an einem seidenen Faden hängen
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[Bearbeiten] an einem seidenen Faden hängen (Deutsch)
[Bearbeiten] Redewendung
Worttrennung:
- an ei·nem sei·de·nen Fa·den hän·gen
Aussprache:
- IPA: [an ˈaɪ̯nəm ˈzaɪ̯dənən ˈfaːdn̩ ˈhɛŋən]
- Hörbeispiele: —
Bedeutungen:
- [1] Bild für die allgegenwärtig bestehende Gefahr: sehr bedroht sein – auch wenn vordergründig eventuell alles bestens zu sein scheint, das Ende der Sache ist ungewiss
Herkunft:
- [1] Die Redewendung stammt aus einer Geschichte, die u. a. von Cicero und Horaz überliefert ist: Damokles beneidete seinen Herrn, den Tyrannen Dionys von Syrakus um seine Macht. Bei einem Festmahl durfte Damokles an der Tafel den Platz von Dionys einnehmen. Über Damokles wurde jedoch ein Schwert befestigt, das nur an einem Rosshaar hing. Der Herrscher wollte Damokles damit die ständigen Gefahren, die mit seiner Position verbunden sind, deutlich machen.
Synonyme:
Oberbegriffe:
- [1] bedrohen
Beispiele:
- [1] Es geht ihr jetzt wieder gut, doch nach dem Unfall wurde sie stundenlang operiert und ihr Leben hing buchstäblich an einem seidenen Faden.
[Bearbeiten] Übersetzungen
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Damokles“
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „an einem seidenen Faden hängen“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Faden“
- [1] Günther Drosdowski, Werner Scholze-Stubenrecht et al.: Duden, Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten. Wörterbuch der deutschen Idiomatik. In: Der Duden in zwölf Bänden. 1. Auflage. Band 11, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1992, ISBN 3-411-04111-0, Seite 188, Stichwort "Faden"