Tendenz

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Tendenz (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Tendenz die Tendenzen
Genitiv der Tendenz der Tendenzen
Dativ der Tendenz den Tendenzen
Akkusativ die Tendenz die Tendenzen

Worttrennung:

Ten·denz, Plural: Ten·den·zen

Aussprache:

IPA: [tɛnˈdɛnʦ], Plural: [tɛnˈdɛnʦn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -ɛnʦ

Bedeutungen:

[1] Hang, Neigung, Streben
[2] veraltet: Absicht

Herkunft:

im 18. Jahrhundert aus französisch tendance → fr, das zu französisch tendre → fr „spannen, sich ausstrecken“ gehört, dies zu lateinisch tendere → la[1]

Synonyme:

[1] Hang, Neigung, Streben, Trend

Beispiele:

[1] Er hat eine Tendenz zum Schielen.
[1] Wie immer ist die Tendenz beim Benzinpreis steigend.
[1] Die Zahl der Neuerkrankungen bleibt mit leicht fallender Tendenz auf niedrigem Niveau.
[1] Sie hat so eine Tendenz bockig zu reagieren, aber Sie sind ja Diplomat.
[2] Er beugte sich vor, voll der geheimen Tendenz dem Vater unerwartet Neues über den Sohn zu sagen.
[2] „Nur eine Form der Tendenz ist dem Künstler nicht erlaubt, die der Schwarz-Weiß-Zeichnung, die den Menschen der einen Seite als Teufel bildet, den der andern als Engel.“[2]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] steigend, sinkend
[1] es besteht die Tendenz

Wortbildungen:

tendenziell, tendenziös, tendenzlos
tendieren

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Tendenz
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Tendenz
[1] canoo.net „Tendenz
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonTendenz

Quellen:

  1. Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. de Gruyter, Berlin/ New York 2002. ISBN 3-11-017472-3
  2. Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland. Reclam, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-15-018688-6, Seite 239. Erstauflage 1933.

Ähnliche Wörter:

Pendenz, Tender