verhohnepiepeln
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[Bearbeiten] verhohnepiepeln (Deutsch)
[Bearbeiten] Verb
| Person | Wortform | |
|---|---|---|
| Präsens | ich | verhohnepieple |
| du | verhohnepiepelst | |
| er, sie, es | verhohnepiepelt | |
| Präteritum | ich | verhohnepiepelte |
| Partizip II | verhohnepiepelt | |
| Konjunktiv II | ich | verhohnepiepelte |
| Imperativ | Singular | verhohnepieple! |
| Plural | verhohnepiepelt! | |
| Hilfsverb | haben | |
| Alle weiteren Formen: verhohnepiepeln (Konjugation) | ||
Alternative Schreibweisen:
Worttrennung:
- ver·hoh·ne·pie·peln, Präteritum: ver·hoh·ne·pie·pel·te, Partizip II: ver·hoh·ne·pie·pelt
Aussprache:
- IPA: [fɛɐ̯ˈhoːnəpiːpəln], Präteritum: [fɛɐ̯ˈhoːnəpiːpəltə], Partizip II: [fɛɐ̯ˈhoːnəpiːpəlt]
- Hörbeispiele: —
Bedeutungen:
- [1] umgangssprachlich, transitiv: etwas oder jemanden mit Hilfe von Ironie und Spott lächerlich machen, verhöhnen
Herkunft:
- Grundlage ist der frühneuhochdeutsche Ausdruck hole Hip (hohle Waffel).[1] Die von Haus zu Haus ziehenden Verkäufer solcher Waffeln wurden Hohlhipper genannt. Dieses Wort wurde ab dem 16. Jahrhundert ein Synonym von Lästerer — wohl weil Käufer und Verkäufer sich gegenseitig mit Spott bedachten (?). In der Folge kam es zu Bildungen wie den frühneuhochdeutschen Verben hohlhippeln oder hohlhippen (schmähen, beleidigen)[2], die unter volksetymologischer Anlehnung der nicht mehr verstandenen Worte an Hohn im thüringisch-sächsischen Sprachraum zu hohniepeln und (ver)hohnepi(e)peln (hänseln, lächerlich machen) führten.[3][4]
Sinnverwandte Wörter:
- [1] verhöhnen
Beispiele:
- [1] Helmut Kohl wurde von der Presse immer wieder verhohnepiepelt.
Abgeleitete Begriffe:
[Bearbeiten] Übersetzungen
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „verhohnepiepeln“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „verhohnepiepeln“
Quellen:
- ↑ Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 1. Auflage. Akademie-Verlag, Berlin 1989, ISBN 3-05-000626-9, Seite 1896
- ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 953
- ↑ Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 1. Auflage. Akademie-Verlag, Berlin 1989, ISBN 3-05-000626-9, Seite 1896
- ↑ Christoph Gutknecht: Von Treppenwitz bis Sauregurkenzeit. Die verrücktesten Wörter im Deutschen. Verlag C.H. Beck oHG, München 2008, ISBN 978-3-406-56833-6 (Originalausgabe) Seite 104