denn

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denn (Deutsch)[Bearbeiten]

Konjunktion[Bearbeiten]

Worttrennung:

denn

Aussprache:

IPA: [dɛn]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild denn (Info)
Reime: -ɛn

Grammatische Merkmale:

[1] kausale Hauptsatzkonjunktion: leitet einen Hauptsatz ein, der den Grund für das, was vorher festgestellt wurde, liefert

Synonyme:

[1] kausale Nebensatzkonjunktion: weil, da

Beispiele:

[1] Max geht es schlecht, denn er hat einen ganzen Kuchen gegessen.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „denn
[1] Goethe-Wörterbuch „denn
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „denn
[1] canoo.net „denn
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikondenn

Partikel[Bearbeiten]

Worttrennung:

denn

Grammatische Merkmale:

[1] Partikel in Fragesätzen, die
[a] die Anteilnahme des Sprechers ausdrückt
[b] die Dringlichkeit der Frage ausdrückt
[2] Partikel, die eine Folgerung ausdrückt, deren Begründung meist als vorausgesetzt angesehen oder nur angedeutet wird

Synonyme:

[1] bloß, eigentlich, nur

Beispiele:

[1a] Was hast du denn?
[1a] Kannst du denn nicht mehr laufen?
[1b] Wo bleibt er denn?
[2] „Es ist unter euch allen, die ihr denn doch nur Naturalisten und Pfuscher seid, keiner, der nicht mehr oder weniger Hoffnung von sich gäbe; denn soviel ich alle beurteilen kann, so ist kein einziger Stock darunter, und Stöcke allein sind die Unverbesserlichen, sie mögen nun aus Eigendünkel, Dummheit oder Hypochondrie ungelenk und unbiegsam sein.“[1]

Übersetzungen[Bearbeiten]


Quellen:

  1. Johann Wolfgang von Goethe: Wilhelm Meisters Lehrjahre. 1795/96, Kapitel 64.

Subjunktion[Bearbeiten]

Worttrennung:

denn

Grammatische Merkmale:

[1] vergleichende Subjunktion: als

Anmerkung:

Die Verwendung als Vergleichswort ist veraltet außer in Ausdrücken mit denn je und in gehobener Sprache in denn als zur Vermeidung von als als.

Synonyme:

[1] als

Beispiele:

[1] Rousseau ist als Schriftsteller viel bekannter denn als Musiker.
(Aus einem französischen Deutsch-Lehrbuch)

Redewendungen:

denn je „als jemals“

Übersetzungen[Bearbeiten]

Adverb[Bearbeiten]

Worttrennung:

denn

Bedeutungen:

[1] meistens in der Wendung „es sei denn“, sonst veraltet: ausgenommen; vorausgesetzt, dass …; außer wenn …

Beispiele:

[1] Ich werde nicht kommen, es sei denn, das Wetter wird deutlich besser.
[1] „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.“ (Genesis 32,17 in der Luther-Übersetzung)
[1] „Ich weiß, was Trost und Stärke sie [die Beichte] sie mir gegeben hat: Es weiß niemand, was sie vermag, denn wer mit dem Teufel oft und viel gefochten hat.“[1]
[1] „Wie anders hätten sie hereinkönnen, denn indem sie als Heizer heuerten und auf dem ersten Anlegeplatz zu dersertieren versuchten oder sich von einem Landsmann in der Bemannung irgendwo hinter der Kohle und hinter den Ballen verstecken ließen!“[2]

Übersetzungen[Bearbeiten]


Quellen:

  1. Martin Luther, 1521 auf der Wartburg, zitiert nach Albrecht Schönherr: „Evangelisch beichten“, Vortrag auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag Frankfurt 1956, abgedruckt im Sammelband Albrecht Schönherr: Horizont und Mitte, München 1979: Chr. Kaiser Verlag
  2. Egon Erwin Kisch: Paradies Amerika. Axel Springer, Berlin 2013, ISBN 978-3-942656-71-9, Seite 299; Erstdruck 1930.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: dehn, den, dem, dann, dünn