Pangenesis
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[Bearbeiten] Pangenesis (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, f
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Pangenesis |
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| Genitiv | der Pangenesis |
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| Dativ | der Pangenesis |
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| Akkusativ | die Pangenesis |
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Silbentrennung:
- Pan·gen·e·sis, kein Plural
Aussprache:
- IPA: [panˈɡɛnəzɪz], auch: [panˈɡeːnəzɪz]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
Bedeutungen:
- [1] Biologie / Genetik: Eine historische Arbeitshypothese und Theorie zur Erklärung bestimmter Anpassungen bei Organismen, die davon ausgeht, dass das Erb- oder Keimgut im gesamten Körper entsteht und in den Keimzellen gewissermaßen gesammelt wird. Auf diese Weise sollten erworbene Eigenschaften an nachfolgende Generationen weitergegeben werden können. Die Pangenesis wurde schon im Altertum von Hippokrates vertreten. Charles Darwin vertrat partiell diesen Ansatz bei bestimmten Anpassungen von Organismen, die er meinte, mit seiner Selektionstheorie nicht erklären zu können [1]. Darwins Vetter Francis Galton wiederlegte als einer der esten die Pangenesistheorie experimentell und der Freiburger Zoologe August Weismann wiederlegte sie mittels seiner Keimplasmatheorie theoretisch.
Herkunft:
Synonyme:
- [1] Somatische Induktionslehre
Gegenwörter:
Beispiele:
- [1] "Es wird fast allgemein zugegeben, daß die Zellen oder die Einheiten des Körpers sich durch Theilung oder Prolification fortpflanzen, wobei sie zunächst dieselbe Natur beibehalten und schliesslich in die verschiedenen Gewebe und Substanzen des Körpers verwandelt werden. Aber ausser dieser Vermehrungsweise nehme ich an, dass die Zellen vor ihrer Umwandlung in völlig passive oder 'gebildete Substanz' kleine Körnchen oder Atome abgeben, welche durch den ganzen Körper frei circulieren und welche, wenn sie mit gehöriger Nahrung versorgt werden, durch Theilung sich verfielfältigen und später zu Zellen entwickelt werden können, gleich denen von denen sie herrühren. Diese Körnchen können der Deutlichkeit halber Zellenkeimchen genannt werden, oder da die Zellentheorie nicht vollständig begründet ist, einfach Keimchen ... Endlich nehme ich an, dass die Keimchen in ihren schlummernden Zustande eine gegenseitige Verwandtschaft zueinander haben, welche zu ihrer Aggregation entweder zu Knospen oder zu den Sexualelementen führt. Um genauer zu sprechen, so sind es nicht die reproduktiven Elemente, auch nicht die Knospen, welche neue Organismen erzeugen, sondern die Zellen selbst durch den ganzen Körper. Diese Annahmen bilden die provisorische Hypothese, welche ich Pangenesis genannt habe." [2]
Abgeleitete Begriffe:
- [1] Pangene, Pangenesistheorie
[Bearbeiten] Übersetzungen
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Dialektausdrücke:
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Pangenesis“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Pangenesis“
- [1] canoo.net „Pangenesis“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Pangenesis“
Quellen:
- ↑ Vor allem vertrat Darwin diese Ansicht in: Charles Darwin: Das Variieren der Thiere und Pflanzen im Zustande der Domestication (übersetzt von Victor Carus), 2 Bände, Stuttgart 1868
- ↑ Charles Darwin: Das Variieren der Thiere und Pflanzen im Zustande der Domestication (übersetzt von Victor Carus), 2 Bände, Stuttgart 1868, Band II, p. 491 f.
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