mahnen
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mahnen (Deutsch) [Bearbeiten]
Verb, regelmäßig [Bearbeiten]
| Person | Wortform | |
|---|---|---|
| Präsens | ich | mahne |
| du | mahnst | |
| er, sie, es | mahnt | |
| Präteritum | ich | mahnte |
| Partizip II | gemahnt | |
| Konjunktiv II | ich | mahnte |
| Imperativ | Singular | mahne! |
| Plural | mahnt! | |
| Hilfsverb | haben | |
| Alle weiteren Formen: mahnen (Konjugation) | ||
Worttrennung:
- mah·nen, Präteritum: mahn·te, Partizip II: ge·mahnt
Aussprache:
- IPA: [ˈmaːnən], Präteritum: [ˈmaːntə], Partizip II: [ɡəˈmaːnt]
- Hörbeispiele: —, Präteritum: —, Partizip II: —
- Reime: -aːnən
Bedeutungen:
- [1]
- [a] eindringlich zu einem bestimmten, als erforderlich erachteten Handeln und Benehmen auffordern, drängen
- [b] energisch bitten
- [c] ausdrücklich vor etwas warnen
- [2]
- [a] jemanden auf noch zu Erledigendes, Leistendes, Versprochenes nachdrücklich aufmerksam machen
- [b] (gehoben) etwas eindringlich ins Gedächtnis rufen; an etwas erinnern, gedenken
- [3] Jägersprache (in Bezug auf weibliche Hirsche) einen Lock- beziehungsweise Warnlaut ausstoßen[1][2][3]
Herkunft:
- germanischen Ursprungs; bezeugt im Althochdeutschen manōn, manēn „an etwas zu Leistendes erinnern; überlegen, denken; vorhaben“ und im Mittelhochdeutschen manen; etymologisch verwandt mit altsächsisch manōn, angelsächsisch manian, friesisch monia, altnordisch mana „zum Kampf, Streit auffordern, (auf-)reizen, antreiben“
Synonyme:
- [1a] aufrufen, bedrängen
- [1b] ersuchen
- [1c] abmahnen, verwarnen; den Zeigefinger erheben, (schweizerisch) den Mahnfinger erheben, (schweizerisch) den Warnfinger erheben
- [2a] anmahnen, einmahnen, ermahnen; einschärfen
- [2b] gemahnen; in Erinnerung rufen
Gegenwörter:
Oberbegriffe:
- [1] urgieren
- [1a] auffordern, drängen
- [1b] bitten
- [1c] warnen
- [2a, 2b] erinnern
- [3] Tierlaut, Tiergeräusch
Unterbegriffe:
- [1c] zurechtstutzen
Beispiele:
- [1a] „Innenminister mahnt trotz Bedrohung zu Gelassenheit“[4]
- [2b] „Würde Bosbach im alten Rom leben, hätte man ihn längst an eine Säule auf dem Marktplatz gebunden, wo er zur Belustigung der Römer tagein, tagaus mahnen und warnen würde vor den Gefahren der Barbaren, die das römische Reich an allen Ecken und Enden unterminieren, schnatter, schnatter, schnatter Irgendwann aber hätten die genussfreudigen Römer genug von Bosbach und würden ihn lieber schlachten.“ (taz, 'Wahrheit', Wolfgang Bosbach, schnatter, schnatter, schnatter, 13.09.2007)
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1a] jemanden zur Eile mahnen , jemanden zur Vorsicht mahnen , jemanden zum Aufbruch mahnen , jemanden eindringlich mahnen , jemanden nachdrücklich mahnen , jemanden wiederholt mahnen
- [2a] jemanden an sein Versprechen mahnen , jemanden an eine Schuld mahnen , einen Schuldner schriftlich mahnen
Wortbildungen:
- abmahnen, anmahnen, (veraltet oder landschaftlich) aufmahnen, (veraltet) ausmahnen, (veraltet oder schweizerisch) bemahnen, einmahnen, ermahnen, (veraltet) fortmahnen, gemahnen, (veraltet) nachmahnen, (veraltend) vermahnen, (veraltet) vormahnen
Übersetzungen [Bearbeiten]
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „mahnen“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „mahnen“
- [1] canoo.net „mahnen“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „mahnen“
Quellen:
- ↑ vgl. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7
- ↑ Online-Lexikon der Waidmannssprache
- ↑ Online-Wörterbuch der Jägersprache
- ↑ jetzt.sueddeutsche.de vom 16.09.2007
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