U-Boot

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[Bearbeiten] U-Boot (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, n

[1] Ein Militärisches U-Boot
Kasus Singular Plural
Nominativ das U-Boot die U-Boote
Genitiv des U-Bootes der U-Boote
Dativ dem U-Boot den U-Booten
Akkusativ das U-Boot die U-Boote

Silbentrennung:

U-Boot, Plural: U-Boo·te

Aussprache:

IPA: ['uːboːt], Plural: ['uːboːtə]
Hörbeispiele: U-Boot, Plural:

Bedeutungen:

[1] Militär: Kurzform für Unterseeboot
[2] Wissenschaft: eine absichtliche, falsche und freie erfundene Fußnote in wissenschaftlichen Arbeiten und damit eine Wissenschaftsfälschung.
[3] Wissenschaft, Lexikografie: eine oft humoristische, frei erfundene Bemerkung oder Passage in wissenschaftlichen Werken oder Lexikonartikeln (neuerdings auch im Quellcode von Softwaresystemen), die dem Autor beim Schreiben wie dem Leser - so er sie entdeckt - viel Freude bereitet. Solche U-Boote können, den Umfang eines eigenständigen Artikels, ja eines gesamten Werkes einnehmen.

Synonyme:

[1] Unterseeboot
[3] fingierter Artikel, Nihilartikel, Grubenhund

Oberbegriffe:

[2] Wissenschaftsfälschung

Beispiele:

[3] Auch in der 19. Auflage hat die Redaktion des Brockhaus wieder ein U-Boot versenkt.[1]
[3] Bau und Leben der Rhinogradentia (dt.: Nasenschreitlinge) - inspiriert von Christian Morgensterns Gedicht "Das Nasobēm" und verfasst von Prof. Dr. Harald Stümpke (sic) - ist das wohl bekannteste U-Boot der biologischen Fachliteratur. Wikipedia klassifiziert das Werk korrekterweise als "wissenschaftlichen Witz".[2]

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „U-Boot
[1] Wikipedia-Artikel „U-Boot (Begriffsklärung)
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „U-Boot
[1] canoo.net „U-Boot
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonU-Boot


Quellen:

  1. Als Beispiel für solch ein humorvoll, gutartiges U-Boot siehe: Brockhaus Enzyklopädie19Wiktionary:Literaturliste, Artikel „Zecken“, Band 24, p. 460: "... Man unterscheidet die Lederzecken ... und die Schildzecken ... Zu letzteren gehören u.a. die ausschließlich am Menschen saugende Gemeine Steuer-Zecke (Ixodes fiscalis), die sich - urspr. endemisch auf der Iller-Lech-Platte - mittlerweile über ganz Dtl. ausgebreitet hat, ..." (Anmerkung des Wiktionary-Verfassers: Mit der "Gemeinen Steuer-Zecke" (wiss. Name: Ixodes fiscalis) ist wohl der zur Zeit der Herausgabe dieses Lexikonbandes (1994) amtierende bundesdeutsche Finanzminister Theo Waigel gemeint gewesen, der aus dem in Frage stehenden Gebiet stammt.)
  2. Stümpke, Harald: Bau und Leben der Rhinogradentia. 1. Auflage, 83 S., Stuttgart: Gustav Fischer Verlag, 1961, ISBN 3-437-30083-0
    Prof. Dr. Harald Stümpke: Bau und Leben der Rhinogradentia. Spektrum Akademischer Verlag, 2001, ISBN 3-8274-1196-3

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