makaber

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makaber (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
makaber makaberer
makabrer
am makabersten
Alle weiteren Formen: makaber (Deklination)

Worttrennung:

ma·ka·ber, Komparativ: ma·ka·be·rer, Komparativ: ma·ka·brer, Superlativ: am ma·ka·bers·ten

Aussprache:

IPA: [maˈkaːbɐ], Komparativ: [maˈkaːbʀɐ], Superlativ: [maˈkaːbɐstən], [maˈkaːbɐstn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild makaber (österreichisch) (Info)
Reime: -aːbɐ

Bedeutungen:

[1] eine groteske Form von Humor betreffend (oft im Zusammenhang mit Tod oder Krankheit verwendet)
[2] unheimlich wirkend

Herkunft:

von französisch macabre → fr im 19. Jahrhundert entlehnt; Abkürzung von danse macabreTotentanz“, weitere Herkunft unsicher, vielleicht mit arabisch (maqâbir) „Gräber, Friedhof“ oder hebräisch (m(e)qabber) „begrabend“ verwandt [1][2][3]

Synonyme:

[1] schwarz (vom Humor), grausig
[2] gespenstisch, schaudererregend

Beispiele:

[1] Diese Art Humor ist mir zu makaber.
[2] Die Flutkatastrophe vom zweiten Weihnachtstag ist mehr als nur eine Katastrophe, sie ist auch, so makaber es klingt, zu einem Riesengeschäft geworden.[4]

Redewendungen:

[1] ein makaberes Spiel spielen
[1] einen makaberen Humor haben
[1] eine makabere Vorstellung

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] makaberer Humor, makaberer Witz, makaberer Scherz

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „makaber
[2] canoo.net „makaber
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonmakaber

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 592.
  2. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, Seite 827.
  3. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 839.
  4. Daniel Kestenholz: „Wen erreichen die Tonnen von Hilfslieferungen?“ In: Welt Online. 4. Januar 2005, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 8. August 2012).

Ähnliche Wörter:

Makkabäer