Verzeichnis:Soldatensprache
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[Bearbeiten] Deutsche Streitkräfte
[Bearbeiten] Allgemein und Heer
[Bearbeiten] 0-9
- 303: Verunglimpfende alternative Bezeichnung des Dienstgrades Hauptmann. Angespielt wird hierbei auf die drei Sterne der Schulterklappe. Da die Schultern jeweils links und rechts des Kopfes sind, entsprechen die beiden Dreier den Sternen der jeweiligen Schulterklappe und die Null der Kompetenz des Hauptmannes angeben.
- 08/15: Im allgemeinen Sprachgebrauch einen abwertende Bezeichnung für gewöhnlich, durchschnittlich oder ideenlos.
Bei der Deutschen Bundeswehr als abwertende Bezeichnung für Vorgesetzte. Diese spielt hierbei auf Kompetenz, Arbeitszeit und hohe Besoldung an: „null Ahnung, acht Stunden Dienst und Besoldung A15“.
Im gleichen Sinne auch für die Qualifizierung von Gegenständen und Handlungen (Dienstabläufe,Schleiferei,etc.) in einfachster Serienausführung benutzt. Die Abkürzung stammt ursprünglich von dem im Jahre 1915 beim Militär eingeführten Maschinengewehr MG 08.
[Bearbeiten] A
- Aal: Mitglied der Mannschaften, das sich in den ersten drei Dienstmonaten befindet. Da man zu diesem Zeitpunkt noch keine Streifen auf den Schulterklappen hat, ist man aalglatt, also ein Aal. Andere Bedeutung: LFK - Lenkflugkörper zur Bekämpfung von Erd- oder Luftzielen (z.B. w:MILAN). In der Marine Begriff für einen Torpedo.
- Ab-Fick: s. ficken
- Abgänger: Wehrpflichtiger, der das letzte Quartal seines Grundwehrdienstes ableistet. Gruppendynamische Prozesse sorgen regelmäßig dafür, dass Abgänger gegenüber Personen, die ihren Wehrdienst später antraten, herablassend auftreten und die Tatsache ihres baldigen Dienstzeitendes zum Anlass schadenfrohen Spotts machen, was sich in lautstark intonierten Versen wie „Abgänger saufen, Abgänger saufen, wenn die Füchse Streife laufen“ oder „Koffer haben Jahre, Monate und Tage, Abgänger haben Stunden, Minuten und Sekunden“ (Melodie und Refrain nach [[Kling, Glöckchen]] (WP)) widerspiegelt.
- abgreifen: stehlen
- ablachsen: nutzloses Herumsitzen, bevorzugt während der Dienstzeit. Bietet sich eine Gelegenheit zum ablachsen, kann auch der Spruch „Lachs auf den Tisch!“ fallen, wobei die Interpretation des „Lachses“ frei ist.
- Ablage, rund: Papierkorb
- Ablage "P": Papierkorb
- abrödeln: sich vom Gerödel befreien
- abrücken: ein Befehl zum geordneten verlassen des aktuellen Standortes
- abprotzen: Sammelbegriff für die körperliche Tätigkeit beim Spatengang
- abseilen: Vermeidung unwillkommener Tätigkeitsausübung durch Entziehung. Synonym zu verpissen
- Abseiler: Person, der wiederholt die Vermeidung unwillkommener Tätigkeitsausübung gelingt. Synonym zu Verpisser
- Acht Warnschüsse, ein gezielter Freiwurf bzw. ein tödlicher Wurf: scherzhafte Beschreibung der Pistole P1. Der Ausspruch bezieht sich auf die vermeintlich schlechte Zielgenauigkeit der Waffe: Die P1 (eine Walther P38) hat eine Kapazität für acht Patronen im Magazin welche dieser Phrase nach und aufgrund ihrer mangelnden Zielgenauigkeit nur als Warnschüsse dienen - dem Wurf der Waffe selbst, wird dagegen einen höhere Trefferquote beigemessen.
In der NVA wurde diese Phrase für die dortigen Pistolen des Typs Makarov verwendet. - Ackerschnacker: Feldtelefon bzw. die Kleinfunkgeräte SEM52 (Reichweite der letzteren reicht knapp über den „Acker“, ca. 1,8 km)
- Adolf-Eichmann-Gedächtnisrunde: Zynische Bezeichnung für einen angeordneten Laufschritt unter ABC-Schutzausrüstung; hierbei handelt es sich um eine Anspielung an die durch den Kriegsverbrecher Adolf Eichmann angeleitete Ermordung von Juden in Gaskammern
- Adrenalinis: Synonym für Fallschirmjäger.
- AGA: Allgemeine Grundausbildung (die ersten drei Monate des Wehrdienstes, die jeder Soldat durchläuft.)
- AGDUS: Ausbildungsgerät Duellsimulator; Wenn Einheiten plötzlich gefechtsmäßig arbeiten ;-)
- AGSHP: AusbildungsGerät Schießsimulator Handwaffen/Panzerabwehrhandwaffen, auch Schießkino genannt
- Affenschaukel: Ursprünglich Bezeichnung für die Fangschnur am Ausgehanzug für Offizere; heute Bezeichnung der Schützenschnur
- Affentarnung: Bezeichnung für sinnvolle Gesichtstarnung - schwarze Vollgesichtstarnung, bei Vergessen der Augenhöhlen, der Lider und der Lippen.
- AMILA: Allgemeine militärische Laufausbildung zur Erhaltung und Steigerung der soldatischen Leistungsfähigkeit.
- Angstmütze: Gefechtshelm
- Apatschenpimmel: Currywurst
- Arbeitsabwehrkranz: Bezeichnung für den Eichenlaubkranz auf den Schulterklappen der Stabsoffiziere und Generale
- Argumentationsverstärker: Alternative Bezeichnung für das Gewehr
- Ari: Angehöriger der Artillerie
- Arschwasser: hat der Soldat, wenn er sich etwas nicht traut bzw. vor etwas Angst hat.
- Asap: „As soon as possible“ (so bald wie möglich); normalerweise i.S.v. „sofort“, „schleunigst“
- ATN: Allgemeiner Tätigkeitsnachweis. w:Allgemeiner Tätigkeits-Nachweis
- Atomkoffer: ABC-Schutztasche
- Aufklatscher: Synonym für Fallschirmjäger.
- Ausscheider: fälschlicherweise ein Synonym für 'Abgänger'. Ausscheider sind Zeitsoldaten, während Abgänger die Wehrdienstleistenden (GWDL und FWDL sind). Wird in Süddeutschland anstelle von 'Abgänger' verwendet.
- absitzen: Aus irgendeinem Fahrzeug aussteigen („Vom Bus absitzen!“)
- AGAparty: Reinigen der Stube und des Reviers
- aufschlagen: Synonym für ankommen („Wann schlagen Sie hier auf?“)
- aufsitzen: in irgendein Fahrzeug einsteigen
- Auto: Panzer, Panzerhaubitze
- Almdudler: Gebirgsjäger
- Adidas-Gefreiter: Verballhornung des Dienstgrades Hauptgefreiter in Anspielung auf die drei Schrägbalken auf den Schulterklappen des Dienstgrades
- Arabischer Männerpuff: Beliebter Ausruf des UvD frühmorgens bei der Stubenkontrolle, die Qualität der in der Stube vorhandenen Atemluft betreffend.
- Augen-TD: abgeleitet von TD (Technischer Dienst: Fahrzeug- und Gerätewartung), bezeichnet eine während des regulären Dienstes eingelegte Schlafpause
[Bearbeiten] B
- Bär: (abfällige) Bezeichnung für einen Rekruten
- Bärendusche: ein eher untypisches Ritual unter Einverständnis von Rekruten durch Altgediente, meist wurde der Rekrut in Kampfanzug mit Koppel und manchmal auch ABC Schutz-Maske nachts unter die Dusche gestellt, gelegentlich wurde der Rekrut auch mit der Kübelspritze des Nachts im Bett naßgespritzt
- Bärenfotze, Bärenfut: kurz Bäfo, Wintermütze, die im Ohren- und Nackenbereich mit Webpelz gefüttert ist
- Bagger: Panzer
- Barbie-Gewehr: scherzhafte, sexistische (WP) Bezeichnung für das "neue" w:Sturmgewehr G36, da es aufgrund der „idiotensicheren“ Zieleinrichtung sehr bedienerfreundlich ist („Barbie (WP)“ im Sinne von unbegabt, siehe auch Blondine ) und aufgrund des „fehlenden“ Rückstoßes und des geringen Gewichts auch sehr gut von körperlich weniger starken Soldaten benutzt werden kann („Barbie“ im Sinne von weiblich und körperlich schwach). (vgl. z. B. auch Legogewehr)
- Barras (WP): Bundeswehr oder Wehrpflicht
- Buchte: Die Stube eines Soldaten
- BASF rot bzw. gelb: Fruchtsäfte aus Konzentrat, künstlich in Farbe und Geschmack.
- Bergewanne: der w:Bergepanzer Büffel, der keinen drehbaren Turm hat (sondern nur die „Wanne“ eines üblichen Kampfpanzers)
- Biwak : Kommt von Beiwache/Nebenwache. Wurde in den Niederlanden Biwacke genannt und so wurde darraus im Laufe der Zeit hierzulande Biwak. Bezeichnung für Übung mit Aufenthalt und Übernachtung auf einem Truppenübungsplatz, meist im Zelt, scherzhaft deshalb auch Bundeswehr im Wald außer Kontrolle oder auch Besonders im Winter arschkalt. Aber auch: Bundeswehr In Erwartung Auf Kältetod oder: Bundeswehr Im Wald Am Kacken oder: Bundeswehr Im Wald Am Kampieren. Oder Bekloppte Idioten warten auf Krieg.
- Beruhigungsstäbchen, -stab, -stick: verniedlichend für Schlagstock (WP)
- Biber: scherzhafte Bezeichnung für Pioniere
- Bilder stellen: Das Vortäuschen von Aktivität, wenn eine Führungsperson eintrifft, um das Fehlen einer Aufgabe zu vertuschen
- Blackborn-City: Scherzhafte Bezeichnung des für Wetterumstürze berüchtigten Truppenübungsplatzes Schwarzenborn (WP), Nähe Kassel
- Blechstreifen scherzhafte Bezeichnung des lange Zeit gebräuchlichen Sturmgewehrs G3
- Blei in die Heide Ausspruch, der scherzhaft die Eröffnung des Feuers bezeichnet (da meistens mehr Kugeln im Gelände, also der Heide, landen als im Ziel selbst.)
- Bock: Panzer (PzGren) oder Lkw (von „Kutschbock“)
- Boden-Luft-Verbindungsoffizier: Militärpfarrer
- Bongos: die Fernmelder; innerhalb der Fernmeldetruppe: Kabelbongo: Respektvolle Bezeichnung für die Kameraden der Kabelbautrupps.
- Bremsbacken: Ausdruck für Panzerleute wegen ihres schwarzen Baretts
- Brenner: Soldat, der durch hohe Einsatzfreude auffällt
- BTW5: scherzhaft für Pioniere: "blind, taub, wasserdicht, aufblasbar bis 5ATÜ".
- Bumsköppe: allgemein für Soldaten der Artillerie gebraucht
- Bumsknochen: Gewehr
- Büchsenöffner: Panzerfaust
- Buschgeld: Sonderzulage zum Wehrsold für Dienst während Übungen
- BwAbKüzFi:Kurzform von „Bundeswehrabkürzungsfimmel“ (Oder auch AküFiBw Abkürzungsfimmel der Bundeswehr. Persifliert die bürokratische Bundeswehrsprache im Schriftverkehr.
- Bw, einfach, nicht schwimmfähig: Bezeichnung für Gegenstände die durch Einwirkung von Wasser kaputt gehen können, z.B. Laptops, Handys etc, aber auch alles was im Wasser untergehen könnte, wie z.B. Nichtschwimmer, Möbel, Flugzeuge...
- Bw-Geiler: Bezeichnung für Soldaten, die besonders bemüht sind, sämtliche Dienstvorschriften haargenau einzuhalten
- Bw-Stumpf: Bundeswehr-Taschenmesser, das aufgrund der Abnutzung kaum noch schneidet. (gern auch: Bw, stumpf)
- BWK: eigentlich Abkürzung für „BundesWehrKrankenhaus“, wird aber oft als „Brot, Wurst, Käse“ übersetzt und bezeichnet das Abendbrot.
[Bearbeiten] C
- Café Viereck (Café Carré): Arrestzelle im Wachgebäude einer Kaserne
- Café Eichmann: Zynische Bezeichnung für die Dichtigkeitstestkammer der ABC-Schutzmasken. Hierbei handelt es sich um eine Anspielung an die durch den Kriegsverbrecher Adolf Eichmann angeleitete Ermordung von Juden in Gaskammern. (Wer den Spruch in der nähe eines Vorgesetzten loslässt kann seine Sachen packen und für immer nach Hause fahren!)
- Calimero: Spezieller Helm zum Schießen der schweren Panzerfaust 'Carl Gustav' (z.B. Beleuchtung)
- Casi: Causale asymmetrische Soldaten-Impotenz
- Chambodscha: Scherzhafte Bezeichnung der Kaserne im Standort Cham (WP) (auch Vietcham genannt)
- Code Red: Bezeichnung für eine Disziplinarstrafe die von Kameraden durchgeführt wird (z. B. das Zwangsduschen eines Soldaten der die persönliche Hygiene vernachlässigt). Der Begriff stammt aus dem Film w:Eine Frage der Ehre.
- Colt: Umgangssprachlich-scherzhafte Bezeichnung für jegliche Art von Handwaffe (Gewehr, Pistole) in den 1990er Jahren
[Bearbeiten] D
- DAB: DienstAbschlussBier; wird täglich nach Dienst in nicht wenigen Einheiten, meist in kameradschaftlichem Beisammensein zu sich genommen.
- Dackelgarage: Durch Verknüpfung zweier Militärzeltbahnen gefertigtes „Zweimannzelt“, das sich durch außerordentlich geringen Schlafkomfort auszeichnet
- Dackelrennbahn: Bezeichnung für das Symbol der Dienstgrade "Stabsunteroffizier", da auf der Schulter ein geschlossener "Kreis" (untere Seite abgeflacht) zu sehen ist.
- Dasch: Dienstausscheid, Ende des Tagesdienstes
- DgR: Dienst in geschlossenen Räumen
- Dienstgrad: allgemeine – allerdings falsche – Bezeichnung für Unteroffiziere oder höher in Abgrenzung zu den Mannschaftsdienstgraden. Wird unter letzteren verwendet, um unspezifisch auf Vorgesetzte hinzuweisen („Wenn das ein Dienstgrad sieht!“)
- Disco-Klappe: Schulterklappe in Flecktarn mit silbernen Dienstgradabzeichen (muss selbst gekauft werden)
- Disco-Litze: silberne Kordel der Offizieranwärter, die fälschlicherweise auch oftmals als Litze bezeichnet wird
- Diszi: kurz für Disziplinarverfahren bzw. eine einfache Disziplinarmaßnahme
- Dreipunktlandung: beschreibt ein Landeverfahren der Fallschirmjäger, bei dem der Boden nacheinander von Knieen, Ellenbogen und Gesicht ('Knie, Ellenbogen, Fresse') berührt wird.
- Dumm-Fick: s. ficken
- Durchlauferhitzer: Bezeichnet den Zugführer oder Gruppenführer, welcher entweder den Anschiss des Chefs verteilt oder dessen Willen durchsetzen muss.
- Donnerstock: Gewehr
- Dschungelbuch: Bezeichnet die ZDv 3/11 "Gefechtsdienst aller Truppen", welche vom Leben und Verhalten im Felde handelt.
- Dumm, stark, wasserdicht, geländegängig und rostfrei: Pioniere
- Düse: Angst, z.B. gegen Befehle oder Vorschriften zu verstoßen und dafür evtl. ein Diszi (siehe dort) zu kassieren; wer Angst hat ist ein Düsengänger
- DZE: DienstZeitEnde; das Ausscheiden aus der Bundeswehr
- DF: Abkürzung für "Doppelfernrohr" (Fernglas) oder "Deutsch-Französische Brigade", umgangssprachlich auch als Dummfick-Brigade bezeichnet aufgrund des hohen Ausbildungsstandes.
[Bearbeiten] E
- EDEKA Abkürzung für Ende der Karriere
- Einachs-Zweihand-Dreiseiten-Kipper Scherzhafte Bezeichnung für eine Schubkarre, in Anlehnung an den Sprachgebrauch der Bundeswehr. Diese Bezeichnung ist auch heute noch im THW gebräuchlich.
- Einnorden: Das Umwerfen eines Spindes durch Vorgesetzte (oder Kameraden), zur Erhöhung der Motivation des vorschriftsmäßigen Einräumens. Auch: Ausrichten einer Marschkarte im Gelände
- Eisenschwein: Panzer (auch Bock, Hobel, Großgerät, Pansen u. a.); Spitzname der McDonnell_F-4 (WP)
- Elefanten: Der Vorgesetzte gibt an eben solche im Gewehrlauf zu sehen, wenn er mit der Reinigung des Gewehres durch den Rekruten nicht zufrieden ist.
- Elefantenhaut: Die dicke graue Plastikplane, die als Zeltboden in die "Dackelgarage" kommt
- Elefantendusche: Panzerwaschanlage
- Elefant mit Sturmgepäck: erfreuter Ausruf des Vorgesetzten während des Waffenappells nach einem Blick durch das Rohr der eben - vergeblich - gereinigten Waffe.
- Enjoy: freie Interpretation des 1. Feuermodus eines Sturmgewehrs (WP), bei dem der entsprechende Hebel von S(icher) auf die Markierung Einzelschuss (WP) gedreht werden muss.
- Entmunitionieren, mexikanisch: Verbrauch von Munitionsrestbeständen durch Abhalten eines kleinen Feuerwerks mit Laufausrichtung „vertikal“
- EPa: Abkürzung für Einmannpackung; Bezeichnung für Verpflegungspaket aus stark konservierten Lebensmitteln, die angeblich bis zu 100 Jahre haltbar sein sollen. Scherzhaft genannt Erbrochenes Pikant Aufbereitet, da der Inhalt eines EPa aufgrund unzureichender Kenntnisse über die Zubereitung oft als wenig wohlschmeckend empfunden wird.
- EREZA: Abkürzung für Gliederung eines Feuerbefehls. Steht für Einheit - Richtung - Entfernung - Ziel - Ausführung.
- ESAK: evangelische Sündenabwehrkanone = ev. Standortpfarrer. Vgl. KASAK.
- Essbesteck: abwertende Bezeichnung für SPz Marder (Schützenpanzer). Ess ~ S, be ~ P, eck ~~ z.
[Bearbeiten] F
- FA: "Foxtrott Alpha" (w:NATO-Alphabet) Bezeichnung alles Schlechten (Für den Arsch..)
- FA: Abkürzung für "Feldwebelanwärter"
- Fahrkarte: Synonym für das Verfehlen des Ziels einer Schießübung, da dieser in der Schießkladde (dem offiziellen "Schießbericht") mit der Abkürzung "F" (Fehlschuss) protokolliert wird. Rührt von der Ähnlichkeit des früher zu Anzeige des Verfehlen des Ziels gebrauchten weiß-rot-weiß-gestreiften Signalschilds mit der alten Militärfahrkarte der Reichsbahn her, die auf weißem Grund einen dicken roten Streifen hatte.
- Falle, schnapp, mechanisch für Kleintier, grau, beweglich: diese mitnichten offizielle Bezeichnung für eine Mausefalle ist die wohl bekannteste Persiflage auf den Sprachgebrauch der Wehrbeschaffungsbürokratie.
- Falle, beiß, für Kleintier grau, geländegängig: die Katze.
- fällt aus wegen is nich, auch fällt aus wegen Bodennebel: unplanmäßiger Ausfall einer Tätigkeit, ohne nähere Begründung.
- Falli: Fallschirmjäger
- faltenfreie Kopfbedeckung, auch Feldmütze knitterfrei: Gefechtshelm
- Feger, Hand, Holz, mit Griff, für Mannschaften, einfach: Handfeger
- Feldumschlaggerät: (FuG), ein geländegängiger Gabelstapler
- Ferengi: Edeka-Markt im Herzen der Universität der Bundeswehr in München; liebevolle Anlehnung an die raffgierigen Figuren aus Star Trek.
- Fettstein: Ein Stück Butter
- Feuerfrei: allgemeine Zigarettenpause
- ficken: anders als in der allgemeinen Umgangssprache in der Soldatensprache auch im Sinne von schikanieren oder schinden gebraucht. Die bekanntesten Formen dürften das bis zum Erbrechen wiederholte Antreten auf dem Kasernenhof, ABC-Übungen, Stubenreinigen und Gleitübungen auf schmutzigem Grund sein. Bei eindeutiger Sinnlosigkeit der Aktion auch als dumm-ficken bezeichnet.
- Filzlaus: Winterkampfanzug. Früher der Kampfanzug aller Truppen aus schwerem Filzartigem Material. Eine Art von Pferdedeckenstoff. Genaue Bezeichnung: Anzug, Kampf, Feld, jagdmeliert.
- Flecktarn: Feldanzug, auch als "Grün" bezeichnet ("In 5 Minuten in Grün antreten!"), da diese Farbe im Tarnmuster überwiegt und ältere Uniformen nur olive-grün waren
- FePredSeelsorgFüStb, Berlin: Feldprediger, Seelsorger Führungsstab, Berlin = katholisches Militärbischofsamt Berlin
- Fisher Price: G36. Siehe auch Legogewehr, Tupperteil etc.
- Fleurop (WP)-Truppe: Gebirgsjäger (wegen des Edelweiß als Mützenabzeichen)
- Flügelputzer: abfällige Bezeichnung für das Personal in Luftwaffenwerften.
- Foll geil, von „voll geil“ (siehe auch Frieden): absichtlich falsch geschrieben, freie Interpretation des 2. Feuermodus eines Sturmgewehrs (WP), bei dem der entsprechende Hebel von E(inzelschuss) auf die Markierung Feuerstoß gedreht werden muss.
- FOMAG: Fachoffizier mit Arbeitergesicht
- FozL: bei Fernmeldeeinheiten gebräuchliche Bezeichnung für einen frisch eingezogenen Wehrpflichtigen, der noch seinen gesamten Wehrdienst abzuleisten hat (Funker ohne zählbare Lage)
- Föhn bekommen, auch „föhnen lassen“: Anschiss bekommen
- Frontschwein (WP): ironische (oft auch ehrenhafte) Selbstbezeichnung der deutschen Soldaten aus den beiden Weltkriegen (WP).
- Frieden (siehe auch Foll geil): freie Interpretation des 2. Feuermodus eines Sturmgewehrs (WP), bei dem der entsprechende Hebel von E(inzelschuss) auf die Markierung Feuerstoß gedreht werden muss.
- Fuchs, auch Fux (mit nicht fest definierter Anzahl der xe): Wehrpflichtiger, der (je nach lokalem Gebrauch) das erste oder zweite Quartal seines Grundwehrdienstes ableistet.
- Fuchsfehler: Anfängerfehler eines Soldaten der schon länger bei der Truppe ist
- Fuddel: Soldat der in militärischen Stäben oftmals einfache Tätigkeiten zur Unterstützung anderer übernimmt. Diese missliebigen Tätigkeiten werden oft gering geschätzt, tragen jedoch ebenfalls maßgeblich zum Gesamterfolg bei.
- Furzlänge: Bezeichnung für einen nicht definierten, meist aber sehr kurzen Zeitraum.
- Fleischsalat: alternative Bezeichnung für den Feuermodus „F(euerstoß)“.
- Flapflap: Hubschrauber, bzw. das Geräusch dass er beim Fliegen macht.
- frei machen: Ein Utensil (z.B.: Bleistift) zur Verfügung stellen.
- Freizeitsoldat: Bezeichnung für die Leiter des Freizeitbüros einer Kaserne.
- FÜNS: Findet Überhaupt Nicht Statt, Bezeichnung für nicht stattfinden werdende Tätigkeiten.
- Formaldienstsaufen: Beliebte Tätigkeit nach Dienstschluss
- Füssel: Füsilier, Fusssoldat
- FWDL: Freiwillig Wehrdienstleistender
[Bearbeiten] G
- Gabelformale auch Gabelformaldienst: von jungen Offizieren und Offizieranwärten abfällig für das wöchentlich gemeinsame Mittagessen des Offizierkorps mit dem Kommandeur, da man dort in Anwesenheit des Kommandeurs besonders auf seine Essmanieren achten muss. Wohl genauso gern gemacht wie der 'Formaldienst' (Formationsmarsch).
- Ganzkörperkondom: der gummiartige ABC-Schutzanzug "Zodiac"
- GAT: Gemeinsames Ausdauer-Training: Vorgängerkonzept von „MilKo“ und „AMilA“ zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit (meist Marsch im Laufschritt im Kampfanzug; auch mit Ausrüstung am Mann)
- Gefechtsfeldschlampe: Bezeichnung für Soldaten, die es mit der korrekten Trageweise ihres Feldanzuges nicht allzu genau nehmen
- Gefechtsfeldtomaten: Scherzhafter Ausdruck für die Soldaten, die ein rotes Barett tragen; Kampfunterstützer: z.B. Artillerie, Fernmelder
- Gefechtsfeldbeleuchter: MG-Schütze, der mit Leuchtspurmunition in die Luft schießt statt zu treffen
- Gefechtsfeldbelüfter: Heeresfliegertruppe
- Gefechtsfeldventilator: w:Alouette 2, (Hubschrauber)
- Gelato: Gehilfe des Lappen-Toni = Mannschaftsdienstgrad in der Bataillonsbekleidungskammer als Helfer des Kammer-Feldwebels (siehe Lappen-Toni)
- gelber Urlaubsschein: ärztliches Dienstunfähigkeitsattest
- Genickschussbremse: Bezeichnung für den Stahlhelm, stammt ggf. aus der Zeit der Wehrmacht
- Geraffel: s. Gerödel
- Gerödel: Aus der Umgangssprache, in der es regional soviel wie „alle möglichen Gegenstände“, „Ramsch“, bedeutet, in die Soldatensprache übernommen. Unter Gerödel versteht man im Bundeswehr-Sprachgebrauch alle Ausrüstungsgegenstände, die der Soldat außer dem Feldanzug am Körper trägt, d. h. Splitterschutzweste, Helm, Koppeltragesystem, Klappspaten, Magazintaschen, Gewehr und Rucksack. Wenn der Soldat sich diese Ausrüstungsteile anlegt, so wird dies auch „aufrödeln“ genannt. Analog dazu wird „abgerödelt“.
- Gesehener, der Gesehene, jemand, der von Vorgesetzten wahrgenommen und daher öfter als andere Soldaten bestraft bzw. zu Sondereinsätzen berufen wird.
- GaZi: Gammelzimmer. Abwertend, scherzhaft für Geschäftszimmer (GeZi).
- GeZi-Schranze: Soldat, der im Geschäftszimmer (GeZi) einer Kampfkompanie „arbeitet“ und daher im Gegensatz zu seinen Kameraden nicht an Geländeübungen teilzunehmen braucht, auch GeZi-Schlampe,GeZi-Lachser, GeZi-Ranger oder Schreib-Schlampe (bei Offizieren im Stabsdienst auch sinngemäß vergleichbar: Stabsschranze)
- GL: Bezeichnung für alle Geländegängigen MAN LKW, eigentlich Abkürzung für „geländegängig“
- Glatter: abfällige Bezeichnung für Soldaten im ersten Quartal ihres Wehrdienstes, bezogen auf die Nacktheit der Schulterschlaufen, da diese Soldaten noch keinen eigentlichen Dienstgrad besitzen
- goldenes Seil: Soldat, der sich oft und gerne „abseilt“, in Anspielung auf das Dienstabzeichen eines Kompaniefeldwebels
- Goldschürfen: Disziplinierungsmaßnahme, bei der Urinstein mit Rasierklingen entfernt wird.
- Grenni: kurz für Panzergrenadier
- Großer Arsch: großes Marschgepäck (Rucksack)
- Großer Diener: Dienstanzug mit Stiefel, Koppel und ggf. Helm
- Gummiadler: Halbes Hähnchen in der Kantine.
- gummibereiftes Kasperletheater: 2 to mil gl oder Unimog .
- Gummifut (Bayerisch: Gummifotze): auf die Ähnlichkeit zu als Vaginaimitate (WP) ausgeführten Masturbationshilfen (WP) anspielender Ersatzbegriff für die offiziell als ABC-Schutzmaske bezeichnete Gasmaske , oft werden auch die Gummiüberziehschuhe als „Gummifotzen“ bezeichnet.
- Gummisau: Eine ABC-Schutzbekleidung, die fast den gesamten Körper schützt und bei ABC-Kampfstoffen Schutz bieten soll, auch bei Regen sehr effektiv. Es wird aber auch durch ihre absolute Luftundurchlässigkeit bei der kleinsten körperlichen Anstrengung starkes Schwitzen ausgelöst. Heute im Allgemeinen durch einen Gore-Tex (WP) ähnlichen mehrlagigen Membran-Anzug mit Aktivkohleschichten ersetzt.
[Bearbeiten] H
- Hackengas : Aufforderung zur Beschleunigung der Gangart
- Hackfleischrisiko : Bezeichnung für das Hackfleisch Risotto aus der Feldverpflegung
- Halbes Gehirn: Verballhornung der Abk. HG für den Dienstgrad Hauptgefreiter (WP)
- Handbagger: Klappspaten
- Hängolin (WP): angeblicher lusthemmender Inhaltsstoff in Kaugummis oder Getränken, aber auch in sämtlicher Nahrung, die dem Soldaten in der Kaserne zukommt
- Handgranatenwurfstand: Stube, die nicht den Vorstellungen des Vorgesetzten bezüglich Sauberkeit entspricht
- Hassfalte: beliebte Faltmethode, die der Feldmütze ein individuelleres/martialischeres Aussehen verleiht
- HabaM: Haun'se bloß ab, Mann (Ausbilder, wenn er nicht mehr weiter weiß!)
- Hawazuzi: HandWagenZumZiehen im allg. Sprachgebrauch: Bollerwagen
- Hax: Bezeichunug für einen Rekruten bei den Pionieren; abwertend. Allerdings bezeichnen sich auch die Altgedienten als Haxn.
- Heckklappen-Schweine, Heckklappen-Vieh: Soldaten im hinteren Kampfraum des SPz Marder, PzGren
- Heidi: Kälteschutzjacke
- Heiliger Geist: Vergeltungsaktion der Gruppe gegen ein Kameradenschwein.
- Helingrad: abfällige Bezeichnung für den Standort Hessisch-Lichtenau, auch Hässlich-Lichtenau
- Hermann-Löns-Anzug: der alte Winter-Kampfanzug (siehe auch Filzlaus) aus grobem Wollstoff, da Material und Schnitt an alte Loden-Jagdbekleidung erinnern
- Hiba: Abkürzung für Hindernisbahn.
- Himmelfahrtskommando : Bezeichnung für einen besonders riskanten Auftrag, dessen Ausführung voraussichtlich zum Tod des oder der Ausführenden führt. Der analoge englische Begriff lautet one way ticket (= einfache Fahrkarte, d.h. ohne Rückfahrt).
- Himmelskomiker: Militärgeistlicher, Standortpfarrer
- Honk: Nach Ankunft der Rekruten werden Listen über die Einsatzmöglichkeiten innerhalb der jeweiligen Teilstreitkraft erstellt. Dabei spielt sowohl die schulische als auch die berufliche Vorgeschichte eine bedeutende Rolle. Honk steht für Hauptschüler ohne nennenswerte Kenntnisse.
- Hubschrauberlandeplatz: Schirmmütze zum (früheren) Ausgehanzug
- Hundemarke: Erkennungsmarke
- Hurratüte: Gefechtshelm
[Bearbeiten] I
- Innendiensttoter: Krankgeschriebener Soldat, der keinen Dienst an der frischen Luft schieben muss/darf.
- Innendienstranger: Soldat, der MSG oder nur als Innendiensttauglich befunden wurde vom Stabsarzt
- Instler: Instandsetzungs-Soldat
[Bearbeiten] J
- Jaja: „Leck mich am Arsch“ (aus dem Standardrepertoire des Unteroffizierjargons)
- Jukebox: Einsperren eines Kameraden in einen Spind. Durch Geldeinwurf (z.B. durch die hinteren Belüftungslöcher) und Tritte dagegen wird „ein Lied“ angestimmt...
- Johny: Fleischkonserve
- Jojo:Fernmeldesoldat (analogie zu selbigen Kinderspielzeug wg. der Kabeltrommel auf dem Rücken
- Juckuhu-Fahrt: Eine Fahrt im Einsatzland dessen militärischer Zweck im Hintergrund steht, sofern er überhaupt vorhanden ist.
- Juckuhu-Schießen: Schießen, dessen militärischer Zweck im Hintergrund steht, sofern er überhaupt vorhanden ist.
- Jungfuchs: Rekrut ,
[Bearbeiten] K
- Kabelaffe: Fernmelder
- Kabelbongo: Fernmelder mit Feldkabeltrommel auf dem Rücken
- Kabeltanz: besondere Technik der Fernmelder ein Kabel mittels Baum vom Tief- in den Hochbau zu leiten.
- KaJaPa: Kanonenjagdpanzer (WP)
- Kameradendiebstahl: Wenn ein Soldat vergisst, seinen Spind abzuschließen, verleitet er - so die allgemeine Meinung - seine Kameraden. etwas aus dem selbigen zu stehlen. Den Spind nicht abzuschließen ist daher genauso „strafbar“, wie der Diebstahl selbst. Diese zunächst dem Alltagsverständnis widersprechende Haltung erklärt sich aus der Herkunft vieler Soldaten aus einkommensschwachen Schichten, gilt inzwischen aber weithin als veraltet. Das Nichtabschließen des Spinds wird bei Entdecken durch Vorgesetzte dennoch häufig durch Spindmännchen bestraft.
- Kameradenschwein: eine Person, die es darauf anlegt, sich auf Kosten der anderen Gruppenmitglieder einen Vorteil zu verschaffen.
- Kampferdbeere: Soldat, der im Feld zur sonst perfekten Tarnung das rote Barett trägt.
- Kampfknäul: Ironische Bezeichnung als Kampfformation, wenn während einer Gefechtsübung die Soldaten unkoordiniert zusammenstehen.
- Kampfmurmel: Olivgrüner Rucksack älteren Modells, der durch seinen auffallend kleinen Stauraum besticht
- Kampfschwein: Soldat, der durch hohe Einsatzfreude auffällt
- Karl-May-Festspiele: scherzhafte Bezeichnung für eine feldmäßig angetretene Gruppe (Tarnschminke, Pflanzen am Helm usw.)
- KASAK: katholische Sündenabwehrkanone = kath. Standortpfarrer. Vgl. ESAK
- Kasernenmatratze: Eine Frau, meist aus dem Ort der Kaserne, die mit mehreren Soldaten Sex hatte.
- KDVler: Bezeichnung für einen Soldaten, der erst nach seiner Einberufung einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellt.
- Kettengesicht: boshafte Bezeichnung für einen Soldaten der Panzertruppe
- Kisten: Bezeichnung für Wehrpflichtige in der Grundausbildung. Alternative Bezeichnung für Eignungsübende, welche mit höherem Dienstgrad (z.B. aufgrund einer abgeschlossenen Lehrausbildung) in die Armee eingestiegen sind.
- Kistenschubser: Bezeichnung für einen Soldaten des Nachschubs
- Kistengeneral: Bezeichnung für einen höheren Dienstgrad, der die Organisation des Nachschubs übernimmt.
- Kleiderfasching: (auch: Maskenball) spezielle Art von Dummfick, bei der der Soldat, innerhalb kürzester Zeit, verschiedene befohlene Bekleidungen anziehen muss
- Kleiner Arsch: kleines Marschgepäck
- Kleinste Gangart: wurmähnliche Fortbewegung
- Knallstock: Gewehr
- Kniffte: Gewehr, aber auch: Butterbrot, dick belegt, z.B. als fertig verpackte Marschverpflegung von der Küche ausgegeben,
- Knitterfreie, der: Gefechtshelm
- Koffer: spöttische Bezeichnung für einen Wehrpflichtigen, der das erste Quartal seines Grundwehrdienstes ableistet; spielt auf eine immer noch gebräuchliche Praxis an, Rekruten vor der Fertigstellung ihrer auf die Uniform aufzunähenden, bzw. mit Klettband zu befestigenden Namensschilder zum Tragen eines auch an Reisegepäck gebräuchlichen, mit dem Familiennamen versehenen Anhängers an der rechten Brusttasche zu verpflichten. Früher hießen die Neuen so, weil sie die Finger noch krumm vom Koffertragen hatten, da in den ersten Jahren der BW man noch mit einem Koffer einrückte. Auch eine Bezeichnung von LFz-Technikern für Flugzeuge, sowie im allgemeinen für größeres - Granaten der Panzerhaubitze etwa.
- Köfte: spöttische Bezeichnung für das Hinterteil eines Soldaten, etwa wenn er in Marschformation daran herumspielt. ("lassen Sie ihre Köfte in Ruhe")
- Kohlenkasten, auch Eierschüttler oder Blechbüchse: Mannschaftstransportwagen MTW M 113
- Kolbenringe: Bei Offizieren der Marine sind die Dienstgradabzeichen in Form von goldfarbenen Ringen am Unterärmel angebracht. Auch als "Realitätsdistanzstreifen" bezeichnet.
- Krachlatte: Gewehr
- Kraxntrager: Gebirgsjäger
- Küchenbulle: Küchenfeldwebel
- Kupplungsscheibe: Dosen-Vollkornbrot in früherer Zeit
- KZH bis DZE: kurz für „Krank zu Hause bis Dienstzeitende“
- Klingone: Fachbegriff für Kosovo-Albaner
- Kneifzange:Spitzname für zickige Frauen bei der Bundeswehr
[Bearbeiten] L
- Lametta: Rangabzeichen und Orden an Uniformen
- Landser: wertungsfreier Begriff für einen Mannschaftssoldaten (überwiegend verwendet von (Unter)Offizieren).
- Langemaarks (WP): Beschreibung des Auftrags bei der Wachablösung im Feld (Lage, Auftrag, Nachbarn, Grenzen des zu beobachtenden Bereichs, Eröffnungsfeuerlinie (Feuereröffnungslinie), Meldeweg (zum Beispiel per Zugdraht), Alarmierung (zum Beispiel durch Warnschuss), Ablösung (z.B. alle zwei Stunden), Rückwärtiger Raum, Kennwort, Sperren (Ausgelegte Minen, Stolperdrähte, etc.).
- Langemarp: Beschreibung des Auftrags bei der Wachablösung im Feld (Lage, Auftrag, Nachbarn, Grenzen des zu beobachtenden Bereichs, Eröffnungslinie des Feuers (Feuereröffnungslinie), Meldeweg (zum Beispiel per Zugdraht), Alarmierung (zum Beispiel durch Warnschuss), Rückwärtiger Raum, Parole).
- Lappen-Toni: Kleiderkammer-Feldwebel
- Lauer: bei 15monatigen Grundwehrdienst, der im 3. Quartal stehende Grundwehrdienstleistende, der darauf lauerte, dass er im 4. Quartal zum Vize wurde (bis 1990).
- Leffti: Leutnant (folgerichtig: Oberleffti = Oberleutnant)
- Legogewehr: Scherzhafte Bezeichnung für das Sturmgewehr (WP) w:G36, da es bis auf Rohr, Verschluss, Federn und einige Kleinteile völlig aus Kunststoffen gefertigt ist (siehe auch Barbie-Gewehr, Tupperteil, Plastepengpeng).
- Leistungsbegrenzer: silberne Kordeln der (Reserve-)Offizieranwärter
- Limo-Bagger: Mit einem Verkaufsstand im Laderaum ausgerüsteter Lieferwagen (z.T. mit Herdplatte für heiße Speisen), der Übungsplätze abfährt. Die Bezeichnung leitet sich aus Limonade und Bagger (Bezeichnung für Panzer) her. Bei Anwesenheit eines Limo-Baggers wird typischerweise von den Vorgesetzten - schon aus eigenem Interesse - der Übungsbetrieb unterbrochen, um den Einkauf von Speisen und Getränken zu ermöglichen. Der Fahrer des Limo-Baggers ist i.a. der Betreiber des Mannschaftsheims (auch "Korruptus" genannt) oder einer seiner Angestellten.
- Loading!: (NATO ) standardisierter Zuruf bei Nahgefechten, mit denen sich die Gefechtsteilnehmer gegenseitig darüber informieren, dass sie gerade Magazinwechsel durchführen müssen und für wenige Sekunden nicht gefechtsbereit sind. Wer Loading meldet, muss für kurze Zeit gedeckt werden.
- Locher: Pistole, Gewehr..."alles was Löcher macht"
- Lolli: Leutnant (ein Oberleutnant ist also ein Oberlolli)
- Luftpumpe: Angehöriger der Luftwaffe
- Luftraumspäher: alternativ für einen schlafenden Soldaten (liegt am Boden und "schaut" in den Himmel) Die offizielle Abkürzung "LRS" wird scherzhaft mit Liegen, Ruhen, Schlafen übersetzt.
- Luftwaffenspaten: Pionier , als Bezeichnung bei den Heeresfliegern üblich.
- Luftwebel: fachmännische Bezeichnung eines Luftwaffen-Feldwebels durch Angehörige des Heeres.
- LuPi: Abkürzung für Luftlandepionier
- Luftlandekühlschrank:Bezeichnung für einen Soldaten der Fallschirmtruppe der aufgrund seines hohen Gewichts das Landeverhalten eines Kühlschranks hat
[Bearbeiten] M
- Made: Mannschaftsdienstgrad, allgemein, abfällig, häufig durch Ausbilder in der Grundausbildung verwendet (ähnlich Füchse. Kann aber auch für Militärisch ausgebildete und denkende Einheit stehen.
- Makrelencowboys: Marinesoldaten, allgemein
- Mannheim: kurz für Mannschaftsheim, eine privat geführte Kantine, in der der Soldat von seinem Sold essen gehen kann.
- Maßband: Meßinstrument der verbleibenden Tage des Grundwehrdienstes, jeweils abzuschneiden.
- MBF: Abkürzung für „Maßband frei!“.
- MKF: Abkürzung für "Militärkraftfahrer"
- MbL: Abkürzung für Mit bestandenem Lehrgang. Unteroffiziersanwärter (UA) erhalten nach erfolgreicher Absolvierung des Unteroffizierslehrganges eine Schlaufe aus goldfarbener Metalltresse, die zusätzlich zum Dienstgrad am Schulterstück getragen wird. Inoffiziell auch mit besonderer Lage / mit breitem Lächeln für Soldaten kurz vor der Entlassung (UA = Und Ausscheider/Abgänger).
- Mannschaftsgeneral: Scherzhafte Bezeichnung eines Stabsgefreiten (WP) bzw. Oberstabsgefreiten (WP) aufgrund ihrer langen Dienstzeit.
- Marketender (WP): Bezeichnung für kleine Sonderverpflegung (Schokoriegel, Bonbons...), Zigaretten oder ähnliches, meist vom Spieß verteilt, muss der Soldat allerdings von seinem Sold zahlen.
- Maskenball: siehe NATO-Fasching
- Maskensaufen: Mit einem alkoholischen Getränk gefüllte Feldflasche auf die ABC-Maske anstelle des Filters geschraubt, welche dann durch Zurücklegen des Kopfes geleert wird.
- Meinungsverstärker: Verniedlichung von Schusswaffen oder Schlagstöcken.
- Mickymäuse: Kapselgehörschutz (WP)
- MilKo: Militärisches Konditionstraining; sportliche Tätigkeit in meist nicht sportgeigneter Kleidung (vergl. mit GAT)
- Moggmogg: Unimog 1,5 to mit Benzinmotor. Das moggmogg war das typische Leerlaufgeräusch und hatte mit dem Namen eigentlich nichts zu tun.
- Mondscheinkompanie: Die Einheit des Bataillons, die sich aus manchmal nicht nachvollziehbaren Gründen am meisten mit der Natur (Standortübungsplatz) verbunden fühlte.
- Moped: Sammelbezeichnung für technisches Gerät aller Art (z.B. beim Waffenputzen: „Gib mir mal das Reinigungsmoped“ - Gib mir mal das Waffenreinigungsgerät)
- Moppel : Bezeichnung für den tragbaren Stromerzeuger
- MSG: steht für Marsch-, Sport-, und Geländebefreit
- MSGP: steht für Marsch-, Sport-, Gelände-, und Protokollbefreit (nur im Wachbatallion üblich)
- MSG-Krieger: Abwertende Bezeichnung für einen gesundheitlich angeschlagenen Soldaten, der vom Truppenarzt MSG geschrieben wurde
- Muchten: schlecht riechen, stinken (vorzugsweise die Stuben am Morgen nach einem Zugabend oä.
- Mumpeln: Patronen; aufmumpeln: aufmunitionieren, sich mit Munition versorgen, insbesondere Magazine und Taschen während einer Gefechtsunterbrechung möglichst schnell auffüllen
- Mumpelspritze: Maschinenpistole, in der NVA naturgemäß das Modell Kalaschnikow
- MUNGA: "Mehrzweck,Universal,Geländegängig,Allrad" Allgemeinbezeichnung für den LKW 0,25 to von DKW - der Vorvorgänger des LKW 0,5 to Wolf .
- Murmel: 1. Gefechtshelm; 2. Motorradhelm; 3. Patrone; 4. Geschoss der Artillerie
- Muschelschubser, Muschelhüpfer: Angehöriger der Marine
- MoDo: Reste der Truppenverpflegung -Montags bis Donnerstags- wird bei der Marine freitags zum Mittag als Buffet herausgegeben, dort auch als "Wochenschau" bezeichnet.
- Motivationsstreichhölzer: Mehrere Meter lange Baumstämme mit eingearbeiteten Haltegriffen, werden von in der Regel vier Soldaten beim Laufen getragen.
[Bearbeiten] N
- nasse Aktion: unerfreuliche Tätigkeit
- Nässeschutz: beamtendeutsch für Regenjacke, -poncho, Hose.
- NATO-BH: faltbare Schutzbrille, auch Puck, die Stubenfliege.
- NATO-Alarm: Des Nachts durchgeführte Alarmierung der (angeblich) gesamten Nato - verbunden mit dem Verpacken sämtlicher Ausrüstungsgegenstände, aufrödeln der Panzer (alles in völliger Dunkelheit bzw. bei verhängten Stubenfenstern - allenfalls im Licht einer Taschenlampe - wer denn eine hatte!) um nach drei Stunden stumpfsinnigen Herumsitzens alles wieder rückgängig zu machen.
- NATO-Bagger: Klappspaten
- NATO-Bahn: Hindernisparcour
- NATO-Bräune: durch Sommerbefehl entstehende unfertige Arm- und Nackenbräune
- NATO-Disco: das häufig gleichzeitige anspringen der Radiowecker morgens, in sehr lauter Manier.
- NATO-Fasching: Dabei wird die Kompanie zum Antreten gerufen, sofort wieder auf die Stuben geschickt und noch als man zur Tür hereinkommt, wird das Antreten in einer anderen Uniform (z.B. Sportanzug, Kampfanzug, Dienstanzug) befohlen. Das ganze Spielchen wird wiederholt, bis sämtliche Uniformen durch sind. Meist als Schikane an die Rekruten gedacht durch das stressige Umziehen, im Prinzip ja aber total sinnlos. Auch als Maskenball bekannt.
- NATO-Geier: Auf Übungsgeländen fahrende Imbissbude (mit Genehmigung), meist unterhalten vom Betreiber des Mannschaftsheimes.
- NATO-Kitt: Kartoffelpüree aus der Kantine
- NATO-Kleister: Kartoffelpüree aus der Kantine (auch NATO-Pampe)
- NATO-Matratze: abfällige Bezeichnung für eine Frau, die in Freizeiteinrichtungen (z.B. Diskotheken) in der Nähe von Bundeswehrstandorten (häufig sexuelle) Bekanntschaft von Soldaten sucht
- NATO-Pause: NATO-einheitliche zweite Frühstückspause
- NATO-Pommesbude: Abwertend für Oberstabsgefreiten. Da meist nur auf großen Natostützpunkten anzutreffen. Wegen der vielen Streifen (Pommes) auf der Schulterklappe
- NATO-Rallye: möglichst rasante Heimfahrt ins Wochenende mit dem eigenen Auto; gemeint ist die bundesweite, massenhafte Heimfahrt von Soldaten am Freitagnachmittag zu ihren Heimatorten und begleitende erhöhte Unfallgefahr
- NATO-Ratte: große Staubfluse
- NATO-Sparschwein: Unteroffizieranwärter vor seiner ersten Beförderung, wegen des Querbalkens auf der Schulterklappe, ohne wirklichen Dienstgrad.
- NATO-Stellung: Lustiges Spiel beim Ausheben von Stellungen. Wenn die Stellung beinahe fertig ist kommt der Vorgesetzte und befiehlt "Na do", also einem anderen Ort, einen Meter links oder rechts davon.
- NATO-Wolke: Gruppe von Soldaten, die nicht in einer geführten Reihe laufen, sondern wie eine Menschenmenge.
- NATO-Zebra: (in Anspielung auf das Streifenmuster des Dienstgradabzeichens): (Ober-)Stabsgefreiter, auch Gefreiten-Dienstgrade (nicht nur Oberstabsgefreiter)
- NATO-Ziege: Einstmals der 3,5 to FORD Feldküchenwagen mit Benzinmotor. Wegen seines meckernden Auspuffgeräusches war dieser Name äußerst zutreffend,
- Neckermann-StUffz: Rekrut, der aufgrund seiner besonderen Fachverwendbarkeit (meist nachgewiesen durch eine vorherige Berufsausbildung (WP)) mit dem Dienstgrad Stabsunteroffizier (WP) in die Bundeswehr aufgenommen wird
- Neckermann-Leutnant: Leutnant der Reserve aus Reihen der Wehrdienstleistenden, nach dem Slogan von „Neckermann machts möglich“
- Negerpfeil: Übungsmunition für Panzerfäuste (WP), die keinen Sprengkopf enthält
- Negerschweiß: Schwarzer Kaffee undefinierbaren Geschmacks.
- Nekko: Bezeichnung für neu angekommene Wehpflichtige zur Zeit der Grundausbildung.
- Neuer: Abwertend gebrauchter Begriff für Soldaten im ersten Quartal ihrer Dienstzeit, auch Glatter oder Aal.
- Niedrigste Gangart: Da das Wort „Kriechen“ bezeichnung für "auf allen Vieren" ist, begibt man sich „gleitend“ oder eben in der niedrigsten Gangart voran. Dabei hält man das Gewehr vor den Körper und bewegt sich auf Ellenbogen voran, wobei der Hintern immer in Bodennähe gehalten werden muss.
- Nillenflicker: Sanitäter
- Not-Aus-Knöpfe: scherzhafte Bezeichnung für Soldaten mit rotem Barett, vor allem für Artilleristen
- Null: Lautstarker Ausruf der Abgänger am letzten Tag des Wehrdienstes.
[Bearbeiten] O
- Obergott: Verballhornung der Abk. OG für den Dienstgrad Obergefreiter (WP)
- Oberfreier: Spöttisch für Obergefreiter
- Oberjäger: inoffiziell für Unteroffizier (oder ähnliche Dienstgrade) der Gebirgsjäger
- Oberstaber: Umgangssprachliche Bezeichnung eines Oberstabsfeldwebels
- Offiziers-Spalte: Bezeichnung der Offiziers-Ehefrauen oder -Freundinnen
- Ohne Ahnung: Verballhornung der Abk. OA für einen Offizieranwärter.
- Ohne Gehirn: Verballhornung der Abk. OG für den Dienstgrad Obergefreiter (WP)
- Ohne Gehirn und Ahnung: Verballhornung der Abk. OG UA für den Dienstgrad w:Obergefreiter Unteroffizieranwärter
- OGUAMBL: Ohne Gehirn und Ahnung mit beschränkter Leistung(-sfähigkeit): Verballhornung der Abk. OG UA MbL w:Obergerfreiter Unteroffizieranwärter mit bestandenem Lehrgang, alternativ auch Obergefreiter und Abgänger mit bester Laune
- Oma Schlauchartiger oliver Wollschal, separat im Nato-Shop erhältlich
- OvD: Offizier vom Dienst, diensthabender Offizier der Kompanie
- OTL: Listenabkürzung für Oberstleutnant
- Onanierzangen: Abfällig für schmutzige Hände,auch Spezialwerkzeug zum Verschlussausbau an 76 mm Flak
[Bearbeiten] P
- Panzerplatte : Hartkeks (WP) in den Einmannpackungen (WP)
- Panzerkeks: sechseckige Stahl- oder Aluminiumplatten beim Behelfsstraßenbau
- Panzerpiemel: Panzermann
- Panzertape: mehrere cm breites Faserklebeband für diverse Befestigungszwecke.
- Pariser: Mündungsschoner
- Pickpott: Feldessgeschirr (auch Pigpott von Schweinetrog)
- Pissrinne: (siehe auch Hassfalte)
- Pisslitze: abschätzige Bezeichnung für einen Fernmelder (WP). Die Litzen (WP) dieser Truppengattung sind gelb,
ebenfalls abwertende Bezeichnung für Feldwebelanwärter, da diese goldene Kordeln tragen. Fälschlicherweise werden die Kordeln oftmals als Litzen bezeichnet.
- Pisspottschwenker: abfällige Bezeichnung für einen Zivildienstleistenden, bezogen auf die einfachen Hilfstätigkeiten etwa im Altenheim oder Krankenhaus
- Plastepengpeng: Scherzhafte Bezeichnung für das Sturmgewehr (WP) w:G36, da es bis auf Lauf, Verschluss, Federn und einige Kleinteile völlig aus Kunststoffen gefertigt ist (siehe auch Barbie-Gewehr, Legogewehr, Tupperteil).
- Plempe: Sturmgewehr (oder Maschinenpistole)
- plockern: A) putzen von (u. U. nicht signifikant) verschmutzten Gegenständen oder Böden
- plockern: B) Auf in Hochglanz bringen von Fluren (je nach Art des Bodenbelags - bei dunklen Kunststeinböden in älteren Kasernengebäuden sehr beliebt) mittels rhythmischen Hin- und Herschwingens eines sog. "Plockers" - mit einem Kugelgelenk an Besenstielen befestigten Gußeisernen Rahmen in dem sich eine Art Bürste befindet (Ziviler Name: Bohnerbesen). Gern wird dies zum Exzess getrieben, indem die Plocker links und rechts an den Fußleisten laut krachend angeschlagen werden.
- Pommesbude oder Pommesgeneral: Allgemeiner scherzhafter Ausdruck für den Dienstgrad Oberstabsgefreiter (= fünf Schrägbalken auf der Schulter)
- Protfeldwebel inoffizielle Abkürzung für die offizielle Bezeichnung eines Paradedienstfeldwebel beim WachBtl BMVg
- protten: Tätigkeit von Protokollsoldaten des WachBtl BMVg, bei dem die Griffe mit dem Karabiner 98k geübt werden
- Protter: Abkürzung für "Protokollsoldat"
- Puck, die Stubenfliege: abfällig für die faltbare Foliensonnenbrille (auch NATO-BH).
- Pütz: Mülleimer
- Puste: scherzhaft für Gewehr
[Bearbeiten] Q
- Quatsche oder Quäke: Funkgeräte (SEM) (WP)
[Bearbeiten] R
- Raupenrennen: Hierbei steigen mehrere Soldaten in ihren komplett zugeschnürten Schlafsack und versuchen möglichst schnell vom einen zum anderen Ende eines Ganges zu robben.
- Rekröte: Bezeichnung für Grundwehrdiener / Rekruten
- Rennbahn: Schulterklappen der Unteroffiziere; Wird unterteilt in kleine Rennbahn (ohne Portepee : Uffz, StUffz, Fahnenjunker) und große Rennbahn (mit Portepee: Feldwebel- und Fähnrichdienstgrade) (siehe auch Dackelrennbahn).
- Reservist: W-18er, hat noch drei Monate oder weniger
- Reservistenanwärter: W-18er, hat noch sechs Monate oder weniger
- Retten und Bergen von Elfen und Zwergen/Retten von Fetten und Bergen von Zwergen: Scherzhafte Bezeichnung des praktischen Teils der Ausbildung Helfer im SanDienst; insbesondere gemeint sind die div. Bergungsarten zur Personenrettung.
- Revier: Zugewiesener Bereich, der i. d. R. täglich gereinigt werden muss. Bsp: Außenrevier (fegen) Toiletten Nassbereich (Duschen) Flur & Treppen (fegen/wischen)
- rödeln: Robben oder Fortbewegen durch schwieriges Gelände. Verallgemeinernd auch als Tätigkeitswort für die Durchführung nasser Aktionen gebraucht. Wird auch bei den Leuten verwendet, die wirklich arbeiten: Pioniere beim Behelfsbrückenbau etwa, oder die Angehörigen des Inst-Zuges am Sonntag während eines Manövers.
- Rödelbahn: Hindernisparcours, der der Ausbildung zur Fortbewegung durch schwieriges Gelände dienen soll.
- Röhre: Bei U-Boot-Besatzungen gängige Bezeichnung für das U-Boot .
- Rohrkrepierer: Eigentlich das Selbstentzünden eines Geschosses im Lauf, umgangsprachlich aber ein Soldat, der einfachste Aufträge nicht versteht.
- Rotarsch: eine abfällige Bezeichnung für Rekruten, wohl eine Anspielung auf die Folgen von systematischem Schleifen (andere Erklärung: wegen der üblichen Hautreizungen, hervorgerufen durch die kratzig-robuste Militärunterwäsche früherer Jahre, typischerweise bei neuen Rekruten auftretend bis zur Gewöhnung der Haut), aber auch: der untere hochentzündliche, aufgenähte Teil der Treibladungsbeutel (Artillerie) aufgrund ihrer roten Einfärbung.
- Rotarschleuchten: das systematische Schinden von Rekruten
- Rotkäppchen: Angehörige der kampfunterstützenden Truppen (wegen der roten Barette)
- Rumpimmeln: Chillen, Rumgammeln, Abhängen
- Rummsmurmel: Gefechtshelm
- Rumpelei: Handgranate
- Rüsselsau: Kanonenjagdpanzer
[Bearbeiten] S
- Sani: Sanitäter
- SaZ: Abkürzung für „Soldat auf Zeit“.
- Schachtel: Patronenmagazin für Handfeuerwaffen (Gewehr, Maschinenpistole, Pistole)
- SchamSlippe: bekommt ein Soldat meist als Antwort, wenn er ein (grammatikalisch meist nicht korrektes) Fugen-S in ein Wort einbaut; z.B. "DreieckStuch", "OffizierSanwärter".
- Schattensoldat: Fernmelder im Auslandseinsatz. Man sieht ihn nur, wenn etwas nicht funktioniert.
- Scherge: Bezeichnung für einen Stabsdienstsoldaten
- Schießkino: ugs. für AGSHP, s.o.
- Schildkrötenrennen: Der Versuch, eine Treppe mit an beiden Ellenbogen und Knien befestigten Stahlhelmen einigermaßen unversehrt hinauf- oder (häufiger) hinunterzukommen.
- Schneetarn: Bezeichnung für den weißen Tarn-Überwurf bei Einsätzen im Schnee.
- Schlammholder: Truppenübungsplatz Baumholder, bekannt für seinen häufig auftretenden, sämig-roten Schlamm.
- Schlammhüpfer: Panzergrenadier
- Schlipssoldat: Angehöriger der Luftwaffe
- Schluchtenscheisser: Gebirgsjäger
- Schlumpf: Sanitätssoldat (blaues Barett)
- Schlumpftarn: Sportanzüge der Bundeswehr sind blau.
- Schlumpschütze: schlechter Schütze, speziell mit Handfeuerwaffen
- Schmietnam, Schmittchens Wiese: scherzhafte Bezeichnung für den Truppenübungsplatz (WP) Schmittenhöhe (WP) bei Koblenz.
- Schnellficker-Kittel: Ursprünglicher, am Anfang der sechziger Jahre zum Ausgehanzug ausgegebener kurzer Regenmantel von grauer Farbe. Der Name gründet darauf, daß er in der Regel nur bis zum halben Oberschenkel reichte. Wurde später von den Inst-Soldaten bei der Arbeit im Freien aufgetragen.
- Schnüffeltüte, auch Schnuffi: siehe Gummifut
- Schrägdach: Art des Campierens, wobei eine Zeltbahn im ca. 45° Winkel abgespannt wird um darunter zu übernachten
- Schrank oder Zimmer von einem Soldaten falschgewählte Bezeichnung für einen Spind bzw. eine Stube, provoziert anwesende Vorgesetzte den entsprechen Soldaten lautstark zu korrigieren, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es Schränke und Zimmer nur im Puff gebe.
- Schülerlotse: Feldjäger
- Schütze Flauschig/Klett/Plüsch: Rekrut ohne Namensschild, der „flauschige“, plüschige Teil des Klettverschlusses ist standardmäßig auf die Uniform genäht, das Namensschild selbst fehlt noch
- Schützenwolke: Analog zu Schützenreihe, siehe NATO-Wolke.
- Schulterglatze: Grundwehrdienstleistender in den ersten drei Dienstmonaten, der noch keine Dienstgradabzeichen auf den Schulterklappen hat
- Schweinchen-Litzen: die rosa Litzen der Panzertruppe
- Schweißmauken: ungewaschene Socken.
- Seewebel, auch Wasserwebel: Bezeichnung eines Bootsmann - Dienstgrades durch die Ignoranten des Heeres
- Selbst-Fick: s. ficken, bezeichnet die Art und Weise, Willensschwäche bei schikanierenden Tätigkeiten zu überwinden. Landläufig wird der Selbstfick als der beste Fick bezeichnet.
- SFA: Soldier Fucking Area, eigentlich AutoKennzeichen von Soltau, aber häufig zur Bezeichnung des Truppenübungsplatz Munster/Bergen genommen
- sich glatt machen: sich gekonnt vor etwas Unangenehmen drücken, z.B. GeZi-Vertretung anstatt einem Geländetag machen
- Sie Träne!: liebevoller Anschiss
- Soldatengold: Rost auf der Waffe - kam gleich nach Gotteslästerung!
- Spatengang: „Toilettengang“ im Gelände
- Spaten-Pauli: allgemein Heeressoldat oder spezieller: Infanterist; genauer z.B. Pionier, Panzergrenadier
- Spieß: Kompaniefeldwebel (WP), scherzhaft auch Old-Spice genannt
- Spindmännchen: Puppe, die aus dem Großteil des Inhalts eines Spinds gebaut wird. Dazu wird eine Uniform (oder ein uniformierter Schlafsack) mit möglichst vielen Gegenständen ausgestopft und mit Ausrüstungsgegenständen „ausgerüstet“. Wird häufig von Vorgesetzten als „erzieherische Maßnahme“ durchgeführt, wenn vergessen wurde, den Spind abzuschließen. Andere Namen: Gasmann (wegen der ABC-Maske) oder „Fridolin“.
- Spindsaufen: Gebräuchliche Ausübung des Betrinkens, meist in unkorrekter Uniform auf dem Spind sitzend. Viele Variationsmöglichkeiten, unter anderem das Aufsetzen der ABC-Schutzmaske. Häufig auch als Spiel; Wer als erstes auf die Toilette muss, hat verloren!
- Spindfick: Kontrolle einer vorgegebenen Ausgestaltung der persönlichen Gegenstände des Soldaten in und auf dem Spind durch Vorgesetzte.
- Spindwürfeln: drehen eines geschlossenen, gefüllten Spinds (WP) um eine Raumachse, wobei durch die Einwirkung der Gravitation der Inhalt des Spinds durcheinandergebracht und eventuell auch beschädigt wird. Diese (im allgemeinen von mehreren Personen gemeinsam) durchgeführte Maßnahme gilt als Ausdruck der Antipathie jener Person gegenüber, die Besitzer des Spindinhalts ist - insbesondere, wenn sich diese Person im Spind befindet.
- Sprengung: Anschiss
- Staber: Umgangssprachliche Bezeichnung eines Stabsfeldwebels in der Position eines Teileinheitsführers
- Stabsschranze: siehe GeZi-Schranze auch bezeichnet als "Stabsdrohne"
- Stadtallingrad:"Stadtallendorf" bei "Marburg"
- StAN: Stärke- und Ausrüstungsnachweis, entspr. derer auch: StANmäßig
- stopfen: von Stoppen; beenden, aufhören („Stopfen!!!“ als Befehl zum Einstellen des Feuers)
- Stoppelhopser: scherzhafte Bezeichnung für einen Infanteristen
- StOV: Standortverwaltung, zivile Angestellte in der Kaserne. "Bist Du doof und kannst nicht lesen, geh zur STOV da gibt's nen Besen"
scherzhaft auch Abkürzung für: "Sitzende Tätigkeit ohne Verantwortung", auch: ein STOV ist die langsamste Geschwindigkeit, mit der ein Fahrrad gefahren werden kann, ohne dabei umzufallen.
- Stetten am kalten Arsch: w:Albkaserne bei w:Stetten am kalten Markt auf der schwäbischen Alb (WP). Gerüchteweise ist dort im Sommer mal eine Ziege erfroren. Ironischerweise auch „Stetten am karibischen Meer“ genannt.Ist in der Ortsmitte Stetten nachzulesen, dort steht eine Art Gedenktafel für dieses Geschehen.
- Stressbalken: Gerader Balken auf den Schulterklappen der Unteroffizieranwärter. Sein Träger wird von seinen Vorgesetzten verstärkt auf seine spätere Führungsaufgabe vorbereitet und hat somit mehr Stress.
- Stricher: abwertende Bezeichnung eines Gefreiten, angelehnt an den Strich auf der Schulterklappe (analog: Ober-/seltener Haupt-/Stabs-/Oberstabsstricher mit zwei/drei/vier/fünf Strichen)
- Stubenfick: Kontrolle einer vorgegebenen Ausgestaltung der Stubeneinrichtung und Stubensauberkeit durch Vorgesetzte
- StUffz: kurz für Stabsunteroffizier
- Synchron-Picken: abfällige Bezeichnung für das allwöchentliche gemeinsame Mittagessen des Offizierkorps (siehe auch Gabelformale).
[Bearbeiten] T
- Tagecontainer“: Bezeichnung für Zeitsoldaten, egal ob OA oder UA .
- Taktisches „M“: Scherzhafte Bezeichnung für den lokalen McDonalds-Stützpunkt.
- TAPSI: Bezeichnung für einen Soldaten, der neu in einem Einsatzland ist (Akronym für „Total Ahnungslose Person Sucht Information“)
- Tarnen, Täuschen, Verpissen (TTV): scherzhafte Kampftaktik, Verballhornung von „Technische Dienstvorschrift (TDv)“
- Täuschen und Tarnen: Das simulieren einer Aktivität bei anwesenheit eines höheren Dienstgrades, um den Mangel an Aufgaben zu vertuschen. Siehe auch Bilder stellen
- Tarnen vortäuschen: das geschickte Vortäuschen von durch Befehl angeordneten Tarnaktivitäten.
- Taubenschiss: Bezeichnung für den Anwärter-Stern bei Offizieranwärtern (Marine) am Ärmel der Uniform.
- Teerblase: Bezeichnung für Heeressoldaten die ein schwarzes Barett tragen
- Teletabbi: Bezeichnung eines Tastfunkers bei der Fernmeldeaufklärungstruppe
- Tintenpisser: 1. Stabsdienstsoldaten, die häufig für Büroarbeiten eingesetzt werden; 2. Tintenstrahldrucker
- TMS: Tippse mit Sack (Mannschaftsdienstgrad im Stabsdienst)
- Tonner: Bezeichnung für einen LKW, i.d.R. den Zweitonner (Unimog). Kein Mensch weiß wieso der Zwotonner ständig Tonner genannt wird, vermutlich nur aus Maulfaulheit.
- TOZZ: Truppen-Orts-Zahlen-Zeitangaben (sind im Funkverkehr zu verschleiern)
- Tranfunzel: Bw Taschenlampe, die diesen Namen völlig zu Recht erhalten hatte. Wegen der Form gelegentlich auch Halbes Pfund (Butter) genannt.
- Tupperteil: Scherzhafte Bezeichnung für das Sturmgewehr (WP) w:G36, da es bis auf Lauf, Verschluss, Federn und einige Kleinteile völlig aus Kunststoffen gefertigt ist (siehe auch: Legogewehr, Plastepengpeng).
- Teppichklopfer: Fachbegriff für Afghanische Einheimische oder den Hubschrauber Bell UH1-D.
[Bearbeiten] U
- UdO: „Unser dümmster Offizier“, Scherzhafte bis abwertende Bezeichnung für Offiziersdienstgrade.
- UdO von TuBkA: "Unser dummer Oberleutnant, von Tuten und Blasen keine Ahnung", oft verwendet für Oberleutnante die nach dem Studium zur Truppe zurückkehren; auch allgemein für unbeliebte OLt
- Uffz: kurz für Unteroffizier
- Uni-direktionaler Kurzzeitdruckerzeuger, beidseitig, Einhand: Bezeichnung für "Hammer".
- Univil: Bezeichnung für das verbotene Tragen von gemischter uniformer und ziviler Kleidung.
- Untergefreiter: selbstironisch/abschätziges Synonym für den Eingangsdienstgrad (Schütze, Jäger etc.), wohl in Anlehnung an den Unteroffizier, im Ggs. zum Wehrmachtsgebrauch aber nicht für "Zivilist".
- Unterlegekeil: wegen seiner Form und Größe wurde der Spähpanzer (WP) Hotchkiss (WP) als Unterlegekeil bezeichnet und bei Nacht und Nebel gelegentlich mit einem solchen verwechselt. Selbiges gilt für den Waffenträger Wiesel .
- unzweckmäßig: Universalsynonym für unpraktisch, nicht sinnvoll, abzuraten, nicht zu empfehlen, problematisch, falsch u.ä.
- UvD: Unteroffizier vom Dienst - besonders früh am Morgen mit Ausdrücken wie Krawallmacher und Radaubruder belegt.
- UZiFu: Unterziehfutter, der Kälte- (oder Wärme-)Schutz, der unter dem Nässeschutzanzug getragen werden kann
[Bearbeiten] V
- Verfügungsraum (WP): eigentlich das von einer Einheit kontrollierte Gebiet. Dennoch müssen neue Soldaten oft den Schlüssel zum V. holen (Ausbildungsinitiationsritus)
- verkoffern: für Wehrpflichtige, die sich weiter verpflichten.
- verlegen: sich irgendwo anders hinbegeben („Sie verlegen jetzt nach…“)
- verpflegen: Nahrung zu sich nehmen, sich verpflegen („Verpflegen Sie hier an Ort und Stelle“)
- verpissen: siehe abseilen
- Verpisser: siehe Abseiler
- VIR - Vergeltung, Intoleranz und Rache: Scherzhafte Auslegung der Grundregelungen im Feldjägerdienst. Lautet in Wirklichkeit "Verständnis, Interesse, Regelung".
- Vize: Soldat im vorletzten Quartal seines Wehrdienstes.
- vfg: verwendungsfähig
- VS-NfD: Eigentlich eine Geheimhaltungsstufe (Verschlusssache - Nur für Dienstgebrauch). Wird jedoch gerne mit "Vom Spieß - nur für Dich!" übersetzt.
- Vnuller:Bezeichnung für den Verbindungsoffizier zum MfS in der ehemaligen Volksarmee der DDR
[Bearbeiten] W
- Waffenkiste: Alle Standardwaffen (MG, w:G36, P8, MP2) werden zerlegt und in eine Kiste geworfen, nun müssen alle Waffen möglichst schnell wieder zusammengesetzt werden (Zeiten um 3 Minuten sind machbar).
- Walachei : offenes Gelände, mit der Konnotation „Arsch der Welt“ („quer durch die Walachei“)
- WAPUZA: Bezeichnung des Kasernenwärters, der bei jeglicher Art von Reparaturen zuerst die WAsserPUmpenZAnge zum Einsatz brachte.
- WBV: Wehrbereichsverwaltung: zivile Verwaltungsbehörde der Bundeswehr; ist der StOV übergeordnet, darum: "Bist du doof - geh´zur StOV - bist Du schlau - geh´zur WBV"
- wegtreten oder weggetreten: die Anordnung, sich nach Empfang eines Befehls zu entfernen, gelegentlich sarkastisch nach unten wegtreten für sich eingraben
- wie wenn die Ziege auf's Trommelfell scheißt: lautstarke Unmutsäußerung durch z.B. den Spieß auf die vorher freundlich erfolgte Aufforderung "Stillgestanden"
- Wolf: Reizung, die aufgrund längerer Märsche und schlecht sitzender Kleidung am Unterleib entsteht („Sich einen Wolf laufen“) und ebenfalls Bezeichnung für den Mercedes Benz mil 0,5to GL "Wolf"
- Wachtmeister: Spieß/Kompaniefeldwebel bei der Marine
- W-18er: lange Jahre das Synonym für einen Wehrpflichtigen
[Bearbeiten] Y
- Y-Tours oder Y-Reisen (Werbespruch: Wir buchen – Sie fluchen): Fahrzeugkennzeichen der Bundeswehr beginnen mit Y. Auch: Das Ende von Germany.
[Bearbeiten] Z
- ZAA: Befehl, Kurzform für „Zum Anschiss angetreten!“
- ZAFAS: Zentrale Anlaufstelle Für Allen Scheiss
- Zapfen streicheln: Verballhornung von Zapfenstreich - dem Zeitpunkt für den 'Licht aus' befohlen ist und alles in den Betten zu liegen hat.
- Zappen: Verballhornung von Zapfenstreich der früher durchaus üblich war und vom UvD überwacht wurde. Bedeutete: Licht aus um 22:00 Uhr in der Grundausbildung und 23:00 in der Zeit danach. Wurde eigentlich von allen so akzeptiert - wenn auch nicht immer beachtet - doch in diesem Falle: siehe UvD. Verstöße gegen den Zapfenstreich wurden im allgemeinen mit Extrawache im Mun-Depot oder ähnlichen am Arsch der Welt gelegenen Lokalitäten geahndet.
- Zauberlehrling: bezeichnet Offizieranwärter (Anspielung auf die silberfarbene Kordel)
- Zeckenpisse: abfällige Bezeichnung für Bier oder auch Bezeichnung für Kondenswasser, das sich an Druckkörpern von Ubooten bildet.
- Zetti: Zeitsoldat
- Zett-Ewig: Dienstzeitbezeichnung bei Berufssoldaten
- Zett-Grabstein: Berufssoldat
- Zett-Sarg: Dienstzeitbezeichnung bei Berufssoldaten
- Zett-Sau: Zeitsoldat
- Zivilunke: abfällige Bezeichung für Nichtsoldaten, insbesondere Zivilmitarbeiter der Bundeswehr
- Zivilversager, auch Zivildienstverweigerer: Zeitsoldat, der es „im richtigen Leben“ wohl nicht weit gebracht hätte und sich daher verpflichtet hat.
- Zimmerflak: scherzhafte Bezeichnung des Sturmgewehrs G3
- ZMAS: Befehl, Kurzform für „Zu mir, aber schnell!“
- ZMZZ: Befehl, Kurzform für „Zu mir, Ziemlich zügig!“
- ZMZZSPMDA: Befehl, Kurzform für „Zu mir, ziemlich zügig, sonst platzt mir der Arsch!“
- Zwo die einzige gültige Aussprache der Ziffer 2 .
- Zwölfender (WP): Zeitsoldat, der sich für 12 Jahre verpflichtet oder bereits 12 Jahre Dienst abgeleistet hat.
[Bearbeiten] Deutsche Marine
Liste aller allgemein Seemännischen Begriffe
[Bearbeiten] A
- Aal: Torpedo (WP).
- abbacken: Tisch abräumen. (allg. seemännisch); wird auch im Sinne von "eine Sache ist erledigt" (abgebackt) verwendet
- Achselkatze: Penetranter Achselschweißgeruch.
- Acht-Eier-Last: Viermannkammer.
- AGA: Arbeits- und Gefechtsanzug. Alte Bezeichnung für die Arbeitsbekleidung an Bord.
- altgefahren: Erfahrung durch lange Seefahrtszeit. (allg. seemännisch)
- AnDiMot: Antriebsdieselmotor.
- Ankerbier: Bier, das nach dem erfolgreichen Ankern ausgegeben wird. Regel: Pro Nase zwo Bier. Nasen sind nicht übertragbar!
- AnO: Antriebsoffizier.
- Äquatortaufe: ein Initiationsritus bei dem Soldaten bei ihre ersten Überquerung des Äquators in einem speziellen Zeremoniell getauft werden.
- ARI: Soldaten der Verwendungsreihe Marinewaffendienst (30er)
- Arschtorpedo: Zäpfchen das gegen Seekrankheit verabreicht wurde. Wirkstoff: Meclozin.
- AstroMaat : Spottname für Seekadett (WP).
- auf Kammer gefahren: im Zimmer/Raum gehabt. (allg. seemännisch)
- aufbacken: Tisch decken. (allg. seemännisch)
- aufpicken: aufnehmen.
- Außenbordkameraden: Bezeichnung für Fische, Wale und anderes Meeresgetier.
- Automat: Unteroffizier (Maat) im Kraftfahrwesen bei der Marine.
- AWM: Artilleriewaffenmeister (WP).
- AWLM: Artilleriewaffenleitmeister (WP).
- Affeninsel: Helgoland
[Bearbeiten] B
- Backsbulle: Dienstältester Dienstgrad an der Back.
- Badegast (WP): Eingeschiffte Person, die nicht zur Besatzung gehört.
- Betonflugzeugträger: Marinefliegerhorst
- Betonschifffahrer: Stabsleute.
- BGA: Bord- und Gefechtsanzug, gesprochen BEGA.
- Bilgenschwein: ein Fabelwesen aus der Seemannssprache welches in der Bilge lebt
- BiMi: Abkürzung für Binnenminensucher.
- Blitzer: Signäler. Aber auch für alle Soldaten der Verwendungsreihen 20 (Führungsdienst)
- BMW: Brot, Marmelade, Wurst (Frühstück).
- BWK: Brot, Wurst, Käse. Kurz für Bundeswehrkrankenhaus
- Bock: Schlafplatz.
- Bongo: Toilette .
- Bootsmannsgruppe: Soldaten der Verwendungsreihe 11, die Dauerwächter sind. Meist altgefahrene und erfahrene Soldaten.
- Bunker: Kraftstofftank.
- BÜ-Kette: Befehlsübermittlung mit Hilfe von Soldaten bei Ausfall elektronischer Kommunikation.
- BZ/Bravo Zulu: Gut gemacht!
- Bärenführer: wird ein Soldat genannt der Besucher/Gruppen an Bord herumführt
[Bearbeiten] C
- Calimero: Sehr großer Gefechtshelm, der an Deck getragen wird. Darunter kann noch ein Headset (Kopfhörer mit Mikrophon) getragen werden.
- China-Last: Lagerraum für ungekühlte Lebensmittel (Konserven)
[Bearbeiten] D
- Daddeldu: Schluss, Ende, vorbei.
- Decksbulle: Decksältester.
- DM: Decksmeister.
- DO: Decksoffizier.
- Decksziege: Deckspersonal der Verwendungsreihe 11.
- Drachenfutter: Die beliebten "Macintosh" Bonbons aus der Kantine an Bord
[Bearbeiten] E
- Edeltippse: Funker.
- EDiMot: Elektrodieselmotor (Dient zur Elektrizitätsgewinnung).
- Elo: Elektroniker.
- EloO: Elektronikoffizier.
- EloM: Elektronischer Meister.
- EM: Elektrotechnischer Meister.
- Ententeich: Bezeichnung für spiegelglatte See (Flaute).
- EO: Elektrotechnikoffizier.
- Erdferkel: Heeressoldat.
- ESSM: Elektrotechnischer Schiffsicherungsmeister. (Alt)
- ESBM: Elektrotechnischer Schiffsbetriebstechnikmeister. (Neu)
- Entsorgungsschacht: Toilette
[Bearbeiten] F
- Feudel : 1. Putzlappen. 2. Flaggen und Wimpel (scherzhaft).
- Feudelfunker: Scherzhafte Bezeichnung für das Signalpersonal.
- Feudelschwinger: Signäler.
- Fernmeldeast: Fernmeldemast.
- Fische füttern: Meist Folge von Seekrankheit, sich über Bord erbrechen.
- Fletcherfahrer: Besatzung eines Zerstörers der Fletcher-Klasse. Auch abfällige Bezeichnung für (ältere) Entscheidungsträger in der Marineführung, die neuen Ausrüstungsgegenständen gegenüber kritisch stehen, weil es sie damals auf den Schiffen der Fletcher-Klasse noch nicht gab.
- Flitzblechfahrer: Schnellbootfahrer (WP).
- FMO: Fernmeldeoffizier.
- Front: Ehrerweisung für den Kommandanten und wichtige Besucher, wird mit einer Batteriepfeife gepfiffen.
- FTO: Führungsmitteltechnikoffizier.
- FuM: Funkmeister.
- FWO: Führungsmittelwaffeneinsatz(zentral)offizier.
[Bearbeiten] G
- w:Gary Glitter: Feuerfester Anzug.
- Gasten: Mannschaftsdienstgrade.
- GITMO: w:Guantanamo Bay (Einsatzausbildung der Fletcher und 103er bis 1985).
- Geschwaderscheißhaus: Tender
- Glotzstange: Sehrohr eines Ubootes.
- Goldhammer: Codewort für Alarmschießen mit der primären Rohrwaffe.
- GT: Gasturbine.
- Großer Streifen: Vergnügungsmeile mit div.Möglichkeiten in Kiel
- Grändi: Werftarbeiter bei HDW
[Bearbeiten] H
- Hacksee: Bezeichnung für sehr stürmische See.
- HaTa: Hauptschalttafel.
- Heimatwimpel: Weißer Wimpel, der von der Mastspitze bis zum Heck weht. Darf von Marineschiffen gesetzt werden, die entweder den Globus umrundet haben, oder länger als sechs Monate vom Heimathafen abwesend waren.
- Heizer: Schiffstechniker.
- Heizerei: Maschinenraum.
- Heizergruß: Schwarzer Rauchausstoß aus dem Schlot.
- HeiPuLa: Heizerputzlappen. Extrem saugfähiger Lappen zur Ölentfernung.
- Helly Hansen: „Wasserdichter“ Ganzkörperanzug für den Ausguck.
- HiTaTa: Historisch-Taktische Tagung der Marine.
- Höllenheizer: (Katholischer) Militärpfarrer bei der Marine.
- Honigzelle: Fäkalientank.
- Hormongesteuerter: Nervige Typen, die bei längeren Auslandsreisen nur über ihre Frau/Freundin reden.
- Hubschrauberlandeplatz: Neue Schirmmütze mit Bezugspannbügel.
[Bearbeiten] I
- IMCS: Integrated Monitoring and Control System - Automationssystem auf einer Fregatte Klasse 124.
- IO/1O (sprich „Eins Oh“): Erster Offizier an Bord eines Schiffes.
- IAO/1AO: Erster Artillerieoffizier an Bord eines Schiffes.
- IWO/1WO: Erster Wachoffizier an Bord eines Bootes.
- Idiotendreieck: Vergnügungsviertel in Wilhelmshaven
[Bearbeiten] K
- K24: Kiste/Palette Bier. Auch: 24er-Röhren-Gerät.
- Kacketank: Fäkalientank.
- KaFü: Kantinenführer.
- Kampfkarpfen: Kampfschwimmer (WP)
- Kammerkamel: Mitbewohner auf einer Kammer oder einer Bootsstube
- Katzenfell: Blauer Fleeceüberzieher für Ubootfahrer.
- KaWuPla: Käse- und Wurst-Platte.
- KaWuKäPla: Kalte Wurst - Käse - Platte.
- Keksrand: Kennzeichnung der Offiziere an der Schirmmütze.
- KäPla: Käseplatte.
- Kiste: neuzuversetzter Kamerad
- Kistenschubser: Nachschubsoldat
- Knitterfreier: Gefechtshelm.
- Koje: Bett
- Kombüse : Küche
- Kostümball: Musterungen mit wechselnden Uniformen.
- Kujambel: Fruchtsaftkonzentrat.
- Kujuffel: Jede ausländische Währung.
- Kutter pullen: Rudern mit einem Marinekutter.
- KWS: Kaltwassersatz.
- KZH: Krank zu Hause.
- Kaputtes Kirchenfenster: Corned Beef
- Kummerbund: Koppel d. Wachhabenden an Deck (WaD)
- Kolben:Eine Flasche Bier
- Kleiner Streifen: Adalbertstraße in Kiel-Wik, 6-8 Bierlokale in Reihe...
[Bearbeiten] L
- Landratte: Marinesoldat auf nicht seegehenden Einheiten.
- Last: Lagerraum für alle möglichen Dinge (z.B. Bierlast, Torpedolast, Munitionslast usw.)
- Lichtpunktverfolgungsunteroffizier: Schmähname für den Navigationsunteroffizier,der den Lichtpunkt am Plottisch zwecks Positionsmarkierung periodisch einzeichnet.
- Limey: Spitzname für englischen Marinesoldaten (ausgesprochen: "Leimi")
- Locken: Ankündigen des Weckens fünf Minuten vorher.
- Lockruf: Spruch, der das aktuelle Tagesgeschehen zusammenfasst oder zotige Inhalte hat und zum Locken benutzt wird.
- Lord: Seemann (von engl. Sailor (WP))
- Luftpumpe: Luftwaffensoldat.
- Lutschbubi: Bilgenwasserpumpe.
- Lungentorpedo: Zigarette
[Bearbeiten] M
- Marinewanderpokal (MWP): leichtes Mädel (seit 1998 auch Jungs) oder Mädels/Frauen, die auf Marineuniform stehen.
- MAFi: Marine Abkürzungs Fimmel.
- MdW: Maat der Wache; Wachhabender Maat oder Obermaat.
- Meche: Maschinenraum.
- Mehlauge: langsamer, begriffsstutziger Kamerad.
- Messepräsi: Vorsitzender/Verantwortlicher der Messe.
- Millionär: Scherzhafte Bezeichnung für ein Besatzungsmitglied, welches einige Millionen Einheiten Penicillin gegen eine Geschlechtskrankheit (i.d.R. Gonorrhoe bzw. "Tripper") erhalten hat.
- Minenbock: Scherzhafte Bezeichnung für einen Minenjäger/-sucher (WP).
- Mittelwächter: mitternächtlicher Imbiss auf See.
- Monatsflasche: 1Liter Flasche Schnaps, die früher einmal im Monat zoll- und steuerfrei als Sofortbedarf eingekauft werden konnte.
- Montagmorgenschlüssel: Bolzenschneider (Wenn der Soldat, aus dem Wochenende kommend, seinen Spindschlüssel vergessen hat.)
- MUS: Marineunteroffiziersschule (Plön); analog zu "Maulhalten Und Stillstehen"
- Musterung: tägliches Antreten der Besatzung/Teileinheiten/Korporalschaften.
- Muckdochselber: Bezeichnung für das Marineunterstützungskommando (Mukdo).
- MuRaGa: Mund- und Rachengammel. Bezeichnung für den „pelzigen“ Rachen nach einer Tauchfahrt auf Ubooten.
- MvD: Matrose vom Dienst. Diensthabender Mannschaftsdienstgrad
- Messeabschliesspunkte: erhält derjenige,der z.B. auf See die PUO-Messe nachts als letzter verlässt
- Monkey: Verstellbarer Schraubenschlüssel "Engländer"
[Bearbeiten] N
- NATO Zebra: Oberstabsgefreiter
- Natovotze: derb für Maat; abgeleitet von der Form des Dienstgradabzeichens am Ärmel.
- NavM: Navigationsmeister (WP)
- NO: Navigationsoffizier.
- Nordseegarage: scherzh. Fregatten (WP) (wg. Hubschrauberhangar (WP)).
- NSSMS: NATO SeaSparrow Missile System.
- Nasskalte: Wurst direkt aus der Kühllast
[Bearbeiten] O
- Ölfuß: scherzhaft für Heizer.
- Ost/Nordseerocker: Schnellbootfahrer (WP).
- Ostseegarage: Minenjagdboot Klasse 332 (wegen Drohnenhangar)
- Orto: Ortungsoffizier.
- OPZ: 1.) Operationszentrale (WP). 2.) Offizierbewerberprüfzentrale.
- OvT: Offizier vom Tag.
- Onanierzangen: Abfällig für schmutzige Hände,auch ein Spezialwerkzeug zum Ausbau d.Verschlusses an der 76 mm Doppellafette
[Bearbeiten] P
- Pantry: 1.) Essenvorhalte-Raum. 2.) sh. Backschafter.
- Panzerplatte: Hartkeks aus dem EPA.
- Pausenclown: Marinesoldat, der nicht mal beim Essen den Mund halten kann.
- Pickblech: Formbleche, die als Teller dienen.
- picken: Essen.
- Pinguin: Mannschaftsuniform (Kieler Knabenanzug).
- Plott: Notiz- und Informationstafel. „Mitplotten“ während eines Gefechtes.
- Plott-Bacardi: Reinigungsalkohol zum Reinigen des Plotts, meist Isopropanol.
- Polleraffe: scherzhafte Bezeichnung für Soldaten des Decksdienstes (11er)
- Pumpe: Scherzhaftes Synonym für Ärger vom Vorgesetzten
- Puster: scherzhaft für Funker.
- Pütz: Eimer.
- Potacken drehen: Kartoffeln schälen.
- Provi: Kurzform für Proviantmeister.
- Panzerkreuzer: Synonym für den als "Monatsflasche" erhältlichen Wodka brutalster Bauart 70%!!
[Bearbeiten] Q
- Quadratlatschenfutzi: Bezeichnung für einen Heeressoldaten.
[Bearbeiten] R
- RDM: Radarmeister.
- Regenspind: Duschkabine.
- Reinschiff: Putzen.
- Reise reise (WP)!: Weckruf (von engl. „to rise“ - aufstehen).
- Römer: Offizier.
- Rolle: 1.) Einsatzplan der Besatzung (intern). 2.) Verhinderung von Langeweile bei Angehörigen von Schiffsbesatzungen durch wohldurchdachte Einteilung von Dienstleistungsaufgaben
- Rotarsch: „liebevolle“ Bezeichnung für einen neuzuversetzten Kameraden der sich besonders ungeschickt anstellt.
- Rüssel: 1.) Schnorchel eines U-Bootes, 2.) Schnorchel des Sonars (WP).
- Rundsel: halbrunde Öffnung am Kutter zum Einlegen der Riemen (Paddel).
- Raddeldaddel/Rabatzboje: Geräuschboje zum Minensuchen.
- Rüsseltraktor: Panzerhaubitze der Artillerie / Panzer.
[Bearbeiten] S
- Sandra: Name von Krankenschwestern im Sanitätsbereich (Abk. für Sanitätsdrache).
- Sauseboot: Schnellboot.
- SBG: Suchen bis gefunden.
- Schädelpizza: Barett.
- Schiffchen: Dunkelblaue Kopfbedeckung.
- Schlafsalami: Hängematte auf der Gorch Fock.
- Schlickrutscher: scherzh. Landungsboot.
- Schlicktau: (oder auch Schlicktown); scherzhafte Bezeichnung für Wilhelmshaven. Kommt aus der Kaiserzeit, angelehnt an das damalige Protektorat "Tsingtau" in China.
- Schlitzpisser: Abfällige Bezeichnung für Soldaten, die sich allzu mädchenhaft anstellen.
- Schlüsselkind: Soldaten der Verwendungsreihe „Versorger“.
- Schmadding: seemännische Nummer 1 (Decksmeister).
- Schnellfickerhose (WP): Klapphose der Mannschaftssoldaten.
- Schott: Tür.
- Schrittfuchs: Ausgeprägter Körpergeruch bei Ubootfahrern, bedingt durch seltene Waschgelegenheiten.
- Schwarzes Gold: Kaffee.
- Schwarzes Loch: abfällige Bezeichnung für einen Panzersoldaten. "Schwarz das Barett und im Kopf ein nur ein Loch"
- Schweine-Eimer: Eimer für übriggebliebene oder ungenießbare Nahrungsmittel
- Sechsundsiebziger oder Sieben-Sechser: Soldat der Verwendungsreihe 76 (Marinesicherung).
- Seemannssonntag: Kaffee mit Kuchen am Donnerstagnachmittag.
- Seeziege: Soldat in der Verwendungsreihe 11 (Decksdienst) („Alles was sich bewegt wird gegrüßt, der Rest wird angepöhnt.“)
- Seite (pfeifen): traditionelle Ehrerweisung für Marineoffiziere, wird mit der Bootsmannsmaatenpfeife gepfiffen.
- SELO: Schiffselektronikoffizier.
- SEO: Schiffseinsatzoffizier.
- SigM: Signalmeister.
- SigPi: Signalpistole.
- Silverhammer: Codewort für Alarmschießen mit sekundärer Rohrwaffe.
- Soni: Sonarmaat.
- SOPO: Schiffsoperationsoffizier
- Suizidfreaks: Minentaucher (WP)
- Spargel: Sehrohr des U-Bootes.
- Spatenpauli: Heeressoldat.
- Speigatt: unverschlossene oder gegen seeseitiges Eindringen von Wasser durch eine Rückschlagklappe gesicherte Öffnung an den Seiten des Schiffes auf dem Oberdeck zum Ablaufen des Wassers.
- Sperri: Soldat mit Ausbildung am Sperrwaffenräumgerät (Minenräumer).
- SSO/SBO: Schiffssicherungs-/Schiffbetriebsoffizer.
- SSM: Schiffssicherungsmeister
- Ständerol Forte: Gegenmittel für Hängolin.
- STB: Schiffstechnischer Bootsmann.
- Sterntaler: Offizieranwärter.
- STO: Schiffstechnischer Offizier.
- STL: Schiffstechnischer Leitstand.
- Stube: Bezeichnung für die Zimmer in der Kaseren. Sie als Zimmer zu bezeichnen ist dabei meist mit Anschiss verbunden, Zitat: Zimmer gibts im Hotel oder im Puff!
- SVO: Schiffsversorgungsoffizier
- S-Pütz: Scherzhafte Bezeichnung für Schnellboot (WP).
- Speisegeier: Soldaten die beim Essenfassen drängeln
- Schapp: Sehr kleiner Raum an Bord.z.B. Lüfterraum, der in Zweitfunktion anderweitig verwendet wird, z.B. Handwaffenschapp, Schiffssicherungsschapp
- Spulen: Waschen d. Oberdecks u. Aufbauten mittels Feuerlöschschlauch
- Schwimmende Ritterburg:Abfällige Bezeichnung für die ehemaligen Zerstörer der "Hamburg" Klasse, wegen deren rel. hohen Aufbauten.
[Bearbeiten] T
- Tellermine: Kopfbedeckung der Mannschaftssoldaten.
- Tintenpisser: Stabssoldaten.
- Tittenboot: Scherzhafte Bezeichnung für Flottendienstboote.
- Takken. Ausl. Währung, kleine Münzen
- Toter Obermaat: Salamiwurst
[Bearbeiten] U
- überspülte Wiese: Bezeichnung für die Nordsee da keine großen Wassertiefen.
- UvD: Unteroffizier vom Dienst (WP)
- UJO: U-Jagd Offizier
[Bearbeiten] V
- Vfg: verwendungsfähig
- Vize: Navigationsunteroffizier.
- VSM: Versorgungsmeister.
- VSO: Versorgungsoffizier.
- Vorpiek: Lasten unter dem Ankerspill. War auf Fletcher-Klasse vom Decksmeister u. Bootsmannsgruppe belegt
[Bearbeiten] W
- Wachtmeister: Innendienstleiter, beim Heer: Spieß.
- Wachblase: Mitternächtliches Bier der abgelösten Wache.
- Wäsche achtern: Matrosenanzug.
- Wäsche vorn: Dienstanzug ab Unteroffizier.
- Wahrschau: Wahrnehmen und Schauen, Warnruf (Plattdeutsch wohrschau! = Vorsicht!)
- Weißer Tampenkreuzer: Schmähname für das Segelschulschiff Gorch Fock.
- Wellenjockey: Heizer.
- Winki: Signalgast.
- Wintergarten (WP): Achterdeck eines U-Bootes.
- WTO: Waffentechnischer Offizier.
- Heizer-Wuhlingstek: absolut chaotischer Knoten.
- Waschmaschine: Feuerleitstand "B" Zerstörer Fletcher-Klasse
[Bearbeiten] Z
- Zeche: Maschinenraum.
- Zechenbulle: Dienstältester Unteroffizier im Maschinenraum.
- Zelle: Frischwassertank.
- Zeckenpisse: Kondenswasser in U-Booten.
- Ziege: scherzhaft für Soldaten der Verwendungsreihe 11/seemännisches Personal.
- Ziegenstall: 1. Stauraum/Durchgang vom Turm zum Oberdeck bei U-Booten. 2. Deck der Bootsmannsgruppe (WP).
- Zahlteller: "Frontklappe" an der Hose der Ausgehuniform
- Ziegenfickmaschine: Ladeübungskanone auf Zerstörern Fletcher-Klasse
- Ziegeninsel: Borkum
[Bearbeiten] Luftwaffe
[Bearbeiten] A
- Adrenalinis: Fallschirmjäger, s.a.: Aufklatscher
- alter Adler: Alte oder sehr erfahrene Piloten.
- Annahme und Verschwand: Bösartige Bezeichnung für einen Aufgabenbereich der Nachschub- und Transportstaffel
- ASAP: englische Abkürzung für "As Soon As Possible" - "so bald wie möglich" (Auftrag wird normalerweise erst erledigt, wenn die wichtigeren Dinge abgearbeitet sind). Als Steigerung gibt es noch ASAPST, dieser Ausdruck bedeutet "auf der Stelle, sofort", wird aber nur von unerfahrenen Offizieren verwendet und erntet regelmäßig Gelächter der erfahrenen unterstellten Soldaten.
- Aufklatscher: Fallschirmjäger, s.a.: Adrenalinis
- Ausgeprägte Materialprüfung: Sehr harte Landung, aber ohne bleibende Schäden
- Außenlandung: Absturz eines geschwadereigenen Flugzeuges
[Bearbeiten] B
- Backstein: Abfälliger Begriff für die McDonnell F-4F Phantom, s. Hobel, Koffer
- Beifahrer: Abfällige Bezeichnung für den Waffensystemoffizier, der im Tornado hinter dem Piloten sitzt
- Birdstrike/Birdie: Kontakt eines Fluggerätes mit Vögeln
- Bohnenwind: Darmwind, der bei ungenügender Entlüftung im Cockpit entsteht
- Bongo-Höhle: In FlaRak-Stellungen bezeichnete dieser Ausdruck den Raum, in dem die Fernmelde-Vermittlungsanlage betrieben wurde. Die Bongo genannten Fernmeldesoldaten sah man nur bei der Schichtablösung und zu den Essenzeiten.
- Bremsfallschirm: Grund für die meisten Ausraster von Unteroffizieren in den technischen Staffeln, da einige Mannschaftler es nicht auf die Reihe kriegen, dass es nur „Bremsschirm“ heißt. („Da hast du aber wieder einen Bremsfallschirm gebaut!“)
- Butterorden: scherzhafte Bezeichnung für das Leistungsabzeichen (wegen seiner Form und Farbe).
[Bearbeiten] C
- Clubkarte: Scherzhaft für Dienstausweis
[Bearbeiten] D
- Dackelschlepper: Scherzhaft für Diensthundeführer
[Bearbeiten] E
- Einpunktlandung: Senkrechter Absturz eines Flugzeugs (siehe Starfighter)
- Eisenschwein: McDonnell F-4F Phantom (auch Ölofen, Luftverteidigungsdiesel, oder Double Ugly)
- Erdnagel: F104 Starfighter, der aufgrund seiner Form und häufigen Abstürzen diesen Spitznamen hat
[Bearbeiten] F
- Fress-Orden:BW-Essbesteck in der Brusttasche
- Fuel-to-Noise-Konverter: Hubschrauber. Auch: sehr lautes Motorflugzeug ohne große Leistung.
[Bearbeiten] G
- Gezi-Muckel: Soldat im Geschäftszimmer
- Gezi-Orden: Kugelschreiber in der rechten Oberarmtasche
- Grashüpfer: Soldaten des Heeres
- Große Häuser-Kleine Häuser: Erklärung für den Gebrauch des Steuerknüppels beim Tiefflug "up-down"(PA 200 "Tornado")
[Bearbeiten] H
- HAWK: Zu Anfang der 2000er ausgemustertes Flugabwehrraketensystem. Zu Zeiten des Kalten Kriegs im Schichtdienst betrieben. Sehr wartungsintensiv, hohe zeitliche Belastung der dort eingesetzten Soldaten, daher auch die sch(m)erzhafte Bezeichnung "Holiday And Weekend Killer'"
- Hobel: F-4 Phantom s. Koffer
[Bearbeiten] I
- Innendienst-Orden:Siehe Gezi-Orden
[Bearbeiten] J
- Jäger Zwo-Eins: Der Eurofighter. Gemeint ist „Jäger 2100“ in Anlehnung an die immer wieder verschobene Einführung des Eurofighters, der seit Entwicklungsbeginn unter Anderem „Jäger 90“ und „Jäger 2000“ hieß.
[Bearbeiten] K
- Kaffeeshop: Verkaufstresen in Bereitschaftsräumen von einzelnen Zügen, in Eigenverwaltung. Ort für neue Kaffeesorten
- Kampfstaubsauger: Scherzhaft für den Alphajet
- Kappo: Bezeichnung für den Führer einer Teileinheit (milit. Zugführer). Übernommen aus dem Sprachgebrauch der italienischen Luftwaffe während des Einsatzes in Piacenza/Italien, daher auch am häufigsten bei den dort beteiligten Geschwadern verbreitet.
- Klappdrachen: Scherzhaft für die PA200 Tornado
- Knall-Bumm-Elo: Bezeichnung für Fachgruppe "Waffen-Elektronik" (WaElo) bei PA-200
- Koffer: Scherzhaft für die überaltete F4-Phantom
- Kotzbomber: Scherzhafter Ausdruck für die C-160 Transall, weil einigen Paxen schlecht wird während des Fluges
- Kutscher: Auch ein netter Ausdruck für die Piloten
[Bearbeiten] L
- Laut-Leise: Erklärung für den Leistungshebel bei einem Jet.
- Luftdiesel: Scherzhaft für die F4-Phantom, da diese immer eine Rauchfahne hinter sich herzieht (auch Luftverteidigungsdiesel).
- Luftmoped: Scherzhaft für den Alphajet
- Luftwaffenkampfknäul: TSK-typische Marschformation von drei oder mehr Luftwaffensoldaten. Da sich die Luftwaffe nach dem Leitbild der Luftwaffe als Team betrachtet, wird auf die militärische Ordnung gerade beim Marsch eher weniger Wert gelegt.
- Luftzielführer: Alternative Bezeichnung für "Luftfahrzeugführer" (Piloten), welche hauptsächlich bei Angehörigen der bodengebundenen Luftverteidigung gebräuchlich ist.
- Lw-Ari: Explodierendes Bombenlager
- Lw-Morgenmischung: Extrem starker Kaffee für die Frühschicht der Wartungsstaffeln (siehe Kaffeeshop). Gerüchten zufolge entstand die stark koffeinhaltige Kaffeesorte „Wake-The-Fuck-Up“ im Jagdgeschwader Richthofen, als ein übermüdeter Shopper drei verschiedene Kaffeesorten im Halbschlaf mischte…
[Bearbeiten] O
- Obis: Kurzform für die Objektschützer der Luftwaffe (siehe „Falli“ o. „Grenni“)
[Bearbeiten] P
- Paxe: Ein anderes Wort für Passagiere im Lufttransport (meist Transall)
- Perser: Soldat im Personalbüro
- Plastikente: Scherzhaft für den Eurofighter, das Flugzeug besteht zu einem Großteil aus Kunststoff und die Canard-Flügel(Entenflügel) an der Vorderseite des Flugzeuges.
- Projektschützer: Angehöriger des Objektschutzes
[Bearbeiten] S
- Sargfighter: F-104 Starfighter s.a. Witwenmacher, Erdnagel
- Schrott-und-Schrauben: Eine der technischen Staffeln eines Fliegerhorstes
- Shop: Teileinheit innerhalb einer technischen Staffel z.B. Hydraulik Shop, Elektrik Shop usw. (übernommen aus dem Sprachgebrauch der US Streitkräfte)
- Shopper: Meist Mannschaftsdienstgrad, der den Kaffeeshop verwaltet (in norddeutschen Geschwadern auch Führer einer Teileinheit z.B. Triebwerk - Shopper)
- Sichis: Kurzform für die Soldaten der Luftwaffensicherungstruppe (s. Obis [neuere Bezeichnung])
- Silvester: Explodierendes Lenkwaffenlager
- Spatenpauli: scherzhaft für Heeressoldat
- Stabsdrohne: siehe GeZi-Schranze
- Staffelstab: Führungskader in den Luftwaffenkompanien (Staffeln)
- Staubsauger: Bezeichnung für den Alphajet (wg. des Triebwerksgeräusches)
- Sternwarte: Nachtschicht der Wartungsstaffeln
- StOV, ein: Kleinste messbare Geschwindigkeit. Angelehnt an die angeblich sehr langsam zu Werke gehenden zivilen Mitarbeiter der Standortverwaltungen von militärischen Liegenschaften. Um ein immer möglichst hohes Arbeitstempo anzutreffen, soll man sie immer warm und trocken halten.
- Sturzfighter: F-104 Starfighter, s.a. Witwenmacher, Erdnagel.
[Bearbeiten] T
- Taxi: Fahrbereitschaft auf Fliegerhorsten
- Teppichklopfer: Anderer Ausdruck für die Bell UH-1D
- Trio Royale: Drei dicht beieinander stehende, meist ranghohe Soldaten der Objektschützer im blauen Dienstanzug und blauem Barrett
- Transknall: Auch ein beliebter Ausdruck für die C-160 Transall
- Twister: Trudelnder Tornado
[Bearbeiten] W
- Weinbomber: Alle Transportmaschinen, die Fallschirmjäger absetzen ((„Wein-“ wg. des bordeaux-roten Barretts der Fallis)
- Witwenmacher: die F104-Starfighter, die vielen deutschen Piloten-Frauen durch zahlreiche Abstürze den Ehemann genommen hat (siehe Erdnagel)
[Bearbeiten] NVA - Nationale Volksarmee der DDR
Auch in der NVA konnte sich ein eigener Slang herausbilden, wenngleich auch ältere Bezeichnungen (z.B. Barras oder Uffz) von den Soldaten der DDR verwendet wurden.
[Bearbeiten] A
- A und U: Ausgangs- und Urlaubssperre (Disziplinarstrafe)
- Aal: Soldat (Wehrpflichtiger) im 1. Diensthalbjahr (nach den noch neuen, glatten Schulterstücken)
- Abfahrt!: Wegtreten! (Jemandem eine wie auch immer geartete Abfuhr erteilen, sowohl unter Soldaten als auch [hinter deren Rücken] Vorgesetzten gegenüber)
- Abficken!: Das kannst Du vergessen!
- abprotzen: defäzieren
- abseilen: sich vor Aufgaben drücken und irgendwo abhängen
- Äppelklauer-Hosen: die zur Dienstuniform von Berufssoldaten getragenen Breeches, sehr weit am Oberschenkel
- Affenschaukel: Schützenschnur
- Anna (Luftstreitkräfte): robustes, multifunktionales Flugzeug Antonow An-2
- Anschnitt: EK-Ritual, bei dem das Maßband erstmals angeschnitten wurde
- Asche: Synonym für NVA, „bei der Asche sein“ = in der NVA dienen, in Anspielung an die aschgraue Farbe der Uniform
- Atombrot: Verpflegung (Brot in Dosen) als eiserne Reserve für den Ernstfall
- auf-/abkeulen (auch auf-/abkohlen): die verpflichtete Dienstzeit verlängern/verkürzen
- auf-/abmumpeln: laden/entladen des Magazins mit Patronen
- Abfahrt grün: Ein breitgeklopfter Alulöffel wurde grün bemalt und, meist noch mit aktueller Tageszahl versehen, jedem gezeigt, der mehr Tage hat. (erst ab 10 Tage abwärts).
[Bearbeiten] B
- BA-Bulle: Soldat, verantwortlich für „Bekleidung und Ausrüstung“ in der Kompanie (z.B. Wäschetausch)
- Bäfo: Winterdienstmütze der NVA (von „Bärenfotze“)
- Battlich: Bataillonskommandeur
- Batzen: Offizier(e)
- Batzenballett: jede Veranstaltung mit vielen teilnehmenden Offizieren, z.B. Exerziervorführung
- Bau: Arrestzelle im Objekt
- BC: Batteriechef
- BKF: bohnern, keulen, fegen (Revierreinigung)
- Blick zur Sonne: Verballhornung einer unbeliebten Belobigungsform, und zwar dem Brief an die Eltern/die Ehefrau und/oder das Arbeitskollektiv. Diese Auszeichnung stand offiziell über Sonderurlaub oder -ausgang, stellte für den betreffenden Soldaten allerdings eher eine Demütigung dar. Der "Blick zur Sonne" umreißt daher alle sinnlosen Belobigungen.
- blickig: gewitzt, gerissen
- Boiler: Offizier
- Brot: Offizier
- Brust: „es ist mir Brust“ = es ist mir egal
- BU, Buffi, Bummi: Berufsunteroffizier, Abkürzung scherzhaft gedeutet als: "Besoffen unterschrieben" oder "bildungsunfähig"
- Buckel: Berufssoldat, meist Offizier
- Bunker: (Unter)Offizier, hat Tage "gebunkert".
- BV: „Besonderes Vorkommnis“, z.B. schwere Verletzung der Dienstvorschriften
[Bearbeiten] D
- Dachs: Unteroffizier im 2.Diensthalbjahr
- Deckschein: Erlaubnisformular, im Quartier eines andersgeschlechtlichen Armeeangehörigen übernachten zu dürfen (nur bei Ehepartnern, die beide im selben Truppenteil dienten)
- Dienetod: Berufssoldat
- Draht: Einlage in der Tellermütze, die nach der Vizetaufe entfernt wurde, um selbiger ein möglichst schnittiges, wehrmachtähnliches Aussehen zu verleihen. Vom Hauptfeldwebel bei Ausgangsappellen oft beanstandet.
[Bearbeiten] E
- Einstrich-Keinstrich: Felddienstuniform (nach dem Tarnmuster)
- Eisenschwein: SPW (Schützenpanzerwagen); insbesondere die Modelle SPW-60 und SPW-70
- EK, E: Entlassungskandidat, Soldat im 3. (letzten) Diensthalbjahr, Unteroffizier auf Zeit im 6. (letzten) Diensthalbjahr
- E-Kugel: Kugelstoß- oder Hantelkugel, die auf dem Flur rollen gelassen wurde, Brauch der EKs
- E-Ration: Eiserne Ration, Kekse in einer Blechschachtel, Teil des Sturmgepäcks
- Elefantenportemonnaie: großes Mobilisierungsgepäck (Offiziere)
- Emma: MHO-Filiale
- EU: Erholungsurlaub (insgesamt 18 Tage in 18 Monaten)
[Bearbeiten] F
- Fakt: Verstoß gegen die Dienstvorschriften, z.B. Trinken von Alkohol in der Kaserne, Hören von Westsendern
- Faktenbruder: häufig disziplinarisch gemaßregelter Soldat
- Faktenradio: kleines Taschenradio für Wachposten, streng verboten
- Fasching: Schikane von Ausbildern. Dabei mussten die Soldaten im Wechsel ihre verschiedenen Uniformen (Dienst-, Ausgangs-, Felddienstuniform Sommer/Winter, Sportzeug kurz/lang) nach Zeit anziehen und sich dann auf dem Appellplatz oder Flur, allein oder als Gruppe melden, das im Schrank entstehende Chaos diente dann oft als Ausgangspunkt für neue Schikanen.
- Faschingsgefreiter: Unteroffiziersschüler, der bei der Truppe ausgebildet wurde. Gefreite hatten einen Querbalken aus Metall auf dem Schulterstück, U-Schüler einen Querbalken aus Stoff in der Farbe der Waffengattung (z.B. Gelb für Nachrichtentruppe).
- Fee: Kurzbezeichnung bei Soldaten für Fähnriche, je nach Dienstgrad abgewandelt, z.B. Oberfee für Oberfähnrich
- Frühbeet: Soldat im 2. Diensthalbjahr, der vorfristig zum Gefreiten befördert wurde
- FSL: Fressen, Saufen, Langsamlaufen - Bezeichnung für (meist übergewichtige) Politoffiziere und Hauptfeldwebel
- Fußkranker: wegen Krankheit für den Innendienst eingeteilter Soldat
- Flieger oder Fly: frische Soldaten des ersten Diensthalbjahres bei der Luftverteidigung
- Funkorterprüfung: Prozedur, der sich ein Funkorter (Radarbeobachter) nach bestandener Prüfung unterziehen musste. Bei eingeschalteter Station musste man sich an den oberen Antennenteilen festklammern und bei 6 Umdrehungen/Minute mindestens 10 Minuten aushalten. Achterbahn ist nichts dagegen. (Anmerkung: eine Radarstation im cm- Bereich funktioniert wie ein Mikrowellenherd - wird also ganz schön heiß)
[Bearbeiten] G
- Gammakeule: RWA 72, ein keulenartiges Gerät, welches atomare Strahlungen anzeigte
- Gas!: Gern genutzter Befehl zur Disziplinierung einzelner oder der ganzen Gruppe, vor allem bei Märschen im Gelände bzw. nach längeren Anstrengungen. Hierbei musste man sich sofort hinknien, Augen zu, Luft anhalten, den Stahlhelm abnehmen und in kürzestmöglicher Zeit die Atemschutzmaske (oft falsch als Gasmaske bezeichnet, was in der Grundausbildung an der U-Schule sofort eine Bestrafung nach sich zog, i. d. R. den Befehl: GAS!) überstreifen und in dieser Position verharren. Erst nach Entwarnung durch den Vorgesetzten konnte die Maske wieder abgenommen werden. Das Atmen unter der Maske ist wesentlich erschwert.
- Gefechts(feld)schlampe: unordentlicher Soldat (Bezeichnung durch Vorgesetzte)
- Glasmantelgeschoß: in die Kaserne geschmuggelte Schnapsflasche, oft auch mit Volumenangabe (null-siebener Glasmantelgeschoß)
- Glatter, Glatze: Soldat (Wehrpflichtiger) im 1. Diensthalbjahr (nach den noch neuen, glatten Schulterstücken), auch sich glatt (unbeholfen) anstellen
- Granate: in die Kaserne geschmuggelte Schnapsflasche
- Granit: halbhohe Sommerstiefel, nach dem Herstellernamen derselben, VEB "Granit" Schuhfabrik Storkow
- GU: Genesungsurlaub
- Gummiohr: Stasispitzel
- Gurkenschalen: Unteroffiziersschulterstücke
- GGG: Gesehen, gelacht, gestrichen - Reaktion der Vorgesetzten auf einen Urlaubsantrag
- Giesela: Lied, was zur "motivation" beim exerzieren gesungen werden mußte Eggesin 1987-88
[Bearbeiten] H
- Hängolin: moderne Sage, triebdämpfendes Mittel, das angeblich dem Tee beigemischt worden sein soll
- HdA: Haus der Armee, Regimentsklub
- Heimatkunde: letzte Politschulung der Gefreiten im 3.Diensthalbjahr
- Hoffmanns Trachtentruppe: andere Bezeichnung für die NVA, nach Armeegeneral Heinz Hoffmann, der viele Jahre Minister für Nationale Verteidigung war. Während seiner Amtszeit wurde die Uniform der Soldaten, vor allem der Berufssoldaten, mehrfach verändert.
- Hugo: Ladeschüze im Panzer, meist 1. Diensthalbjahr
[Bearbeiten] I
- Ich diene der Deutschen Demokratischen Republik!: auch ironisch verwendete vorschriftsmäßige Entgegnung bei der Entgegennahme von Auszeichnungen
[Bearbeiten] J
- Jumbo: ABC-Schutzanzug
[Bearbeiten] K
- Kameradenbescheißer: besonders große Kaffeetasse
- Kanadischer Winter: Bestrafungsaktion für neue Soldaten, Unteroffiziers-und Offiziersschüler. Dabei musste der Kompanieflur oder die Toilette mit Unmengen eines Scheuermittels („P3“ oder „IMI“) gereinigt werden, sodass nach dem Abtrocknen der Fliesen ein weißer Film blieb, der nur mit viel klarem Wasser und noch mehr Zeit wegging.
- Kapo: Unteroffizier, Gruppenführer
- Kaschi: Kalaschnikow, automatisches Sturmgewehr AK-47
- Katze: Kapitän zur See (Volksmarine)
- KC: Kompaniechef
- KdL:Kontrolldurchlass, gemeint ist der Eingangskontrollpunkt einer Kaserne
- Keks: Unteroffizier auf Zeit im 3. Diensthalbjahr („k önnte EK s ein“)
- Kellerloch: EK-Bezeichnung für alle Unteroffiziere auf Zeit, die noch länger als die Entlassungskandidaten dienen müssen, abgeleitet von „Uffz schallt's aus dem Kellerloch, wieviel Tage hast Du noch?“
- Keule: Bohnerbesen, Gerät zum Polieren der Fußböden
- keulen: reinigen; polieren (insbesondere den Flur)
- Killerkordel: Schützenschnur der NVA (siehe auch Affenschaukel)
- Kloster:Ledigenwohnheime für Berufssoldaten, meist unmittelbar vor der Kaserne
- Klotz: Offizier
- Klumpen: Offizier(e)
- Knitterfreier: Stahlhelm
- Knüppel: Schlagbaum (zumindest bei den Grenztruppen)
- Knüppler: Offizier(e)
- Komplektetag: an diesem gab es keine normale Verpflegung, sondern nur Dosennahrung aus der Staatsreserve (einmal monatlich)
- Konter oder Kontervize: Unteroffizier auf Zeit im 4. Diensthalbjahr
- Kratzer: Streber, Liebling der Vorgesetzten
- Kratzerplatte: Bestenabzeichen der NVA (auch Kumpelverräterorden)
- KU: Kurzurlaub (ein Wochenende von Freitag nach bis Montag zum Dienst)
- Küchenbulle: Wehrdienstleistender, der im Bereich der Küche beschäftigt ist
- Kompanieentsafter: Frau in der näheren Umgebung des Standortes, die für alles zu haben ist, außer Igel und leere Pappkartons.
[Bearbeiten] L
- Land der drei Meere (Waldmeer, Sandmeer, gar nichts mehr): Standorte Eggesin/Drögeheide, Weißkeißel/Haide
- Lotschik Grützwurst, allgemein unbeliebtes Mittagessen. von russ. лётчнк, Flugzeugführer
- Lumpenbummi: Offizier Bekleidung und Ausrüstung
[Bearbeiten] M
- Med.-Punkt: Arztpraxis in der Kaserne
- MHO: Supermarkt innerhalb der Kaserne
- Mucker: Motorisierter Schütze (Infanterist)
- Muckerbecher: zum Soldatengeschirr gehöriger brauner Plast-Kaffeebecher
- Muckerbus: Schützenpanzer BMP-1
- Muckergold: Dreck in der Maschinenpistole beim Waffenreinigen
- Muckerlöffel: zusammenklappbarer Feldspaten
- Mumpel: Patrone
- Mumpelspritze: MPi Kalaschnikow
- Mus-Spritze: Bezeichnung für die Dienstpistole Typ Makarow, wegen ihrer geringen Reichweite bzw. der stark abfallenden Flugbahn der Geschosse
- Musik-Box: Ein Soldat (i. d. R. jüngere Diensthalbjahre) wurde von anderen (meist EKs) Soldaten in einen Spind gesteckt und musste auf Verlangen Singen oder Geräusche machen. Meist wurde der Spind dabei noch bewegt. Es soll auch vorgekommen sein, daß "unwillige" Music-Boxen aus dem Fenster geworfen wurden (Mit Inhalt-sprich demjenigen, der sich gerade darin befand).
[Bearbeiten] N
- NGKCA: Abkürzung für Nichtstrukturmäßige Gruppe zur Kernstrahlungs- und chemischen Aufklärung, ein mit „Gammakeule“ und Gasprüfröhrchen ausgerüstetes Soldatengrüppchen (auf Kompanieebene)
- Nougatrolle: Schutzanzug (auf Grund der braunen Farbe)
- Nuttentäschchen: kleines Mobilisierungsgepäck (der Offiziere, mit Toilettenartikeln)
[Bearbeiten] O
- Oma: schlauchartiger olivfarbener Kopf- und Ohrenschützer, auch abwertende Abkürzung von „Offiziersmatratze“ für jüngere weibliche Armeeangehörige
- Onkel: andere Bezeichnung für einen Soldaten (Uffz., seltener oder auch Offizier) im letzten Diensthalbjahr, der "zum Vize geschlagen" wurde, ungeschlagene Soldaten wurden "Tante" genannt
- Oschi: Offiziersschüler
[Bearbeiten] P
- Pake: Panzerkettenglied, oft als Sportgerät verwendet
- Papagei: hochdekorierter, „bunter“ Generalsrang
- Paras: Fallschirmjäger
- petschieren: temporäre Versiegelung u.a. von Türen mit einer mit einem Petschaft in Knetmasse gedrückten Schnur
- Pfeffi: Berufsunteroffizier
- PFS: Putz- und Flickstunde
- Pickel: Sterne auf den Schulterklappen
- picken/Picken: essen, Essen davon Pickenfach: Fach zur Lebensmittelaufbewahrung im Spind
- Pistensau: Techniker bei den Luftstreitkräften
- Polit, Politnik: Politoffizier
- Pope: Offizier, besonders parteilinientreue "Prediger"
- Pontons: Allgemeine Bezeichnung für Pioniere
- Postenwetter: Nachts klarer Sternenhimmel (dann wurde es eine kalte Nacht im Winter) oder Regen (im Sommer)
- putschen: aufsässig sein („Wer putscht, der bohnert!“)
[Bearbeiten] R
- Ratsch-Bumm: Granatwerfer-Truppe
- Raupenschlepper: Stabsoffizier (nach den geflochtenen Schulterstücken)
- Resi: Reservist. Diese wurden häufig, im Schnitt 2- bis 4-mal im Laufe von 20 Jahren, zum Reservistendienst herangezogen und genossen bei Soldaten und Vorgesetzten i. d. R. als „alte Hasen“ hohes Ansehen.
- Rot-Gelb: leichte Sommersportbekleidung (nach den Farben von Hose und Hemd)
- Rotkehlchen oder Rotschlips: Bezeichnung für Stasi-Mitarbeiter, Verbindungsoffiziere der Staatssicherheit (die in jeder größeren Einheit existierten) oder Zuträger; auch Bezeichnung für die Verdienstmedaille der NVA in Bronze (nach dem roten Stoff der Ordensschnalle)
- Rotlichtbestrahlung: Politunterricht
[Bearbeiten] S
- S: Sonderurlaub
- Satter: Offizier, satt an Tagen.
- Schanzzeug: Essbesteck
- Scheuerlappen: die Truppenfahne, auch Tischdecke genannt. Der Begriff stammt von einer Belobigungsform, dem „Bild vor der entfalteten Truppenfahne“, einem Foto in Uniform. Der Soldat hatte davon nichts, außer dem Bild. Urlaub wäre ihm lieber gewesen. Deshalb entstand der abwertende Begriff „Bild vor dem entfalteten Scheuerlappen“.
- Schildkröte: EK-Belustigung, in der Regel mit „Glatten“ gemacht. Dazu wurden dem Betreffenden mehrere Stahlhelme an Knie und Ellenbogen gebunden und dieser dann über den langen Kompanie-Flur geschoben.
- Schneegestöber: siehe auch "Kanadischer Winter" (Revierreinigung)
- Schnuffi, Schnuppersack: Schutzmaske, Gasmaske
- Schwante fassen: Essen holen
- Schwedtbremse: Gefreitenbalken (Degradierung zum Soldaten bewahrte als Disziplinarstrafe vor Strafarrest in Schwedt/Oder)
- Sekt-/Kellner-/Cognac-jacke: pastellgrüne Jacke von Offizieren, die zur Ausgangsuniform bzw. feierlichen Anlässen getragen wurde
- SFB: Scheißhaus, Flur und Boden (Revierreinigung), auch Sauf- und Faktenbataillon
- Spaten, Spati: scherzhafte Bezeichnung für Bausoldaten, abgeleitet von den Schulterstücken, die einen Spaten zeigten
- Speckstreifen: Kragenbinde, anknöpfbare weiße Einlage in jedem Uniformkragen, die unter allen Umständen sauber gehalten werden musste
- Springer: Soldat im 1. Diensthalbjahr
- Spritzer: Soldat im 1. Diensthalbjahr
- Sprutz (mit langem u): Frischling, junger Soldat (im 1. Diensthalbjahr)
- Sputnik: Strafaktion von Vorgesetzten bei Märschen von Zugformationen im Gelände. Dabei musste der Bestrafte immer um die Marschformation rennen (wie ein Sputnik kreisen). In der Regel war man bei diesen Märschen voll aufgerüstet (Anlegen des Marschgepäcks und der Bewaffnung), so dass das eine recht unangenehme Aktion wurde
- Staubsauger: besonders infantiles EK-Spiel: Dem Delinquenten wurde die Gasmaske aufgesetzt und der Schlauch (ohne Filter) so lange zugedrückt, bis er zu ersticken drohte. Wenn der Schlauch im letzten Moment geöffnet und über einen vollen Aschenbecher gehalten wurde, "saugte" der Delinquent aufgrund der extremen Atemnot den Aschenbecher leer.
- Staubsaugerfähnrich: Stabsoberfähnrich (höchster Fähnrichsdienstgrad)
- Steakmesser: Ehrendolch von Offizieren, wurde zur Paradeuniform getragen
- Sternesaufen: für frisch ernannte Feldwebel, Leutnante oder Majore. Sie erhielten mit der Ernennung ihren ersten Stern/e (Majore der erste auf dem gekordelten Schulterstück). In einer „Festveranstaltung“ wurden die Sterne wieder abgenommen und in ein 0,3-l-Glas mit Schnaps versenkt. Dieses musste dann in einem Zug geleert werden (üblich war auch der 'Dankspruch':"Ich diene der Deutschen Demokratischen Republik!"-selbstverständlich mit 'Pickel' im Mund!) und die Sterne trocken! wieder auf ein Silbertablett ausgespuckt werden. Damit galt man dann als vollwertig.
- Süff: Küchendienst
- Sumpfkuh: SPW (Schützenpanzerwagen)
- Suppen- und Schlürftag: Montag, Verpflegung stets mit Suppe
- SWBK: Scheuern, Wischen, Bohnern und Keulen (Revierreinigung)
[Bearbeiten] T
- Tagebär: Soldat am Anfang seines Wehrdienst, der noch viele Tage vor sich hat.
- Tagedrücken: Heimweh, Langeweile, Übellaunigkeit („Was ist denn mit dem heute los?“ - „Ach lass ihn. Der hat T.“)
- Tagesau, Tagesilo, Tausend-Tage-Diener: Unteroffizier auf Zeit (UaZ) - im Gegensatz zur normalen Wehrdienstlänge (18 Mon.) mit einer freiwilligen Verpflichtung auf drei Jahre Wehrdienst
- Tastenficker: Angehöriger der Nachrichteneinheiten
- Treibhaus-Gefreiter: Soldat, der schon nach sechs Monaten (üblich zwölf Monate) zum Gefreiten befördert wurde
[Bearbeiten] U
- U-Boot: Unterleutnant (Dienstgrad von Offizieren auf Zeit), oder auch Uleu
- UE: unerlaubtes Entfernen (von der Truppe)
- Ufo: selbstgebauter Tauchsieder aus Teilen der Ausrüstung (häufig z. B. aus Rasierklingen und Knöpfen oder den Hüllen der Klarsichtscheibenverpackungen für die Atemmaske)
- Uschi: Unteroffiziersschüler
- UZiFu: Unterziehfutter
- U-Schule: Unteroffiziers-Schule
- UvD: Unteroffizier vom Dienst, diensthabender Unteroffizier in der Kompanie (i.d.R. von 18.00 Uhr- 18.00 Uhr)
[Bearbeiten] V
- VEB Gleichschritt, VEB Landesverteidigung: andere Bezeichnungen für NVA
- Verwaltung 2000: Militärischer Nachrichtendienst in der NVA
- Vierzehnfünfzig, Nullsieben oder Nullsiebener Glasmantel-Geschoss: Schnapsflasche 0,7 l der (billigen) Marke Goldbrand (nach dem Preis von 14,50 Mark), aus Tarnungsgründen auch zehn vor Drei (nach der Uhrzeit 14 Uhr 50) genannt.
- Vize: Soldat im 2. Diensthalbjahr, Unteroffizier auf Zeit im 5. (vorletzten) Diensthalbjahr
- VKU: verlängerter Kurzurlaub von Freitag nach bis Dienstag zum Dienst (stand Grundwehrdienstleistenden einmal pro Halbjahr zu)
- VNP: offiziell "Vorbereitung auf die nächste (oder neue) Nutzungsperiode", eine halbjährliche gründliche Wartung der Technik. Unter Soldaten als "Verpissen nach Plan" bekannt.
[Bearbeiten] W
- Winterbefehl: zeitlich festgelegte Bekleidungsvorschrift, enthielt z.B. Tragen der Winterdienstmütze vom 1. Dezember bis 28. Februar (unabhängig von den tatsächlichen Temperaturen), analog Sommerbefehl
- WBK: Wischen-Bohnern-Keulen. Unangenehme Beschäftigung, sollte eigentlich der Reinigung des Unterkunftsflures dienen, seltsamerweise immer dann befohlen, wenn es dem Hauptfeldwebel schien, daß die Soldaten nichts zu tun hätten. Auch beliebte Bestrafungsmethode für aufmüpfige Soldaten im ersten Diensthalbjahr.
[Bearbeiten] Z
- ZB, auch Zivi, Zuvielbeschäftigter: Zivilbeschäftigter (ziviler NVA-Angestellter)
- Zeitschwein auch: Zeitstrahl, Zeitsäule, galaktische: langjährig Dienender
- Zwischenpisser, -keim, -hund: Soldat im 2. (mittleren) Diensthalbjahr
- Zehn-Ender: Berufsunteroffizier, Mindestverpflichtungszeit 10 Jahre
- zucken, rumzucken: aufsässig sein („Zuck nicht rum, Du Glatze!“)
[Bearbeiten] Erster Weltkrieg
- Emil: Pilot
- Franz: Beobachter/Navigator eines Flugzeuges (daher auch das geflügelte Wort „sich verfranzen“)
- Franzmann: Franzose
- Koffer: schwere Granate
- Kohlekasten: schwere Granate
- Tommy: Engländer
- Stacheldraht: Dörrgemüse
[Bearbeiten] Wehrmacht
Im Vergleich zur Bundeswehr ist das Landserdeutsch z.T. deutlich „deftiger“ und härter, was verständlich erscheint, denn die Wehrmacht war keine Friedensarmee.
Einige Begriffe insbesondere der Marine und Luftwaffe haben sich aber erhalten, wie z.B. Aal für Torpedo. Andere sind sogar noch älter als die Wehrmacht und wurden, wie z.B. Koffer für (schwere) Granate, schon im I. Weltkrieg verwendet.
[Bearbeiten] 0-9
- 08/15 (Null-Acht-Fünfzehn): ganz Gewöhnliches“ oder „nichts Besonderes“, eine Redewendung, die auf das Maschinengewehr 08/15 zurückgeführt wird.
[Bearbeiten] A
- Aal: Torpedo
- Abspülung: Flugzeugabsturz ins Meer
- Achtacht: 8,8cm FlaK, in Anspielung auf das Kaliber der Waffe
- Affe: Tornister
- Affenschaukel:
- 1. Ausdruck für Adjutanten-, Schieß-, Fang- oder Schulterschnur
- 2. Hängematte
- Albion: abschätzige Bezeichnung sowohl für Engländer, als auch für England selbst; vor allem aber in der Wilhelminischen Zeit und im Ersten Weltkrieg gebräuchlich, weniger bei der Wehrmacht
- Alte, Der bzw. Alter: Vorgesetzter, im Heer in der Regel der Kompaniechef, in der Marine der Bootsführer)
- Alter Mann: Beim Afrikakorps die Bezeichnung der italienischen Fleischkonserven, die den Aufdruck AM („Amministrazione militare“) trugen und auch „asinus mussolini“ - (Mussolini-Esel) oder "asinus morte" (Toter Esel) genannt wurden.
- Anno Scheiße: Erster Weltkrieg
- Anschiss: Zurechtweisung und Kritik z.B. durch Vorgesetzte.
- Anzug Polar: Disziplinierungsmaßnahme, bei der das Anziehen sämtlicher Bekleidung der persönlichen Ausrüstung befohlen wird. Gern in Verbindung mit sommerlicher Hitze.
- Apfelsinenorden: Ausdruck für Orden, den man nicht als Auszeichnung empfindet; insbesondere die deutsch-italienische Erinnerungsmedaille.
- Arsch: u.a.
- am Arsch der Welt: abgelegene Gegend; vorgeschobener Posten.
- Schütze Arsch: einfacher Soldat (jenseits jeglicher Privilegien).
- kalter Arsch mit Schneegestöber: schlechtes Essen
- sich den Arsch auskugeln: im Krieg fallen, sterben
- am/beim Arsch kriegen: jemanden zur Rechenschaft ziehen.
- den Arsch schonen: sich erbrechen, übergeben
- den Arsch verlöten: verprügeln
- den Arsch zukneifen: im Krieg fallen, sterben.
- Aufriß: Streifschuss
- aussteigen: Euphemismus für fluchtartiges Verlassen eines zerstörten Fahrzeugs (Flugzeug, Panzer, etc.)
- a.v.: offizielle Abk. der Klassifizierung „arbeitsverwendungsfähig“, (also im Sinne von „nicht kriegstauglich“), wird hintersinnig mit „ausgezeichnete Verbindungen“ übersetzt. (vgl. k.v.)
[Bearbeiten] B
- Backofen:
- 1. heiß umkämpfte Stellung.
- 2. Panzerkampfwagen: auf Grund der hohen Temperaturen im Inneren durch Sonne oder Gefechtstätigkeit.
- Bau: Arrestzelle oder Arreststrafe („Zwei Tage Bau“)
- bepflastern:
- 1. Belegung einer Stellung mit Bomben und Granaten.
- 2. einen Verwundeten verbinden.
- Batterie: Latrine, wegen des Nebeneindersitzens der Benutzer so genannt
- Bauchbinde: Koppel
- Berittene Gebirgsmarine zu Fuß: Zusammengewürfelter Haufen um eine militärische Einheit zu bilden
- Betonflugzeug: russisches Erdkampfflugzeug Iljuschin Il-2 (vgl. Eiserner Gustav und Schwarzer Tod)
- Betonorden: Ehrenzeichen und Erinnerungsmedaille für Mitarbeit an der Errichtung des Westwalls.
- Beutegermanen: volkstümlicher Ausdruck für fremde Staatsangehörige bzw. durch Annexion zu Deutschen gewordene Personen oder auch ausländische Freiwillige. Auch heute wieder gebräulich zur Bezeichnung der großen Anzahl an Deutschrussen in der Armee.
- bimsen: hartes Exerzieren (im Gelände)
- Bildungskanone: Frontbibliothek im Sinne eines Fahrzeugs oder Feldbuchhandlung.
- Blechhut: Stahlhelm
- Blechkrawatte: Ritterkreuz
- Blitzmädchen: Nachrichtenhelferin (auch Blitzmädel, -maus, -nutte)
- Bordgeistlicher: Gestapospitzel auf Schiffen der Kriegsmarine.
- Bremser: ursprünglich Ausdruck für Gefreiter, dann für Offiziere, die höhere Weisungen und Befehle nicht (mehr) ausführten.
- brustkrank: Sucht nach Orden und Auszeichnungen.
- Butterfront: besetztes Gebiet ohne Kampfhandlungen und mit guter Versorgung.
[Bearbeiten] C
- Charly: Aufklärer, Beobachtungsflugzeug
- Christbäume: Leuchtzeichen der Pfadfinderflugzeuge der Alliierten (um Ziele zu markieren)
- Churchill-Pimmel: Blutwurst
[Bearbeiten] D
- Dachschaden: Kopfschuss oder Kopfverletzung
- Dauerurlaubsschein: im Krieg fallen, sterben
- Deutsch-Amerikaner:
- 1. Blindgänger (d.h. feindliche Bombe/Granate die so „nett“ war, nicht zu explodieren)
- 2. im erweiterten Sinn auch Bezeichnung für unzuverlässige Person.
- Dödel: Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, aber auch Bezeichnung für die umgebauten 21-cm-Raketengeschosse, welche ab ca. 1943 seitens Me-110-Jägern auf Bomberpulks verschossen wurden.
- Deutsches Technisches Gerät: Bezeichnung für Radargeräte an Bord deutscher Schiffe, deren Abkürzung "DeTe-Gerät" eigentlich "Dezimeter-Telegraphie-Gerät" bedeutete.
- d.u.: Verballhornung der Abk. für „dauernd dienstunfähig“ in dauernd unsichtbar oder dauernd abwesend, etc.
- Donnerbalken: Latrine
- Druckposten: sicherer Posten in der Etappe oder der Heimat, auf dem man sich vor einem Fronteinsatz „drücken“ kann. (vgl. mit Etappensau)
- Dünnschisskanone: Maschinengewehr
[Bearbeiten] E
- Ehrenkeule: Marschallstab
- Einbaum: kleines Mini-U-Boot für den Küsteneinsatz, speziell der Typ II.
- Einundfünfziger: Infanterie (nach den 51er-Husaren).
- Eisbeinorden: militärische Auszeichnung für Teilnehmer des Russlandfeldzuges im Winter 1941/42. (auch Gefrierfleischorden)
- Eiserne Kuh: Büchsenmilch
- Emil: Flugzeugführer, Pilot
- Emil, steifer: Sturmgeschütz K40/61; d.h. 12,8 cm auf Selbstfahrlafette (Fahrgestell des Panzer V.)
- Energietropfen: vor Angriff ausgegebener Alkohol
- Entfettungskur: Kriegsgefangenschaft
- Ersatz-Reserve-Ersatz: Tautologie zur abwertenden Bezeichnung des Volkssturms.
- ESAK: Evangelische-Sünden-Abwehr-Kanone, also ein evangelischer Feldgeistlicher
- Eßbesteck: Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern
- Etappensau: Person, die Dienst in der Etappe tut, also nicht an der Front kämpft. (vgl. Druckposten)
- Etappenhengst: siehe Etappensau
[Bearbeiten] F
- Fahrkarte: Fehlschuss
- Feger:
- 1. letztes Bewachungsschiff eines Geleitzuges (vgl. den letzten Wagen bei der Tour de France, zum Aufpicken ausgeschiedener Fahrer, wird auch als „Besenwagen“ bezeichnet.)
- 2. mannstolle Frau
- Feldküchensturmabzeichen: Kriegsverdienstkreuz
- Feldmäuse: Wehrmachtsstreife, Feldgendarmen
- Fernkampfmedaille: Kriegsverdienstkreuz
- Fernsprecher: gerne und häufig brüllender Vorgesetzter
- Festausschuß: OKW; also Oberkommando der Wehrmacht
- Feuerpause: im ironischen Sinn nun allg. für Zigarettenpause (eben nicht nur bei Gefechtsunterbrechung)
- Fleißiges Lieschen: Spezialwaffe für Fernbeschuss, auch Tausendfüßler genannt
- Fliegender Bleistift: Bezeichnung für Fernaufklärer Do 17
- Fliegender Dosenöffner: Bezeichnung für das zur Panzerbekämpfung verwendete Flugzeug Henschel Hs 129
- Fliegerbier: Limonade
- Fohlen: Rekrut, Neuling, junger Soldat, Frischling
- Franz: Navigator im Flugzeug (deshalb auch verfranzen)
- Frontbummel: Spähtruppunternehmen
- Furzfänger: Paradejacke der deutschen Luftwaffe
- Fußlappenindianer: Infanterist (als Anspielung auf Gamaschen)
[Bearbeiten] G
- Gähnappell: Feldgottesdienst oder Instruktionsstunde
- gammeln: Nichtstun (Herleitung: Gammel = faules Fleisch => fauler Soldat)
- Gartenspritze: leichtes MG oder MK
- Gebetsbuch: Notizbuch des Hauptfeldwebels
- Gebirgsmarine: zusammengewürfelter Haufen zur Bildung einer militärischen Formation
- Gefrierfleischorden: (siehe Eisbeinorden)
- Gesinnungsrückstrahler: Deutsches Kreuz in Gold
- Grabenschreck: unerwartet in vorderster Stellung eintreffender und rummeckernder Vorgesetzter
- Gulaschkanone: Feldküche
- Gustav, eiserner: sowjetisches Erdkampfflugzeug Iljuschin Il-2 (aiehe auch Betonflugzeug und Schwarzer Tod)
[Bearbeiten] H
- Halseisen: Ritterkreuz
- Halsschmerzen: Wunsch nach der Auszeichnung mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
- Häschen hüpf: Disziplinierungsmaßnahme, bei der das Springen in der Hocke aus dem Schlusssprung befohlen wird.
- Hausfriedensbruch: Eindringen in eine feindliche Stellung
- Hausfriedensbruch mit Ansage: Eindringen in eine feindliche Stellung mit Artillerie-Vorbereitung
- Heeresanklopfgerät: 3,7cm PAK (wegen der geringen Durchschlagswirkung)
- Heiliger Geist: Kameradenjustiz
- Heimatschuß: leichte Verwundung, aber schwer genug, um „Heimaturlaub“ zur Genesung zu erhalten
- Heldenklau: Analog zum Kohlenklau Bezeichnung für einen Offizier, der…
- 1. hinter der Front und bei zivilen Diensten frontverwendungsfähige Soldaten „rekrutiert“
- 2. flüchtende Soldaten und Versprengte zum erneuten Widerstand zwingt
- Heldenkeller: Unterstand, Bunker, Luftschutzkeller
- Himmelfahrtskommando: gefährlicher Einsatz mit geringen Überlebenschancen für die Beteiligten
- Himmelsabwehrkanone: Bordarzt bei der Kriegsmarine
- hinrotzen: hastig in Deckung gehen
- Hitlersäge: Maschinengewehr MG 42
- HJ-Spätlese: Volkssturm
- Höllenabwehrkanone: Militärgeistlicher (siehe auch ESAK)
- Hoffnungsbalken: Litzen auf den Schulterstücken der Offiziersanwärter
- hops gehen: allg. verlieren, verloren gehen, aber auch im Sinne von „das Leben verlieren“
- Horst-Wessel-Suppe: (wässerige) Suppe (in Anspielung auf eine Textzeile im „Horst-Wessel-Lied“: d.h. Fleisch, etc. „..maschieren im Geiste mit“)
- Hühneralarm: verspäteter Alarm, nachdem der Feind bereits angegriffen hat („erst das Ei, dann das Gackern“)
- Hundemarke: Erkennungsmarke, die mit Kette am Hals getragen wird.
- Hurratüte: Stahlhelm
[Bearbeiten] I
- Indianer: Feindliche Jagdflugzeuge
- Infanterie: (hier im ironischen Sinne für Ungeziefer; vgl. Partisanen)
- Intelligenzstreifen: rote Biesen an den Hosen der Offiziere im Generalstab
- Irrenanstalt: (wohl nur leise ausgesprochene Bezeichnung des) Führerhauptquartiers
- Itaka oder Itaker: angeblich gebildet aus Italienischer Kamerad
- Iwan, Iwanow: allg. für russischen Soldaten
[Bearbeiten] J
- Joseph: Fallschirmjäger
[Bearbeiten] K
Kalter Arsch Orden.......Ostmedaille
- Känguruh: NS-Hoheitsadler an der Uniform
- Kaffeemühle:
- 1. leichtes Maschinengewehr
- 2. russisches Jagdflugzeug (Polikarpow I-16, vgl. Rata)
- Kantinenorden: Kriegsverdienstkreuz
- Karbolmäuschen: Krankenschwester (auf Grund des Desinfektionsmittel Karbol; vgl. Lysolmäuschen)
- Karo einfach: (trockenes) Brot ohne Auflage (Brotschnitte hat Karo-Form)
- Kartoffelstampfer: Stielhandgranate
- Karussell: Luftkampf (sich umkreisender Gegner)
- Kattun: mögliche Deutung => Wer viel putzt benötigt mehr Kattun (Putzlappen,-Gewebe), wer also „viel Kattun bekommt“ wird sinnbildlich „weggeputzt“ bzw. „runtergeputzt“. (Eventuell in leicht abgewandelter Form und Deutung in „Stoff geben“ bzw. „gib Stoff“) heute noch erhalten.)
- 1.„jemandem Kattun geben“: jemanden zurechtweisen, oder Feind mächtig unter Feuer nehmen
- 2.„(viel) Kattun kriegen/bekommen“: zurechtgewiesen werden, unter schwerem Feuer liegen, schweres Feuer bekommen, mit Tendenz eine Niederlage zu kassieren.
- Kesselraum: Innere eines Panzers
- Kettenhund: Feldgendarm (wegen des per Kette umgehängten Blechschildes zur Kennzeichnung)
- Kirschkern: Flugkörper V1
- Kiste: Flugzeug
- Knackmandel: Eierhandgranate oder auch Spreng- und Haftladungen
- Knarre: Gewehr
- Kniekehlenheinrich: Feldspaten (war am Lastenträger befestigt, wobei der Holzgriff beim Gehen oder Laufen ständig an die Kniekehlen schlug)
- Knobelbecher: Stiefel der Infanterie (im Gegensatz zu Reitstiefeln deutlich kürzer)
- Knochensammlung: Absuchen des Schlachtfeldes nach Toten und Verwundeten
- Koffer: (schwere) Granate
- Kolbenringe: doppelte Litzen am Arm des Hauptfeldwebels
- Kraftei: Me 163
- Krätzchen: schirmlose Feldmütze
- Kriegsgerichtsautomat: Kriegsgerichtsrat, welcher die Todesurteile verhängt
- Kriegverlängerungskreuz: Kriegsverdienstkreuz
- Krüppelgarde: Volkssturm
- Küchenbulle: Koch
- Kurbelei: Luftkampf
- Kuttenzwerg: Angehöriger des Bodenpersonals der Luftwaffe (grauer Overall => Kutte)
- KV: allseits beliebte Kaltverpflegung
- k.v.: Abk. für „kriegsverwendungsfähig“, hintersinning 'übersetzt' mit „keine Verbindungen“, „kann verrecken“ oder „krepiert vielleicht“ (vgl. a.v.)
- k.v.H.: abk. für „kriegsverwendungsfähig Heimat“ hintersinning 'übersetzt' mit „kann vorzüglich humpeln“ (also simulieren)
[Bearbeiten] L
- Lametta: Orden und Rangabzeichen
- langmachen: hinlegen, Deckung nehmen, aber auch „schlafen gehen“ („lang machen“).
- Latrinenparole: unhaltbares Gerücht oder Vermutung
- Laura: Gewehr
- Leiche, aufgewärmte: Angehöriger einer Versehrten-Kompanie
- Leithammel: Unteroffizier
- Lippenstiftbrigade: Frauen im (horizontalen) Dienst der militärischen Abwehr
- Lysolmäuschen: Krankenschwester (Lysol war ein Desinfektionsmittel; vgl. Karbolmäuschen)
[Bearbeiten] M
- Makkaroni: Italiener
- Mannschaftsadmiral: Hauptgefreiter
- Maskenball: Schikane von Ausbildern, mehrmaliges Antreten in wechselnder Kluft
- Maulesel: Kraftfahrzeug mit Kettenantrieb
- Mistel: Sonderversion der Junkers Ju 88 als fliegende Bombe
- Molotow-Cocktail: Brandflasche zur Panzerbekämpfung
- Molotow-Gitarre: russische Maschinenpistole
- Motschuppe (motorisierte Schuppe): Kopflaus (vgl. Infanterie, Partisanen)
- Mündungsschoner: fauler, schlechter Soldat
- Mussolini-Kartoffel: Makkaroni, Spaghetti und andere Nudelgerichte
- Mutter der Kompanie: Hauptfeldwebel (Spieß)
[Bearbeiten] N
- Nabelschnur: wichtige Verbindungskabel zwischen Einheiten und ihren Stäben
- Nähmaschine, fliegende: leichter russischer Aufklärer Polikarpow Po-2, wegen des markanten Triebwerksgeräusches (siehe auch Rollbahnkrähe)
- NS-Röhre: U-Boot (U-Bootfahrer bezeichnen noch heute ihr Boot gern als Röhre)
[Bearbeiten] O
- Oberschnäpser: Obergefreiter
- Offensivcreme: Marmelade
- Otto-Otto: 8,8 cm Flak (Modelle FLAK 18,37,38,41, siehe auch Achtacht)
[Bearbeiten] P
- Panzeranklopfgerät: 3,7 cm PAK, da die Geschosse von schweren Panzern abprallten (siehe auch Heeresanklopfgerät)
- Papieroffizier: PK-Mann, Angehöriger der Propagandakompanien
- Papiersoldat: Diensttuender in der Schreibstube
- Pappkamerad: (lebensgroße) Zielscheibe mit menschlichen Umrissen
- Parteihut: Stahlhelm
- Partisanen: Läuse (vgl. auch Infanterie, leichte)
- Petroleumkocher: (siehe Rollbahnkrähe)
- Pferdeäpfelsammler: bespannte Einheiten
- Pofu: politischer Funktionär
- Poilu: französischer Soldat
- pumpen: Exerzierübungen =>
- 1. Kniebeugen mit Gewehr in Vorhalte
- 2. Liegestütz
- Purzelmännchen: abgestürzter Flieger
[Bearbeiten] Q
- Querschläger: unbeliebter Soldat, Kamerad
[Bearbeiten] R
- Rabatz: Situationen die mit Lärm und Chaos verbunden sind; z.B. heftiges Feindfeuer
- Rabatz machen: Lärm machen, auch um z.B. Gegner unter Beschuss nehmen
- Rata/Ratata: Sowjetisches Jagdflugzeug Polikarpow I-16. "Rata" bedeutet "Ratte". Vgl. Kaffeemühle.
- Ratschbumm: lautmalerische Bezeichnung der russische Divisionskanone ZiS-3 (Kaliber 7,62 cm); d.h. Abschuss und Einschlaggeräuch gehen - auf Grund der flachen Flugbahn des Geschosses - ineinander über.
- Reichsheini: inoffizieller Spitzname des Reichsführers der SS Heinrich Himmler
- Ringelpietz: Bezeichnung von Rekruten für den Ablauf von Ausbilderschikanen, bei denen z.B. Betten auseinandergerissen und Spinde ausgeräumt werden. Berüchtigtes Kommando: „Auf die Betten, unter die Betten, auf die Spinde, unter die Spinde, marsch marsch!“ (eigentliche Bedeutung stammt von Ringel (im Kreis herum) und pietz (polnisch-slawisch „piec“ für „singen“. Also eine Bezeichnung für das Kindersingen im Kreis. In Volksmund wurde „Ringelpietz mit anfassen“ bereits ironisch z.B. für ein Tanzfest verwendet; dementsprechend hatten die Soldaten den schikanösen Stuben-Drill sarkastisch als „Tanzveranstaltung“ aufgefasst.)
- robben: flach auf der Erde entlangkriechen
- Rollbahnkrähe: sowjetischer leichter Aufklärer des Typs Polikarpow Po-2 (auch Petroleumkocher, UvD, Sperrholzbomber und fliegende Nähmaschine)
- Rommelspargel: Strandhindernisse in Form verminten Balkenwerks oder getarnter, vergrabener Sprengladungen
- Rotkäppchen: französische Soldaten (wg. des roten Baretts)
- Russensäge: Maschinengewehr MG 42
- Rückgrat der Armee: (ironische) Bezeichnung für die Obergefreiten, also die „alten“ Soldaten
[Bearbeiten] S
- Salat: Die Auszeichnung „Eichenlaub“ zu hohen Orden; z.B. Eichenlaub zum Ritterkreuz
- Sandlatscher: Infanterist
- Sandsturm-Orden: Erinnerungsmedaille des deutschen Afrikakorps
- Sani(töter): Sanitätssoldaten
- Scheißhausjahrgang: Geburtsjahrgang (19)00
- Scheißhausparole: (siehe Latrinenparole)
- Schlachtenlügner: Kriegsberichterstatter, aber auch Maulheld und Angeber
- Schlächter: (siehe Kaffeemühle)
- Schleifer:
- 1. brutaler Ausbilder
- 2. bei der Panzertruppe reparaturbedürftiger Panzer (schleifende Kette)
- Schmalspuroffizier: Sonderführer, Pfarrer, Wehrmachtsbeamte, etc. (Träger schmaler Schulterstücke)
- Schnatterpuste: Maschinengewehr
- Schräge Musik: Spezialbewaffnung der Nachtjäger; d.h. Anbringung z.B. einer 20-mm-Kanone, die in einem Winkel von 70-80° schräg nach oben feuerte.
- Schütze Arsch: (siehe Arsch)
- Schweineschnauze: Gasmaske
- Selbstmörderkolonne: Minensucher oder Angehörige eines gefährlichen Unternehmens
- Sohlenschoner: motorisierte Truppe
- Soldatenadler: NS-Führungsoffizier
- Spargel: Periskop eines U-Bootes
- Spargelbeet: Höckerhindernisse gegen Panzer
- Sperrholzbomber: (siehe Rollbahnkrähe)
- Spiegelei: Deutsches Kreuz in Gold (siehe auch Gesinnungsrückstrahler)
- Spieß: Hauptfeldwebel
- Spund: junger Mann oder Soldat, Rekrut
- Stalinhäcksel: Machorka (kleingehackter, mit Blattrippen und Holz durchsetzter, russischer Tabak)
- Stalinorgel: sowjetischer Raketenwerfer Katjuscha
- Stalintorte: trockenes Brot (vgl. Karo einfach)
- Stellenvermittlung: Bezirkskommando oder Wehrmachtsamt
- stiften gehen: flüchten, weglaufen (Deutung nocht nicht endgültig geklärt; vielleicht von „stieben“ d.h. (auf der Flucht) Staub aufwirbeln der Soldatensprache seit 1900. Ein Herleitungsversuch von Prof. Dr. Johann Knobloch (Universität Bonn) in der Zeitschrift Muttersprache (Heft 5/1978) führt zur Imkersprache; d.h. die Bienenkönigin verbringt einige Tage im Stock um dessen Geruch annehmen, danach kann sie die Eier (Stifte) am Grunde der Zellen ablegen. Mit dieser Herleitung vielleicht ansatzweise vergleichbar ist das heute noch verwendete Synonym „abtauchen“ für verschwinden.)
- Stoppelhopser: Infanterist (Bezug auf abgeerntete Felder, auf denen nur noch die Stoppeln stehen.)
- Strippenzieher: Nachrichtensoldat (da sie mit geschulteter Kabelrolle Feldtelefon-Leitungen verlegten)
- Suppenwürfel: Seemine
[Bearbeiten] T
- Tante Ju: Transportflugzeug Ju 52
- Taschenflak: Pistole
- Tiefflieger, geistiger: dummer Mensch, Idiot
- Tee-Salon: russischer Panzer T 34
- Timoschenko-Socken: Gamaschen mit Schnallen
- Tod, schwarzer: Erdkampfflugzeug Iljuschin Il-2 der Roten Luftwaffe (vgl. Betonflugzeug und Eiserner Gustav)
- Tommy: Engländer
- Tommy, zahmer: Blindgänger (siehe auch Deutsch-Amerikaner)
[Bearbeiten] U
- Untergefreiter: Zivilist (dieser Rang existierte nicht und war damit zur Abqualifizierung 'frei')
- Untersatz: jedliches nichtfliegendes Fahrzeug: i. d. R. Schiff oder Kraftfahrzeug
[Bearbeiten] V
- V3: Volkssturm (sozusagen als 3. Vergeltungswaffe neben V1 und V2)
- Verbrecheralbum: Notizbuch des Hauptfeldwebels, in das auch Strafen eingetragen wurden
- verheizen: sinnloser tödlicher Einsatz von Soldaten
- Versuchssoldat: Angehöriger des Volkssturm
- Volkswind (auch Volksgesäusel, -lüfterl, -orkan, -wurm, -zephir): ironische Bezeichnung des Volkssturms
- vollrotzen: Jagdfliegersprache „für unter Beschuss nehmen“
[Bearbeiten] W
- Wanzenhammer: Tabakpfeife (Hinweis auf Verwendung um Ungeziefer totzuschlagen)
- Wehrbeitrag: ein im „Heimaturlaub“ gezeugtes Kind
- Weißwurst: Sperrballon
- Wimmerkürbis: Mandoline
- Wutmilch: (siehe Energietropfen)
[Bearbeiten] Z
- Zeremonienmeister: Pfadfinderflugzeug, das vor dem Verband fliegt und Markierungen (z.B. Christbäume) abwirft
- Zielwasser: Schnaps
- Zigarettenbüchse: Gasmaskenbehälter (Hinweis auf zweckentfremdete Verwendung)
- Zwölfender: Berufssoldat (Hinweis auf zwölfjährige Dienstverpflichtung, insbesondere der Stabsfeldwebel)
[Bearbeiten] Soldatensprache im Österreichischen Bundesheer
Die Soldatensprache unterscheidet sich zwar teilweise recht stark vom Bundeswehr- bzw. NVA-Jargon, doch haben sich auch hier viele Begriffe aus der alten Landsersprache erhalten, welche nicht eigens erklärt werden müssen.
[Bearbeiten] 0 - 9
- 12M: Steyr 12M18
- 41er: Handfunkgerät TFF41
- 50er: Kommandant
- 58er: Sturmgewehr 58
- 60er: Kampfpanzer M60
- 680er: LKW Steyr 680M.
- 74er: Maschinengewehr 74
- 77er: Steyr AUG Standardsturmgewehr
- 100er-Lage: noch hundert Tage bis zum Abrüsten
- 900er: Bezeichnung für Berufssoldaten, die durch Umstrukturierung, Reorganisation, Strukturanpassung und Reformkommission keinen Arbeitsplatz, jedoch einen Dienstposten bekleiden.
[Bearbeiten] A
- ABA: Allgemeine Basisausbildung.
- Abendgebet: Das des österreichischen Soldaten lautet in den meisten Fällen sinngemäß: "Lieber Gott, mach, daß es heute Nacht keinen Alarm gibt und mein Ausbildner morgen nach Sibirien oder in die Hölle strafversetzt wird!"
- Abkürzungen: : Lebenselixier des österreichischen Militärwesen, wer sie nicht beherrscht, wird sich nie vom GWD mit VbK über den Posten eines KzlUO oder NUO zum DfUO, oder als EF und später BOA über die MilAk zum KpKdt, BaonKdt oder etwa ins BMLV hocharbeiten können.
- Abrüsten: Entlassungsvorgang nach Ende der Grundwehrdienstzeit
- Abschmierflieger: Wenig Schmeichelhafter Name für den Jabo Saab 105
- Adabei: Wehrdiensterinnerungsmedailie. In Bronze (Dabeigwesn), in Silber (Laungdabeigwesn) und Gold (Noimmadabei).
- Adjustierung: Uniform, auch "Adjustierung verbessern": Hinweis auf allfällige Adjustierungsmängel, zB Knöpfe offen, Jacke nicht zu, keine Kopfbedeckung, Schuhe nicht geputzt,. ..
- Adlersturz: Tragen des Heeresgürtels mit dem Adler auf der Gürtelschnalle auf dem Kopf stehend zur Feier der Lage 50.
- ADV: Allgemeine Dienst-Vorschrift.
- Agrarpanzer: Unimog.
- Allingrad: Liebevolle Bezeichnung für den TÜPL/A (Truppenübungsplatz Allentsteig)
- Ameisenbär / Blaue Elise: Spitzname für das STOL-Flugzeug Pilatus PC-6.
- Anklopfgerät: Leistungsschwaches Geschütz.
- Arschradieren: Bevorzugt in der Früh das Schleifen der Rekruten zB mit Morgensport.
- Artillerie des kleinen Mannes: Bohnen mit Speck.
- Artillerie für Arme: Mittlerer Granatwerfer.
- ASAP: Nato Abk. für "as soon as possible" - wird frühestens nächste Woche erledigt
- Ass-Einsatz: oder ASSE. Mäßig beliebter sicherheitspolizeilicher Assistenzeinsatz an der Schengen-Grenze im Burgenland und in Niederösterreich.
- aufschlagen: an einem Punkt ankommen/eintreffen
- Augenpflege: Dösen, Schlafen.
- auschecken: Repatriierungsvorgang für Soldaten, die in einem Auslandseinsatz gedient haben. Entspricht dem abfliegen der deutschen Bundeswehr
- Auschecker-Party: intensive, kameradschaftspflegende Abschlussfeier am Ende eines mehrmonatigen Auslandseinsatzes
- ausfassen: Ausrüstungsgegenstände und Waffen übernehmen (meist nur zu Beginn des GWD)
- austreten: die Notdurft verrichten, bzw. Befehl die Unterkunft zu verlassen und zB am Exerzierplatz anzutreten.
- AV: Ausgangsverbot. Disziplinäre Würdigung für Fehlverhalten
[Bearbeiten] B
- Batailloner: Kommandant eines kleinen Verbandes, meist ein Oberst oder Oberstleutnant.
- Bärenfut: Plüschgefütterte Wintermütze.
- Barras: Bezeichnung für Bundesheer allgemein oder den abzuleistenden Präsenzdienst
- behirnen: bedenken (z.B.: Behirnts des!)
- Besprechungsraum: Umschreibung für die kompanieeigene Kaderkneipe.
- Beta-Spray „Wundermittel“ gegen Marschblasen.
- Beuschltelefon: Stethoskop des Militärarztes.
- Blechklumpert: Volle (Ordens-)Dekoration an der A-Garnitur.
- Blitzknaller: Knallkörper 78.
- Blutorange(ndrink): Umschreibung für ein Bier im Dienst.
- Blunznschleuder: Schwerer Granatwerfer.
- Bock: Militärstiefel, 1er-Bock (Feldschuh Nr. 8), 2er-Bock (Kampfstiefel).
- Braungrau: RAL 7013. Offizielle Bezeichnung der Heeresfarbe.
[Bearbeiten] C
- Calimero: Meist beim Exerzierdienst getragener Plastik(innen)helm. Heute kaum noch in Verwendung.
- Camp Türk: Scherzhafte Bezeichnung für Türk-Kaserne, den Kasernenstützpunkt des Jägerbatallions 26 in Spittal/Drau
- Chargen: Gefreiter, Korporal, Zugsführer (NATO-Rangcode OR-2, OR-3, OR-4)
- Chargendienste: Charge vom Tag. Rekrut - Zugsführer. Zutrittskontrollen, Mädchen für alles ...
- Chipssackerl: ABC-Schutzanzug (leicht), wegen dem knisternden Geräusch in der Bewegung ...
- ChvT: Charge vom Tag - auch Arsch vom Tag, Schaß vom Tag, Chef vom Tisch oder Chef von Tirol, heißt zumeist 24-Stunden-Dienst in der Kaserne.
[Bearbeiten] D
- DAZ: Dienstanzug
- DF: Dienstfrei, Beurlaubung vom Präsenzdienst für einige Tage.
- Dienstführender Unteroffizier: Bürokratneuhochdeutscher Ausdruck für Spieß.
- Dosenbrot: Teil der Kaltverpflegung.
- DgR-Made: Gelegentlich verwendete Bezeichnung für einen Rekruten, der außerordentlich oft einen "Dienst in geschlossenen Räumen"(z.B Klo putzen) tätigt.
[Bearbeiten] E
- Einachsiger Dreiseitenkipper: Scheibtruhe (Radlgrutte)
- EF: Einjährig-Freiwilliger (Offiziersanwärter) auch Einmaliger Fehler. Wegen der anstrengenden Ausbildung.
- Erdferkel: Kein Mensch, kein Tier - ein Panzergrenadier
- Eierspeisler: Offizier (wegen der goldenen Farbe der Schulterklappendienstgradabzeichen)
- Eierspeistrapper: Aufklärer (wegen der gelben Waffenfarbe auf den Dienstgradbzeichen)
- Einifetzn: Etwas unter Beschuss nehmen, oder auch Angeberei.
- Eisenschmeisser: Mit dem Steyr Sturmgewehr 77 mit Granatrohr ausgerüsteter Soldat.
- Elch: ABC-Schutzmaske
[Bearbeiten] F
- Ferngesteuerter: Träger eines PRC77 Tornisterfunkgerätes.
- Feldhäusl: Plumpsklo.
- Fetzenkammer: Bekleidungsausgabe
- FiAD: Frau im Ausbildungsdienst jetzt PiAD Person ...
- Fichtenmoped: Bezeichnung für die, in der Pionierausstattung eingeführten Kraftsägen.
- Fleckerlteppich / Adi-Garnitur: Abfällige Bezeichnung für den alten Tarnanzug.
- Fleischer / Fleischhacker: Sani oder Feldarzt.
- Flex: Alouette III - wegen des Triebwerksgeräusches
- Fliegende Tonne: Jäger Saab 29 Tunnan
- FnD: Freitag nach Dienst frei, keine Wochenenddienste
- Freisam: unbeliebte Freitag-Samstagswachdienste
- Frieden schaffen durch Steilfeuerwaffen: Bevorzugter Spruch der Mörsertrupps.
- Fummler: Funker/Melder.
- Fünfzehnfünfer: Schwere Feldhaubitze.
[Bearbeiten] G
- Gamskampler: Gebirgsjäger, Heeresbergführer
- Gewehrprackn: Exerzieren mit Waffe.
- Gfechtler: Einsatzübung.
- G’hert eh’m Heer (gehört sowieso dem ...): Traditionelle Antwort auf alle Fragen, die stark uniform- und/oder ausrüstungsgefährdende Aktionen betreffen.
- Gnadenfrist: Sechs Monate nach der Stellung
- Grablichter: Scheinwerfer des LKW Steyr 680M
- Greifen: alles so schnell wie möglich zusammenpacken
- Goldene(r) Dienst/Patrouille/Wache: Letzte(r) Dienst/Patrouille/Wache im Einsatzraum
- Goldkecksi: Offizier.
- Gummifut, Gummizuz: ABC-Schutzmaske
- GÜPL: Garnisons-Übungs-Platz, zu einer Kaserne gehöriges Übungsgelände.
- GWD: Grundwehrdiener.
- GWD-Bagger: Feldspaten.
- GWD-Bus: LKW Steyr 12M18
[Bearbeiten] H
- Haflinger. Entweder untermotorisierter Puch-Geländewagen, oder Tragtier der Gebirgsjäger.
- Halbschuhträger: Schreibstubensoldat.
- Hendlpan(n)ier: Alter Tarnanzug
- Hirschgwei: Übertriebene Helmtarnung
- HK: Hauskrank; Kaderangehörige, wenn sie im Krankenstand sind
- HSNS: Heeres-Sport- und Nahkampf-Schule; jenes berüchtigte Ausbildungszentrum, von dem Rambo recht bald wegen mangelnder sportlicher Leistung gegangen worden wäre.
- HUAK: Heeresunteroffiziersakademie: In den Augen viele Grundwehrdiener die Brutstätte (fast) alles Bösen, jedoch mit der wahrscheinlich besten Truppenküche Österreichs
- Huberer: Hubschrauber.
- Hundemarke: Erkennungsmarke.
[Bearbeiten] I
- IFMIN: Telefon-Kurzwahlnummern über heereseigene Fernmeldeverbindungen innerhalb des Österr. Bundesheeres. (Integrierte Fernmelde-Infrastruktur)
- Igel: „Totemtier“ des ÖBH.
- India-Sierra: Abkürzung für "Ist so" (I.S.) nach NATO-Alphabet; eine Häufig gebrauchte Antwort von Vorgesetzten in Erklärungsnot.
- Innendienstler: Meist zum Großreinemachen abkommandierte „Fußkranke“.
- Innendienstleichen: abschätzige Bezeichnung für Rekruten, die wegen überdurchschnittlich häufiger Krankheit/Dienstunfähigkeit am regulären Dienstbetrieb nicht teilnehmen können/wollen
- Intranet: Oder auch Sch...intranet. Oft streikendes BH-Web.
- Infanterieheizung: gemeinsames Zusammenkauern, um sich gegenseitig zu wärmen, im Außendienst meist in der kalten Jahreszeit
[Bearbeiten] J
- Jägertaufe: erstmaliges Schlammbad eines Jägers während des Gefechtsdienstes
- James Bond Lage: Lage 007. Häufiger Anlaß zu ausgelassenen Feiern.
- JAKO: Jagdkommando; Bundesheer-Eliteeinheit
- Jungschwänze: am ersten Tag eingerückte Rekruten
- Jungfud: abfälliger Begriff für frisch eingerückte weibliche Rekruten
[Bearbeiten] K
- K: Jagdpanzer Kürassier
- K-Patrone: Knall-/Platzpatrone.
- K-Gerät: Aufs StG / MG aufschraubbarer, leicht verlorengehender Rückstoßverstärker, notwendig zum Verschießen von K-Patronen.
- Kabelhund: Fernmeldesoldat
- Kampfschwein / Rambo: Möchtegern-Elitesoldat.
- Kampfkrafterhaltung: Führungsgrundsatz, auch Bezeichnung für Schlafen im Dienst
- Kasernenkindermädel: Offizier vom Tag
- KAZ: Kampfanzug. Je nach Gewicht unterscheidet man KAZ 1 (ca. 5 kg), 2 (ca. 15 kg)0), 3. (ca. 35 kg, gesamter Inhalt vom Spind) und 4. (GESAMTER Spind)
- Kekse Dienstgradabzeichen
- KF: Kraftfahrer
- KIOP: Kräfte für internationale Operationen. Oft als Kinder ohne Papa verunglimpft.
- Kistenschupfer: Soldaten des Nachschubs.
- Knallpatronenromantik: Unnötiges verschießen von Übungsmunition und ignorieren von taktischen Zusammenhängen
- Knieschießerkrochn: P 80 Glock 17
- Koffer: Artilleriegranate oder auch „Einfaltspinsel“.
- Koffern: Marschieren
- Kopo: Kontrollposten
- Korpl: Saloppe Bezeichnung für Korporal (NATO-Rangcode OR-3)
- Krankenrevier: San-Revier.
- KUO: Kraftfahrunteroffizier, Chef der Kraftfahrer, auch Unfallberichtschreiber genannt.
- KV: Kaltverpflegung.
[Bearbeiten] L
- Lage aussichtslos: Lage über 100 Tage.
- Lage StG: Lage 077 - abgeleitet aus StG-77, dem österreichischen Sturmgewehr.
- Landjäger: Steinharte KV-Wurst.
- Leo: Kampfpanzer Leopard 2.
- Letzte Hilfe: Die Pistole des Sanitäters.
- Leichter Trinkanzug: A-Garnitur oder Gesellschaftsanzug.
- Leutante: scherzhaft für Frau Leutnant
- Luti: scherzhaft für Leutnant
- Lü: scherzhaft für Leutnant
[Bearbeiten] M
- Maskenball: Oftmaliges Überprüfen der Adjustierungsarten - meist als Schikane durchgeführt
- Modenschau: siehe Maskenball
- Matratzenhorchdienst: Schlafen.
- Mao-Bibel. Schießvorschrift, kleines rotes Büchlein.
- Ma5: Marscheinschränkung 5 km
- MFA: "Mädchen für Alles", Vertretungsdienst, auch "Militär-Fahrausweis" = Bahnkarte für GWD
- MILAK: Militärakademie, Theresianische.
- MotMarsch: Motorisierter Marsch
- Mondscheinkompanie: eine Kompanie, die den Ruf hat, sehr viele Nachtdienste zu haben
- Mulitreiber: Gebirgsjäger
- Mungo: scherzhafte Bezeichung für Munitionsschütze
- Murphy: Schuldig, wenn etwas schiefläuft, siehe auch Murphys Gesetz
[Bearbeiten] N
- NL: Neue Lage, Tage, bis zum Abrüsten, die häufigste in Kaserneninnenwänden und -einrichtungsgegenständen angebrachte Abkürzung
- NUO / Nachschubler: Nachschubsunteroffizier. Der Mann, der dafür sorgt, dass du kriegst, was du brauchst.
[Bearbeiten] O
- Oberstabler: Saloppe Bezeichnung für Oberstabswachtmeister (NATO-Rangcode OR-8)
- Oberwachtler: Saloppe Bezeichnung für Oberwachtmeister (NATO-Rangcode OR-6)
- Obizahrer: Drückeberger.
- Obstler: Kein Schnaps, sondern scherzhaft für Obstlt / Oberstleutnant.
- Ohrwaschlwatteverteilen: Sanitätsdienst auf dem Schiesstand.
- OKas: Offizierskasino, kein Vergnüngungsbetrieb mit Glücksspiel, sondern nur ohne. Aufenthaltsort von Offizieren während der Dienstzeit.
- Ordonnanz: Rekrut, der in der UO-Messe oder OKas Dienst tätigt.
- Oscar Victor: Meldung "Ohne Vorkomnisse" (nach NATO-Alphabet)
- OvT: Offizier vom Tag. Auch " Oasch vom Tag "
[Bearbeiten] P
- Packl: Sturmgepäck.
- Packordnung Grün: Packordnung für den Alarmierungsfall. Die gesamte(!) Ausrüstung ist verpackt (KAZ 4), Spinde sind leer, Unterkunft ist für die Übergabe bereit, Privatgegenstände werden an Angehörige adressiert. Die Bezeichnung stammt vom grünen Papier, auf dem die Packordnung abgedruckt ist.
- Pandur: Ein Radpanzer (WP).
- Pepi: Stahlhelm, Kampfhelm
- Pezi: Thermojacke(KAZ 03) und Lieblingskleidung der meisten Rekruten in der kalten Jahreszeit
- Pezibär-Hose: Überhose Schwer (leitet sich vom Pezibär im ORF-Kasperltheater (WP) ab)
- Plastikanzug: ABC-Schutzanzug leicht, es kann aber auch ein Leichensack damit gemeint sein.
- Plüsch: (Rekrut Plüsch) Rekrut, der vergessen hat, sein Namensschild auf dem Dienstanzug anzubringen.
- Pi 80: Bezeichnung für "Pistole 80"; 1980 war das Einführungsjahr (zivile Bezeichnung: Glock 17)
- Pinzgauer: "Pinzettn". Puch-Geländewagen oder Pferd.
- PinPanz: Zur Darstellung eines Panzers adaptierter Pinzgauer s.o.
- Pioniertaufe: Legendäres, handfestes Ritual nach Abschluß der Waffengattungsspezifischen Ausbildung
- Piwaschl: In Niederösterreich (Pionierbattalion 3) gebräuchlicher, aufziehender Ausdruck für einen Pionier
- Prärie: Panzerübungsgelände.
- Pritschen: Feldbett
- Pritschenwagen: Wenig schmeichelhafte (von „Pritschn“ für nerviges Weibsbild abgeleitete) Bezeichnung für einen mit weiblichem San-Personal besetzten Sanka.
[Bearbeiten] Q
- Quietscher: Panzerjargon für die Infanterie, da ein Panzer( oder auch der Infanterist anm. ) beim Überfahren des Soldaten "quietscht"
[Bearbeiten] R
- Rapport: Aussprache mit Vorgesetzten
- Ratschn: Maschinengewehr.
- Rasenziegel: getarnter Jäger mit Helmtarnung
- Rekrut Plüsch: siehe Plüsch.
- Rekrut Halbschuh: Anrede eines Angehörigen der BVS, der im Gegensatz zu den kämpfenden Teilen keine Stiefel trägt. siehe auch Halbschuhträger
- Rekrut Schnürschuh: abwärtende Anrede eines Rekruten durch einen Vorgesetzten wenn dieser sich mit ihm anlegt.
- Roter: Generalstabsoffizier. Er ist an den roten Biesen an seiner Hose erkennbar.
- Rote Partei: Bei Übungen immer der „Feind“.
- Rotkäppchen: Soldat der Gardebataillons oder des JgB 25 (weil luftbeweglich weinrotes Barret)
- rosaroter Zettel: Militärärztliches Protokoll (Durchschrift). Synonym für (meist selbstgewählte) Befreiungen - Marsch, Gefechtsdienst etc.
- rPak: 106mm rückstossfreie Panzerabwehrkanone, wird auch gerne als Bezeichnung für auf Militärschießstände mitgebrachte großkalibrige Privatwaffen verwendet.
- Russenzielscheibe. Feste Anlage / Geschützbunker, (meist mit M47 Patton-oder „Centurion“-Turm bestückt) aus dem Kalten Krieg.
[Bearbeiten] S
- Samson: Extrem unbeliebte Samstag-Sonntagswachdienste.
- San-Dose: Sanitätswagen.
- Schepperkistl: Feldfernsprecher.
- Schlangenfresser: Jagdkommandosoldat
- Schlumpf: Sanitäter, des kornblumenblauen Baretts wegen.
- Schlumpfine: Sanitäterin.
- Schnorchl: ABC-Schutzmaske.
- Schreiberling: Kanzleigehilfe.
- Schweinsgalopp: Laufschritt
- Sipo: Sicherungsposten
- Soldheim: Soldatenheim
- Sonmon: unbeliebte Sontag-Montagswachdienste
- Spaßhabender: Der Taghabende (Verantwortliche Soldat für den Zug).
- Spind am Rücken: Volle Ausrüstung.
- Spindsaufen: Am Spind saufen, der letzte der runterfällt hat gewonnen. Man darf nicht pissen gehen, kann aber am Spind in die leergetrunkenen Flaschen pinkeln.
- Spindrodeln: Die Spindtüre aushängen und mit 3 Mann die Treppe runterrodeln.
- Spieß, DfUO: Dienstführender Unteroffizier, „Mutter der Kompanie“.
- Spittalingrad: Scherzhafte Bezeichnung für den Kasernenstützpunkt des Jägerbatallions 26 in Spittal/Drau
- Soldatenbraut:Scherzhafte Bezeichnung für das Sturmgewehr 77 mit dem jeder Soldat ausgerüstet wird. Eigene Namensgebungen, bevorzugt die der ersten Freundin, sind ebenfalls sehr beliebt.
- Sporthotel (Kranebitten): Standschützenkaserne in Innsbruck/Kranebitten. Resultiert aus der schönen Lage, der guten Verpflegung und dem reichen Angebot an Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen.
- St. Vietnam: Winterstellerkaserne St. Johann in Tirol
- Stabler: Saloppe Bezeichnung für Stabswachtmeister (NATO-Rangcode OR-7)
- Stahlpeppi / Knitterfreier: Stahlhelm.
- Staudenmakeup Gesichtstarnung.
- Staudenrauscher: Jäger / Infanterie
- STG77 / 77er / Sprattern / Puffn: Steyr Sturmgewehr 77.
- Sumpftruppe: Einheit mit schlechtem Ruf.
[Bearbeiten] T
- Tagwache: Allgemeiner Weckruf.
- Teppichklopfer: Hubschrauber Agusta-Bell 212
- Tintenburg: Gebäude in Kasernen, in denen der Stab seine Arbeitsräume hat
- Töff-Töff: Handfunkgerät TFF21
- TÜPl: Abkürzung für Truppen-Übungs-Platz
- TÜPl-A: Truppen-Übungs-Platz Allentsteig (Niederösterreich)
- TÜPL-BN: Truppen-Übungs-Platz Bruckneudorf (Burgenland)
- TÜPl-L: Truppen-Übungs-Platz Lizum (Tirol)
- TÜPl-S: Truppen-Übungs-Platz Seetaler Alpe (Steiermark)
[Bearbeiten] U
- UA: unerlaubt abwesend (unerlaubtes Fernbleiben von der Truppe)
- Überzeitler: entspricht Heimschläfergenehmigung
- udRvh: und der Rest von heute, meist in Kombination mit Neuer Lage: zB NL 50 udRvH - Neue Lage: 50 Tage und der Rest von heute
- UE: unerlaubtes Entfernen (von der Truppe /aus der Kaserne)
- ÜSKG: ÜberSchwereKampfGelsen, überdimensionierte Stechmücken, vor allem in der Gegend des Neusiedler Sees
- ÜSMG: ÜberSchweresMaschinenGewehr (12,7mm Browning M2 HB), Fahrzeugbordwaffe, im Infanterieeinsatz samt Dreibeinlafette etwa 58 kg schwer und daher eher unbeliebt.
[Bearbeiten] V
- Verkoffern: Verlaufen
- Vollkoffer: Meist ist der Kommandant der „sich Verkoffernden“ Einheit einer.
[Bearbeiten] W
- Wachtler: Saloppe Bezeichnung für Wachtmeister (NATO-Rangcode OR-5)
- Wappler: Einfältiger Soldat / Vorgesetzter
- WiUO / Wirtschaftler: Wirtschaftsunteroffizier;
- Wehrbuckl: Früher niedrigster Dienstgrad „Wehrmann“, jetzt heißt er „Rekrut“.
- weiße Taube: weiß-lackierter Pinzgauer, wird eher bei UN-Einsätzen verwendet
- Wetzen Rekruten Schleifen.
- Wetzer. Schleifer, Scharfer Hund.
- Wimmerl(großes): Gepäck zu Kampfanzug 3
- Wochenschau/Wochenrückblick: Unbeliebtes Löffelgericht das angeblich alle Speisereste der Vorwoche enthält.
- Wolke: Gepäck zu Kampfanzug 3 (alt)
- Wugl: Abschätzige Bezeichnung für Grundwehrdienst leistende Soldaten (Wasser und geländegängiges Lastentier)
- Wurstkessel: Im W. sein: von mehreren Seiten beschossen werden.
- Wüstenfuchs: Angehöriger des PzGrenB 35 in Grossmittel.
- WuSa: Wurstsalat
[Bearbeiten] Z
- ZA: Zeitausgleich
- Zapfenstreich: Zeitpunkt, an dem sich alle Soldaten spätestens in der Kaserne befinden müssen.
- ZBV: „Zur besonderen Verwendung“, meist Umschreibung für unfähige und unwillige Kameraden
- Zivilversager: Abfällig für Berufssoldaten
- Zogdi: Zeit ohne geplante dienstliche Inanspruchnahme
- Zugler: Saloppe Bezeichnung für Zugsführer (NATO-Rangcode OR-4)
- Zur Hauptreinigung auseinandergenommen: Waffe/Gerät: Reinigungsdienst; Fahrzeug/Gebäude: Totalschaden; Personen: letaler Treffer;
- Zutz: ABC-Schutzmaske - wegen der Ähnlichkeit des Filters mit einem Schnuller
- ZS-Bus: LKW Steyr 680M
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Christian Dewitz: Y-Reisen - Der kleine Bundeswehr-Ratgeber. ISBN 3-89365-928-5
- Heinz Küpper. Am A… der Welt. Landserdeutsch 1939-1945. 1970
- Heinz Küpper: ABC-Komiker bis Zwitschergemüse. Das Bundessoldatendeutsch. 1978
- Klaus-Peter Möller: Der wahre E. Wörterbuch der DDR-Soldatensprache. 2000, ISBN 3-93183-622-3
- Gebauer/Krenz: Maritimes Wörterbuch, Militärverlag der DDR. 1989, ISBN 3-32700-679-2