wendisch

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wendisch (Deutsch) [Bearbeiten]

Adjektiv [Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
wendisch
Alle weiteren Formen: wendisch (Deklination)

Worttrennung:

wen·disch, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [ˈvɛndɪʃ]
Hörbeispiele: —
Reime: -ɛndɪʃ

Bedeutungen:

[1] auf die Wenden bezogen, sie betreffend

Herkunft:

Ableitung des Adjektivs zum Stamm des Wortes Wende mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -isch

Synonyme:

[1] polabisch, elbslawisch

Oberbegriffe:

[1] westslawisch, slawisch, indogermanisch (indoeuropäisch)

Unterbegriffe:

[1] drawänopolabisch

Beispiele:

[1] „Die Freundschaft, die seitdem Albrecht mit dem wendischen Fürstenpaar verband, hat ersterem zu der späteren Herrschaft über das Havelland verholfen und zur Begründung der Mark Brandenburg geführt.“[1]
[1] „Krabat, ein Junge von vierzehn Jahren damals, hatte sich mit zwei anderen wendischen Betteljungen zusammengetan, und obgleich Seine allerdurchlauchtigste Gnaden, der Kurfürst von Sachsen, das Betteln und Vagabundieren in Höchstderoselben Landen bei Strafe verboten hatten [...], zogen sie als Dreikönige in der Gegend von Hoyerswerda von Dorf zu Dorf [...]“[2]

Übersetzungen [Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „wendisch
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Stichwort „wendisch“.

Quellen:

  1. Johannes Schultze: Die Mark Brandenburg. Entstehung und Entwicklung unter den askanischen Markgrafen (bis 1319). 1, Duncker & Humblot, Berlin 1961, Seite 64.
  2. Otfried Preußler: Krabat. 19. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2004, ISBN 3423250879, Seite 9