Schneise
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[Bearbeiten] Schneise (Deutsch)
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[Bearbeiten] Substantiv, f
| Kasus | Singular | Plural | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominativ | die Schneise | die Schneisen | |||||||
| Genitiv | der Schneise | der Schneisen | |||||||
| Dativ | der Schneise | den Schneisen | |||||||
| Akkusativ | die Schneise | die Schneisen | |||||||
Worttrennung:
- Schnei·se, Plural: Schnei·sen
Aussprache:
- IPA: [ˈʃnaɪ̯zə], Plural: [ˈʃnaɪ̯zən], [ˈʃnaɪ̯zn̩]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
Bedeutungen:
- [1] freier, langgezogener Streifen durch die Vegetation, insbesondere durch den Wald
- [2] vorbestimmter Luftkorridor für Start und Landung von Flugzeugen
- [3] vegetationsfreier oder vegetationsarmer Streifen, um das Überspringen von Bränden zu erschweren
Herkunft:
- mittelhochdeutsch sneyße = baumfreier Weg durch den Wald, neuhochdeutsch sneite (15. Jahrhundert), Schnaide, Schnaite, Schnete abgeleitet von Vorformen des Verbs schneiden
Synonyme:
- [1] Durchhau, Durchhieb, Schlag, Waldschneise
- [2] Anflugschneise, Anflugkorridor, Ausflugschneise, Einflugschneise, Eintrittskorridor, Flugschneise
- [3] Brandschneise, Feuerschneise
Gegenwörter:
Oberbegriffe:
- [1] Vegetation
- [2] Luftkorridor, Flugverkehr, Verkehrsvorschrift
- [3] Brandschutz
Unterbegriffe:
Beispiele:
- [1] Durch eine Schneise erblickte man von der Sennhütte aus die undankbare Steppe der kreidigen und unfruchtbaren Gemeindeweiden, die, vom letzten Balkon aus gesehen, dem offenen Meere glich und mit der frischen Natur des Sees und seiner Ufer kontrastierte.[1]
- [1] Dann weiter und weiter in den Wald hinein bis zu der Schneise, die dessen Rande parallel in ungeheurem Halbkreis durch das Dickicht führte.[2]
- [1] Dort am Ende der Schneise lag die kleine Waldlichtung, und dort würde Streith auf seinem Falben sie erwarten.[3]
- [2] Die Forderung während der jüngsten Runde, mehr Maschinen über Alsterdorf zu lenken, lehnte die Hamburger Seite ab. Ebenso wie den Wunsch, die Flugbewegungen über Quickborn und Hasloh auf den Stand von 2002 "einzufrieren" und die zusätzlichen Starts und Landungen über die anderen Schneisen abzuwickeln.[4]
- [2] Die Schneise für den Abflug liegt in östlicher, für die Landung in westlicher Richtung.
- [3] Sie wollen breite Schneisen durch das Gestrüpp schlagen, auch kontrollierte Brände entfachen, damit die nächste Feuersbrunst keine Nahrung mehr findet.[5]
- [3] Eine gepflegte Agrarlandschaft hingegen enthält wenig brennbares Material und wirkt eher flammhemmend, ähnlich einer Brandschneise. Früher weideten Schafe und Ziegen die griechischen Grünflächen ab und schufen natürliche Schneisen.[6]
- [3] Breite Schneisen zwischen den Parzellen und Feuerlöscher sollen das Risiko eines Brandes gering halten.[7]
Redewendungen:
- [1] Schneise aus Tod und Zerstörung
- [1] eine Schneise schlagen
- [1] Schneise der Verwüstung
- [1] Schneise des Todes
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1] Beginn, Breite, Ende, Länge, Verlauf der Schneise
- [1] alte, breite, deutliche, durchgehende, enge, gerade, geschlagene, große, grüne, kahle, kleine, lange, natürliche, neue, offene, schmale, schnurgerade, steile, tiefe, trennende Schneise
- [1] eine Schneise anlegen, hinterlassen, gerissen, schlagen, ziehen
[Bearbeiten] Übersetzungen
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Schneise“
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Schneise“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schneise“
- [1] canoo.net „Schneise“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Schneise“
Quellen:
- ↑ Gutenberg: Honoré de Balzac, Der Dorfpfarrer
- ↑ Gutenberg: Hermann Sudermann, Der Katzensteg
- ↑ Gutenberg: Eduard Graf von Keyserling, Fürstinnen
- ↑ Hamburger Abendblatt: Arne Kolarczyk, Quickborn: Fluglärm gerechter verteilen!
- ↑ ZEIT: Josef Joffe, Der "Gubernator" glänzt
- ↑ ZEIT: Der Kampf gegen die Feuerteufel
- ↑ ZEIT: Thomas Luther, Reich mit Holz
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