begatten

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[Bearbeiten] begatten (Deutsch)

[Bearbeiten] Verb

[1] Ein Rotkehlanolis-Männchen begattet ein Weibchen.
  Person Wortform
Präsens ich begatte
du begattest
er, sie, es begattet
Präteritum ich begattete
Partizip II   begattet
Konjunktiv II ich begattete
Imperativ Singular begatte!
Plural begattet!
Hilfsverb   haben
Alle weiteren Formen: begatten (Konjugation)

Worttrennung:

be·gat·ten, Präteritum: be·gat·te·te, Partizip II: be·gat·tet

Aussprache:

IPA: [bəˈɡatən], Präteritum: [bəˈɡatətə], Partizip II: [bəˈɡatət]
Hörbeispiele: —, Präteritum: —, Partizip II:

Bedeutungen:

[1] transitiv, in Bezug auf männliche (meistens tierische) Individuen: den Geschlechtsverkehr mit einem weiblichen Individuum (zumeist derselben Art) vollziehen
[2] reflexiv, meist in Bezug auf Tiere: die geschlechtliche Vereinigung miteinander vollziehen
[3] veraltet, transitiv: verheiraten, vermählen

Herkunft:

Das Verb stammt vom mittelhochdeutschen begaten (übereinkommen, erreichen, gesellen) ab. Im Mittelniederdeutschen gab es die Form begāden. Möglicherweise besteht auch eine Verbindung zum althochdeutschen bigatōn (jemandem zuteil werden, treffen).[1]

Synonyme:

[1] bei Menschen: beischlafen, beiwohnen, beschlafen, koitieren; bei Tieren: bespringen, decken, gatten, treten (in Bezug auf Hühnervögel)
[2] paaren
[3] verheiraten, vermählen

Beispiele:

[1] Der Löwe begattet das Weibchen
[1] „Die Volksmeinung ist, daß ein unbeschnittener Mann keine Frau begatten oder Kinder erzeugen kann, daß eine unbeschnittene Frau keine Kinder bekommen kann.“[2]
[2] Dort drüben begatten sich zwei Hasen.
[2] „Was sich als Raupe begattet, wird sich als Schmetterling nicht mehr begatten: nur derjenige Schmetterling, dem es als Raupe nicht gestattet war sich zu begatten, der begattet sich als Schmetterling“.[3]
[3] Alle meine Kinder sind wohl begattet.

Abgeleitete Begriffe:

Begattung

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] canoo.net „begatten
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „begatten
[2, 3] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „begatten
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonbegatten

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, unter „Gatte“, Seite 401f.
  2. Detlef Wissinger: Erinnerungen eines Tropenarztes, 2002, S. 156
  3. Michael Petöcz: Ansicht der Welt, 1838, S. 345
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