in die Bresche springen

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in die Bresche springen (Deutsch)[Bearbeiten]

Redewendung[Bearbeiten]

Nebenformen:

in die Bresche treten, sich in die Bresche werfen

Worttrennung:

in die Bre·sche sprin·gen

Aussprache:

IPA: [ɪn diː ˈbʀɛʃə ˈʃpʀɪŋən]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild in die Bresche springen (Info)

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: in einer kritischen Situation Unterstützung geben, Beistand leisten

Herkunft:

Die Redewendung hat ihren Ursprung im Ritterwesen.[1] Wenn man eine Burg erobern wollte, musste ein Loch in die Festungsmauer gebrochen werden.[1] Dieses ist die Bresche.[1][2] Da die Angreifer nach der Herstellung einer solchen Bresche in das Innere der Burg vordringen und dort überall Feuer legen konnten, galt es für die Verteidiger der Burg, ein Eindringen der Feinde zu verhindern.[1] Ein Verschließen der Bresche mit Baumaterial war in der Kürze der Zeit nicht zu bewerkstelligen, weshalb zunächst einer der Ritter in die zu Beginn noch schmale Bresche sprang und diese wie ein Korken verschloss.[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] aushelfen, einspringen, einsetzen, eintreten, unterstützen, vertreten

Beispiele:

[1] „Die Staaten sind massiv in die Bresche gesprungen, um die Banken zu retten; nun könnten sich die Banken erkenntlich zeigen, indem sie den Staaten helfen (aber dieses Argument kann vielleicht nur Moralisten überzeugen).“[3]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] für etwas in die Bresche springen, für jemanden in die Bresche springen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Bresche
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Bresche
[1] Redensarten-Index „in die Bresche springen
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonin+die+Bresche+springen
[1] Duden online „Bresche
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik. In: Der Duden in zwölf Bänden. 2., neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. Band 11, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2002, ISBN 3-411-04112-9, „[für jmdn., etw.] in die Bresche springen/treten“, Seite 138.
[1] Klaus Müller (Herausgeber): Lexikon der Redensarten. Herkunft und Bedeutung deutscher Redewendungen. Bassermann Verlag, München 2005, ISBN 3-8094-1865-X, DNB 974926760, „in die Bresche springen/treten“, Seite 70.
[1] Gerhard Wagner: Schwein gehabt! Redewendungen des Mittelalters. 13. Auflage. Regionalia Verlag GmbH, Rheinbach 2012, ISBN 978-3-939722-31-1, „in die Bresche springen“, Seite 12.

Quellen:

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Gerhard Wagner: Schwein gehabt! Redewendungen des Mittelalters. 13. Auflage. Regionalia Verlag GmbH, Rheinbach 2012, ISBN 978-3-939722-31-1, „in die Bresche springen“, Seite 12.
  2. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik. In: Der Duden in zwölf Bänden. 2., neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. Band 11, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2002, ISBN 3-411-04112-9, „[für jmdn., etw.] in die Bresche springen/treten“, Seite 138.
  3. Wortschatz-Lexikon Uni Leipzig, Quelle: www.monde-diplomatique.de, 2011-01-12