Puppe

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Puppe (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ die Puppe die Puppen
Genitiv der Puppe der Puppen
Dativ der Puppe den Puppen
Akkusativ die Puppe die Puppen
[1] moderne Puppe in Gestalt eines Kleinkindes
[3] Puppen verschiedener Schmetterlinge
[4] traditionelle Mais-Puppe in Minnesota

Anmerkung:

[2] Diese umgangssprachliche Verwendung kann unter Umständen als abfällig aufgefasst werden.

Worttrennung:

Pup·pe, Plural: Pup·pen

Aussprache:

IPA: [ˈpʊpə], Plural: [ˈpʊpm̩], [ˈpʊpən]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Puppe (Info), Plural: Lautsprecherbild Puppen (Info)
Reime: -ʊpə

Bedeutungen:

[1]
[a] eine (verkleinerte) Rekonstruktion eines Menschen, eines Kleinkindes (welches zumeist als Spielzeug verwendet wird)
[b] speziell angefertigte Puppe[1a], die zum Theaterspielen verwendet wird
[2] umgangssprachlich: eine gutaussehende weibliche Person
[3] Biologie: Entwicklungsstadium eines Insekts zwischen Larve und Vollinsekt
[4] Landwirtschaft, landschaftlich: zu Haufen zusammengestellte Stroh- oder Getreidegarben

Herkunft:

[1–3] seit dem 15. Jahrhundert bezeugt; nachweisbar in den frühneuhochdeutschen Formen puppe, boppe sowie in den mittelniederländischen Formen puppe, poppe, pop; Entlehnung aus dem Lateinischen puppa → la, eine Variante von lateinisch pūpa → lakleines Mädchen, Puppe, Larve“; entlehnt wurde zunächst die Bedeutung „Spielzeug“, später dann auch „Larve“; diese Bedeutung beruht auf einer ungenauen Übersetzung von griechisch nýmphēBraut“ (wegen der weißen Umhüllung)[1]

Synonyme:

[4] Garbe, Mandel, norddeutsch: Hocke

Sinnverwandte Wörter:

[1b] Marionette, Kasperpuppe
[2] Traumfrau, Schnecke, Schnitte, Zuckertorte
[3] Kokon
[4] Garbe

Verkleinerungsformen:

[1, 2] Püppchen, Püppi

Oberbegriffe:

[1] Spielzeug
[2] Frau
[3] Insekt
[4] Getreide, Stroh

Unterbegriffe:

[1] Anziehpuppe, Fingerpuppe, Gliederpuppe, Handpuppe, Holzpuppe, Künstlerpuppe, Matroschka, Modepuppe, Porzellanpuppe, Sockenpuppe, Strohpuppe
[3] Ameisenpuppe, Schmetterlingspuppe
[4] Weizengarbe, Maisgarbe

Beispiele:

[1] Als ich klein war, habe ich oft mit Puppen gespielt.
[2] Na, Puppe, hast du heute schon was vor?
[3] Aus der hässlichen Puppe wird in den nächsten Tagen ein wunderschöner Schmetterling.
[4] Wir müssen die Puppen noch vom Feld holen, bevor es regnet.

Redewendungen:

bis in die Puppen
die Puppen tanzen lassen

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] mit Puppen spielen

Wortbildungen:

[1] Puppenbett, Puppenbühne, Puppendoktor, Puppenfilm, Puppengesicht, puppenhaft, Puppenhaus, Puppenkind, Puppenkleid, Puppenklinik, Puppenkopf, Puppenküche, Puppenmacher, Puppenmöbel, Puppenmutter, Puppenspiel (→ Puppenspieler, Puppenspielerin), Puppenstube, Puppentheater, puppig
[2] Zuckerpuppe
[3] entpuppen, Puppenruhe, Puppenstadium, sich verpuppen


Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 3] Wikipedia-Artikel „Puppe
[1, 3, 4] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Puppe
[1, 3, 4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Puppe
[1, 3] canoo.net „Puppe
[1–3] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonPuppe

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 730

Ähnliche Wörter:

Bube, Poppe, Pupe, pupe, Puppet