deus sive natura
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[Bearbeiten] deus sive natura (Lateinisch)
[Bearbeiten] Wortverbindung
Worttrennung:
- deus sive natura
Aussprache:
- IPA: klassisch: [ˈdɛʊs siːwə naːˈtuːra]
- deutsch: [ˈdeːʊs siːvə naˈtuːʁa]
- Hörbeispiele: —
Bedeutungen:
- [1] Philosophie: Anschauung, dass Gott und Natur ident und daher austauschbare Begriffe sind
Herkunft:
- eine von Spinoza in seinem, 1677 postum erschienenen Werk »Ethica, ordine geometrico demonstrata« (Band I „Von Gott“) verwendete Formulierung, die auch vom Pantheismus aufgegriffen (Gott = Welt) beziehungsweise abgewandelt wurde (Gott = Leben des Weltalls)[1]
Beispiele:
- [1] Danach bedeutet die »Leitung Gottes« nichts anderes als die feste und unabänderliche Ordnung der Natur oder die allgemeine Verkettung der Naturdinge. In dieser Bedeutung der Natur als »Ordnung« allein ist die Gleichsetzung von »Deus sive natura« zu verstehen.[2]
- [1] Diese Dualität ist bekanntlich von Spinoza in seiner oft gebrauchten Formel »ratio sive causa« in eine Identität umgewandelt worden, die der metaphysischen »Deus sive natura« durchaus entspricht.[3]
- [1] Das ist immer noch die alte religiöse Denk- und Wunschweise, eine Art Sehnsucht zu glauben, daß irgendworin doch die Welt dem alten geliebten, unendlichen, unbegrenzt-schöpferischen Gotte gleich sei — daß irgendworin doch “der alte Gott noch lebe”, — jene Sehnsucht Spinoza's, die sich in dem Worte “deus sive natura” (er empfand sogar “natura sive deus” -) ausdrückt.[4]
[Bearbeiten] Übersetzungen
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Quellen:
- ↑ Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite
- ↑ Gutenberg: Baruch de Spinoza, Ethik
- ↑ Gutenberg: Wilhelm Maximilian Wundt, Erlebtes und Erkanntes
- ↑ Gutenberg: Friedrich Wilhelm Nietzsche, Die Fragmente von Frühjahr 1884 bis Herbst 1885, Band 5
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Baruch de Spinoza, Ethik in geometrischer Ordnung dargestellt, übersetzt und herausgegeben von Wolfgang Bartuschat, Verlag Meiner, Hamburg 2007; ISBN 978-3787318520
- [1] Wikipedia-Artikel „Baruch Spinoza“
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