Phraseologismus
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
[Bearbeiten] Phraseologismus (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, m
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Phraseologismus | die Phraseologismen |
| Genitiv | des Phraseologismus | der Phraseologismen |
| Dativ | dem Phraseologismus | den Phraseologismen |
| Akkusativ | den Phraseologismus | die Phraseologismen |
Worttrennung:
- Phra·se·o·lo·gis·mus, Plural: Phra·se·o·lo·gis·men
Aussprache:
- IPA: [fʀazeoloˈɡɪsmʊs], Plural: [fʀazeoloˈɡɪsmən]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
Bedeutungen:
- [1] Linguistik: feste Verbindung von zwei oder mehr Wörtern, deren Gesamtbedeutung sich nicht mehr aus den Bedeutungen der einzelnen Komponenten ergibt, sondern eine Übertragung erfahren hat
Herkunft:
- [1] griech. „phrasis“ „Sprechen“ + „-logie“ „Lehre“ + Derivateme -is und -mus
Synonyme:
- [1] feste Wortverbindung, Idiomatisierung, Idiom
- [1] veraltet: Redensart, Redewendung[1]
Gegenwörter:
Oberbegriffe:
- [1] Phraseologie
Unterbegriffe:
- [1] geflügeltes Wort, Gemeinplatz, Idiom, Phrasenschablone/ Phraseoschablone, Redensart, Redewendung, Sprichwort
- [1] Zwillingsformel, Drillingsformel, Vierlingsformel
Beispiele:
- [1] "Jemanden in die Pfanne hauen", "den Rahm abschöpfen", "durch die Lappen gehn" sind Phraseologismen im Deutschen.
- [1] Mit Phraseologismen befasst sich die linguistische Disziplin Phraseologie.
- [1] „Es gibt zwischensprachlich sogar eine Reihe von Phraseologismen, die lexikalisch analog und in ihrer syntaktischen Struktur parallel gebildet werden und dabei auch noch bedeutungsgleich sind: man spricht in diesem Fall von ‚isomorphen Phraseologismen‘.“[2]
- [1] „Unter Phraseologismen wollen wir feste Einheiten aus mehr als einem Wort verstehen.“[3]
- [1] „Bei W. Fleischer erscheinen die meisten festen Formen unter der heute gebräuchlichen Bezeichnung des Phraseologismus.“[4]
[Bearbeiten] Übersetzungen
|
|
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Phraseologismus“
- [1] canoo.net „Phraseologismus“
- [1] Rudi Conrad (Hrsg.): Lexikon sprachwissenschaftlicher Termini. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1985
Quellen:
- ↑ Rudi Conrad (Hrsg.): Lexikon sprachwissenschaftlicher Termini. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1985
- ↑ Christoph Gutknecht: Lauter böhmische Dörfer. Wie die Wörter zu ihrer Bedeutung kamen. Beck, München 1995, S. 34. ISBN 3-406-39206-7. Kursiv gedruckt: Phraseologismen und isomorphen Phraseologismen
- ↑ Thea Schippan: Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. Niemeyer, Tübingen 1992, S. 47. ISBN 3-484-73002-1. Gesperrt gedruckt: Phraseologismen.
- ↑ Peter Braun: Tendenzen in der deutschen Gegenwartssprache. Sprachvarietäten. 4. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart/ Berlin/ Köln 1998, S. 214. ISBN 3-17-015415-X.