den Geist aufgeben
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
[Bearbeiten] den Geist aufgeben (Deutsch)
[Bearbeiten] Redewendung
Nebenformen:
Worttrennung:
- den Geist auf·ge·ben
Aussprache:
- IPA: [deːn ɡaɪ̯st ˈʔaʊ̯fɡeːbn̩]
- Hörbeispiele: —
Bedeutungen:
- [1] ursprünglich, heute veraltet: sterben
- [2] umgangssprachlich,, übertragen: kaputtgehen, nicht mehr funktionieren
Herkunft:
- [1] Die Umschreibung für „sterben“ findet sich schon in der Bibel in den Klageliedern Jeremias (2,12): „Zu ihren Müttern sprechen sie: Wo ist Brot und Wein?, da sie auf den Gassen in der Stadt verschmachten wie die tödlich Verwundeten und in den Armen ihrer Mütter den Geist aufgeben.“[1] und in der Apostelgeschichte (5,5): „Als Hananias diese Worte hörte, fiel er zu Boden und gab den Geist auf.“[2]
Synonyme:
- [1] den Geist aushauchen, sterben
- [2] kaputtgehen
- [1–2] das Zeitliche segnen
Gegenwörter:
- [1] leben
- [2] funktionieren, gehen, laufen
Beispiele:
- [1] „Die Soldaten trugen ihn in die Wirthsstube zurück und schienen in Verlegenheit darüber, was sie thun sollten; denn sie fürchteten, er möchte unter ihren Händen den Geist aufgeben.“[3]
- [1] „Der alte Moor gibt seinen Geist auf.“[4]
- [2] Die Festplatte hat den Geist aufgegeben, zum Glück haben wir eine Datensicherung.
[Bearbeiten] Übersetzungen
|
|
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1–2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „den Geist aufgeben“
- [1–2] Redensarten-Index „den Geist aufgeben“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „aufgeben“
Quellen: