Verzeichnis:Liste seemännischer Fachwörter

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

Wechseln zu: Navigation, Suche

Dies ist eine Liste speziell seemännischer Fachausdrücke (neben Soziolekten auch umgangssprachliche Ausdrücke) nebst Erläuterung, die an Bord von see- und binnen-gängigen Schiffen benutzt werden:


Index:  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z  Ä  Ö  Ü

[Bearbeiten] A

Signalflagge – A
Signalflagge – A
Winkeralphabet – A
Winkeralphabet – A

Schlüsselwort: Alfa [ˈælfə]

A.B.able bodied - soviel wie fähig, tüchtig, tauglich und arbeitsfähig. Der A.B. ist eine Fachkraft, entspricht international dem deutschen Matrosen, im Gegensatz zu O.S. = ordinary seaman = eine Hilfskraft. A.B. wird hinter den Namen der Seeleute in die Musterrolle geschrieben
Aak – ein kahnähnliches Plattbodenschiff-Segelfahrzeug aus den Niederlanden
Aalboot – ein holländisches Segelboot vom gleichen Typ wie der Botter
abbacken – Abräumen der Back (Tisch) durch den oder die Backschafter
abbaken Das Auslegen von Baken usw., das ein Fahrwasser in flachen Gewässern kennzeichnen soll
abandonnieren 1. Das Überlassen der Rechte an einem havarierten Schiff dem Versicherer, der die Versicherungssumme zahlt. 2. Das Verlassen eines Schiffes auf See wegen Havarie
abblenden – Das Verdunkeln nach außen scheinender Schiffslichter, besonders farbiger, um Blendung und Täuschung entgegenkommender Schiffe oder auch der eigenen Besatzung zu verhindern. Schiffsseitenfenster erhalten dazu vielfach Blechklappen, sogenannte „Blenden“. Diese sind auf Handelsschiffen meistens dazu da, um zu verhindern, dass Fenster, Bullaugen usw. bei schwerem Seegang eingeschlagen werden. 2. Durch Abblenden machen sich Zollkreuzer und Kriegsschiffe unsichtbar.
abbrassen – die Rahen werden derart gedreht, dass sie etwas mehr in die Querschiffrichtung zu liegen kommen
abbringen – ein auf Grund gelaufenes, festgekommenes Schiff wieder flott machen
abdecken – beim Segeln den Nachbarn unter die Segel nehmen, ihn in den Schatten oder in den gestörten Wind der eigenen Segel legen
Abdrift – seitliche Versetzung (Abtreiben) vom angestrebten Kurs, beispielsweise durch die Einwirkung von seitlichem Wind, seitlicher See oder auch seitlichem Strom
Abendwache – die Wache im Zeitraum von 20:00 bis 24:00 Uhr
AberrationMissweisung der Kompassnadel durch geographische Länge, und Breite, sowie durch das verwendete Eisen an Bord eines Schiffes – siehe Deviation (Navigation)
abfaden – ein Fahrwasser ausloten, wobei der Faden (1,83 m) als Maß genommen ist
abflauen – Nachlassen des Windes, vgl. Windgeschwindigkeit (Flaute)
abflensen – das Abspecken des Wales auf einem Walfangschiff
abgreifen – das Entfernungsmessen auf der Seekarte mit Hilfe des Zirkels
ablandig – ist der Wind, wenn er vom Land weg Richtung See weht
abloten – in einem bestimmten Gebiet die Wassertiefe (durch Lotung) feststellen
abmustern – der amtliche Dienstentlassungsakt eines Seemannes, in Deutschland vor einem Seemannsamt oder im Ausland vor dem deutschen Konsul
Abnahmefahrt – die Probefahrt, auf der nach Erfüllung aller Leistungsbedingungen das Schiff dem Reeder übergeben wird
abreiten – umgangssprachliche Bezeichnung für Abwettern
Abschiedssignal – Ein Schiff, das binnen 24 Stunden den Hafen verlässt, setzt die Signalflagge P, genannt „der blaue Peter“
abschlagen – das Losnehmen der Segel von ihren Spieren, an denen sie sonst fest gefahren werden
abtakeln – Entfernung von Masten, Segel, stehendem und laufendem Gut, siehe Takelage
Abwettern – Verhalten bei schwerem Wetter seitens der Schiffsführung
Abwracken – Ein Schiffswrack ausschlachten, eine darauf spezialisierte Werft ist die Abwrackwerft
Achter – Rennruderboot für acht Personen und einen Steuermann
achteraus – ist alles, was hinter dem Schiff liegt (konstruktionsbezogen, nicht nach der Fahrtrichtung)
Achterholer – beim Segeln die Schot des Spinnakers auf der Luvseite des Schiffes.
Achterleine – eine Festmacherleine, die vom Heck aus gesehen achteraus zeigt
achtern – hinten (ab mittschiffs)
Achterspring – eine Festmacherleine, die vom Heck aus schräg nach vorne zeigt und somit verhindert, dass das Schiff weiter nach hinten treiben kann
Act of God – engl. Höhere Gewalt (als versicherungsrechtlicher Ausdruck)
Adams ejector system – Sammeltanks mit Ejektoranlage für die Abführung von Schmutz- und Abwässern
Adelborst - Seekadett
Adenauer - ugs. die Bundesflagge
Admiral-Elliot-Auge – ein Kauschauge, das über die Kausch am Ende einer Stahltrosse gearbeitet ist
Admiral's barge – Chefboot, Galaboot
Admiralty List of Lights – Verzeichnis der Leuchtfeuer und Signalstellen, auch Leuchtfeuerverzeichnis
Advancestagsegel – ein vierkantiges Leichtwettersegel, das über den Großstagsegel von Stagsegel-Schoneryachten gesetzt wird
Affenfaust
Affenfaust
Affenfaust - kugelförmiger Knoten zum beschweren einer Wurfleine oder als Zierknoten
Affenfelsen - spöttisch für ein Regattaboot mit sehr umfangreicher Besatzung
Affensitz – Steuersitz im Rennruderboot
Agwalle – Bezeichnung auf alten Dampfschiffen für den indischen Heizer
Aggeboot – kleines, offenes Boot für den Garnelenfang in der deutschen Nordsee
Ahmings
Ahmings
Ahmings – sind die Tiefgangsmarken, die am Bug und Heck eines Seeschiffes und bisweilen auch mittschiffs angebracht sind. Die Tiefgangsangabe wird vom Kiel gerechnet und in Dezimetern oder englischen Fuß angegeben.
Ahoi – ein Anruf eines anderen Fahrzeugs („Schiff ahoi“ oder „(Name) ahoi“), kein Gruß.
AK (voraus) – für „Alle Kraft“ also mit Höchstgeschwindigkeit
Alberich – Gummifolie, mit der im Zweiten Weltkrieg, die deutschen U-Boote beklebt wurden, um die Rückstrahlungsenergie der Asdic-Geräte zu mindern
Albacore-BootThunfangboot
Aldislampe – Handmorselampe
AlginatverfahrenFisch wird vor Tiefgefrieren in Algengelee getaucht
Alle-Mann-Manöver – Wache, bei der alle Mann klar stehen, ohne regulär eingeteilte Wache
Ammeral – Segeltuchpütz (Eimer)
Amver – weltweit operierendes Schiffsmeldesystem der United States Coast Guard(Atlantic Merchant Vessel Emergency Reporting System)
Anderthalbmaster – zweimastige Segelschiffe, deren kleinerer Mast hinten steht, z. B. Ewer oder Zeesenboot
Angarienrecht – im Falle eines durch Krieg bedingten Notstandes das Recht zur Beschlagnahme und Verwendung fremder Handelsschiffe gegen Entschädigung
anheuern oder auch anmustern – Vertragsabschluss für die Arbeit als Seemann
anholen – eine Leine heranziehen; wird eine Leine maximal angeholt, spricht man auch von dichtholen
Anker – ist ein Gerät zur vorübergehenden oder dauernden Befestigung eines ein Bootes, Schiffes oder schwimmenden Gerätes am Grund (ankern).
Ankerball – hier: manövrierbehindertes baggerndes Fahrzeug, 2 Bälle auf der Behinderungsseite
Ankerball – hier: manövrierbehindertes baggerndes Fahrzeug, 2 Bälle auf der Behinderungsseite
Ankerball – Schwarzer Signalball, der von ankernden Fahrzeugen am Tage gesetzt werden muss
Ankerfütterung – Schutz- und Dopplungsplatten an der Außenhaut
Ankerhals – die Kreuzungsstelle des Ankerschaftes mit den Armen (Flunken)
Ankerkette – gehört zum Zubehör des Ankers, um ihn auszubringen und wieder einzuholen
Ankerklüse mit herabgelassenen Anker
Ankerklüse mit herabgelassenen Anker
Ankerklüse – Öffnung im Schiffsrumpf im Vorschiffsbereich, durch die die Ankerkette läuft
Ankerlaterne – macht bei Dunkelheit deutlich, dass ein Schiff vor Anker liegt
Ankerpeilung – regelmäßige Peilung fester Gegenstände an Land beim Ankern, um die Position und damit den Halt des Ankers zu überprüfen
AnkerwächterBoje oder Tonne - zeigt an, wo der Anker auf Grund liegt
AnkerwinschAnkerwinde, mechanische Vorrichtung zum Fallen lassen und Hieven des oder der Anker(s)
ankreuzen – ein anderes Wort für Kreuzen, also im Zickzack gegen den Wind segeln
Annie OakleySpinnaker mit Luftlöchern in der Mittellinie
Anodenschutz – kleine Zinkplatten, (Opferanoden) die bei stählernen Schiffen am Unterwasserrumpf und in der Nähe des Propellers angebracht werden, um den durch Elektrolyse verursachten Materialabtrag zu verhindern.
anpreien – ein anderes Schiff anrufen
Anschläger – der Mann, der unter dem Kran arbeitend die einzelnen zu hievenden Stücke an den Kranhaken anschlägt
Antifouling – Bewuchs verhindernde Farbe für das Unterwasserschiff
Bild:Taufe.See.jpg
Äquatortaufe: Neptun und Beisitzer
Äquatortaufe – seemännisches Ritual, nach dem Mitglieder einer Besatzung, die zum ersten mal den Äquator überfahren, in derber Form getauft werden.
ARA – auch ARA-Häfen: Abkürzung für die Häfen Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam
Armstrong-Patent – slang. aus alten Segelschiffszeiten wenn keine Winden oder Brassen an Bord waren und alle Arbeiten mit Muskelkraft ausgeführt wurden
Armada – spanisches Wort für Kriegsflotte
ARPA-Anlage – Gerät zur Auswertung von Radaraufnahmen an Bord eines Schiffes.
Asdic-Echogerät – arbeitet wie Radar mit elektromagnetischen Wellen, jedoch unter Wasser
ATA – actual time of arrival: tatsächliche Ankunftszeit des Eintreffen von Schiffen, im Gegensatz zu ETA
aufbacken – Tisch decken
auf dem Teller drehen – das Wenden oder Drehen eines Schiffes auf der Stelle
auf Kiel legen – auf den Helgen wird die erste Schiffbausektion gelegt (Schiffbaubeginn)
Auflegen eines Schiffes/ aufgelegtes Schiff (engl. laid-up-vessel) – 1. wie auf Kiel legen 2. Schiff ohne Fracht wird in einer Bucht oder Hafen mit Notbesatzung vor Anker gelegt, bis es wieder eine Fracht bekommt.
Auflieger – außer Dienst gestelltes Schiff
aufklaren – 1. Aufräumen, 2. Besserung des Wetters, „es klart auf“
Aufgabe der vier Punkte – eine Methode der terrestrischen Ortsbestimmung mittels Horizontalwinkel. Misst man zwischen drei Landobjekten A, B und C die Horizontalwinkel A-B und B-C, so ergibt der Schnittpunkt der aus diesen Winkeln konstruierte Kreisbögen den Schiffsort.
auf den anderen Bug gehen – Kurswechsel eines Segelbootes oder -schiffes durch Wende oder Halse, so dass der Wind von der einen auf die andere Seite des Schiffes wechselt
Aufschießen einer LeineTauwerk nach seinem Gebrauch so zusammenzulegen, dass es verstaut bzw. alsbald wieder verwendet werden kann
aufschricken – einer Leine etwas Lose geben (die Leine nachgeben)
Augapfelnavigation – in der Navigation die optische Ermittlung der Wassertiefe anhand von Farbschattierungen
Auge – Schlinge in einer Leine
AugspleißSpleiß, bei dem ein Auge (eine Schlinge) entsteht
Ausflaggen – Verlagerung des Heimathafens eines Schiffes ins Ausland aus steuerlichen oder rechtlichen Gründen
ausklamüsern – etwas herausfinden
ausklarieren – das Erledigen der Zoll- und sonstigen Behördenformalitäten beim Auslaufen aus einem Hafen
auslugen – scharfes Ausschauen
ausmachen – Ein Objekt (Gegenstand, Schiff oder Seezeichen) genau erkennen
ausrauschen – schnelles Nachgeben einer Leine oder Ankerkette
aussingen – Ausrufen der Ergebnisse einer fortlaufenden Lotung; auch sonstiges Ausrufen
Außenbord(s) – alles was sich außerhalb des Wasserfahrzeugs befindet, z. B. der Außenbordmotor
Außenbordskameraden – die Fische im Meer
Äußerste Kraft (A. K.) – größtmögliche Fahrstufe, die für eine bestimmte Zeit von der Hauptmaschine geleistet werden kann
Axiometer – Ruderlageanzeiger
Aye Aye – (aus dem Englischen) Bestätigung eines Befehls


Index:  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z  Ä  Ö  Ü

[Bearbeiten] B

Signalflagge – B
Signalflagge – B
Winkeralphabet – B
Winkeralphabet – B
Bild:Malta 051.jpg
Ältere Form eines Bootsslip mit Muskel oder Windenkraft um Boote heraus/herein ins Wasser zu lassen

Schlüsselwort: Bravo [ˈbɹɑːvoʊ]

Baas – Niederdeutscher Ausdruck, der etwa „Meister“ bedeutet. Der Heuerbaas vermittelte früher Anstellungen der Seeleute, der Schlafbaas war der Hotelier für Seeleute an Land. Der Zimmerbaas ist der Meister in der Zimmerei
Bacalao – (portug.) Kabeljau als Trockenfisch, Klippfisch (Stockfisch)
Bach – seemännische umgangssprachliche Bezeichnung für jedes Gewässer, ob Ozean, Meer oder See
Back – Urbedeutung: Rücken. 1. Oberdeck direkt am Bug; 2. Schale (tiefer Teller); 3. Esstisch
Backbord (Abk.: Bb; engl. portside bzw. port, Abk. P) – linke Seite des Schiffes (in Fahrtrichtung blickend); in Hafeneinfahrten und Fahrrinnen die linke Seite von See aus
Backbordbug – Bezeichnung für die Fahrtrichtung eines Segel-Boots/Schiffs relativ zum Wind: Es fährt dann auf dem Backbordbug, wenn die Leeseite sich an Backbord befindet, der Wind also von Steuerbord aus einfällt.
backen und banken – das Auftragen der Speisen, die Einnahme der Mahlzeit und Reinigung des Essgeschirrs
backkommen – unbeabsichtigte Änderung der Segelstellung, so dass ein Segel back, also auf der falschen Seite, steht
Backmann – Kochsmaat-Bäcker
Backschaft – Arbeiten in der Messe , Abwasch; zum Teil auch Küchendienst
Backskiste – vom Deck aus zugänglicher, direkt unter dem Deck oder den Cockpit-Sitzen eingebauter Stauraum auf kleineren Schiffen
Backstagsbrise – raumer (von schräg hinten) wehender Wind
backstehen – Stellung der Segel, wenn sie backgesetzt worden sind, um die Fahrt des Schiffes zu bremsen.
BACO-Carrier – (BArge-COntainer-Carrier) Schiffstyp, der in seiner Konzeption sowohl dem System des Containerschiffes als auch dem System des Barge-Carriers weitgehend entspricht und daher für den Transport von Ladung aller Art in Leichtern und Containern geeignet ist
Badegast – freundlicher Spottname für einen Gast am Bord, der keine seemännische Erfahrung hat und nur zum Spaß mitfährt
Baguio – Wirbelsturm im philippinschen Raum
Bake – festes, meist auf Land errichtetes Seezeichen zur Markierung eines Hindernisses in der Nähe eines Seeweges (Kugelbake)
Balandra – ein Küstenfahrzeug West-Südamerikas
Balge auch Balje – ein stets Wasser führendes Fahrwasser zwischen oder hinter den Inseln des Wattenmeeres
Balkenbucht – das Stichmaß für die Krümmung des Decksbalkens, die das Wasser vom Deck fließen lässt; auch die Bezeichnung für die Form der Deckskrümmung querschiffs
Balkenknie – bei Stahlschiffen ein Knie aus Blech, das am Schergang Spant und Decksbalken verbindet
Ballahoo, Ballahou – westindischer Schoner
Balong – ein für die Fischerei verwendetes Segelfahrzeug in Nord-Borneo
Balsa – Floß der Bewohner des Westküste Südamerikas, aus 5-9 Stämmen des leichten Balsaholzes
Baltisches Meer – die Ostsee
Bambuse – ein ungelernter Seemann, der sich aber zu helfen weiß
Bananenjager – (Aussprache Bananenjäger) nennt man die weißgemalten schnellen Kühlschiffe
Bananenschwein – eine besonders hässliche Rattenart, die früher in den grünen Bananenstauden verborgen auf die Fruchtschiffe gelangte
Bananenstagsegel – schlankes Spinnakerstagsegel
Bändermütze – auch Bordmütze, Bezeichnung für eine flache Kopfbedeckung mit zwei hinten frei herabhängenden dunklen Bändern für Matrosen (Bordmütze).
Bändsel – kurze, dünne Leine zum Zusammen-, Fest- oder Verbinden verschiedenster Sachen an Bord. Aus Wolle, Seide oder anderen leichten Materialien auch als Windbänsel an Wanten oder Achterlieken angebracht und zur Anzeige der Windrichtung oder der optimalen Windanströmung genutzt.
Baniantag – der fleischlose Donnerstag, dessen Name von einem vegetarischen Eingeborenenstamm in Ostindiens kommt
Barbette – Geschützbank
Barge – englisch für Barke
Barkalonga – spanisches Fahrzeug mit zwei oder drei Masten und Lateinsegeln
Barkarole – eine venetianische Gondel oder ein Gondellied
Barke – Schiffstyp
Barkentine, auch Schonerbark – Dreimaster mit nur einem vollgetakelten Mast und zwei gaffelgetakelten Masten
Barraterie – 1. dem Reeder nachteilige Handlung des Kapitäns; 2. Schiffskapitän, der eine Veruntreuung begeht
Barre – eine natürliche Untiefe Sandbank; auch eine künstliche Untiefe vor einer Küste oder Hafeneinfahrt.
Barrierenriff – ein schützendes Riff vor der Küste
Bart – pflanzlicher Bewuchs am Unterwasserschiff
Bathometer – Tiefenmesser
Bathysonde – Tiefseesonde
Bauernnacht, leifige – Wenn das Schiff auf Reede liegt, u.U. noch nicht einklariert ist, keine Seewache gegangen werden muss.
Baum – waagerechter Bestandteil des Riggs
Baumnock – das äußere Ende des Baums
Bauspant – Ein „materielles“ Spant, das einen Querverband im Schiff darstellt, im Gegensatz zum „ideellen“ Konstruktionsspant, das nur zur Konstruktion der Schiffsform dient
Bauspantenriss – der Spantenriss, der sämtliche Bauspanten zeigt – es gibt bei großen Schiffen deren mehr als hundert – und weiterhin die Decks, Stringer, Plattengänge, den Doppelboden usw. eingezeichnet hat und als Hauptbauunterlage für das Schiff dient
Beachcomber – Strolch, Faulenzer, Abenteurer
Beilbrief – die Baubescheinigung der Bauwerft
bekalmen – den Wind aus den Segeln nehmen
belegen – 1. eine Leine an etwas festmachen; 2. einen Befehl widerrufen
Belegnagel
Belegnagel
Belegnagel – ein durch ein Brett gesteckter Holz- oder Metallstift, an dem Leinen befestigt (belegt) werden; vor allem auf Segelschiffen zu finden
Beobachtungsnetz – an der Luvseite von Fischereifahrzeugen festgemachtes Netz, das öfter hochgezogen wird, um zu sehen, ob der Fisch ins Netz geht
Beplankung – die Hülle aus Planken, die im Holzschiffbau auf dem Skelett aus Kiel und Spanten aufgebaut wird und mit diesem zusammen den Schiffsrumpf ergibt
Bergung – 1. Sicherstellung eines in See treibenden Gegenstandes; 2. Rettung von Menschen; 3. (Bergung von Segeln) Zusammenpacken und Sichern der Segel
Bergfahrt – in der Flussschifffahrt Fahrt gegen den Strom, flussaufwärts
Bergholz – Planke, durch die Püttingbolzen getrieben werden
bergy Bits – von Eisbergen abgebrochene große Eisstücke, die 1-5 m aus dem Wasser schauen
Bermejo, Rodriguez – Matrose der Karavelle Pinta unter Kolumbus, der am 12. Juni 1492 als Erster vom Mast des Schiffes die Amerika vorgelagerte Insel San Salvador (Bahamas) entdeckte
Besanschot an – traditionelles Kommando auf Großseglern zur Ausgabe eines Glases Schnaps; ursprünglich die Information, daß auf einem Großsegeler auch die Besanschot, die als letztes getrimmt wurde, belegt war und damit ein Manöver abgeschlossen war
Besteck – geographischer Standort des Schiffes, auch dessen Feststellung
Bestmann – auf Kümos (Küstenmotorschiffen)und Fischereifahrzeugen der erfahrenste Matrose, auch Schlüsselmatrose
Betingschlag – Extratörn mit der Ankerkette um den Poller oder Ankerwindenkopf bei schlechtem Wetter
betütern – umsorgen; sich einen Schwips antrinken
Bilge - unterster Raum eines Schiffes, nach unten von Kiel und Boden begrenzt
Billigflagge (engl. flag of convenience) – Flagge eines ausgeflaggten Schiffes.
Binokel – Doppelfernglas
Binsenboot – aus mehreren dicken Bündeln zusammengebundener Binsen gebaute Boote der Eingeborenen des südamerikanischen Hochlandes auf dem Titicacasee
Black Gang – Gruppe von Zöllnern zur Durchsuchung eines Schiffes
Blankpacken – von Fischen: auf Eis legen ohne Eisabdeckung
Blasenschwimmer – Schwimmkugel beim Fischnetz
Blau – die seemännische Trauerfarbe
Blau oder Blaubüdel – Spitzname für den Schiffszimmermann an Bord
blaue Jungs – Bezeichnung für Seeleute auf Kriegsschiffen
Blauer Peter – Flaggensignal: Schiff geht in den nächsten 24 Stunden in See
Blaufeuer – nachts von Schiffen gezeigtes Signal, die einen Lotsen wünschen
Blender – Schmuggelschiff
Blendladung – Tarnladung eines Schmugglers
blinder Hafen – landumschlossener oder von See aus nicht erkennbarer Hafen
Block
Block
Block – Gehäuse mit Führungs- und Umlenkrolle(n) (Scheiben) für Taue
Blumenbogen – der Spantbogen unmittelbar vom Kiel aufwärts
– kurzer Windstoß
Bodden – ein ähnlich wie ein Haff mit der See in Verbindung stehendes, flaches Gewässer, das einem größeren Binnengewässer ähnelt
Bodenwrangen – im Schiffbau eine Querverbindung im unteren Schiffsbereich, die Spanten, Kiel und Schiffsboden miteinander verbindet. Bei Booten und Yachten dienen sie häufig gleichzeitig als Auflager für die Bodenbretter, bei Frachtschiffen als Auflager für das unterste Ladedeck
Bodenschleppnetz – wühlendes Fanggerät zum Fang von Plattfischen, Austern, Muscheln etc.
Börteboot – Boot für den Passagiertransport von den Seebäderschiffen auf der Außenreede in Helgoland zur Insel
Bordschwein – Vieh an Bord: In alten Segelschiffszeiten wurde zur Ernährung der Seeleute und Passagiere lebendes Vieh mitgeführt (die Konservierungstechnik für Schweine, Ziegen, Hühner etc. war noch nicht sehr ausgereift). Die Pflege dieser Tiere wurde von den jüngsten Besatzungsmitglied betrieben. Mit der Zeit wurde auch derjenige Seemann so bezeichnet, der andere Seeleute beim Ersten Offizier oder Kapitän verriet, um deren Bestrafung zu erreichen
Bordziegen auch Bordaffen – Seeleute, die in der Takelage herumturnen, oder das Deckspersonal
Boje – (von lat. boja) 1. Halseisen mit Kette; 2. schwimmender Körper auf der Wasseroberfläche, der auf Gefahren unter Wasser hinweist, eine Position markiert oder – als nicht verankerte Treibboje – zur Forschung eingesetzt wird; wird von Laien oft fälschlich auch als Bezeichnung für Tonnen, d. h. schwimmende Seezeichen, benutzt
Bootsmannsnaht – einfache Naht zum Vernähen von Segeltuch
Bootsmannstuhl – ein Sitzbrett, um einen Mann in die Takelage hochzuziehen, wenn dort Arbeiten auszuführen sind
Bootsrolle – Teil der Sicherheitsrolle, weist jedem Besatzungsmitglied seine besondere Aufgabe zu, wenn im Notfall die Rettungsboote zu Wasser gelassen werden müssen
Bootsschleifplanken – senkrechte Planken an der Außenhaut zum Schutz der Rettungsboote beim Fieren und Hieven
Bonnet – Tuchstreifen, die am Fußliek von Rahsegeln angeheftet werden, um auf diese Weise die Segelfläche zu vergrößern
Bottelier – auf Marineschiffen der Kantinenverwalter
Bovo – ein sizilianischer Küstensegler
boxen – das mehrmalige Rückwärts- und Vorausgehen eines Eisbrechers bei besonders dickem Eis oder Packeis
Bramkühlte – jeder mittelmäßig starke Wind, bei dem ein Schiff vor dem Wind Bramsegel führen kann
Brandenburger – heißlaufendes Maschinenlager
Brander – mit Brennstoff beladene Boote, mit denen man früher feindliche Schiffe in Brand zu setzen versuchte, in dem man sie auf eine vor Anker liegende Flotte zutreiben ließ
Brasse – Leine zur Verstellung der Rahen (brassen)
Brave Westwinde – die über den Ozean wehenden Westwinde zwischen 40° und 50° nördlicher Breite
Brecher – eine Welle, deren Kamm bricht
Breitfock – auch Brefock; loses Rahsegel auf Yachten
Breitseite – mit allem Bordkanonen einer Schiffsseite eine Salve schießen
Brise – leichter bis mittelstarker gleichmäßiger Wind
Brook – alles Tauwerk, das verhindert, dass ein beweglicher Gegenstand seinen Platz verändert
Auf der Brücke der Steuerstand
Auf der Brücke der Steuerstand
Brücke – Kurzbezeichnung für das Brückenhaus / Kommandobrücke usw.
Brückenzeichen – auf der Pier (Mole, Kai): bewegliches Zeichen, nach dem das Schiff anlegen muss, um an die richtige Stelle zu kommen
Brüllende Vierziger – (von engl. „Roaring Forties“) starke Westwinde zwischen 40° und 50° südlicher Breite
Brunnen – diejenige Stelle im Schiff in der Bilge, die am tiefsten liegt, so dass dort die Saugkörbe der Pumpen eingebaut werden können. Ein Schiff hat mindestens so viele Brunnen, wie es wasserdichte Abteilungen besitzt. Der Brunnen wird auch „Pumpensumpf“ genannt.
Bruttoregistertonne (Abk: BRT) – ein veraltetes Raummaß für die Größe von Handelsschiffen
Bubikragen – weiß abgesetzter Farbgang über dem schwarzen Rumpf bei Kombischiffen; soll besondere Schnelligkeit und Eleganz demonstrieren
Bucentoro – (Bucintoro = goldene Barke): Prunkgaleere des Dogen von Venedig
Bückling – Räucherhering
Bucko – insbesondere auf amerikanischen Schiffen gängig gewesene, in der Seefahrt jedoch überall verstandene Bezeichnung für einen Steuermann, der mit unnachsichtiger Härte für Ordnung und Disziplin an Bord sorgte; gleichbedeutung mit dem engl. Bully Schinder
Buddel – Flasche
Bild:PM02.jpg
Buddelschiff
Buddelschiff – (Flaschenschiff) kleiner modellhafter Nachbau eines Segelschiffes in einer Flasche
Büdelneiher – (Beutelnäher) Spottname für den Segelmacher
Bug – 1. vorderes Schiffsende; 2. Seite, auf der ein Segelschiff relativ zum Wind liegt (siehe Backbordbug)
Bug-Horizontalruder – Bestandteil der Ruderanlage bei U-Booten
Buganker – der Anker, der am Bug gefahren wird, oft in einer Ankerklüse klar zum Fallen hängend
Buggy boat – Boot mit Rädern, um es an Land verwenden zu können
Bugkopf – Bugverzierung wie die Schnecke einer Violine
Bugkorb – Metallgestänge ähnlich einem niedrigen Zaun am Bug des Bootes, das verhindern soll, daß ein Mannschaftsmitglied ins Wasser fällt
BugsprietSpiere am Bug von Segelschiffen
Bild:Bugstrahlruder.jpg
Bugstrahlruder
Bugvisier – hochklappbares Bugteil auf RoRoSchiffen/Fähren
Bugwaschanlage – Anlage auf Eisbrechern: Bei der Fahrt durch Eis schmiert eine aus einem Gemisch von Luft und Wasser bestehende Strömung die Außenhaut und verringert dadurch die Reibung zwischen Seitenbeplattung und Eis
Bukanier – westindischer Seeräuber
Bukdielen – dicke Lage von Holzbohlen auf der Tankdecke; Schutz bei Greiferbetrieb und zur Isolierung gegen aufgeheizte Doppelbodentanks
Bukligger – fauler Kerl
Buline – Haltetau für das Rahsegel
Bulker – (Abk. von Bulk Carrier) Massengutfrachter für Schüttgut wie Kohle, Erz, Getreide
Bullauge mit Lufthutze
Bullauge mit Lufthutze
Bullauge oder bulleye – rundes Fenster
Bulle oder Bullenstander – Sicherungsleine auf einem Segelboot vom Ende des Baums nach vorne, um ein Überschlagen des Baums auf die andere Seite zu verhindern
BumboatMarketenderboot, auch Wasserboot; speziell in Singapur für Schiffshändler, Schrotthändler, Souvenirhändler, auch mit „Damen“ an Bord
Bunk (engl. für Koje) – Schlafplatz an Bord
Bünn – Fischladeraum eines Fischereifahrzeuges, der mit zahlreichen Öffnungen mit dem Außenwasser verbunden ist, um den Fang lebend zu transportieren
Buscherump – blauer, mit dünnen weißen Streifen durchwirkter Arbeitskittel ursprünglich aus Finkenwerder. Wurde von Seeleuten, hauptsächlich aber von Hamburger Hafenarbeitern getragen. Spitzname: Finkenwerder Sterbekittel
Butterland – eine falsche, durch Nebel etc. erzeugte Erscheinung von Land, vgl. Fata Morgana


Index:  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z  Ä  Ö  Ü

[Bearbeiten] C

Signalflagge – C
Signalflagge – C
Winkeralphabet – C
Winkeralphabet – C

Schlüsselwort: Charlie [ˈtʃɑːli]

Caballa – spanische Makrele
Cade – ein engl. Fischmass, 500 Heringe oder 1000 Sprotten
Caisson – Ein vierkantiger Ponton, der dort versenkt werden soll, wo er einen Teil einer zu bauenden Mole, eines Deiches oder dergleichen darstellen soll. Beim und nach dem Versenken wird er sofort mit Sand und Steinen angefüllt.
Canvas – Segeltuchschuhe
Cargo – die Ladung eines Schiffes
Casco – das Schiff ohne die Ladung
cat's paw – Streich von einer Katzenpfote, leichter Wind
chartern – das Mieten oder Pachten eines Schiffes oder Bootes
Charter-Party – der Frachtvertrag
Chief – Leitender Ingenieur
Chief Mate – erster nautischer Offizier
China-Max – der chinesische Wäscher an Bord Hamburger Schiffe. Beim Norddeutschen Lloyd in Bremen war ihr Rufname „Fritz“. Der Chef aller „Maxen“ in Hamburg war der „Obermax“.
chinschenPidgin-Deutsch/-Englisch für Handeln, Tauschen.
chow – slang: Essen, der Fraß
Clapotis – extreme Form der Kreuzsee, bei der zwei Wellen frontal aufeinandertreffen.
Clubstander – dreieckiger Wimpel mit Emblem oder den Farben des Segelclubs
Clubbing – das Sich-im-Strom-treiben-lassen, wenn dabei der Anker kurz gesteckt ist und über Grund schleift
Clupeiden – Sammelname für alle dem Hering verwandten Fische
Coaster – englischer Ausdruck für Küstenfahrer
Coil – schwere Ladung
CONDOCK carrierCONtainer and DOCK carrier: Container- und Dockschiff: Besonderer Schiffstyp, der durch das Fluten von Tanks abgesenkt werden kann und über die geöffnete Heckklappe die unterschiedlichste schwimmfähige Ladung durch direktes Einschwimmen in den Laderaum übernehmen kann
Container – (lat. continere = „zusammenhalten“, „enthalten“) bezeichnet meist Großraumbehälter zur Lagerung und zum Transport von Gütern
Containerstapelungskonus – ein dem Bajonettverschluss ähnlicher Drehzapfen, der in ein Loch des darunterliegenden Container einrastet als Sicherung gegen Verschieben
Coracle – Boot aus Rohrgeflecht mit Haut oder einer Persenning bezogen
Cork Water Club – Der erste Yachtclub der Welt (1720 in Irland gegründet)
Costabirne – Ein birnenförmiger Körper, der in Richtung Mitte Welle kurz hinter dem Schraubenpropeller angebracht wird. Ihr Durchmesser beträgt 1/10 bis 1/8 des Schraubendurchmessers. Sie verhindert die Kontraktion des Propellerstrahles an dieser Stelle und gewinnt dadurch eine vorwärtstreibende Kraft, die dem Schraubenschub zugute kommt.
C.O. commanding officer, Kommandant (Kriegsschiff)
chop-chop – Pidgin-Englisch: 1. soviel wie schnell, mach schnell, hopp-hopp 2. Flaggenwinkersignal „Ende“ 3. essen
Corvus – Enterbrücke auf römischen Kriegsschiffen
Coxswain – Gefechtsrudergänger, Steuermann
creek – Stromloses, flussähnliches Gewässer
Crew – die Besatzung eines Schiffes
Crude Oil – Aus dem Englischen übernommen, in der Tankschifffahrt allgemein verbreitete Bezeichnung für Rohöl, Erdöl
Cumshaw – Pidgin-English für ein Geschenk, meist mit Gefälligkeit des Beschenkten
Curry-Klemme
Curry-Klemme
Curryklemme (benannt nach Manfred Curry) – Gerät zum schnellen Einklemmen und Lösen einer Leine
Cutter – Fräserartiger Schneidkopf am Rüssel bestimmter Saugbagger


Index:  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z  Ä  Ö  Ü

[Bearbeiten] D

Signalflagge – D
Signalflagge – D
Winkeralphabet – D
Winkeralphabet – D

Schlüsselwort: Delta [ˈdɛltə]

Dacron – synthetisches Material, aus dem viele moderne Segel bestehen
Dagge – Tauende als Züchtigungsmittel auf alten Segelschiffen
Dalben – Pfahl oder Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen des Schiffes (siehe auch „Duckdalben“)
DAN – Rufzeichen von Norddeichradio
Dampferlicht – umgangssprachliche Bezeichnung für das von Maschinenfahrzeugen nachts zu führende weiße Topplicht
Dan-Leno-Scherbrett – kleines Scherbrett zum Offenhalten eines Schleppnetzes der Fischerei.
David – ein kleines Boot mit einem Torpedo, wurde im amerikanischen Sezessionskrieg verwendet
Davisquadrant – ein altes Instrument zum Nehmen der Sonnenhöhe
Davit – ein Kran an der Reling von größeren Schiffen, mit dem (Rettungs-)Boote geheißt werden
Deadlight – Bezeichnung für die Versenkungsaktion abgelieferter deutscher U-Boote durch britische Seestreitkräfte von November 1945 bis Januar 1946. Insgesamt 116 U-Boote wurden nördlich Irland in Loch Ryan in Lisahalley am Loch Foyle vor Derry zusammengezogen und durch Beschuss oder Sprengung versenkt.
Deadweight – maximale Ladekapazität von Frachtschiffen
Deckspassagier – Fahrgast, der keinen Anspruch auf einen Kajütsplatz hat
Decksmannschaft – der seemännische Teil der Besatzung
Decksbär – eine schwere Kiste zum Reinigen und Weißen des Decks, wird hin und her gezogen
Decksgäng (Decksgang) – üblicher Ausdruck für Decksbesatzung – im Gegensatz zur Maschinengang
Deckpeilung – Hat nichts mit Deck zu tun, sondern mit „Deckung“. Man hat eine Deckpeilung, wenn zwei Baken oder zwei Feuer in dem Augenblick, in dem sie „in Deckung“ sind, eine bestimmte Fahrrinne usw. kennzeichnen.
Decksglas – Ein an Stelle eines Oberlichtes für darunterliegende Räume in das Deck fest, das heißt nicht aufklappbar, eingesetztes Glas. Dieses hat meist eine prismatische Form, um das Licht unter Deck besser verteilen zu können.
Deckslast – Ladung, die nicht unter, sondern aus bestimmten Gründen (Sperrigkeit, Übergröße, gasender Inhalt) an Deck gefahren wird.
Deckssitz – schwimmende Decksbank als zusätzliches Rettungsmittel
daN – Abk. für Deka-Newton, Maß für Reißfestigkeit von Tauwerk
DGzRSDeutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
DG-Hull – siehe Verdränger und Gleiter
Delta – Sich gabelnde Flussmündung, die von der Form des gleichlautenden griechischen Buchstaben abgeleitet ist
Derivationswinkel – Winkel zwischen der Tangente an den Drehkreis und der Schiffslängsachse
Derrick – ein Kran, der sich um einen senkrechten Pfosten aufbaut. Die engl. Bezeichnung für Ladebaum
Deutsche Seemannsmission – (German Seaman's Mission) ist eine christliche Sozialeinrichtung für Seeleute
Deviation – Missweisung der Kompassnadel durch geographische Länge, und Breite, sowie durch das verwendete Eisen an Bord eines Schiffes
dichtholen – maximales Durchholen einer Leine
Dickschiff – umgangssprachlich ein großes Seeschiff, Kriegsschiff, auch Vier- oder Fünfmaster
Dennebaum – Lukenlängssüll auf einem Rheinschiff
Dingi – kleines Beiboot
dippen – das Grüßen von einem Schiff zu einem anderen, wobei die Flagge halb niedergeholt wird
Dirk – Bezeichnung für die Leine, die von der Mastspitze zur Baumnock verläuft
Distanzfracht – Fracht, die nach Meilen bezahlt wird
DMYVDeutscher Motoryachtverband
Dock
Dock
Dock – ist ein verschließbares und leerpumpbares Hafenbecken, um ein eingefahrenes Schiff trockenzulegen
Dockplan – Querschnittszeichnung eines Schiffes mit den für das Docken wichtigen Abmessungen
Dödel – Verhindert das Eindringen des Wassers durch die Lasche in das Bootsinnere. Der Dödel (Scheidennagel) ist ein Weichholznagel, der in eine Bohrung an der Schnittstelle von Lasche und Sponung eingeschlagen wird. Durch eindringendes Wasser quillt er und dichtet so die Lasche. Sein Durchmesser richtet sich nach der Größe des Kiels und nach der Tiefe der Sponung.
Dödelmoker – Bootsbauer und Schiffszimmerer
Doldrums – Zone mit häufiger Flaute in der Nähe des Äquators
Dollbord – (manchmal auch Sielbord genannt) ist der oberste Rand und Abschluss der Bordwand eines offenen Bootes, z. B. eines Ruderbootes oder einer Segeljolle
DolleEisen- oder Metallbeschlag in Form einer zweizinkigen Forke, dient bei einem Ruderboot zum Einlegen der Riemen beim Pullen oder Wriggen
Domper – auch Preventertau; zur Verhinderung des Hochspringens eines Baumes, Mastes oder einer Rah usw.
Donkey(-boiler) – Hilfskessel
Donkeyman – Hilfsheizer
Doppelpeilung – eine Methode der Ortsbestimmung in der terristrischen Navigation durch zweimaliges Peilen desselben Objektes. Peilt man ein Objekt und segelt oder fährt eine bestimmte Distanz, z. B. 5 sm, und peilt das Objekt zum zweitenmal, so ergibt der Schnittpunkt des zweiten Peilstrahls mit dem parallel zur Kurslinie verschobenen ersten Peilstrahl den Schiffsort.
Doppelender – Schiff mit Propeller vorn und hinten, z. B. eine Fähre
Dorade-Lüftung – Drucklüftersystem für Yachten, bei welchem durch seitliche Versetzung des Lüfterkopfes vom Lufschacht das Eindringen von Wasser ins Schiffsinnere vermieden wird
Dory – offenes Ruderboot für die Leinenfischerei
Dragganker – vierarmiger Suchanker zum Absuchen des Grundes
Draggen – Ankertyp mit klappbaren Flunken
Dördehand (Handtalje, Dritthandtalje) – engl. Handy billy (auch watch tackle) sehr kleiner Flaschenzug
Dragger – kleiner Trawler der US-Westküste
schwerer Draggenanker
schwerer Draggenanker
Drahtbrook – wie Netzbrook, aber anstatt Tauwerk aus Draht gefertigt. Zum Laden von Kautschuk usw.
Drehbasse – in einer Gabel aufgehängte Kanone
Drei Schwestern – drei hintereinanderfolgende Riesenwellen
Dreiinselschiff – ein Frachtschiff, welches Back (Aufbau am Vorschiff), Brücke und Poop (Aufbau am Achterschiff) besitzt. Diese Aufbauten tauchten auf See nach dem Schornstein oder den Masten zuerst an der Kimm auf.
Drifter – 1. Treibnetzfischer, 2. Flauten-Genua
Dromone – großer Schnellsegler im Mittelalter; Übergang von der Triere zur Galeere; 80 Riemen, 2 Masten
Dschunke – chinesisches Lastensegelschiff
DSVDeutscher Segler-Verband
Dubasse – mastloses Fahrzeug auf der Weichsel
Ducht – die Sitzbank in einem offenen Boot
Duckdalben – siehe Dalben
dümpeln – ein Schiff dümpelt, wenn es sich bei Windstille oder vor Anker im Seegang sachte wiegt
Dunkelmeer – lat. mare tenebrosum im Altertum der Name für die atlantischen Gewässer an der marokkanischen Küste bis zum Kap Verde (der Name hat seinen Ursprung wohl in der Unkenntnis dieser Gewässer, wo man immer noch das Ende der Erde zu finden glaubte)
Durch die Daggen laufen – Prügelstrafe mit dem Tampen (Spießrutenlaufen)
durchkentern – kentern des Schiffes bis zur Kieloben-Lage
durchsetzen – ein Tau festziehen und befestigen, beim Trimm des Riggs einer Jolle den Liekdraht der Fock spannen
dwars (nds, vom germanischen thvert) – verdreht; querab; quer zur Kielrichtung
Dwarsdriver – (Quertreiber) Bezeichnung für Meckerer und die, die es immer besser wissen wollen
Dwarslinie – fahren Schiffe, wenn sie genau parallele Kurse mit gleichen Abständen auf einer um 90° zum Kurs liegenden Linie fahren, also nebeneinander
Dwarslöper – quer zur eigenen Fahrtrichtung laufendes Schiff
Dwarsmiecher – (Querpinkler) Bezeichnung von abergläubischen Seeleuten für Frauen an Bord
Dwarssee – See, die quer in Fahrtrichtung an den Schiffskörper auftrifft
Dwarswind – Wind, der seitlich am Schiffskörper auftrifft (Seitenwind)
Dynaship – ein automatisiertes Riggsystem für Rahsegler


Index:  A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z  Ä  Ö  Ü

[Bearbeiten] E

Signalflagge – E
Signalflagge – E
Winkeralphabet – E
Winkeralphabet – E

Schlüsselwort Echo [ˈɛkoʊ]

Ebbe - Zeit des ablaufenden Wassers von Hochwasser bis Niedrigwasser
Ebbetor - inneres Tor einer Flutschleuse
einbooten - das Anbordgehen mit Hilfe des Schiffsbootes
eindampfen - in die Vor- oder Achterspring ist ein Bestandteil des Manövers zum An- und Ablegen von Schiffen
eindocken, docken - das In-das-Dock-Gehen, etwa um eine Reparatur oder Bodenreinigung vorzunehmen
Eigner - Eigentümer, Besitzer. Die Bezeichnung wird im Zusammenhang mit dem Besitz von Schiffen angewandt
Eimer - Spottname für ein Schiff
Eindecker - Ein Schiff, das nur ein (durchlaufendes) Deck besitzt
eingefahren - ist eine Mannschaft und dergleichen, wenn sie mit der Handhabung ihres Schiffes usw. vertraut geworden ist
Einhandyacht - Eine Yacht, die ein Mann allein bedienen kann. Sie muss so gebaut sein, dass alle Segelmanöver einschließlich des Setzens und Bergens der Segel, Ankermanöver und was sonst dazugehört, von einem Mann erledigt werden kann
einklarieren - das Erledigen der Zoll- und sonstigen Behördenformalitäten beim Einlaufen in einen Hafen
einmotten - ein Schiff stilllegen
einschäkeln - ein Teil, z. B. eine Leine, einen Block an einem anderen Teil mit einem Schäkel befestigen
einschiffen - das Anbordgehen, um eine Reise anzutreten
Einschiffungsmitteilung - Botschaft ein paar Tage vor dem Auslaufen an die Fahrgäste
Einschleicher - Bezeichnung für einen Blinden Passagier
einsetzen - Beim Stampfen des Schiffes in See setzt das Vorschiff in die See ein
eintörnen - 1. Vorgang beim Ankermanöver. Wenn nach dem Fallen des Ankers Kraft auf die Kette kommt, der Anker sich dann mit den Flunken in den Grund eingräbt, die Kette darauf hin wieder erschlafft, dann hat der Anker eingetörnt. 2. Seemännischer Ausdruck für „Liebe machen“.
Eisbär - Spitzname für den Schmierer (amtl. „Maschinenwärter“) der die Kühlanlagen am Bord betreut
Eisdeckel - dicke Isolierdeckel, die auf Kühlschiffen unterschiedliche Kühlzonen zwischen den einzelnen Decks trennen, bzw. stabile Abdeckungen im Lukenschacht. Die tragenden „Scherstöcke“ sind ebenfalls isoliert.
Eiserne Kuh - Zentrifuge in einer größeren Milchkanne, mit der durch Beigabe von Milchpulver, Butter und Wasser Milch erzeugt werden kann.
drei Eisheiligen - Spottname der Besatzung für den Kapitän, den leitenden Ingenieur und Ersten Offizier
Eiserner Gustav (ugs.) - Selbststeueranlage
Eisgürtel - Schiffe, die öfter in Gegenden verkehren, in denen mit Eis zu rechnen ist, werden mit eines Eisverstärkung gebaut, d. h. vornehmlich das Vorschiff zwischen Leer- und Tiefladelinie wird verstärkt, evtl. bis weit nach mittschiffs zu
Eisnot - ein Schiff ist in Eisnot, wenn es rundherum von Eis eingeschlossen oder eingeklemmt ist
Elefanter - ein zeitweiser starker Regen an der Westküste Hindustans
Elger - Fischspeer zum Bonitofang
Bild:Malta 324.jpg
Elevator (Getreidesauger) Malta
Elevator - 1. amerik. Fahrstuhl, 2. Getreideheber, 3. Lösch- und Ladeanlage für Bananenstauden, 4. Höhenruder bei einem Luftschiff, 5. Höhenscherbrett des Schwimmschleppnetzes, 6. Eimerbagger
Elmsfeuer - Elektrische Entladung bei Gewitter, in der Form, dass an den Toppen der Masten, den Spieren usw. kleine Flämmchen entstehen. Diese von alters her bekannte Erscheinung fand, bevor man die wirklichen Zusammenhänge erklären konnte, bei den abergläubischen Seeleuten die unterschiedlichste Deutung. Sie reicht vom Feuerteufel über Vorzeichen für gutes oder schlechtes Wetter bis zur Vorankündigung des nahen Todes eines Besatzungsmitgliedes
Embargo - 1. Ausfuhrverbot für Handelsschiffe, 2. Ausfuhrverbot, Handelssperren
E.M.P.A. - European Maritime Pilots Association; Internationale Organisation der Lotsengemeinschaft
EMSA - European Maritime Safety Agency
Ende - seemännischer Ausdruck für Seile
Endschäkel - das letzte Ende der Ankerkette, womit diese im Kettenkasten abgesichert ist, um das unerwünschte Ausrauschen der Ankerkette zu verhindern.
England expects every man to do his duty - England erwartet, dass jeder Mann seine Pflicht tut - Tagesbefehl Nelsons vor der Schlacht von Trafalgar am 21. Oktober 1805
entern - 1. das Übersteigen auf ein feindliches Schiff; 2. das Klettern in die Wanten = aufentern / niederentern
entmagnetisieren - Schiff gegen magnetische