krude

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krude (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
krude kruder am krudesten
Alle weiteren Formen: krude (Deklination)

Nebenformen:

krud

Worttrennung:

kru·de, Komparativ: kru·der, Superlativ: am kru·des·ten

Aussprache:

IPA: [ˈkʀuːdə], Komparativ: [ˈkʀuːdɐ], Superlativ: [ˈkʀuːdəstn̩]
Hörbeispiele: —, Komparativ: —, Superlativ:
Reime: -uːdə

Bedeutungen:

[1] im Rohzustand
[2] ohne Feingefühl, Fingerspitzengefühl

Herkunft:

im 18. Jahrhundert von lateinisch crudus → la roh, grausam entlehnt[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] roh, unbearbeitet, ungekocht, unverdaulich
[2] grob, rüde, rabiat

Beispiele:

[1]
[2] „Aber natürlich versteckt nicht nur er sich hinter einem Pseudonym: Dschihadisten-Foren rufen unter kruden Tarnnamen zu Hass und Gewalt gegen »Ungläubige« auf, Rechtsextreme veröffentlichen unter dem Schutz der Anonymität Namen und Adressen von Mitgliedern der Antifa - und umgekehrt tun es diese genauso.“[2]

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] krude Ideen

Wortbildungen:

Krudität

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „krude
[*] canoo.net „krude
[2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonkrude
[2] The Free Dictionary „krude
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Stichwort „krud, krude“.

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „krud“, Seite 542.
  2. Marcel Rosenbach, Hilmar Schmundt: Blog-Warte im Tollhaus. In: DER SPIEGEL. Nummer Heft 31, 2011, Seite 134-135, Zitat Seite 134.