Synchronie

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[Bearbeiten] Synchronie (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, f

Kasus Singular Plural
Nominativ die Synchronie
Genitiv der Synchronie
Dativ der Synchronie
Akkusativ die Synchronie

Worttrennung:

Syn·chro·nie, kein Plural

Aussprache:

IPA: [zʏnkʀoˈniː]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] gleichzeitig gegebener Prozess oder Zustand
[2] Linguistik: sprachwissenschaftlicher Ansatz zur Erforschung des Systems einer Sprache in einem begrenzten Zeitabschnitt
[3] Linguistik: Zustand des Systems einer Sprache in einem begrenzten Zeitabschnitt

Herkunft:

aus dem Griechischen σύν (sýn) „mit“ und χρόνος (chrónos) „Zeit“

Sinnverwandte Wörter:

[1] Gleichzeitigkeit
[3] Sprachsystem

Gegenwörter:

[2] Diachronie

Beispiele:

[1] „Als betriebliche Synchronie stellen sie konstitutive Ressourcen und zentrale Elemente betrieblicher Organisationen dar.“[1]
[1] „Saussures absolute Trennung von Synchronie und Diachronie wird dem Wesen der Sprache nicht gerecht.“[2]
[2] Synchronie ist ein Terminus Saussures für die Erforschung eines Sprachsystems in einer bestimmten Entwicklungsphase.[3]
[2] Die Synchronie des heutigen Deutschen wird von Grammatiken und Wörterbüchern der Gegenwartssprache beschrieben.
[2] „Auch sie berücksichtigt die Dialektik von Synchronie und Diachronie, um den Zustand des Wortschatzes als Resultat seiner Entwicklung im Zusammenhang mit und in Abhängigkeit von seinen Funktionen im sprachlichen Handeln zu beschreiben.“[4]
[3] „Eine Sprachbetrachtung, die gleichermaßen Stabilität und Entwicklung berücksichtigt, das heißt, die Entwicklung als Veränderung der Stabilität versteht, wird neben der Diachronie auch die Synchronie respektieren müssen.“[5]

Abgeleitete Begriffe:

[2] synchron, synchronisch

[Bearbeiten] Übersetzungen

Dialektausdrücke:

  • Alemannisch:
  • Bayrisch:

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[2] Wikipedia-Artikel „Synchronie
[3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Synchronie
[?] canoo.net „Synchronie
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSynchronie
[3] Helmut Glück (Hrsg.), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage, Stichwort: „Synchronie“. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005. ISBN 978-3-476-02056-7
[2, 3] Theodor Lewandowski: Linguistisches Wörterbuch. 4., neu bearbeitete Aufl. Quelle & Meyer, Heidelberg 1985, Stichwort: Synchronie. ISBN 3-494-02050-7.

Quellen:

  1. Alexander Klier: Betriebliche Synchronie
  2. Karl-Ernst Sommerfeldt (Hrsg.): Entwicklungstendenzen in der deutschen Gegenwartssprache. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1988, S. 21. ISBN 3-323-00169-9. In Kapitälchen gedruckt: Saussure.
  3. Ferdinand de Saussure: Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin 1967, S. 96.
  4. Thea Schippan: Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. Niemeyer, Tübingen 1992, S. 5. ISBN 3-484-73002-1.
  5. Peter Braun: Tendenzen in der deutschen Gegenwartssprache. Sprachvarietäten. 4. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart/ Berlin/ Köln 1998, S. 101. ISBN 3-17-015415-X. Kursiv gedruckt: Veränderung der Stabilität.

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