wund

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wund (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
wund wunder am wundesten
Alle weiteren Formen: wund (Deklination)

Worttrennung:

wund, Komparativ: wun·der, Superlativ: am wun·des·ten

Aussprache:

IPA: [vʊnt], Komparativ: [ˈvʊndɐ], Superlativ: [ˈvʊndəstn̩]
Hörbeispiele: —, Komparativ: —, Superlativ:
Reime: -ʊnt

Bedeutungen:

[1] an der Haut aufgeschürft
[2] gehoben, poetisch: psychisch angegriffen, verletzt

Herkunft:

Wund stammt vom althochdeutschen Adjektiv wunt ab, das ursprünglich „geschlagen“ oder „verletzt“ bedeutete. Es ist verwandt mit „verwunden“, „Wunde“ und dem veralteten Verb „wunden“.[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] aufgescheuert, aufgeschürft, entzündet, offen, zerschunden

Oberbegriffe:

[1] verletzt

Beispiele:

[1] Als er vom Spielen nach Hause kam, hatte Jonas zwei wunde Knie.
[2] „Ich war zwar vor Trauer wund, aber gleichzeitig spürte ich die Lust, in dieser Rolle völlig aufzugehen, nichts mehr zurückzuhalten.“[2]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] wunde Finger, wundes Knie
[1, 2] wunder Punkt, wunde Stelle

Wortbildungen:

[2] waidwund

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „wund
[1, 2] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „wund
[1] canoo.net „wund
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonwund
[1] The Free Dictionary „wund

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, „wund“, Seite 934.
  2. Gwyneth Paltrow: "Ich war wund vor Trauer". In: Spiegel Online. 7. Januar 2005, ISSN 0038-7452 (URL).

Ähnliche Wörter:

Hund, Mund, und, Wunde, Wunder