Müsli

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Müsli (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Müsli die Müslis
Genitiv des Müslis der Müslis
Dativ dem Müsli den Müslis
Akkusativ das Müsli die Müslis
[1] eine Schale Müsli

Anmerkung:

In Österreich und Deutschland verwendet man einzig diese Rechtschreibvariante. Diese stellt gleichzeitig die Hauptvariante im deutschen Sprachraum dar. Der Plural Müslis existiert laut verschiedenster Nachschlagewerke, ist jedoch nur sporadisch gebräuchlich. In der Schweiz verwendet man aus konnotativen Gründen ausschließlich die Rechtschreibvariante Müesli; diese bezeichnet sowohl den Singular als auch den Plural (im Sinne von mehreren Portionen).[1]

Alternative Schreibweisen:

Schweiz und Liechtenstein: Müesli

Worttrennung:

Müs·li, Plural: Müs·lis

Aussprache:

IPA: [ˈmyːsli], Plural: [ˈmyːslis]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Müsli (Info), Plural:

Bedeutungen:

[1] aus rohen Getreideflocken (meist Haferflocken), rohem (getrockneten) Obst und Gemüse, Rosinen, geriebenen Nüssen, Milch und/oder Joghurt bestehendes Gericht, welches zumeist zum Frühstück verzehrt wird

Herkunft:

Bei Müsli handelt es sich um eine an die Hochsprache angepasste Schreibweise der aus den alemannischen Dialekten der Schweiz stammenden Bezeichnung eines Rohkostgerichts namens Müesli; wobei das Wort selbst ein Diminutiv von Mus ist. Aus konnotativen Gründen wurde die Schreibweise Müsli in der Schweiz nicht übernommen, die in den Schweizer Dialekten als „Mäuschen“ verstanden werden und demnach Verwirrung stiften würde.[2][3][4]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Buchweizengrütze, Hafergrütze, Hirsebrei, Porridge

Oberbegriffe:

[1] Mahlzeit

Beispiele:

[1] Wer zum Frühstück Müsli isst, startet – laut Ernährungsexperten – ausgewogen in den Tag.

Wortbildungen:

[1] Birchermüsli, Müsliriegel, Schokomüsli, Vollkornmüsli

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1178
[1] Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2004, ISBN 978-3-11-016574-6, DNB 972128115, Seite 516
[1] Wikipedia-Artikel „Müsli
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Müsli
[1] canoo.net „Müsli
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonMüsli

Quellen:

  1. Vergleiche Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2004, ISBN 978-3-11-016574-6, DNB 972128115, „Müesli“ Seite 511–512 sowie „Müsli“ Seite 516
  2. Vergleiche Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1178
  3. Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2004, ISBN 978-3-11-016574-6, DNB 972128115, „Müesli“ Seite 511–512
  4. Wikipedia-Artikel „Müsli

Ähnliche Wörter:

Muslim, Musselin