weißeln

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[Bearbeiten] weißeln (Deutsch)

[Bearbeiten] Verb

  Person Wortform
Präsens ich weißele
du weißelst
er, sie, es weißelt
Präteritum ich weißelte
Partizip II   geweißelt
Konjunktiv II ich weißelte
Imperativ Singular weißele!
weißel!
Plural weißelt!
Hilfsverb   haben
Alle weiteren Formen: weißeln (Konjugation)

Worttrennung:

wei·ßeln, Präteritum: wei·ßel·te, Partizip II: ge·wei·ßelt

Aussprache:

IPA: [ˈvaɪ̯sl̩n], Präteritum: [ˈvaɪ̯sl̩tə], Partizip II: [ɡəˈvaɪ̯sl̩t]
Hörbeispiele: —, Präteritum: —, Partizip II:

Bedeutungen:

[1] süd(west)deutsch, österreichisch, schweizerisch:[1] das Tünchen einer Wand in der Farbe weiß
[2] Botanik: einen Baum mit (weißer) Kalkbrühe bestreichen

Herkunft:

Ableitung zu weiß mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -el (und zusätzlich nötigem Flexem)

Synonyme:

[1] weiß tünchen, anstreichen, malen

Beispiele:

[1] „Barblin weißelt“ (in dem Drama „Andorra“ von Max Frisch mehrmals (Erstes und Letztes Bild) Google Books)
[1] „Als besonders hervortretendes und bedeutendes Motiv ist auch das Weißeln der Barblin anzusehen, welche sowohl im Ersten Bild zu Beginn des Stücks, als auch am Ende des Dramas damit beschäftigt erscheint. (...) Aber selbst die Rahmenbedingungen für das Weißeln der Barblin verändern sich im Verlauf des Stücks grundlegend.“[2]
[1] „Den Pharisäern in Andorra gilt das Weißeln der Barblin. Dass es Barblin ist, die weißelt, soll natürlich nicht dafür veranlassen zu denken, dass die die Schuld der Andorraner übertünchen möchte. Im Gegenteil: sie weißelt, ‚weil morgen Sanktgeorgstag ist‘.“[3]
[2] Das Weißeln von Obstbäumen stellt einen Schutz der Stämme vor Frostrissen dar.[4]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] eine Wand weißeln, die Wohnung weißeln, Fugen weißeln
[2] einen Baum weißeln

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7 „weißeln“, Seite 1910
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „weißeln

Quellen:

  1. http://www.duden.de/definition/wei%C3%9Feln
  2. Florian Fromm: Max Frisch „Andorra“. Vorurteile und Identitätsfindung. GRIN Verlag, 2010. Seite 8 Google Books (von Max Frischs Drama „Andorra“)
  3. Heinz Gockel: Literaturgeschichte als Geistesgeschichte: Vorträge und Aufsätze. Königshausen & Neumann, 2005. Seite 218 Google Books (von Max Frischs Drama „Andorra“)
  4. J. Hinrichs-Berger: Weißeln von Obstbäumen zur Vermeidung von Frostrissen und Stamminfektionen mit Pseudomonas syringae. In: Gesunde Pflanzen, Band 56, Nummer 2, Seiten 48-54, DOI: 10.1007/s10343-004-0019-x springerlink.com

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