Probe

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Probe (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Probe die Proben
Genitiv der Probe der Proben
Dativ der Probe den Proben
Akkusativ die Probe die Proben

Worttrennung:

Pro·be, Plural: Pro·ben

Aussprache:

IPA: [ˈpʀoːbə], Plural: [ˈpʀoːbm̩], [ˈpʀoːbn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -oːbə

Bedeutungen:

[1] das Einstudieren bei aufführenden Künsten
[2] die Untersuchung auf bestimmte Eigenschaften, oder deren Prüfung
[3] ein (kleiner) Teil von etwas, aus dem man die Eigenschaften des Ganzen ermitteln kann; Muster
[4] Linguistik: Verfahren zur Ermittlung von Satzteilen/Satzgliedern

Herkunft:

[1, 2] im 15. Jahrhundert entlehnt aus lat. proba → la („Prüfung, Versuch“), einer Rückbildung zu lat. probāre („prüfen“).[1]

Sinnverwandte Wörter:

[3] Stichprobe

Oberbegriffe:

[2] Untersuchung

Unterbegriffe:

[1] Generalprobe, Kostümprobe, Orchesterprobe
[2] Weinprobe
[3] Blutprobe, Geruchsstoffprobe, Stuhlprobe, Urinprobe
[4] Ersatzprobe, Expansionsprobe, Klangprobe, Kommutation/Kommutationsprobe, Reduktionsprobe, Spitzenstellungsprobe, Substitution/Substitutionsprobe/Substitutionstest, Umstellprobe/Verschiebeprobe, Weglassprobe
beproben, erproben, verproben
Arbeitsprobe, Ausfallprobe, Belastungsprobe, Biegeprobe, Bodenprobe, Bohrprobe, Bremsprobe, Chorprobe, Duftprobe, Durchlaufprobe, Echtheitsprobe, Eisprobe, Erzprobe, Farbenprobe, Farbprobe, Feuerprobe, Funkenprobe, Gasprobe, Geduldsprobe, Generalprobe, Geruchsprobe, Geschmacksprobe, Gesteinsprobe, Gewebeprobe, Goldprobe, Gratisprobe, Handschriftenprobe, Hauptprobe, Kostprobe, Schattenprobe, Schriftprobe, Sehprobe, Stellprobe, Stichprobe, Talentprobe, Theaterprobe, Unterschriftsprobe, Warenprobe, Wasserprobe, Zerreißprobe

Beispiele:

[1] „Morgen findet die Probe für die Streicher statt!“
[1] „Bei den letzten Proben und der Generalprobe vor dem großen Tag teilte der zugezogene und dann probeweise sich langsam öffnende Vorhang die ganze Welt für ihn in zwei Teile.“[2]
[3] Wir würden gerne eine Probe dieser Farbe für ein paar Tage mit nach Hause nehmen.
[4] Proben sind operationale Verfahren, mit denen ein Grammatiker herausfinden kann, welche Wörter eines Satzes zusammengehören und eine Funktion im Satz wahrnehmen (operationale Satzgliedanalyse/operationale Grammatik).
[4] „Sowohl in der Wortlehre als auch in der Satzlehre lassen sich bestimmte Eigenschaften der untersuchten Elemente besser erkennen, wenn man mit Proben arbeitet.“[3]

Wortbildungen:

proben, probieren, probefahren, probehalber, probehaltig, probelaufen, probeschreiben, probesingen, probeturnen, probeweise
Probeabstimmung, Probeabzug, Probealarm, Probearbeit, Probeaufnahme, Probeauftrag, Probebelastung, Probebetrieb, Probebogen, Probebohrung, Probebühne, Probedruck, Probedrucklauf, Probeehe, Probeentnahme, Probeessen, Probeexemplar, Probeexzision, Probeflug, Probegalopp, Probeheft, Probejahr, Probelauf, Probelehrer, Probelektion, Probenahme, Probenarbeit, Probenentnahme, Probenummer, Probepackung, Probephase, Proberaum, Proberöhrchen, Proberunde, Probeschuss, Probeseite, Probesendung, Probespannung, Probespiel, Probesprung, Probestoß, Probestück, Probestunde, Probetag, Probetext, Probeunterricht, Probeversuch, Probewoche, Probewurf, Probezeit,

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2, 4] Wikipedia-Artikel „Probe
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Probe
[1–3] canoo.net „Probe
[1–3] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonProbe
[4] Helmut Glück (Hrsg.), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage, Stichwort: „Probe“. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005. ISBN 978-3-476-02056-7.
[4] Theodor Lewandowski: Linguistisches Wörterbuch. 4., neu bearbeitete Auflage Quelle & Meyer, Heidelberg 1985. ISBN 3-494-02050-7, Stichwort: Proben.

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Probe“, Seite 721.
  2. Karl Heinz Bohrer: Granatspliter. Erzählung einer Jugend. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2014, ISBN 978-3-423-14293-9, Seite 169. Erstausgabe 2012.
  3. Duden. Die Grammatik. 7., völlig neu erarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag: Mannheim/ Leipzig/ Wien/ Zürich 2005, Seite 139. ISBN 3-411-04047-5