Vorurteil
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Vorurteil (Deutsch) [Bearbeiten]
Substantiv, n [Bearbeiten]
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das Vorurteil | die Vorurteile |
| Genitiv | des Vorurteils | der Vorurteile |
| Dativ | dem Vorurteil | den Vorurteilen |
| Akkusativ | das Vorurteil | die Vorurteile |
Worttrennung:
- Vor·ur·teil, Plural: Vor·ur·tei·le
Aussprache:
- IPA: [ˈfoːɐ̯ʔʊʁˌtaɪ̯l], Plural: [ˈfoːɐ̯ʔʊʁˌtaɪ̯lə]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
Bedeutungen:
- [1] Urteil über jemanden oder etwas, das nicht auf Erfahrungen oder Wissen über das Beurteilte beruht. Mithin ein Vorausurteil, das heißt ein Urteil vor oder ohne Kenntnis des einzelnen Beurteilten.
Herkunft:
- Ableitung zu Urteil mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) vor-
Synonyme:
Oberbegriffe:
- [1] Urteil
Beispiele:
- [1] Es ist ein Vorurteil, dass alle Schotten geizig seien.
- [1] „Vorurteile werden manchmal als Urteile und Wertungen definiert, die nicht auf eigener Erfahrung beruhen.“[1]
- [1] „An dieser Stelle muss Einspruch gegen ein beliebtes polnisches Vorurteil erhoben werden, nämlich dass Polen frech über rote Ampeln marschieren, während deutsche Fußgänger brav stehen bleiben.“[2]
- [1] „Bekanntlich steckt ja in jedem Vorurteil ein Körnchen Wahrheit.“[3]
Wortbildungen:
Übersetzungen [Bearbeiten]
|
|
Dialektausdrücke:
|
|
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Vorurteil“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Vorurteil“
- [1] canoo.net „Vorurteil“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Vorurteil“
- [1] Wikiquote: Zitate zum Thema „Vorurteil“
Quellen:
- ↑ Hermann Bausinger: Typisch deutsch. Wie deutsch sind die Deutschen? 5. Auflage. Beck, München 2009, Seite 26. ISBN 978-3-406-59978-1.
- ↑ Steffen Möller: Expedition zu den Polen. Eine Reise mit dem Berlin-Warszawa-Express. Malik, München 2012, Seite 206. ISBN 978-3-89029-399-8.
- ↑ Asfa-Wossen Asserate: Deutsche Tugenden. Von Anmut bis Weltschmerz. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64504-4, Seite 8.