Narr

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[Bearbeiten] Narr (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, m

[1] Diego Velázquez, Porträt des Hofnarren Juan de Calabazas
Kasus Singular Plural
Nominativ der Narr die Narren
Genitiv des Narren der Narren
Dativ dem Narren den Narren
Akkusativ den Narren die Narren

Silbentrennung: Narr, Plural: Nar·ren

Aussprache:

IPA: [naʁ], Plural: ['naʁən]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] ein Gaukler und Spaßmacher bereits im Mittelalter, bei Hofe, Dilettant; Mensch, der Witze macht, sich witzig verhält
[2] beleidigende, abwertende Bezeichnung für einen Menschen mit vermeintlich geringerer Intelligenz
[3] häufig in Verbindungen: jemand, der in jemanden oder etwas vernarrt ist

Abkürzungen:

[1]

Herkunft:

[1-3] althochdeutsch: narro

Synonyme:

[1] Anfänger, Ausbund, Bajazzo, Clown, Comedian, Dilettant, Dummkopf, Eulenspiegel, Faschingsfigur, Fastnachtsgeck, Faxenmacher, Fex, Gaukler, Gracioso, Geck, Gelbschnabel, Gimpel, Grünhorn, Grünling, Grünschnabel, Harlekin, Hofnarr, Hofzwerg, Humorist, Jeck, Kasper, Kobold, Komiker, Komodiänt, Klassenclown, Lustigmacher, Naseweis, Original, Pausenclown, Possenmacher, Possenreißer, Schalk, Schelm, Scherzkeks, Spaßmacher, Spaßvogel, Tolpatsch, Tor, Trottel, Tölpel, Witzbold
[2] Armleuchter, Bajazzo, Clown, Depp, Dummkopf, Einfaltspinsel, Eulenspiegel, Faxenmacher, Flachkopf, Geck, Grünschnabel, Harlekin, Hofzwerg, Humorist, Idiot, Kamel, Ochse, Possenmacher, Possenreißer, Schaf, Schalk, Schwachkopf, Simpel, Spaßmacher, Tropf, Witzbold,

Gegenwörter:

[1]

Oberbegriffe:

[1] Humor, Spaß, Unterhaltung, Kommunikation, Kultur
[1] Mittelalter, Geschichte, Humanwissenschaft
[1] Mensch, Lebewesen
[2] Verhalten, Soziologie, Humanwissenschaft, Wissenschaft
[2] Verhalten, Krankheit, Psychologie, Humanwissenschaft, Wissenschaft
[2] Beleidigung, Abwertung, Verhalten, Psychologie, Humanwissenschaft, Wissenschaft
[3] Selbstwertung, Selbsteinschätzung, Selbstkritik, Verhalten, Psychologie, Soziologie, Humanwissenschaft, Wissenschaft

Unterbegriffe:

[1] Hofnarr

Beispiele:

[1] Der Narr unterhält seinen König.
[1] "Wir Deutsche sind weichmütige Narren, und die Leiden eines alten, kranken, gedemütigten, wenn selbst bösartigen Feindes gehen uns ans Herz." [1]
[2] Das hast du wirklich getan? Du bist doch ein Narr!
[3] Wenn es um Pferde geht, wird sie zum Narren.

Redewendungen:

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ~ sein, alte, alter ~, ärgster ~, armer ~, ausgemachter ~, bitterer ~, buntscheckiger ~, denn, dich, dir, du ~, du bist ein ~, echter ~, ehrlicher ~, eitler ~, ganzer ~, gefährlicher ~, gehörnter ~, glücklicher ~, großer ~, guter ~, gutmütiger ~, halber ~, heilige, heiliger ~,Humor, ihr, kein ~, kleiner ~, König, mein ~, mich, mir, moralischer ~, Narren, Narrheit, rechter ~, schäumender ~, Schelm, solcher ~, trauriger ~, treuer ~, verdammter ~, veritabeler ~, vollkommener ~, wäre, was für ein ~, weise, weiser ~, Weiser, wer, Witz

Abgeleitete Begriffe:

[1] Närrin, Hofnarr,
[1,2] narren, Narrenfreiheit, Narrenkappe, Narrenseil, Narretei, närrisch, Narrheit,
[3] Autonarr, Briefmarkennarr, Eisenbahnnarr, Fahrradnarr, Fußballnarr, Frauennarr, Modenarr, Pferdenarr, Sportnarr, Stricknarr, Wäschenarr

[Bearbeiten] Übersetzungen

Dialektausdrücke:

  • Berlinerisch: [] [[]]
  • Elsässisch: [] [[]]
  • Kölsch: [] [[]]
  • Schwäbisch: [] [[]]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Narr
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Narr
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Narr
[1] canoo.net „Narr
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonNarr
  1. Otto von Korvin, Der Pfaffenspiegel

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