Verzeichnis:Polizeijargon

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Der Polizeijargon, der unter Polizisten übliche Sprachgebrauch, zeichnet sich durch eine große Zahl von Ersatzbegriffen für offizielle Bezeichnungen berufsspezifischer Gegenstände und Handlungen aus, die im historischen Gebrauch und in der regionalen Verbreitung stark variabel sein können. Es werden in diesem Artikel aber auch Begriffe behandelt, welche von der Bevölkerung für die Polizei verwendet werden. Meist sind diese Begriffe negativ besetzt.

Durch die militärische Organisation des Wachkörpers Bundespolizei ergibt es sich zwangsläufig, dass viele Begriffe aus dem Militärbereich entlehnt sind oder dass auch andere uniformierte Organisationen, beispielsweise die Feuerwehr, diese verwenden.

Des Weiteren sind durch die traditionelle Beamtenschaft der Polizisten viele Begriffe des gewöhnlichen Beamtendeutschs (WP) in den Polizeijargon eingeflossen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Deutschland und Österreich

  • Acht: Handfesseln (Handschellen (WP)); bezieht sich auf die Form der übereinander gelegten Teile der Handfesseln, die einer Acht gleichen
  • Einspannen: das Einlegen eines Formulars in eine Schreibmaschine zum Vorlegen einer Meldung oder Anzeige über negative Umstände (z. B. Meldung über Dienstpflichtverletzungen durch einen Kollegen, Gesetzesverstoß), in Österreich auch mit einer zweiten Bedeutung belegt (B)
  • Goldfasan: Bezeichnung für
    • Deutschland: Angehörige des höheren Polizeivollzugsdienstes (goldene Sterne in Deutschland)
    • Österreich: E1-Beamte, bezieht sich auf die traditionelle Farbe Gold für die Distinktionen (WP) der E1-Beamten
  • Giftler: Rauschgiftabhängiger
  • Korpsgeist(WP): gewolltes Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Identifikation innerhalb des Wachkörpers (WP)

[Bearbeiten] Deutschland

  • 7-fach-Satz: Formularsatz für Verkehrsunfall mit Beteiligung von Dienst-Kraftfahrzeugen, später nur noch mit 4 Durchschlägen erforderlich (NRW)
  • Außenbeleidiger (scherzhaft): Außenlautsprecher von Polizeifahrzeugen
  • Außenwerbung Blaulicht und Signalhorn bei Wegerechtsfahrten
  • BAO: Besondere Aufbauorganisation in Großlagen im Gegensatz zu der allgemeinen Aufbauorganisation (AAO)
  • blasen: Atemalkoholtest durchführen
  • Blasomat: Alkomat (WP)
  • Blaustich: Einsatzfahrt unter Inanspruchnahme von Sondersignalen (WP)
  • Bunker: Polizeigewahrsam
  • Dealer (WP): Rauschgifthändler
  • DGL: Dienstgruppenleiter
  • DO: Disziplinarordnungsverfahren bei Dienstvergehen
  • einnorden: hilflose Person (z. B. wegen Alkoholisierung) ansprechen, bis sie den Weg nach Hause wieder als Ziel erkennt, auch jemand rechtlich die Richtung zeigen
  • (Gäste-)Zimmer: Haftzelle
  • Goldenes Seil: Attribut für einen Kollegen, der sich vor dem Dienst oder vor Einsätzen drückt, ursprünglich aus dem Militärjargon stammend
  • Grüne Minna: Gefangenenkraftwagen (GefKw)
  • Gummiwurst: Schlagstock (WP) aus Vollgummi, ist zwischenzeitlich vom Pfefferspray (WP) verdrängt, teilweise gab es einen eingearbeiteten Schlauch in Einsatzhosen, wo dieser verstaut werden konnte.
  • (weg)hacken: Anzeigensachbearbeitung vornehmen (nach den Lauten der Tastatur eines Computers), zum Beispiel „das muss ich noch weghacken“
  • Hehler (WP): Händler von Diebesgut
  • Hilo: Hilflose Person (meist aufgrund von Alkoholkonsum, oft auch aufgrund von fehlendem sozialen Verhalten, hier auch gegen Normalbürger und Kollegen)
  • Hubi: Abkürzung für Hubschrauber
  • K-Wache: Kriminaldauerdienst
  • Karpfengriff: Technik, um einen Festgenommenen außer Gefecht zu setzen; dabei drückt der Polizeibeamte seine Finger rechts und links in die Weichteile des Unterkiefers (von vorne oder von hinten). Folge: Das Opfer öffnet automatisch den Mund; eine ähnliche Technik wendet der Angler an, wenn er dem Karpfen den Angelhaken aus dem Maul nehmen will, vgl. w:Nervendruckpunkte.
  • Kelle: Beleuchteter Anhaltestab
  • KiKo (Kinderkommissar): stark abwertender Ausdruck für einen sehr jungen, unerfahrenen Vorgesetzten im Dienstgrad eines Kommissars
  • Kioskkontrolle: eine Personen- oder Verkehrskontrolle aus dem Streifenwagen heraus (durch geöffnetes Fenster)
  • Knacki: Abkürzung für Knastinsasse, jemand der bereits eine Haftstrafe verbüßt hat
  • Knarre: Schusswaffe
  • Kripo: Abkürzung für Kriminalpolizei (WP)
  • KWD: Abkürzung für Kriminalwachdienst
  • Ladi: Abkürzung für Ladendieb
  • Musik: Signalhorn bei Wegerechten (WP)
  • OvD: Abkürzung für Oberbeamter vom Dienst
  • OS: Abkürzung für Objektschutz (WP)
  • Quetsche: Handfunkgerät im Gegensprechmodus (sprechen nur mit Tastendruck)
  • Owi: Abkürzung für Ordnungswidrigkeitenanzeige (WP)
  • Ratte: Person ohne Achtung der sozialen (gesetzlichen) Regeln
  • Rip-Deal: Geschäftsvereinbarung mit dem Ziel, das Opfer mit Kaufgeld in eine hilfose Position (einsame Gegend, Ausland) zu bringen)
  • Schupo: Abkürzung für Schutzpolizei, oft auch für Einzelbeamte
  • SoKo: Abkürzung für Sonderkommision
  • SpuSi: Abkürzung für Spurensicherung
  • Stricher: andere Bezeichnung für Polizeimeisteranwärter/'innen. Kommt von der Litze am Schulterstück
  • Tröte: tragbarer Alkomat (WP) (wegen des Signaltons bei der Atemprobe)
  • Verkehrskasper: abwertende Bezeichnung für Beamte des Bereiches Vorbeugung, die Aufklärung bei Kindern mit Hilfe eines Puppentheaterspieles durchführen
  • VU: Verkehrsunfall
  • VU Ex: Verkehrsunfall mit tödlichen Folgen (Exitus)
  • VU Flucht: w:unerlaubtes Entfernen vom Unfallort (wenn das geschädigte Fahrzeug geparkt war örtlich auch Parkflucht)
  • VU mit: Verkehrsunfall mit Verletzten
  • Wanninger-Kommissare: Durch ein Sondergesetz in den gehobenen Dienst beförderte lebensältere Beamte, die eine Lücke in der Führungsebene schließen sollen
  • Widerstandsbeamter: Kollege, der häufig in Widerstände verwickelt ist und diese womöglich provoziert
  • Wumme: Pistole
  • zapfen: Entnahme einer Blutprobe
  • zetteln, „abdebben”: Verkehrsteilnehmern eine Verwarnung (WP) ausstellen
  • Zug: Einsatzgruppe mit 27 Beamten

[Bearbeiten] Österreich

A

  • Abmahnen: Absehen von der Strafe durch den Polizisten nach Begehung einer Verwaltungsübertretung durch eine Partei
  • Alter: Bezeichnung für den Chef/Leiter einer Abteilung; wird nur in dessen Abwesenheit benutzt und kann, muss aber nicht, hochachtungsvoll gemeint sein
  • Alterspsychose: eine auf Grund ihres hohen Alters senile Person, deren Verhalten sich meist ungefährlich auf die Umwelt auswirkt
  • Artillerie: Einsatzgurt mit Waffe, Handfesseln udgl.
  • Aspro: Polizeischüler, vom früheren, mittlerweile nicht mehr verwendeten, Amtstitel "Aspirant"
  • aufs Papier hauen: gegen jemanden einspannen (siehe dort)


B

  • Bärenfut: scherzhaft-ordinäre Bezeichnung für eine Wintermütze, die im Ohren- und Nackenbereich mit Webpelz oder Fleece gefüttert ist
  • Brezn: Handfesseln; bezieht sich auf die Form, überlappend gelegter Teile der Handfesseln, die einer Brezel gleichen
  • BVA-Urlaub: Krankenstand; benannt nach der w:Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter deren Abkürzung BVA lautet


C

  • Charge: dienstführender Beamter (E2a-Beamter). Wenn man die dienstführenden Beamten mit den militärischen Rängen vergleicht, fallen sie aber eigentlich nicht in den Bereich der Chargen, sondern der Unteroffiziere.
  • Chargenkurs: Grundausbildungslehrgang vom E2b-Beamten zum E2a-Beamten, derzeitige Dauer vier Monate.


D

  • Dackeltreiber: scherzhafte Bezeichnung für einen Diensthundeführer.
  • Deposit: Gegenstände, welche sich im Gewahrsame eines Festgenommenen befanden und sichergestellt oder beschlagnahmt werden.
  • Diss: Abkürzung für Disziplinarverfahren.
  • Dissferdl: Polizist, gegen welche schon ein oder mehrere Disziplinarverfahren eingeleitet wurden.
  • Dübiwogn: Streifen- oder Funkwagen, aufgrund der früher gebrauchten Blaulichter welche wie zwei Dübel (Beulen) wirkten.


E

  • EB: Abkürzung für Exekutivbediensteter
  • Effekten: Gegenstände, die sich im Besitz eines Festgenommenen befinden und nicht sichergestellt oder beschlagnahmt werden.
  • Erdbeerschädel: abwertende Bezeichnung für Leitende Beamte (E1-Beamte) im Bereich des ehemaligen Bundessicherheitswachekorps (WP); bezog sich auf den roten Kappensteg der Dienstkappen der Leitenden Beamten; nunmehr haben alle Polizeibediensteten im Zuge der Neuuniformierung nach der Zusammenlegung und von Gendarmerie (WP) und Polizei an ihren Dienstkappen einen roten Steg.
  • Einspannen (B): schnell laufen (Aufforderung: „Spann ein!”)
  • Einspannen (C): Versetzungsgesuch schreiben


F

  • Fanfaren der Gerechtigkeit: scherzhafte Bezeichnung für das Folgetonhorn
  • Fisch: Messer
  • Frosch: Fahrzeug mit dem Festgenommene abtransportiert werden, offiziell Arrestantenwagen, stammt von der früheren grünen Lackierung der Fahrzeuge
  • Fünfer (fünfern): Bezeichnung für einen Alko-(Drogen-)Lenker oder die Anzeige darüber, bzw. die Vornahme eines Alkotests oder Drogenschnelltests, abgeleitet vom §5 StVO "Besondere Sicherungsmaßnahmen gegen Beeinträchtigung durch Alkohol"
  • Funkenschuster: Funktechniker
  • (Funk-)Kastl: Funkgerät


G

  • Galerie: Bezeichnung für den Blaulichtbalken auf Funkwagen / gleichlautend: Bezeichnung für amtsbekannte Kriminelle, deren Portrait sich in der Verbrecherkartei befindet, dazu: der Galerist; Angehöriger der Unterwelt (Quelle: Peter Wehle: Sprechen Sie Wienerisch?)
  • Gegenüber, das: Bezeichnung für eine größere Anzahl von Personen, welche der Polizei zumindest potentiell feindselig gegenüberstehen, zum Beispiel bei einer Opernballdemo (WP)
  • Gendarmöse: ordinäre Bezeichnung für eine weibliche Gendarmeriebeamtin
  • Goldfasan: Abwertende Bezeichnung für die Leitenden Beamten (E1-Beamte); bezieht sich auf die traditionelle Farbe Gold für die Distinktionen der E1-Beamten
  • G'schmierter: vom jiddischen Schemirah – Bewachung; abwertende Bezeichnung für einen Polizisten[1]


H

  • Handzelle: sehr kleine Zelle, welche zur kurzfristigen Unterbringung von Häftlingen benutzt wird
  • (Hand-)Gurke: Funkgerät
  • Häfen: Gefängnis
  • Häuptling: Polizist der höheren Rangstufen (Leitende Beamte)
  • Heh, die: Bezeichnung für die Polizei in Wien; leitet sich vom Häfen ab
  • Herr/Frau Inspektor (WP): in der österreichischen Bevölkerung übliche Anrede für einen Polizist, egal welchen Rang dieser tatsächlich inne hat; entspricht dem deutschen „Herr Wachtmeister” oder dem amerikanischen „Officer”
  • Hut: Dienstkappe


I

  • Indianer: Polizist der niedrigeren Rangstufen (eingeteilte Beamte)


K

  • Kapplständer: abwertende, umgangssprachliche Bezeichnung für Polizisten
  • Kameradschaftsdiebstahl: Wenn ein Polizist vergisst, seinen Spind (WP) abzuschließen oder etwas liegen lässt, verleitet er – so die allgemeine Meinung – seine Kameraden dazu, etwas zu stehlen. Dennoch gilt es natürlich als äußerst ehrlos, einem Kollegen etwas zu stehlen.
  • Kameradenschwein: Jemand, der z.B. einen Kameradschaftsdiebstahl begeht oder sonstiges, extrem unkollegiales Verhalten an den Tag legt.
  • Keks: Rangabzeichen (Distinktionen (WP))
  • Kiberer (WP): interne Bezeichnung für die Kriminaldienst versehenden Polizisten; besonders in Ostösterreich auch außerhalb der Polizei für alle Polizisten verwendet; Abwandlung als Bezeichnung für die Polizei als Gesamtes: Kiberei
  • Klavier spielen: Abnehmen von Fingerabdrücken, siehe auch wutzeln
  • Koat: Abkürzung für die Dienststellenbezeichnung Kommissariat (für Polizeikommissariat (WP)) (Betonung auf der zweiten Silbe)
  • Koatler: Bezeichnung für einen hochrangigen Dienstführenden Beamten (Verwendungsbezeichnung: meist Chefinspektor), welcher im Bereich des ehemaligen Bundessicherheitswachekorps am Kommissariat stationiert war und für den ihm unterstehenden Bereich mit der Dienstplanung beauftragt war; im Zuge der w:„team04”-Reform (Zusammenlegung der Wachkörper) im Jahr 2005 abgeschafft
  • Kobel: Bezeichnung für die Sicherheitsschleuse in Polizeiinspektionen
  • Kopf: erfolgreiche Amtshandlung mit Festnahme eines Täters, Täter selbst
  • kopfgeil: über die Maßen darauf erpicht, einen Täter festzunehmen, kann zu Unvorsichtigkeit führen und für die Kollegenschaft unangenehm sein.


L

  • Lager: Formular; wird immer mit dazugehöriger Nummer verwendet; „Lager 123” ist zum Beispiel das herkömmliche Anzeigenformular.
  • Luftgekühlte: mechanische Schreibmaschine; in Folge des weitverbreiteten Einsatzes von EDV-Geräten nur mehr sehr selten benutzt (evtl. für Ergänzungen)


M

  • Maschn: Eine mißglückte Amtshandlung, bei der im Nachhinein etwas verdreht wird um sie rechtskonform zu machen, abgeleitet von der Masche.
  • Mistelbacher: abwertende, umgangssprachliche Bezeichnung für Polizisten; Etymologie: stammt nach einer Deutung aus der Zeit, in der die Polizei Werbeaktionen speziell im Weinviertel (WP), wo ein Arbeitskräftepotential vorhanden war, durchführte und Polizisten anwarb[2]
  • MTW: Abkürzung für Mannschafts Transport Wagen


N

  • niederlegen: ein Geständnis ablegen (Aufforderung: „Leg nieder …!”)
  • Nationale, das: Angaben zur Person; unterschieden in das Kleine Nationale, welches lediglich Name und Geburtsdaten enthält, sowie das Große Nationale, welches zusätzlich Angaben zur Adresse, Beruf und Telefonnummer beinhaltet


O

  • Offizier: Bezeichnung für einen E1-Beamten. Diese sind keine Offiziere, führen aber entsprechende Verwendungsbezeichnungen, wie sie auch beim Bundesheer verwendet werde.
  • Offizierskurs: Ausbildungslehrgang zum E1-Beamten, derzeitige Dauer 3 Jahre.
  • Organmandat: Organstrafverfügung (WP)
  • Orgerl: polizeiinterne Bezeichnung für eine Organstrafverfügung (umgangssprachlich auch Organmandat oder Strafmandat genannt)


P

  • Palatschinke: Barett (WP)
  • Panier: Uniform
  • Parere: amtsärztliches Gutachten (z. B. im Zuge von Untersuchungen von Alkoholikern erstellt)
  • Partei: jeder der von einer Amtshandlung der Polizei betroffen ist; neutrale Bezeichnung
  • plakatieren: verstärktes Hinterlegen von Strafzetteln an Fahrzeugen
  • Pflasterhirsch: scherzhafte Bezeichnung für einen Polizisten im Fußstreifendienst
  • Primus: Bezeichnung für den Chef/Leiter einer Abteilung; wird nur in dessen Abwesenheit benutzt (siehe auch Alter)
  • Polizeierfinder: ein meist jüngerer Polizist, welcher durch großspuriges Auftreten und Besserwisserei gegenüber den Kollegen auffällt
  • Pumperer: Dienstpistole (von „pumpern” = krachen, laut klopfen)
  • Psychose: eine allem Anschein nach geistig benachteiligte Person
  • Psychose, tobende: eine allem Anschein nach geisteskranke Person, welche gegenüber der Umwelt aggressiv und unter Umständen auch selbstgefährdend agiert


R

  • Räuberzivil: Bekleidung, bei dem unzulässiger weise Uniformteile mit Zivilkleidungsstücken vermischt werden
  • Rayon: Bezeichnung für den Zuständigkeitsbereich einer Polizeiinspektion oder einer Sicherheitsbehörde
  • Rayonsschritt: Gemächliche Gehgeschwindigkeit, mit der der Außendienst zu Fuß absolviert wird
  • Regatts: Selbstbinderkrawatte der Uniform
  • Remerl: Abkürzung für Remuneration, eine geringe Geldbelohnung für erfolgreiche Amtshandlungen


S

  • Schmalz: Strafe
  • Speisekarte: Vorstrafenregister
  • Spinatwachter: abwertende, umgangssprachliche Bezeichnung für Polizisten aufgrund der grünen Uniform[3]
  • Steher: Bezeichnung für einen Überwachungsdienst bei einem Objekt (z.B. Botschaft). Rührt von der durchgehend in stehender Weise vorgenommenen Dienstversehung her.
  • Spurenvernichtungskommission: Gruppe von polizeilichen Personen, welche oft nach Kapitalverbrechen an den Tatort eilen um sich "umzusehen". Dies kann dazu führen, dass wichtige Spuren unbrauchbar gemacht werden.
  • StKW: Abkürzung für Streifenkraftwagen, auch Funkwagen genannt


T

  • Turtle: aus dem Englischen für Schildkröte; bezeichnet die Ganzkörperschlagschutzausrüstung, die wie der Panzer einer Schildkröte wirken soll; könnte sich auch von der Comicserie w:Ninja Turtles ableiten
  • Tuttlsheriff: abwertende, umgangssprachliche Bezeichnung für Polizistinnen


U

  • UDO: polizeiinterne, abwertende Abkürzung für einen leitenden Beamten (E1-Beamten): Unser Dümmster Offizier


V

  • versorgen (A): sich ihm Rahmen einer größeren Einheit selbst mit Nahrungsmitteln ausstatten
  • versorgen (B): etwas verstauen
  • Vierfünfer: Verkehrsunfall mit Fahrerflucht (mit und ohne Personenschaden), vom §4/5 StVO "Verkehrsunfälle"
  • vorführen: jemanden festnehmen und zum Richter oder der Behörde verbringen


W

  • Wichs: Uniform
  • Widerstand: polizeiinterne Bezeichung des §269 StGB "Widerstand gegen die Staatsgewalt"
  • wutzeln: Abnehmen von Fingerabdrücken, siehe auch Klavier spielen


Z

  • Zettl: Führerschein
  • Zivilist: Abwertende Bezeichnung für Kriminalbeamte, da die im gegensatz zu den anderen Beamten keine Uniform tragen.


[Bearbeiten] Polizeiinterne und Sprichwörter über die Polizei

  • „Der größte Feind des Polizisten ist der Polizist”
  • „Wer schreibt, der bleibt”
  • „...dann is der Kas gessn”
  • „per du samma no lang ned”
  • „Inspektor gibts kaan!” – Dieser Ausspruch entstammt der Fernsehserie w:Kottan ermittelt. Zur Entstehungszeit war der Amtstitel Inspektor tatsächlich nicht in Verwendung, auch wenn diese in der Bevölkerung immer als Anrede für einen Polizisten verwendet wurde und wird.
  • „I bin's, dei Präsident” – siehe w:Josef Holaubek
  • „In Friedenszeiten ist die Verwaltung der Feind aller Polizisten”
  • „Jetz miaß ma den weißen Teppich vom Chef wieder ausrollen” – Bedeutung: Morgens, wenn der Dienststellenleiter zum Dienst kommt (d.h. also nur Wochentags) müssen die Streifenkollegen mit den weißen Dienstmützen auf Fußstreife raus, um den Chef zu "empfangen"

[Bearbeiten] Quellen

  1. Herkuinft „G'schmierter“
  2. Andere Deutung von „Mistelbacher“
  3. Andere Deutung von „Spinatwachter“


[Bearbeiten] Siehe auch

Persönliche Werkzeuge