Präteritum

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Präteritum (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ das Präteritum die Präterita
Genitiv des Präteritums der Präterita
Dativ dem Präteritum den Präterita
Akkusativ das Präteritum die Präterita

Worttrennung:

Prä·te·ri·tum, Plural: Prä·te·ri·ta

Aussprache:

IPA: [pʀɛˈteːʀitʊm], Plural: [pʀɛˈteːʀita]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Linguistik: Zeitform, die ausdrückt, dass ein Geschehen vom Standpunkt des Sprechers aus gesehen vergangen, abgeschlossen und von der Gegenwart losgelöst ist und in diesem Sinn der Vergangenheit angehört.
[2] Verbform im Präteritum [1]

Abkürzungen:

Prät.

Herkunft:

zu lateinisch praeteritum → la, dem Partizip Perfekt Passiv zu praeterire → la (vorübergehen; Präfix praeter- und ire, „gehen“), also: vorübergegangen

Synonyme:

[2] Imperfekt[1]

Gegenwörter:

[1] Präsens, Perfekt, Futur

Oberbegriffe:

[1] Tempus, Konjugation, Flexion

Beispiele:

[1] "Ich spielte" steht im Präteritum.
[1] „Die Fragen nach Bestand und Veränderungen im Feld der Vergangenheitstempora konzentrieren sich mehr und mehr auf die Verwendungsweisen von Präteritum und Perfekt, nicht so sehr wegen der geringen Gebrauchsfrequenzen des Plusquamperfekts, sondern wegen der häufigen Konkurrenz zwischen Formen des Präteritums und des Perfekts.“[2]
[1] „Regelmäßige Verben ändern im Präteritum und im Partizip II ihren Stammvokal nicht, unregelmäßige Verben ändern ihn in gesetzmäßiger Weise in den drei Stammformen (Infinitiv - Präteritum - Partizip II) (Ablaut):...“[3]
[2] In der Wendung "ich spielte" ist "spielte" ein Präteritum.

Wortbildungen:

[1] präterital, Präteritopräsens

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Präteritum
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Präteritum
[1] canoo.net „Präteritum
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonPräteritum

Quellen:

  1. "Präteritum" und "Imperfekt" werden zwar in vielen Nachschlagewerken als Synonyme bezeichnet, unterscheiden sich aber in ihrer Bedeutung, siehe: Zwiebelfisch-Abc: Imperfekt/Präteritum.
  2. Peter Braun: Tendenzen in der deutschen Gegenwartssprache. Sprachvarietäten. 4. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart/ Berlin/ Köln 1998, Seite 133. ISBN 3-17-015415-X. Kursiv gedruckt: Vergangenheitstempora.
  3. Wolfgang Fleischer, Gerhard Helbig, Gotthard Lerchner (Herausgeber): Kleine Enzyklopädie Deutsche Sprache. Peter Lang, Frankfurt/Main 2001, ISBN 3-631-35310-3, Seite 225. Abkürzungen aufgelöst.