mausetot

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mausetot (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
mausetot
Alle weiteren Formen: mausetot (Deklination)

Worttrennung:

mau·se·tot, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [maʊ̯zəˈtoːt]
Hörbeispiele: —
Reime: -oːt

Bedeutungen:

[1] salopp: absolut, vollkommen tot

Herkunft:

im 17. Jahrhundert aus niederdeutsch „mūsdōd“, eigentlich „mursdōd“, „morsdōd“ „ganz tot“ entlehnt. „Das verstärkende Kompositum wird volksetymologisch an niederdeutsch „Mūs“ ‚Maus‘ angeschlossen ... und in diesem Sinne ... ins Hochdeutsche aufgenommen.“[1]

Synonyme:

[1] (Quasisynonym) abgekratzt

Gegenwörter:

[1] quicklebendig

Oberbegriffe:

[1] verstorben, tot

Beispiele:

[1] Der Soldat war bereits verstorben; mausetot geschlagen lag er da.
[1] „Die DDR ist mausetot.[2]

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „mausetot

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993. ISBN 3-423-03358-4. Abkürzungen aufgelöst.
  2. Titel eines SPIEGEL-Gesprächs mit Matthias Platzek, in: DER SPIEGEL 21, 2009, Seite 30-32. Die Aussage stammt von M. Platzek.