Nebbich

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[Bearbeiten] Nebbich (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, m

Kasus Singular Plural
Nominativ der Nebbich die Nebbiche
Genitiv des Nebbichs der Nebbiche
Dativ dem Nebbich den Nebbichen
Akkusativ den Nebbich die Nebbiche

Worttrennung:

Neb·bich, Plural: Neb·bi·che

Aussprache:

IPA: [ˈnɛbɪç], Plural: [ˈnɛbɪçə]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] salopp abwertend: jemand, der unwichtig, unbedeutend ist
[2] salopp abwertend: dummes Zeug

Herkunft:

seit dem 19. Jahrhundert bezeugt; Entlehnung aus dem Westjiddischen נעבעך‎, YIVO nebekh, „armes Ding, armer Kerl“, welches auch als Ausruf gebraucht wird (siehe hierzu nebbich); das jiddische Wort entstammt seinerseits dem Polnischen nieboga → pl beziehungsweise niebożę → plarmes Ding[1][2]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Lusche, Nichts, Niemand, Niete, Null, Paria, Underdog

Gegenwörter:

[1] großes Tier/hohes Tier, VIP/V.I.P.

Oberbegriffe:

[1] Mensch, Person
[2] Objekt, Stoff

Beispiele:

[1] „Der ältere Caballero ist sicher ein Redakteur, und der jüngere Caballero ist entweder der Sohn reicher Eltern oder ein Nebbich.“[3]
[2] „Diese unwiderstehliche Ostentation von Pofel und Pleite, dieses maximum en effort zu einem minimum en effet, dieser volle Einsatz von Nebbich und Nichts, den ich als das Kennzeichen des Mausi-Typus dargestellt habe und den die undankbare Heimat mit einem »Gehst denn nicht!« ablehnt, zeigt ihn in der Rolle des geistig wie räumlich von mir distanzierten Weltbürgers, dem »Bekannte, die aus Wien kamen«, erst »erzählen« mußten, »der Fackel-Kraus« habe zwanzig Seiten über ihn geschrieben.“[4]

Abgeleitete Begriffe:

[1] nebbich

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1198
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 923
[2] Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 647
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Nebbich
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonNebbich

Quellen:

  1. vergleiche Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 647
  2. Hans Peter Althaus: Chuzpe, Schmus & Tacheles. Jiddische Wortgeschichten. Beck, München 2004, Seite 135-141. ISBN 3-406-51065-5
  3. GutenbergWiktionary:Literaturliste: Edmund Josef von Horváth: Der ewige Spießer, 1930
  4. GutenbergWiktionary:Literaturliste: Karl Kraus: Grimassen - Aufsätze 1914-1925

Ähnliche Wörter:

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