rappeln

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[Bearbeiten] rappeln (Deutsch)

[Bearbeiten] Verb

  Person Wortform
Präsens ich rappele
du rappelst
er, sie, es rappelt
Präteritum ich rappelte
Partizip II   gerappelt
Konjunktiv II ich rappelte
Imperativ Singular rappele!
Plural rappelt!
Hilfsverb   haben, sein
Alle weiteren Formen: rappeln (Konjugation)

Worttrennung:

rap·peln, Präteritum: rap·pel·te, Partizip II: ge·rap·pelt

Aussprache:

IPA: [ˈʀapəln], Präteritum: [ˈʀapəltə], Partizip II: [ɡəˈʀapəlt]
Hörbeispiele: —, Präteritum: —, Partizip II:

Bedeutungen:

[1] intransitiv, umgangssprachlich: ein Geräusch von sich geben, das an Rasseln oder Klappern erinnert
[2] intransitiv, umgangssprachlich: an etwas rütteln, wodurch ein klapperndes Geräusch hervorgerufen wird
[3] intransitiv, in Österreich: nicht recht bei Sinnen sein
[4] intransitiv, landschaftlich, in der Kindersprache: urinieren
[5] reflexiv, landschaftlich, umgangssprachlich: sich bewegen, sich rühren
[6] reflexiv, landschaftlich, umgangssprachlich: sich (unter Mühen) aufrichten
[7] transitiv, veraltet: lärmen, laut sprechen
[8] transitiv, veraltet: etwas an sich raffen, hastig nehmen
[9] intransitiv: sich mit einem rappelnden[1] Geräusch fortbewegen

Herkunft:

Das Verb stellt vermutlich eine Mischung aus dem niederdeutschen lautmalerischen rappeln (rasseln, klappern) und einem ebenfalls rappeln lautenden niederdeutschen Verb dar, das seinerseits aber auf das mittelniederdeutsche rāpen (raffen) und das mitteldeutsche rappen (etwas mit Gewalt an sich reißen) zurückgeht und für ‚bewegen‘, ‚an sich reißen‘ und ‚sich aufraffen‘ stand.[1]
Die Bedeutung ‚nicht ganz bei Sinnen sein‘ ging aus der Bedeutung ‚lärmen‘ hervor.[1]

Synonyme:

[1] scheppern
[3] spinnen, tüdeln
[5] regen
[6] aufrappeln

Gegenwörter:

[3] bei Verstand sein, klar im Kopf sein

Beispiele:

[1] Heute hat der Wecker schon um vier Uhr gerappelt.
[2] Die Kinder rappeln an der Türklinke.
[2] Da rappelt jemand an der Tür.
[3] Ihm rappelt es.
[3] Du rappelst vielleicht! Wofür hältst du mich?
[5] Nun rappel dich endlich mal! Wir müssen fertig werden.
[5] Der Trottel rappelt sich einfach nicht vom Fleck.
[6] Mitten in der Nacht musste ich mich aus dem Bett rappeln.
[7] Du sollst nicht immer einen rappeln.
[8] Er rappelte seine Pferde zusammen und verließ den Ort.
[9] Der Zug ist über den Bahnübergang gerappelt.

Redewendungen:

Abgeleitete Begriffe:

aufrappeln, hochrappeln

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonrappeln
[1, 3] The Free Dictionary „rappeln
[1, 3, 5] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „rappeln
[1, 3, 5–8] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „rappeln
[1–6, 9] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion, Annette Klosa u. a. (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „rappeln“, Seite 1272f.
[*] canoo.net „rappeln

Quellen:

  1. 1,0 1,1 Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, „rappeln“, Seite 1081

Ähnliche Wörter:

rappen, zappeln
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