Räuber Hotzenplotz

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[Bearbeiten] Räuber Hotzenplotz (Deutsch)

[Bearbeiten] Wortverbindung, Eigenname

Kasus Singular Plural
Nominativ der Räuber Hotzenplotz
Genitiv des Räuber Hotzenplotz
Dativ dem Räuber Hotzenplotz
Akkusativ den Räuber Hotzenplotz

Silbentrennung:

Räu·ber Hot·zen·plotz

Aussprache:

IPA: [ˈʀɔɪ̯bɐ ˈhɔʦn̩ˌplɔʦ]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] Figur dreier sehr bekannter Kinderbücher von Otfried Preußler

Herkunft:

[1] Der Name kommt von der kleinen Stadt Hotzenplotz, damals eine Enklave in Mährisch-Schlesien an der Schlesischen Grenz, heute Osoblaha in Tschechien und dem gleichnamigen Fluß. Autor Otfried Preußler wurde etwa 300 km entfernt in Nordböhmen geboren und er fand, dass dieser Name gut zu einem rauhen Burschen passen würde.[1][2]

Gegenwörter:

[1] Wachtmeister Alois Dimpfelmoser, Seppel, Kasperl

Oberbegriffe:

[1] Räuber

Beispiele:

[1] Räuber Hotzenplotz macht gemeinsame Sache mit dem Zauberer Petrosilius Zwackelmann.
[1] „Sie erreichten den Waldrand. […] „Hast Du auch genau gelesen? Sieht ja aus, als käme jeden Moment Räuber Hotzenplotz aus dem Gebüsch.“ […] »Auf geht's Schwesterlein. Wenn Räuber Hotzenplotz kommt, hetzen wir einfach die sieben Zwerge auf ihn.«“[3]
[1] „Dunkle Bäume, dazu hat die Oma noch am Abend zuvor von Räubern im Wald und vor allem vom Räuber Hotzenplotz vorgelesen und die anschließenden Träume waren schon nicht die besten.“[4]
[1] „Und obwohl der Räuber Hotzenplotz ein liebenswertes Böses ist, so ist er doch böse genug, genau diese heile Welt in Gefahr zu bringen.“[5]
[1] „Wie die damaligen Kaspertheaterstücke sind Preußlers Erzählungen vom „Räuber Hotzenplotz“ durch eine simple, auf wenige Kulissen reduzierbare Topographie charakterisiert. Die Geschichten spielen im Dorf und im Wald.“[6]
[1] „Die Geschichte vom Räuber Hotzenplotz ist zum Beispiel aus psychoanalytischer Sicht eine lustbesetzte Bewältigungshilfe für die Spannungen, die aus der notwendigen Auseinandersetzung mit egozentrischen Bedürfnissen — verkörpert durch den Räuber — und deren sozialen und moralischen Beschränkungen — verkörpert durch den Wachtmeister Dimpfelmoser — resultieren und die die Entwicklungsprozesse bei einem Kind prägen.“[7]
[1] „Nehmen wir zwei richtige Stars. Männer, die jedes Kind auf der Straße erkennt: den Räuber Hotzenplotz und den kleinen Prinzen. Im Kindergarten beurteilten meine Freundinnen und ich die beiden so: Der Räuber Hotzenplotz sieht aus wie eine pickelige Riesennase auf zwei Beinen.“[8]

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Der Räuber Hotzenplotz
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonRäuber Hotzenplotz

Quellen:

  1. Gerhard Koss: Namenforschung. Eine Einführung in die Onomastik, (Band 34 von Germanistische Arbeitshefte Namenforschung: eine Einführung in die Onomastik), 3. Auflage, M. Niemeyer, 1990, ISBN 3-484-25134-4, S. 171
  2. Otfried Preußler in: Gesellschaft zur Förderung Ostmitteleuropäischen Schrifttums (Hrsg.): Sudetenland, Band 28, H. Preussler, 1986, S. 265-269
  3. Jürgen Fuchs: Sonne am Horizont. Eine Schwule Liebesgeschichte, BoD – Books on Demand, 2002, ISBN 3-8311-4706-X, S. 68 (Google Books)
  4. Guido Schwarz: Jungfrauen im Nachthemd, blonde Krieger aus dem Westen: eine motivpsychologisch-kritische Analyse von J.R.R. Tolkiens Mythologie und Weltbild, Königshausen & Neumann, 2003, ISBN 3-8260-2619-5, S. 68 (Google Books)
  5. Harald Hungenberg: Problemlösung und Kommunikation im Management: Vorgehensweisen und Techniken, 3. Auflage, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2010, ISBN 3-486-59134-7, S. 85 (Google Books)
  6. Hans-Heino Ewers: Komik im Kinderbuch: Erscheinungsformen des Komischen in der Kinder- und Jugendliteratur, Juventa, 1992, ISBN 3-7799-0447-0, S. 114 (Google Books)
  7. Barbara Bräutigam: Die Heilungskräfte des starken Wanja: Kinder- und Jugendliteratur in der Beratung und Therapie mit Kindern und Jugendlichen, Vandenhoeck & Ruprecht, 2009, ISBN 3-525-40202-3, S. 42 (Google Books)
  8. Jens Clasen, Elke Michel: Männer und Frauen wollen immer nur das Eine, aber nie das gleiche. Die beliebten Kolumnen aus dem größten Männermagazin der Welt, Meyer & Meyer Verlag, 2008, ISBN 3-89899-382-5, S. 53 (Google Books)
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