Zeitgenosse

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Zeitgenosse (Deutsch) [Bearbeiten]

Substantiv, m [Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ der Zeitgenosse die Zeitgenossen
Genitiv des Zeitgenossen der Zeitgenossen
Dativ dem Zeitgenossen den Zeitgenossen
Akkusativ den Zeitgenossen die Zeitgenossen

Worttrennung:

Zeit·ge·nos·se, Plural: Zeit·ge·nos·sen

Aussprache:

IPA: [ˈʦaɪ̯tɡəˌnɔsə], Plural: [ˈʦaɪ̯tɡəˌnɔsn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] eine Person, die zur gleichen Zeit lebt bzw. gelebt hat, wie eine andere
[2] umgangssprachlich, abwertend: Mensch, der zusammen mit anderen in einer Gemeinschaft lebt

Herkunft:

Determinativkompositum, zusammengesetzt aus den Substantiven Zeit und Genosse

Synonyme:

[2] Mitmensch

Beispiele:

[1] Vincent van Gogh und Otto von Bismarck waren Zeitgenossen.
[1] „Luthers Ideen hätten zweifellos nicht ihre rasche Verbreitung und zündende Wirkung gefunden, wenn die zahlreichen Flugschriften seiner Parteigänger und Gegner nicht von so vielen Zeitgenossen gelesen worden wären.“[1]
[1] „Ausgangspunkt ist dabei die Frage, ob der Erste Weltkrieg im Grunde überflüssig war. Diese Frage wurde schon von Zeitgenossen aufgeworfen und hat in jüngster Zeit in der Forschung eine Renaissance erlebt.“[2]
[2] Er ist kein angenehmer Zeitgenosse.

Wortbildungen:

zeitgenössisch

Übersetzungen [Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Zeitgenosse
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Zeitgenosse
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Zeitgenosse
[1] canoo.net „Zeitgenosse
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonZeitgenosse

Quellen:

  1. Horst Joachim Frank: Dichtung, Sprache, Menschenbildung. Geschichte des Deutschunterrichts von den Anfängen bis 1945. Band 1. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1976, Seite 20. ISBN 3-423-04271-0.
  2. Stig Förster: Im Reich des Absurden: Die Ursachen des Ersten Weltkrieges. In: Bernd Wegner (Hrsg.): Wie Kriege entstehen. Zum historischen Hintergrund von Staatenkonflikten. 2., durchgesehene Auflage. Ferdinand Schönigh, Paderborn 2003, ISBN 3506744739, Seite 213.