Standpunkt

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Standpunkt (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Standpunkt die Standpunkte
Genitiv des Standpunktes
des Standpunkts
der Standpunkte
Dativ dem Standpunkt
dem Standpunkte
den Standpunkten
Akkusativ den Standpunkt die Standpunkte

Worttrennung:

Stand·punkt, Plural: Stand·punk·te

Aussprache:

IPA: [ˈʃtantˌpʊŋkt], Plural: [ˈʃtantˌpʊŋktə]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] räumliche Position
[2] Überzeugung

Synonyme:

[1] Aufenthaltsort, Position
[2] Meinung, Position, Blickwinkel, Überzeugung

Beispiele:

[1] Etwa zehn Meter über dem Dach der Insel, aber so weit vom Standpunkt der beiden Deutschen entfernt, daß ihre eben nur aus der Luke hervorblickenden Köpfe kaum bemerkt werden konnten, schwebte der Schiffskörper frei in der Luft. (Kurd Laßwitz, Auf zwei Planeten, z.n. Projekt Gutenberg)
[1] Der Maler selbst nahm seinen Standpunkt auf einer Erhöhung im Garten der Hackert'schen Villa selbst, sodaß er den schiefen Bogen der Brücke und den Weg zu derselben als Vordergrund hatte; Eleonore hatte denselben Standpunkt gewählt, aber näher der Brücke, weil sie für ihre Silberstiftzeichnung des größern Details bedurfte. (Heinrich Albert Oppermann, Hundert Jahre 1770–1870, z.n. Projekt Gutenberg)
[2] Sie vertritt einen durchaus beschränkten Standpunkt, und wenn ich das Wort wähle, so bin ich noch ritterlich. (Theodor Fontane, Frau Jenny Treibel, z.n. Projekt Gutenberg)
[2] Ein solcher Standpunkt ist daher nicht als eine Meinung, eine subjektive, beliebige Vorstellungs- und Denkweise eines Individuums, als eine Verirrung der Spekulation, anzusehen; diese findet sich vielmehr auf ihrem Wege nothwendig darauf versetzt, und insofern ist das System vollkommen wahr. (Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Wissenschaft der Logik, Zweiter Teil, Die subjektive Logik oder Lehre vom Begriff, z.n. Projekt Gutenberg)
[2] Nun sind aber gerade die, welche sich am entschiedensten auf diesen Standpunkt stellen, zugleich am festesten überzeugt, daß alle, selbst die höchsten Bewußtseinsprozesse im Menschen, den Willen desselben nicht ausgenommen, an materielle Vorgänge geknüpft sind, welche mit gesetzlicher Notwendigkeit entstehen und vor sich gehen und die Bewußtseinsprozesse eben so gesetzlich notwendig mitführen. (Gustav Theodor Fechner, Einige Ideen zur Schöpfungs- und Entwickelungsgeschichte der Organismen, z.n. Projekt Gutenberg)


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Standpunkt
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Standpunkt
[1] canoo.net „Standpunkt
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonStandpunkt