hartnäckig

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hartnäckig (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
hartnäckig hartnäckiger am hartnäckigsten
Alle weiteren Formen: hartnäckig (Deklination)

Worttrennung:

hart·nä·ckig, Komparativ: hart·nä·cki·ger, Superlativ: am hart·nä·ckigs·ten

Aussprache:

IPA: [ˈhaʁtˌnɛkɪç], Komparativ: [ˈhaʁtˌnɛkɪɡɐ], Superlativ: [ˈhaʁtˌnɛkɪçstn̩]
Hörbeispiele: —, Komparativ: —, Superlativ:

Bedeutungen:

[1] auf etwas eigensinnig, beharrlich, unnachgiebig bestehend

Herkunft:

[1] Zusammenbildung der Wortverbindung „harter Nacken“ mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ig (15. Jahrhundert)[1], wurde schon im Alten Testament erwähnt[2]

Sinnverwandte Wörter:

[1] ausdauernd, beharrlich, unnachgiebig, beständig, entschlossen, konsequent, stetig, stur, unablässig, unaufhörlich, unausgesetzt, unbeirrt, zielstrebig, verbissen, starr, störrisch, obstinant, dickköpfig, halsstarrig, rechthaberisch, starrköpfig, verstockt, standhaft, unbeirrbar, unbeirrt, unentwegt, unerschütterlich, zäh, beharrsam, insistent, andauernd, anhaltend, persistent, starrsinnig, starrköpfig, steif und fest

Gegenwörter:

[1] entgegenkommend, nachgiebig

Oberbegriffe:

[1] geduldig

Unterbegriffe:

[1] unermüdlich, unverdrossen

Beispiele:

[1] Unser Lehrer bleibt immer so hartnäckig bei seiner Meinung.
[1] „Viele verfolgen hartnäckig den Weg, den sie gewählt haben, aber nur wenige das Ziel.“ (Friedrich Nietzsche)
[1] „In manchen Kreisen hält sich hartnäckig das Gerücht, dies sei die moderne Variante der Inquisition.“[3]
[1] „Die ganze Band stellt sich geschlossen hinter Billie, damit sie nicht unter Diskriminierungen zu leiden hat, und Artie Shaw wird des Öfteren deutlich, wenn er auf hartnäckige Anhänger der Rassentrennung trifft.“[4]
[1] „Erschwert wurde dies durch eine hartnäckige Epidemie, die römische Soldaten nach ihrem Sieg über die Parther aus dem Osten eingeschleppt hatten.“[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] hartnäckig sein, hartnäckig nachfragen

Wortbildungen:

[1] Hartnäckigkeit

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „hartnäckig
[1] canoo.net „hartnäckig

Quellen:

  1. Duden, Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. 4. Auflage - Seite 549
  2. www.swr.de Lexikon
  3. Luigi Brogna: Das Kind unterm Salatblatt. Geschichten von meiner sizilianischen Familie. 7. Auflage. Ullstein, Berlin 2010, ISBN 978-3-548-26348-9, Seite 167.
  4. Noël Balen: Billie Holiday. Die Seele des Blues. Scherz, Bern 2002 (französisches Original 2000), ISBN -, Seite 52.
  5. Michael Sontheimer: Vergifteter Triumph. In: Norbert F. Pötzl, Johannes Saltzwedel (Herausgeber): Die Germanen. Geschichte und Mythos. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2013, ISBN 978-3-421-04616-1, Seite 147-154, Zitat Seite 150.