: [ˈæːbylɡiːɡ] (rhein-, südrhein-, ostfränkisch); [ˈɑːb̥uɫɡ̊iːɡ̊] (alemannisch, bairisch, langobardisch)
Bedeutungen:
- [1] jähzornig, zum Zorn neigend, zornmütig
- [2] vorübergehend zornig, wütend
- [3] eifersüchtig, neidisch, missgünstig
Herkunft:
- Ableitung vom Substantiv ābulgi (Zorn) mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -īg (-ig).
Beispiele:
- [1]
Übersetzungen
[Bearbeiten] [3] eifersüchtig, neidisch, missgünstig
- [1–3] Elisabeth Karg-Gasterstädt und Theodor Frings (Herausgeber): Althochdeutsches Wörterbuch. Auf Grund der von Elias v. Steinmeyer hinterlassenen Sammlungen im Auftrag der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Leipzig 1952-2015ff. (âbulgîg)
- [1, 3] Albert Larry Lloyd, Otto Springer, Rosemarie Lühr (Herausgeber): Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1988ff. (ābulgīg)
- [1–3] Dr. Gerhard Köbler: wikiling „ābulgīg“