Schani

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[Bearbeiten] Schani (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, m, Vorname

Kasus Singular Plural
Nominativ (der) Schani die Schnanis
Genitiv (des) Schani der Schanis
Dativ (dem) Schani den Schanis
Akkusativ (den) Schani die Schanis

Worttrennung:

Scha·ni, Plural: Scha·nis

Aussprache:

IPA: [ˈʃaːni]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] Koseform des männlichen Vornamens Johann/Johannes
[2] selten: deutsche Schreibung der ungarischen Kurzform Sanyi → hu von Sándor → hu

Herkunft:

[1]
[2] Von Sándor → hu [ˈʃaːndor], der ungarischen Version von Alexander, ist die Kurzform Sanyi → hu [ˈʃaːni] [1][2] (manchmal auch Sani → hu geschrieben [3][4]) abgeleitet, nach deutscher Schreibweise Schani.

Alternative Schreibweisen:

[1]

Namensvarianten:

[1]

Weibliche Namensvarianten:

[1] Schanette, Schanettl

Bekannte Namensträger: (Links führen zur Wikipedia)

[1] Johann Strauss (Sohn), Wiener Komponist
[2] Sándor Kocsis, ungarischer Fußballspieler

Beispiele:

[1] „Man kann aus dieser Studie erfahren, daß die Wiener Eigennamen Schani und Schanett’ von den französischen Namen Jean und Jeanette herkommen und daß Schennerl von Eugénie und Schorschl von Georges abgeleitet wurden.“[5]
[1] „Und eine Harmonielehre, das Handwerk der Orchestrierung und des Partiturschreibens, das hat der Schubert Franzl, der Mozart Wolferl und der Strauß Schani auch erlernen müssen, trotz aller Genialität.“[6]
[1] „Zur Ehre des Schani mußte sich's der Vater sagen, daß dem mit einem Ruhm von Vaters Gnaden nicht gedient gewesen wäre O nein, dazu war der Junge viel zu stolz und bockig!“[7]
[2] „Endlich, 1961, bot sich den Katalanen die einmalige Chance, unter Kubalas Regie und mit den Exil-Ungarn »Schani« Kocsis und Zoltan Czibor auf den Flügeln Real Madrids ehernen Thron als Europapokalsieger zu besteigen.“[8]
[2] „Sándor »Schani« Péter Kocsis – »Goldkopf«. Er schoss 75 Tore in 68 Länderspielen für Ungarn, davon sieben Hattricks – ein Rekord.“[9]

Charakteristische Wortkombinationen:

Schani-Onkel, Onkel Schani, Strauß Schani

[Bearbeiten] Übersetzungen

Dialektausdrücke:

  • Bairisch: [] [[]]
  • Elsässisch: [] [[]]
  • Kölsch: [] [[]]
  • Schwäbisch: [] [[]]

? Referenzen und weiterführende Informationen: Quellen:

  1. Heinrich Christian Schnack, Reinhold Benecke: Vollständige, alphabetisch geordnete Sammlung Deutscher Vor- und Taufnamen, 3. Auflage, G.A. Rudolph, 1898, Seite 5 („Alexander“ mit „ung. Sandor, abgek. Sanyi“)
  2. Károly Ginter, László Tarnói: Ungarisch für Ausländer, Tankönyvkiadó, 1974, ISBN 963-17-0118-2, S. 59
  3. Sándor Bálint: Szegedi szótár, Band 2, Akadémiai Kiadó, 1957, S. 356 (Verweis „Sani → Sándor“)
  4. Janet Hannah: The Wish to Kill, Soho, 2002, ISBN 1-56947-270-X, S. 29 („The [school] bully's name was Sándor, the Hungarian version of Alexander, the same as Alex's. But everyone called him by the nickname Sani, which they pronounced Shawnee.“)
  5. Félix Kreissler: Das Französische bei Raimund und Nestroy, Notring der wissenschaftlischen Verbände Österreichs, 1967, S. 125
  6. Filmkunst, Österreichische Gesellschaft für Filmwissenschaft, Kommunikations- und Medienforshung, 1993, Ausgaben 137-140, S. 11
  7. August Friedrich Velmede, Winterhilfswerk des Deutschen Volkes (Hrsg.): Ewiges Deutschland. Ein deutsches Hausbuch, Band 5, G. Westermann, 1943, S. 54
  8. Dirk Messner (Hrsg.): Die Zukunft des Staates und der Politik.: Möglichkeiten und Grenzen politischer Steuerung in der Weltgesellschaft (Band 5 von EINE Welt), Dietz, 1998, ISBN 3-8012-0264-X, S. 831
  9. Liam Tomke Tanzen, Marcus Tanzen, Manuela Tanzen: Fußball vom Feinsten: Eine Auswahl von Lustigem, Wissenswertem und ungewöhnlichem rund um den schönsten Sport der Welt, BoD – Books on Demand, 2010, ISBN 3-8391-7006-0, S. 73


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