trotz

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des Jahres 2007 das Wort der Woche.

trotz (Deutsch)[Bearbeiten]

Präposition[Bearbeiten]

Worttrennung:

trotz

Aussprache:

IPA: [tʀɔʦ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild trotz (Info)
Reime: -ɔʦ

Bedeutungen:

[1] mit dem Genitiv, seltener, in der Schweiz häufiger mit dem Dativ: ungeachtet eines bestimmten Umstandes; ohne Rücksicht auf etwas; einer Sache zum Trotz

Herkunft:

Die Präposition hat sich im 16. Jahrhundert aus formelhaften Wendungen des Substantivs Trotz entwickelt. Mhd. Formen sind tratz, trotz und trutz. Die weitere Herkunft ist unklar.[1] Die Präposition stand früher meist mit dem Dativ (vgl. „trotz allem“ und „trotzdem“), seit dem 18. Jahrhundert begann sich der Genitiv durchzusetzen.

Synonyme:

[1] ungeachtet, obwohl

Gegenwörter:

[1] wegen

Beispiele:

[1] Sie gingen trotz des Regens spazieren.
[1] Er wollte trotz seiner angeschlagenen Gesundheit keinen Urlaub nehmen.
[1] Trotz alledem haben wir es doch geschafft.
[1] Trotz aller Proteste will er im Amt bleiben.
[1] „Trotz der Einsicht der Juristen in die Verbesserungswürdigkeit von Gesetzestexten sei noch viel zu tun.“[2]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] trotz allem, trotz alledem

Wortbildungen:

trotzdem

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „trotz
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „trotz
[1] canoo.net „trotz:Prep
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikontrotz

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Artikel „trotz“
  2. Monika Obrist: Recht verständlich?. In: Der Sprachdienst. Nummer Heft 1, 2013, Seite 33-35, Zitat Seite 33f.

Ähnliche Wörter:

Trotz, trotzen