piesacken
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[Bearbeiten] piesacken (Deutsch)
[Bearbeiten] Verb
| Person | Wortform | |
|---|---|---|
| Präsens | ich | piesacke |
| du | piesackst | |
| er, sie, es | piesackt | |
| Präteritum | ich | piesackte |
| Partizip II | gepiesackt | |
| Konjunktiv II | ich | piesackte |
| Imperativ | Singular | piesacke! |
| Plural | piesackt! | |
| Hilfsverb | haben | |
| Alle weiteren Formen: piesacken (Konjugation) | ||
Worttrennung:
- pie·sa·cken, Präteritum: pie·sack·te, Partizip II: ge·pie·sackt
Aussprache:
- IPA: [ˈpiːzakn̩], Präteritum: [ˈpiːzaktə], Partizip II: [ɡəˈpiːzakt]
- Hörbeispiele: —
Bedeutungen:
- [1] über einen längeren Zeitraum bewusst quälen
Herkunft:
- Das Verb leitet sich von mittelniederdeutsch ossenpesek „Ochsenziemer“ ab, ein Gerät zur Bestrafung von Tieren und Menschen, das aus der nach schraubenförmigem Verdrehen getrockneten Haut eines Bullenpenis hergestellt wurde. Piesacken bedeutet also wörtlich mit dem Ochsenziemer bestrafen. Der Begriff pesek leitet sich von mittelniederdeutsch pese „Sehne“ ab.
Sinnverwandte Wörter:
- [1] ärgern, bedrücken, fotzeln, mobben, malträtieren, plagen, quälen, schikanieren, schinden, sticheln, tyrannisieren
Gegenwörter:
Oberbegriffe:
Beispiele:
- [1] Ihre ganze Kindheit über wurde sie von ihrem großen Bruder gepiesackt.
- [1] Piesacke mich nicht immer!
- [1] „Toni, die Tochter aber, kam sich ganz persönlich verletzt und gepiesackt vor.“[1]
Abgeleitete Begriffe:
[Bearbeiten] Übersetzungen
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Dialektausdrücke:
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „piesacken“
- [1] canoo.net „piesacken“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „piesacken“
Quellen:
- ↑ Hugo Ball: Flametti oder vom Dandysmus der Armen. Aufbau, Berlin/Weimar 1989, ISBN 3-351-01401-5, Zitat S. 18 (orthographisch korrigiert). Erstveröffentlichung 1918.