gescheit

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gescheit (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
gescheit gescheiter am gescheitesten
Alle weiteren Formen: gescheit (Deklination)

Alternative Schreibweisen:

veraltet: gescheid

Worttrennung:

ge·scheit, Komparativ: ge·schei·ter, Superlativ: am ge·schei·tes·ten

Aussprache:

IPA: [ɡəˈʃaɪ̯t], Komparativ: [ɡəˈʃaɪ̯tɐ], Superlativ: [ɡəˈʃaɪ̯təstən], [ɡəˈʃaɪ̯təstn̩]
Hörbeispiele:
Reime: -aɪ̯t

Bedeutungen:

[1] von großer Intelligenz, einen scharfen Verstand habend
[2] kluge Überlegungen enthaltend, einigen Verstand zum Ausdruck bringend
[3] umgangssprachlich: vernünftig
[4] umgangssprachlich, süddeutsch, nur adjektivisch: groß, immens
[5] veraltet: hinterhältig, schlau, verschlagen, listig
[6] veraltet: arglistig
[7] veraltet: tüchtig, gut, ordentlich

Herkunft:

Gescheit stammt vom mittelhochdeutschen geschīde (klug, schlau) ab. Dies ist das Adjektiv zum mittelhochdeutschen Verb schīden (scheiden, auslegen). Die ursprüngliche Bedeutung von gescheit dürfte somit ‚geistig genau sondernd‘ und ‚geistig durchdringend‘ gewesen sein.[1]

Synonyme:

[1] clever, intelligent, klug
[5] hinterhältig, listig, schlau, verschlagen
[6] arglistig

Gegenwörter:

[1] dumm

Beispiele:

[1] Der Schüler hat einen scharfen Verstand, er ist sehr gescheit.
[1] Annemarie ist ein gescheites Mädchen.
[2] Klaus hat bei der letzten Besprechung viele gescheite Anregungen gemacht.
[3] Es wäre schon sehr gescheit, jetzt anzufangen.
[3] Der gescheitere Weg ist es, die Kartons zuerst auszupacken.
[4] Nun nimm doch noch ein gescheites Stück von der Torte!
[5] Die Schlange ist gescheiter als jedes andere Tier.
[5] Herr Bott ist genauso gescheit wie ein Fuchs.
[6] Ein gescheiter Händler pflegt jedermann zu betrügen.
[7] Ladislaus ist ein gescheiter Handwerksbursche.

Wortbildungen:

Gescheitheit

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion, Annette Klosa u. a. (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „gescheit“, Seite 639
[1–4] The Free Dictionary „gescheit
[1, 3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „gescheit
[1, 5–7] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „gescheit
[*] canoo.net „gescheit
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikongescheit

Adverb[Bearbeiten]

Worttrennung:

ge·scheit

Aussprache:

IPA: [ɡəˈʃaɪ̯t]
Hörbeispiele: —
Reime: -aɪ̯t

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich, süddeutsch: anständig, richtig
[2] umgangssprachlich, süddeutsch, zur Verstärkung von Verben und Adjektiven: sehr, besonders, überaus

Beispiele:

[1] Bevor du nicht gescheit Rad fährst, können die Stützräder nicht ab.
[1] Du musst doch auch mal gescheit kochen und nicht immer nur Fertiggerichte warmmachen.
[2] Über die Ignoranz meines Mannes kann ich mich immer wieder gescheit aufregen.
[2] Dieser Sommer war gescheit heiß.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] The Free Dictionary „gescheit

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, „gescheit“, Seite 436

Ähnliche Wörter:

Bescheid, gescheitert