Mond

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

Wechseln zu: Navigation, Suche
Nuvola apps korganizer.png Dieser Eintrag war 2006
50. Wort der Woche.

[Bearbeiten] Mond (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, m, Eigenname

[1,2] Mond der Erde
Kasus Singular Plural
Nominativ der Mond die Monde
Genitiv des Monds
des Mondes
der Monde
Dativ dem Mond
dem Monde
den Monden
Akkusativ den Mond die Monde

Silbentrennung:

Mond, Plural: Mon·de

Aussprache:

IPA: [moːnt], Plural: [ˈmoːndə]
Hörbeispiele: Mond (Österr.), Plural: Monde (Österr.)

Bedeutungen:

[1] Astronomie: Himmelskörper, der einen Planeten umkreist
[2] ursprünglich ausschließlich, umgangssprachlich: der die Erde umkreisende Mond, der Erdmond, natürlicher Satellit, Trabant der Erde
[3] poetisch und veraltet: Monat
[4] kindersprachlich, salopp, synonym: Gesäß, Hintern
[5] kurz für den Halbmond, ein Symbol in Flaggen und Wappen
[6] das Möndchen (Lunula), der sichtbare halbmondförmige Teil der Matrix von Finger- oder Zehennagel

Herkunft:

von indogermanisch: , mêd - schreiten, messen; vergleiche auch: Wanderer

Synonyme:

[1] Begleiter, Erdmond, Trabant
[2] Erdtrabant, poetisch: Frau Luna, poetisch: Luna
[6] Möndchen, Halbmond, Lunula

Gegenwörter:

[1] Planet, Sonne

Oberbegriffe:

[1] Astronomie, Himmelskörper, Sonnensystem
[2] Erde
[5] Flaggen, Wappen

Unterbegriffe:

[1] Erdmond; Jupitermond, Marsmond, Neptunmond, Plutomond, Saturnmond, Uranusmond
[2] Vollmond, Halbmond, Neumond, Viertelmond;
[3] Brachmond; Eismond; Erntemond; Heilmond; Herbstmond; Heumond; Julmond; Lenzmond; Ostermond; Weinmond; Wintermond; Wonnemond;

Beispiele:

[1] Phobos und Deimos sind die beiden Monde des Mars.
[2] Der Mond umkreist die Erde in einem durchschnittlichen Abstand von rund 384.000 km.
[3] Viele Monde gingen ins Land.
[4] An Autobahnparkplätzen ohne Toiletten geht so manches Mal im Wald auch tagsüber der Mond auf.
[5] Die Flagge zeigt einen Mond und einen Stern.
[6] Beim Lackieren der Fingernägel den Mond freilassen - (nach: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache)

Redewendungen:

jemanden auf den Mond schießen - übertragen, abmildernd: jemanden verfluchen, verwünschen, verdammen
hinterm Mond leben - nicht mit dem technischen Fortschritt mitkommen, unmodern sein
in den Mond gucken - das Nachsehen haben, leer ausgehen
Mann im Mond - sagenhafte, sprichwörtliche, fiktive Gestalt, die sich auf das mit Fantasie auf der Mondoberfläche mit bloßem Auge und ohne Hilfsmittel zu erkennende Gesicht bezieht
den Mond anbellen - vergeblich gegen etwas Unabänderliches schimpfen

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] abnehmender ~; zunehmender ~; Mann im Mond; der ~ geht auf; der ~ geht unter;

Abgeleitete Begriffe:

Frühjahrsmond, Halbmond, Halbmondkeil, Halbmondring, Herbstmond, Monat, Mondaufgang, Mondbasis, Mondeinfluss, Mondfähre, Mondfinsternis, Mondfahrzeug, Mondfisch, mondfühlig, Mondgebirge, Mondgesicht, mondhell, Mondkalb, Mondkalender, Mondkonstellation, Mondkrater, Mondlandschaft, Mondlandung, Mondlicht, mondlos, Mondmonat, Mondoberfläche, Mondorbit, Mondphase, Mondprogramm, Mondrakete, Mondschein, Mondstation, Mondsichel, Mondstaub, Mondstein, Mondsucht, mondsüchtig, Mondtrichter, Mondumlaufbahn, Monduntergang, Mondzahl, Mondzyklus, Sommermond, Vollmond, Wintermond

[Bearbeiten] Übersetzungen

Dialektausdrücke:

  • Westniederdeutsch:
  • Westmitteldeutsch:
  • Westoberdeutsch (Alemannisch):
    • Schwäbisch: Moo, Mao
  • Ostniederdeutsch:
  • Ostmitteldeutsch:
  • Ostoberdeutsch:
    • Bairisch-Österreichisch: Mou

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Wikipedia-Artikel „Mond (Begriffsklärung)
[1] Wikipedia-Artikel „Mond (Trabant)
[2] Wikipedia-Artikel „Mond
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Mond
[1] canoo.net „Mond
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonMond

Ähnliche Wörter:

Edmond, mondän, le monde, lo mond, Mund, Raimond, Raimund, Raymond, Richmond
Persönliche Werkzeuge