Verzeichnis:Fußballjargon

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[Bearbeiten] Typische Begriffe, Wendungen und Spitznamen des Fußballwortschatzes

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[Bearbeiten] A

  • Abseitsfalle - Die abwehrende Mannschaft versucht, einen gegnerischen Angreifer, unmittelbar bevor er angespielt wird, ins Abseits zu stellen.
  • Abstauber, abstauben - Von abstauben spricht man, wenn der Ball, beispielsweise infolge eines gegnerischen Fehlers oder durch Zufall, in Tornähe geraten ist und der Spieler ihn ohne Mühe ins Tor schießen kann.
  • Nur Aluminium treffen (Pfosten oder Latte) - Ein Spieler trifft bei einem versuchten Torschuss lediglich einen Pfosten oder die Latte.
  • Aufsetzer - Schuss, der mindestens einmal den Boden berührt.
  • Auskontern - Ein Konter ist ein taktisch schneller Angriff nach dem Ballgewinn gegen eine weit aufgerückte gegnerische Mannschaft. Man sagt dann, diese gegnerische Mannschaft wurde ausgekontert.
  • Ausputzer - Im klassischen 4-3-3-System ist der Vorstopper der Spieler, der den Mittelstürmer der gegnerischen Mannschaft abschirmt.

[Bearbeiten] B

  • Badkickerl - Müdes Fußballspiel
  • Barrage - Relegation
  • Beamtenfußball (auch Schlafwagenfußball) - Fußball, der von Einfallslosigkeit, Unflexibilität und mangelnder Leistungserbringung geprägt ist. Der Begriff wurde in der Berichterstattung verwendet, als Brasilien bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nach enttäuschender Leistung im Viertelfinale ausgeschieden ist.
  • Über den Ball säbeln - Den Ball beim Schussversuch verfehlen.
  • Den Ball in die Maschen hauen - Ein Tor erzielen.
  • Der Ball verhungert vor dem Tor - Entweder ein Schuss wird so leicht ausgeführt, dass er es nicht über die Linie schafft. Oder ein sehr lascher Torabschluss, der dem Torhüter keinerlei Probleme bereitet.
  • Ballesterer - Österr. für Fußballspieler
  • Bananenflanke - Bei der Bananenflanke beschreibt der Ball eine krumme Flugbahn, weil er um sich selbst rotiert. Manni Kaltz gilt als ungekrönter König der Bananenflanke.
  • Bankdrücker - Spieler, der vorwiegend auf der Ersatzbank sitzt.
  • Befreiungsschlag - Sieg nach einer längeren Phase des Misserfolg, der eine Wende einleitet.
  • Beinschuss/Beini - dem Gegenspieler (oder Torwart) den Ball zwischen den Beinen hindurch spielen/schießen.
  • Beton anrühren - Siehe Mauern
  • Blutgrätsche - Ist in der Fußballersprache die Bezeichnung für ein besonders grobes und unsportliches Foul.
  • Bogenlampe - Ein hoher Schuss, der versehentlich zu einem evtl. gefährlichen Schuss wird.
  • Bolzen - Der Ball wird einfach nur nach weit nach vorne geschossen ohne konkret einen Mitspieler anzuspielen, um z. B. eine Situation vor dem eigenen Tor zu entspannen. Auch für Spiele von Kindern angewandt, die auf nicht regelgerechten Plätzen nach vereinfachten Regeln stattfinden (Bolzplatz).
  • Bonje (= Kopf)
  • Bosman-Urteil
  • Bude (= Tor)

[Bearbeiten] C

  • Catenaccio - Dieser Begriff kommt aus dem italienischen und bedeutet Sperrkette oder Riegel. Dieses Spielsystem zeichnet sich dadurch aus, dass es streng ergebnisorientiert ausgerichtet ist. Es ist eine Weiterentwicklung des Schweizer Riegels.
  • Chancentod - Bezeichnung für einen Spieler, der sehr viele Torchancen vergibt.

[Bearbeiten] D

  • Derby - Spiele zwischen Mannschaften aus einer Stadt oder Region (z. B. Ruhrgebiet, Niederrhein)
  • Diver - Dies ist eine Jubelform im Fußball, bei der der Spieler (zumeist der Torschütze) mit gestrecktem Körper flach über den (häufig nassen) Rasen rutscht. Er wurde zuerst von Jürgen Klinsmann während seiner Zeit bei Tottenham Hotspurs gezeigt. Seinen Ursprung fand der Diver in der Kritik der Hotspurs-Fans an Klinsmann, nachdem er in den Spielen zuvor einige Schwalben gezeigt hatte
  • Doppeln - Zwei Spieler decken zusammen einen gegnerischen Spieler.
  • Doppelpass - Hierbei spielt der ballführende Spieler einen Mitspieler an und läuft sofort in eine günstige Position weiter, um den Ball dann direkt wieder zugespielt zu bekommen.
  • Double - Gewinn der Meisterschaft und des Pokals in einer Saison.
  • Drei Ecken - ein Elfer - Regelvariante, insbesondere von Kindern angewandt, bei der Ecken nicht ausgeführt werden sondern eine Mannschaft für drei Ecken einen Elfmeter erhält.
  • Dritte Halbzeit - Ist ein Ausdruck für das Geschehen nach einem Fußballspiel. Im Freizeitfußball wird damit ein geselliges Beisammensein (meist in der Kneipe) gemeint, unter Hooligans dagegen Ausschreitungen nach einem Fußballspiel.
  • Dropkick - Schussvariante, bei der ein Spieler den Ball zeitgleich mit dem Aufspringen auf dem Boden schießt (also weder vom Boden aus schießt, noch einen Volleyschuss macht)

[Bearbeiten] E

  • Eiergoalie - schlechter Tormann
  • Eigengewächs - Ein Spieler der im Verein ausgebildet wurde.
  • Einnicken - Der Spieler erzielt ohne Probleme ein Tor mit dem Kopf (er steht meist vor dem (leeren) Tor).
  • Einnetzen - Ein Tor schießen, wo der Ball deutlich das Tornetz einbeult.
  • Elfmeterkiller - Torhüter der einen hohen Prozentsatz von Strafstößen hält.
  • Englische Woche - Woche, in der sowohl am Wochenende, als auch dienstags oder mittwochs Ligaspiele stattfinden.

[Bearbeiten] F

  • Fahrstuhlmannschaft - Eine Mannschaft, die permanent zwischen zwei Ligen auf- und absteigt.
  • w:Fallrückzieher - Hierbei steht der Spieler mit dem Rücken zu seinem Ziel, lässt sich mit leichtem Sprung nach hinten auf den Rücken fallen und schlägt den Ball volley mit dem Spann. Der Ball fliegt über den Kopf des Spielers und landet im Idealfall im Tor.
  • Fetzenlaberl - Bezeichnung für einen Fußball, ursprünglich für ein aus Stoffresten zusammen genähtes Knäuel, das in den Wiener Vorstädten der Ersten Republik als Ball herhalten musste.
  • Feuerwehrmann - Trainer, der engagiert wird wenn eine Mannschaft längere Zeit keinen Erfolg hatte und gegen den Abstieg kämpft. Einer der bekanntesten deutschen "Feuerwehrleute" war Jörg Berger.
  • Flankengott - Fußballer, der einen Ball von der Außenlinie passend zum Mittelstürmer spielt.
  • Flatterball - Beschreibt eine unregelmäßige Flugbahn des Balles aufgrund des Magnus-Effektes.
  • Fliegenfänger - Ein Torhüter, der die Flugbahn des Balles häufig falsch einschätzt und ihn darum oft verfehlt.
  • Flügelflitzer - Ein Spieler, der an den äußeren Spielfeldbegrenzungen hoch und runter läuft.
  • w:Flugkopfball - Ein Spieler köpft einen flachen Ball im flachen Sprung im Idealfall ins Tor.
  • Fußballhochburg - Eine Stadt in der traditionell viel und guter Fußball gespielt wird. (z. B. München, Gelsenkirchen, Dortmund, Mailand)
  • Fußballgott - Vom Publikum bejubelter Trainer, Führungsspieler oder Torjäger.
  • Fummeln (dribbeln) - Eine Spielart bei der Spieler, den Ball am Fuß hält und seine Gegenspieler umläuft. Auch "schnibbeln".

[Bearbeiten] G

  • Gaberln - Österreichische Bezeichnung für das mehrmalige aufspielen eines Balles, ohne dass dieser den Boden berührt.
  • Gästeblock - Bezeichnung für den Block im Stadion, in dem die gegnerischen Fans das Spiel verfolgen.
  • Gambel - Damit ist das Metallgestänge im Tor hinter dem Lattenkreuz gemeint.
  • Glanzparade - Wenn der Torwart einen fast unhaltbaren Torschuss pariert.
  • Gras fressen - Eine Mannschaft, die Gras frisst, kämpft eher als dass sie schönen Fußball spielt. Oft findet man dieses Verhalten bei Mannschaften, die sich im Abstiegskampf befinden.
  • Graue Maus - Mannschaft, die überwiegend im Tabellenmittelfeld beheimatet ist, selten attraktiven Fußball zeigt und damit der Boulevardpresse wenig Anlass zur Berichterstattung bietet. So galt der MSV Duisburg bis zu seinem ersten Abstieg 1982 und heute vor allem Arminia Bielefeld als graue Maus.
  • Gstetten - Österreichisches Äquivalent zum Bolzplatz
  • Gurkerl - Jemanden den Ball zwischen den Beinen hindurch spielen (Österreichisch).
  • Gurkentruppe - Anhaltend spielschwache Mannschaft.

[Bearbeiten] H

  • Hackentrick- Schuss oder Pass zu einem Gegenspieler, wobei man mit der Hacke den Ball spielt
  • Hammergruppe - Eine Gruppe bei einem großen Turnier, in der vier starke Mannschaften aufeinander treffen. (z.B. EM 2008 Gruppe C - Niederlande, Italien, Rumänien und Frankreich)
  • Hammerschuss - Ein sehr hart geschossener Ball, wie ihn z.B. Roberto Carlos beherrscht.
  • Handschrift - Besondere Spielweise einer Mannschaft, die auf den Einfluss des Trainers zurück geführt wird.
  • Hattrick - Ist, wenn ein Spieler drei Tore in einem Spiel schießt. Von einem "lupenreinen Hattrick" spricht man, wenn die Tore in direkter Folge und innerhalb einer Halbzeit fallen.
  • Heber - Ähnlich wie Lupfer(österreichisch), den Ball gefühlvoll mit dem Fuß über einen Gegner heben, nur muss der Ball nicht unbedingt im Tor landen: Ein fehlgeschlagener Versuch ist ebenfalls ein Heber.
  • Herbstmeister - Ist eine Mannschaft, die nach Abschluss der Hinrunde ganz oben steht.
  • Hinten reinstellen - Eine sehr defensive Spielweise, um z.B. eine Führung über die letzten Minuten zu halten.
  • holzen - Besonders unfaires und körperbetontes Spielen.
  • hoyzern - Das Spiel wird vermeintlich durch den Schiri manipuliert. Gilt als Schiedsrichterbeleidigung.

[Bearbeiten] I

  • In den Raum spielen - Ein Spieler bekommt einen Pass, dem er noch nachlaufen muss.
  • In die Zange nehmen - Wenn ein Spieler, der den Ball hat, von zwei Seiten angegriffen wird.

[Bearbeiten] J

  • Jausengegner - Einfacher Gegner (österreichisch).
  • Joker - Ein Einwechselspieler, der ein Tor erzielt.

[Bearbeiten] K

  • Kaltstellen - Ein Spieler wird über die ganze Spieldauerso gut abgeschirmt, manngedeckt, pressgedeckt, dass er nicht angespielt werden kann.
  • Kantersieg - Ein sehr hoher Sieg.
  • Kerze schießen - Ball, der fast kerzengerade nach oben fliegt.
  • Kirsche - Bezeichnung für den Spielball.
  • Kleines dickes Müller - Gerd Müller wurde so genannt, da er sehr klein war für einen Stürmer.
  • Knipser - Ein Stürmer, der in fast jedem Spiel sein Tor schießt.
  • Knüppeln - So viel wie holzen.
  • Kopfballungeheuer - Ein Spieler, der sehr viele Tore durch Kopfbälle erzielt. Horst Hrubesch vom HSV war so ein Typ.
  • König der Lüfte - Großgewachsener, sprungkräftiger und kopfballstarker Spieler, z.B. van Buyten von Bayern München.
  • Kreuzeck - Linke oder rechte obere Torecke.
  • Kugel - Bezeichnung für den Spielball.
  • Kugelblitz - Spitzname für Ailton (Werder Bremen, Schalke 04, MSV Duisburg) da er, ähnlich wie Gerd Müller, klein und sehr kräftig sowie unberechenbar ist.
  • Kurze und lange Ecke - Ein Eckball der auf den kurzen, bzw. langen Pfosten geschossen wird.
  • Kurzer und langer Pfosten - Kurzer Pfosten ist der Pfosten, der vom Standpunkt des ballführenden Spielers am nächsten ist. Gegenteil: Langer Pfosten. Typisch "Jargon", denn die beiden Pfosten sind natürlich weder lang noch kurz, sondern gleich hoch.
  • Kwirke - Querschläger.
  • Klebe auspacken - Ein sehr harter Schuss, besonders als "linke Klebe" mit dem linken Fuß.

[Bearbeiten] L

  • Langer Hafer - Weite und möglichst diagonal in den freien Raum geschlagene Bälle auf die Sturmreihe. Nützlich insbesondere in Druck- und Kontersituationen und bei schlechtem Wetter (Schnee, starker Regen und eventuell Wind). Voraussetzung sind schnelle, schuss- und spielstarke Stürmer, welche den Ball auch gut allein (oder zu zweit) behaupten/verwerten können.
  • Lattenkreuz - Die Stelle, an der sich Latte und Pfosten treffen.
  • Lattenpendler - Ball der an die Latte springt, von dort auf die Linie und wieder aus dem Tor.
  • Laufweg - Der abgesprochene Weg, den der Spieler laufen muss, um den Ball zu erreichen.
  • Lichtgestalt - Franz Beckenbauer
  • Luftkönig - siehe König der Lüfte
  • Lupfer - Ein Ball, der gefühlvoll über den gegnerischen Torwart ins Tor gehoben wird.

[Bearbeiten] M

  • Mauern - Ausschließlich defensiv spielen, um ein Unentschieden oder einen Vorsprung bis zum Spielabpfiff zu halten.
  • Meister der Herzen - Eine Mannschaft, die zwar nicht den Titel, aber die Sympathie der Fans erobert hat.
  • Mütze/Mützen - Dem Gegenspieler (oder Torwart) den Ball zwischen den Beinen hindurch spielen/schießen.

[Bearbeiten] N

  • Nickligkeiten – Geringfügige Regelverstöße, die möglicherweise nicht gepfiffen werden.
  • No-Look-Pass - ein Pass, der in eine Richtung gespielt wird, ohne in diese Richtung zu gucken. Meist guckt der Spieler absichtlich auffällig in eine andere Richtung, um den Gegner zu irritieren, dasselbe wie "Einen Pass blind spielen".
  • Notbremse - Ein Spieler, der einen anderen unfair daran hindert ein Tor zu erzielen oder allein auf den Torwart zuzulaufen, benutzt dafür die Notbremse. Für dieses Foulspiel gibt es die Rote Karte und der Spieler wird des Feldes verwiesen.

[Bearbeiten] O

  • Outwachler - Schiedsrichter-Assistent(österreichisch)

[Bearbeiten] P

  • Einen Pass blind spielen - Den Pass überraschend in eine "falsche" Richtung schlagen, im "blinden" Vertrauen auf einen lauffreudigen Mitspieler.
  • Packeln - Fußballschuhe (österreichisch).
  • Papierform - Nur gemäß früherer Resultate und aus den potentiellen Möglichkeiten der Spieler erwartete Spielstärke einer Mannschaft.
  • Pille - umgangssprachlich für Ball, Maskottchen der WM 2006.
  • Powerplay - Aus dem Eishockey entliehener Begriff. Eine Mannschaft spielt eine zeitlang nur auf das gegnerische Tor.
  • Pressing - Die verteidigende Mannschaft steht sehr nahe (französisch - près) zu den Angreifern. Früh im Spielaufbau stören.
  • Pressschlag - Gleichzeitiges Treten zweier Spieler gegen den Ball. Soll nicht als Foul gepfiffen werden, auch wenn es manchmal schmerzhaft ist.

[Bearbeiten] R

  • Raumdeckung - Die Gegenspieler werden nicht direkt bewacht, sondern nur der Raum wird abgedeckt.
  • Raute - in den letzten Jahren für eine Mittelfeldformation benutzter Begriff, aufgrund der Aufstellung im Raum der vier Mittelfeldspieler an den Ecken einer gedachten Raute.
  • Rasenschach - Spiel mit sehr strukturiertem und taktisch durchdachtem Spielsystem
  • Relegation - Ausscheidungsspiele um Aufstieg oder Abstieg
  • Rudelbildung - Wenn sich auf dem Platz viele Spieler versammeln, um gegen eine Entscheidung des Schiedsrichters zu protestieren oder wenn es nach einem hartem Foul zu einer Verletzung eines Mitspielers kommt. Häufig auch dann zu beobachten wenn ein Torwart unfair angegangen wurde. Kann vom Schiedsrichter mit Verwarnungen für mehrere Beteiligte geahndet werden.
  • Rapidviertelstunde - Letzte 15 Minuten eines Spieles, Ursprung in einer knapp 90-jährigen Tradition des rhythmischen Einklatschens der letzten Viertelstunde beim SK Rapid Wien.

[Bearbeiten] S

  • Schalker Kreisel - Schnelles Kurzpassspiel, um die gegnerische Mannschaft auszuspielen und zu verwirren. Entstanden in den 1930er Jahren, als Schalke die meisten Meisterschaften auf diese Weise holte.
  • Scheiberln - (österr.) Bezeichnung der Spielweise des in den den Dreißiger Jahren berühmten Wunderteams aus Österreich
  • Schiebung - Von Fans ausgerufen, wenn ein Schiedsrichter in ihren Augen (eine) falsche Entscheidung(en) getroffen hat, heute auch nach einem betrügerischen Schiedsrichter mit "Hoyzer"-Rufen verstärkt, was als Beleidigung gilt.
  • Schleifer - Ein besonders harter Trainer. Felix Magath war so einer und bekam dafür den Spitznamen "Quälix".
  • Schönspieler - Ein Spieler, der durch besonders kunstvolles und technisch anspruchvolles Spiel beeindrucken möchte, mit dieser Art zu spielen jedoch keinerlei Erfolg hat.
  • Schwalbe - Ein Spieler, der versucht, einen Elfmeter/Freistoss zu schinden, obwohl kein Foul begangen worden ist. Wird vom Schiedsrichter mit einer gelben Karte geahndet, wenn er es denn erkennt(Unsportlichkeit).
  • Die Sense ausfahren - Sehr grobes Foulspiel, wo meist beide Beine des Gegners weggeschlagen werden.
  • Schnibbeln- Ein anderer Ausdruck für Dribbeln.
  • Schweizer Riegel - Eine Spielweise nur zur Verhinderung von Toren.
  • Söldnermentalität - Wenn Spieler ohne ideelle Bindung zum Verein nur wegen des Geldes (des "Soldes") spielen.
  • Sonntagsschuss - Bezeichnet beim Fußball einen gewagten Schuss, der nur durch viel Glück das Tor erreicht und üblicherweise nicht zu einem Treffer führt. Ein Sonntagsschuss wird aus wenig aussichtsreicher Position abgegeben, z.B vom Mittelkreis.
  • Das Spiel breit machen - Viel an den Außenlinien entlang spielen.
  • Einen Spieler umlegen - Einen Spieler so angreifen, dass er hinfällt.
  • Standards - Spielsituationen, die im Training besonders geübt werden, da sie in Spielen immer wieder auftreten, wie Eckbälle und Freistöße.
  • Stanglpass - flacher Querpass in der Nähe vom Tor (österreichisch)
  • Steilpass - Meistens parallel zur Außenlinie gespielter Ball in den freien Raum oder zu einem weit vorne frei stehenden Mitspieler.
  • Steirer-Tor: - Leichter Gegentreffer, den 'nur ein Steirer kassiert'. Der stammt von einem Patzer von Rudolf Hiden (österreichisch).
  • Stockfehler - Aus dem Hockeysport entliehener Begriff (dort eine Regelwidrigkeit), der einen technischen Fehler eines Spielers bei der Ballannahme mit dem Bein bezeichnet.
  • Stopper - Verteidiger, der als letzter Spieler vor dem Tormann versucht, den Gegenspieler zu attackieren. In heutigen Taktiksystemen nicht mehr üblich.
  • Strafraumgespenst - Bezeichnung für einen besonders torgefährlichen Stürmer, den man das ganze Spiel nicht sieht und der dann plötzlich ein Tor schießt. Gerd Müller von Bayern München hat oft so gespielt.
  • Straßenfußballer - Spieler, die als Kinder auf Bolzplätzen, Straßen oder anderen nicht regulären Spielplätzen mit wenig Platz begannen und so auch später in 1:1-Situationen Vorteile haben.

[Bearbeiten] T

  • Tiqui Taca - Bezeichnung für das schnelle Kurzpassspiel der spanischen Nationalmannschaft, das entscheidend zum Erfolg während der Euro 2008 beitrug.
  • Titan - Gewaltiger Mensch, Riese und Himmelsstürmer der griechischen Sage. Torhüter Oliver Kahn von Bayern München wurde so benannt.
  • Todesgruppe - Siehe Hammergruppe.
  • Torwart hält seinen Kasten sauber - Der Torwart zeigt sehr gute Leistungen und lässt keinen Ball hinein.
  • Torwart kullert der Ball durch die Hände - Torwartfehler, der Torwart fängt einen eigentlich sicheren Ball nicht richtig.
  • Treter - Bezeichnung für einen besonders groben, unfairen Spieler.
  • Triple - Der Gewinn von Meisterschaft, Pokal und Europapokal, regelmäßig großspurig von Bayern München angekündigt.
  • Tunneln - Den Ball durch die Beine eines Gegenspielers spielen, auch bezeichnet als "Durch die Hosenträger spielen".

[Bearbeiten] U

  • Übersteiger - Eine Art einen Spieler zu umspielen. Franck Ribery von Bayern München spielt gern mit Übersteigern und schafft sich damit Vorteile gegen die Verteidiger.
  • Unabsteigbare - Bis zu seinem ersten Abstieg Synonym für den VfL Bochum, die danach zur Fahrstuhlmannschaft wurden. Die Bezeichnung erhielten Sie weil sie sich trotz geringer Finanzkraft und deshalb immer wieder prognostiziertem Abstieg über Jahre in der 1.Bundesliga halten konnten, bis sie 1993 erstmals abstiegen. Der Schweizer FC Aarau gilt weiterhin als „unabsteigbar“, genauso wie die beiden Wiener Großklubs SK Rapid Wien und FK Austria Wien, welche seit Gründung der österreichischen Meisterschaft immer erstklassig gespielt haben, ebenso wie der Hamburger SV in der 1.Bundesliga in Deutschland.

[Bearbeiten] V

  • Verwandeln - Die Verwertung einer Torchance zu einem Tor.
  • Versenken - Ein Tor schießen.
  • Volley - Schuss, bei dem der Ball in der Luft vom Schützen getroffen wird, ohne vorher den Boden berührt zu haben.
  • Vorstopper - Ein Verteidiger, der vor den eigentlichen Verteidigern versucht, den Spielmacher der Gegner zu stoppen, und danach den Ball an den eigenen Spielmacher abgibt. In den heute üblichen taktischen Systemen nicht mehr üblich.

[Bearbeiten] W

  • Wadenbeißer - Ein Spieler, der hart aber weitgehend fair den Gegner bekämpft, meist ein Verteidiger. Weltmeister Berti Vogts galt in seiner aktiven Zeit als ein Wadenbeißer, als Terrier.
  • Wegfausten - Der Torwart wehrt einen Ball mit den Fäusten ab.
  • Wiederaufstieg - Eine Mannschaft, die eine Saison vorher abgestiegen ist, steigt direkt wieder auf.
  • Windpille - Ein Ball der stark flattert.

[Bearbeiten] Z

  • Zampano - Bezeichnung für einen besonders autoritären Trainer, z. B. Max Merkel.
  • Zuordnungsproblem - Wenn die Stürmer die Verteidiger so überraschen, dass sie nicht mehr wissen, welcher Verteidiger für welchen Stürmer zugeordnet ist.
  • Zwölfter Mann - Häufig werden die Fans im Stadion, die ihre Mannschaft anfeuern als Zwölfter Mann bezeichnet.
  • Zeitspiel, auf Zeit spielen - Siehe Mauern. Das Zeitspiel findet jedoch gegen Spielende statt, gemauert werden kann über 90 Minuten.
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[Bearbeiten] Aussprüche und Phrasen

  • Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten. (Sepp Herberger)
  • Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. (Sepp Herberger)
  • Der nächste Gegner ist immer der schwerste. (Sepp Herberger)
  • Der Ball hat immer die beste Kondition. (Sepp Herberger))
  • Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten einem Ball hinterher und am Ende gewinnen immer die Deutschen. (Gary Lineker)
  • Fußball ist die schönste Nebensache der Welt.
  • Das Runde muss ins Eckige.
  • Elf Freunde müsst ihr sein.
  • Angriff ist die beste Verteidigung.
  • Lieber einmal 0:8 verloren als achtmal 0:1.
  • Die Wahrheit liegt auf dem Platz. (Otto Rehhagel)
  • Den hätte ja meine Oma reingemacht (Ansprache an einen Spieler, der eine klare Torchance vergeben hat).
  • Fußball ist ein Laufspiel. Vielleicht sollte man weniger dabei reden (Berti Vogts)
  • Fußball ist ein Spiel, bei dem 22 Verrückte einem Ball hinterher laufen (typischer Kommentar von "Fußballhassern")
  • Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech hinzu (Jürgen Wegmann)
  • Es wird alles hochsterilisiert (Bruno Labbadia)
  • Beim Fußball ist es wie mit einem Klavier: 8 müssen es tragen und 3 müssen spielen können.
  • Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien. (Andreas Möller)
  • Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel. (Lukas Podolski)
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