allerhand
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[Bearbeiten] allerhand (Deutsch)
[Bearbeiten] Pronomen
Worttrennung:
- al·ler·hand
Aussprache:
- IPA: [ˈalɐˈhant]
- Hörbeispiele:
allerhand (Info)
Bedeutungen:
Herkunft:
- Bei dem unbestimmten Zahlwort allerhand handelt es sich um ein unveränderliches, nicht steigerungsfähiges Adjektiv, das eine Zusammenrückung aus mhd. aller hande ist. Dieser Genetiv-Plural bedeutete ursprünglich von allen Arten oder von allen Seiten.
Synonyme:
- [1a] eine größere Anzahl: allerart; allerlei; alles Mögliche; diverse; eine Menge; geh. ein gerüttelt Maß; etliche; mancherlei; mehrere; mehrerlei; reichlich; viele; vielerlei; ziemlich viel(e)
- eine unterschiedliche Anzahl: unterschiedlich (viele); verschiedene; verschiedenerlei
- [1b] beispiellos; bodenlos: empörend; haarsträubend: hanebüchen; himmelschreiend; skandalös; unbeschreiblich; unerhört; unfassbar; ungeheuerlich; unglaublich
Gegenwörter:
- eine geringe Anzahl: dies und das; dies(es) und jenes; diese/r und jene/r; einige (wenige); ein wenig; ein wenig mehr als ...; manch (ein ...; eine/r); mal der / die, mal der / die; (ziemlich) wenig/e
Oberbegriffe:
- [1a] Anzahl, Zahl
- [1b] Empörung, Gefühlsäußerung
Unterbegriffe:
- eine bestimmte Anzahl nennen, so z.B.: ein/e ..., 2 ..., acht ..., hundert ...
Beispiele:
- [1] Allerhand Menschen waren auf den Beinen, um ja noch rechtzeitig dort zu sein. Er hat schon allerhand durchmachen müssen. Ich bin auf allerhand gefasst.
- [1b] Ist das nicht allerhand? Da kommt dieser Nichtsnutz von einem Menschen und tut, als sei er der Chef hier.
Redewendungen:
- [1b] das ist doch allerhand; das ist ja allerhand; das ist schon allerhand; das ist doch allerhand für'n Groschen; das ist ja allerhand für'n Groschen; das ist schon allerhand für'n Groschen
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1a] allerhand Ärger / Geld / Schwierigkeiten haben; allerhand Menschen / Schaulustige; jemand weiß allerhand; allerhand durchmachen; auf allerhand gefasst / vorbereitet sein;
- „Ich komme her vom Meeresstrand,| Da fand ich Blümlein allerhand“ (erste Zeilen aus dem Gedicht „Seemuscheln“ von Wikipedia-Artikel „August Heinrich Hoffmann von Fallersleben“)
- [1b] (s. unter Redewendungen)
Es wurde noch