anstellen
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
anstellen (Deutsch) [Bearbeiten]
Verb [Bearbeiten]
| Person | Wortform | |
|---|---|---|
| Präsens | ich | stelle an |
| du | stellst an | |
| er, sie, es | stellt an | |
| Präteritum | ich | stellte an |
| Partizip II | angestellt | |
| Konjunktiv II | ich | stellte an |
| Imperativ | Singular | stell(e) an |
| Plural | stellt an | |
| Hilfsverb | haben | |
| Alle weiteren Formen: anstellen (Konjugation) | ||
Worttrennung:
- an·stel·len, Präteritum: stell·te an, Partizip II: an·ge·stellt
Aussprache:
- IPA: [ˈanˌʃtɛlən], ich [ˌʃtɛlə ˈʔan], Präteritum: [ˌʃtɛltə ˈʔan], Partizip II: [ˈaŋɡəˌʃtɛlt]
- Hörbeispiele: —
Bedeutungen:
- [1] einen Gegenstand an einen anderen anlehnen
- [2] jemandem eine Arbeitsstelle bieten
- [3] etwas vollbringen
- [4] bei bestimmten abstrakten Substantiven (immer im Plural) so viel wie tätigen, unternehmen, also die durch das Substantiv ausgedrückte Tätigkeit zur Ausführung bringen
- [5] etwas mit jemandem oder mit etwas anstellen: etwas (oft, aber nicht immer, Schlimmes) mit einer Person oder einem Gegenstand tun, wobei die Person oder der Gegenstand das passive Opfer (oder „Opfer“) ist
- [6] einen Streich spielen, ein Malheur verursachen
- [7] Helvetismus sowie umgangssprachlich: einschalten
- [8] reflexiv, sich anstellen: sich einer Warteschlange anschließen
- [9] reflexiv, sich anstellen: sich in bestimmter Weise einer Aufgabe beziehungsweise einer Herausforderung stellen
- [10] reflexiv, sich anstellen: wehleidig herumjammern; um Schmerzen, Krankheiten und sonstige Beeinträchtigen des Wohlbefindens viel Aufhebens machen
Herkunft:
- aus an- und stellen; stand bis ins 19. Jahrhunder auch für „veranstalten“[1]
Synonyme:
- [1] anlehnen, beistellen
- [2] einstellen, anheuern (Schifffahrt), engagieren (Theater/Musik), veraltet: dingen
- [3] bewerkstelligen, fertigbringen, schaffen
- [4] tätigen, unternehmen
- [5] salopp: veranstalten
- [6] ausfressen, anrichten, verzapfen
- [7] anmachen, anschalten, anknipsen, schriftsprachlich: einschalten
- [8] sich einreihen
- [9] sich benehmen, sich führen, sich geben, sich verhalten
- [10] sich zieren
Sinnverwandte Wörter:
- [10] simulieren, markieren (entbehrt im Gegensatz zum Sich-Anstellen der realen Grundlage)
Gegenwörter:
- [2] entlassen
- [7] abstellen, ausstellen, ausmachen, ausknipsen, ausschalten
- [10] die Zähne zusammenbeißen
Beispiele:
- [1] Du musst die Leiter richtig anstellen.
- [2] Er war bei einer Tochterfirma angestellt.
- [3] Ich weiß nicht, wie ich das anstellen soll.
- [4] Im darauffolgenden Jahr stellte die Familien Nachforschungen zum Verbleib ihres Sohnes an.
- [5] Wenn man bedenkt, was die Ärzte vor Opas Tod noch alles mit ihm angestellt haben …
- [5] Was hast du mit meinem Rechner angestellt?
- [5] Wer weiß, was sie im Gefängnis mit ihr angestellt haben!
- [6] Na, was hast du nun schon wieder angestellt?
- [7] Ich hab’ die Heizung schon mal angestellt.
- [8] Sie müssen sich hinten anstellen!
- [9] Die stellt sich ganz schön dusselig an!
- [10] „Puh, den gestank hält ja kein Mensch aus!“ – „Ach komm, stell dich nicht so an!“
- [10] „Das war aber ein übles Foul!“ – „Ach was, der stellt sich bloß an!“
Charakteristische Wortkombinationen:
- [4] Berechnungen anstellen, Betrachtungen anstellen, Experimente anstellen, Nachforschungen anstellen, Überlegungen anstellen, Untersuchungen anstellen, Vergleiche anstellen, Versuche anstellen
- [8] sich hinten anstellen
- [9] sich gut anstellen, sich schlecht anstellen, sich schlau anstellen, sich blöd anstellen
Wortbildungen:
Übersetzungen [Bearbeiten]
|
|
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1, 2, 3, 6, 9, 10] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „anstellen“
- [2, 3, 4, 8, 9] Goethe-Wörterbuch „anstellen“
- [1, 2, 4, 6–9] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „anstellen“
- [1, 2, 6, 7, 10] canoo.net „anstellen“
- [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „anstellen“
- [1–4, 6–10] The Free Dictionary „anstellen“
Quellen:
- ↑ siehe Grimm und Goethe-Wörterbuch
Ähnliche Wörter: