sporadisch

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sporadisch (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
sporadisch sporadischer am sporadischsten
Alle weiteren Formen: sporadisch (Deklination)

Worttrennung:

spo·ra·disch, Komparativ: spo·ra·di·scher, Superlativ: am spo·ra·dischs·ten

Aussprache:

IPA: [ʃpoˈʀaːdɪʃ], Komparativ: [ʃpoˈʀaːdɪʃɐ], Superlativ: [ʃpoˈʀaːdɪʃstn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild sporadisch (österreichisch) (Info)
Reime: -aːdɪʃ

Bedeutungen:

[1] relativ vereinzelt vorkommend, (nur) gelegentlich
[2] relativ zerstreut, verstreut
[3] relativ in unregelmäßigen Abständen wiederkehrend
[4] Mathematik/Gruppentheorie: zu den 26 endlichen einfachen Ausnahmegruppen gehörend

Herkunft:

von gleichbedeutend französisch sporadique; aus griechisch σποραδικός (sporadikós) „verstreut“, dies vom griechischen Verb σπείρειν (speírein) „säen, ausstreuen[1]

Synonyme:

[1] selten
[2] gelegentlich
[3] ab und zu

Gegenwörter:

[1] häufig
[2] dicht
[3] regelmäßig

Beispiele:

[1] Da die Fehler jetzt nur noch sporadisch auftraten, waren sie mit ihrer Arbeit zufrieden.
[1] „In Deutschland wurde der Sprachwechsel dadurch gefördert, dass die Juden selbst ihre eigene Muttersprache bis dahin in einem vagen Sinne als eine jüdische Form des Deutschen aufgefasst und in ihrem Sprachgebrauch sporadisch zu verschiedenen Gelegenheiten Anleihen am Schriftdeutschen gemacht hatten.“[2]
[2] Im Park gab es nur sporadisch Abfalleimer, weshalb es an Wochenenden immer aussah wie auf einer Müllkippe.
[3] Die Zugriffsstatistiken für die Homepage werden nur sporadisch ausgewertet.
[4] Eine dieser sporadisch einfachen Gruppen, die Conwaygruppe, erhält man aus den Symmetrien der Leech-Packung.[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] canoo.net „sporadisch
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „sporadisch
[4] Wikipedia-Artikel „Sporadische_Gruppe

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 1276.
  2. Roland Gruschka: Westjiddisch an Rhein und Main und im übrigen Europa. In: Monika Grübel, Peter Honnen (Herausgeber): Jiddisch im Rheinland. Klartext, Essen 2013, ISBN 978-3-8375-0886-4, Seite 15-40, Zitat Seite 28.
  3. Katrin Wendland, Annette Werner: Facettenreiche Mathematik: Einblicke in Die Moderne Mathematische Forschung. Wiesbaden, 2011, Seite 321