wo rohe Kräfte sinnlos walten

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[Bearbeiten] wo rohe Kräfte sinnlos walten (Deutsch)

[Bearbeiten] Redewendung

Worttrennung:

wo ro·he Kräf·te sinn·los wal·ten

Aussprache:

IPA: [...]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] es ist nicht immer das Klügste, mit Gewalt vorzugehen; umgangssprachlich, scherzhaft auch erweitert: wo rohe Kräfte sinnlos walten, da kann kein Knopf die Hose halten

Herkunft:

Diese Wendung ist ein Zitat aus Schillers Gedicht „Das Lied von der Glocke“:[1] „Wo rohe Kräfte sinnlos walten, / Da kann sich kein Gebild gestalten, / Wenn sich die Völker selbst befrein, / Da kann die Wohlfahrt nicht gedeihn.“[2]

Beispiele:

[1] Warum hast du denn mit solcher Gewalt an dem Ast des Walnussbaumes gerüttelt, jetzt ist er komplett abgebrochen. Wo rohe Kräfte sinnlos walten – kann man da nur sagen.
[1] „‚Wo rohe Kräfte sinnlos walten‘, da mag der Reichtum seine Gefahren haben und hat für einen vernünftigen Menschen keinen besonderen Reiz. Wo ihn aber Bildung, oder Sitte, oder Menschenliebe, oder Religion, oder alles zusammen im rechten Geleise halten, da liegt in ihm etwas beneidenswert Anziehendes.“[3]

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik. In: Der Duden in zwölf Bänden. 2. Auflage. Band 11, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2002, ISBN 3-411-04112-9, „wo rohe Kräfte sinnlos walten“, S. 437

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik. In: Der Duden in zwölf Bänden. 2. Auflage. Band 11, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2002, ISBN 3-411-04112-9, „wo rohe Kräfte sinnlos walten“, S. 437
  2. Friedrich Schiller: Gedichte – Das Lied von der Glocke. In: Projekt Gutenberg-DE. (URL).
  3. Max Eyth: Im Strom unsrer Zeit. In: Projekt Gutenberg-DE. (URL).
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